Das Geld der Unsichtbaren

Über eine halbe Mil­lion Euro ste­hen dem AStA der Freien Uni­ver­si­tät jedes Jahr zur Ver­fü­gung. Gerüch­ten zufolge wird ein Teil davon ver­un­treut. Ein berech­tig­ter Vor­wurf oder blinde Para­noia? Ein Streif­zug durch die Gerüch­te­kü­che. Von Björn Stephan.

Einarmiger AStA-Bandit? Geld einwerfen, Kontrolle verlieren.Ein­ar­mi­ger AStA-Bandit? Geld ein­wer­fen, Kon­trolle verlieren.

Illus­tra­tion: Chris­toph Witt

Ihre Gesich­ter sind unbe­kannt. Ihre Namen auch. Der AStA der FU ist ein Phan­tom. Unsicht­bar. Jeder kennt den AStA-Stern, nie­mand die Men­schen hin­ter dem Emblem. Das hat ideo­lo­gi­sche Gründe. Ein­zelne Köpfe spie­len keine große Rolle im basis­de­mo­kra­ti­schen AStA, einen Vor­sit­zen­den gibt es nur auf dem Papier, Ent­schei­dun­gen wer­den ein­stim­mig im Ple­num gefällt. Die Mei­nung des Ein­zel­nen zählt weni­ger als das große Ganze. Dabei wäre es durch­aus ange­bracht, zu wis­sen, wel­che Per­so­nen sich hin­ter dem Kür­zel ver­ber­gen und wer die Ver­ant­wor­tung trägt. Denn immer­hin ver­fügt die »Regie­rung der Stu­die­ren­den« zur­zeit über 644 500 Euro im Jahr. Geld das aus den Semes­ter­bei­trä­gen stammt, 7,50 Euro pro Stu­dent. Was stellt der AStA an mit über einer hal­ben Mil­lion Euro?

Freund­li­che Smalltalker

Den Haus­halt ver­wal­tet das Finanz­re­fe­rat. Es ist das wich­tigste Res­sort des AStA, gelei­tet von drei Refe­ren­ten. Auf der Home­page fin­den sich keine Hin­weise, wer das sein könnte. Begrün­dung: Man wolle so ver­mei­den, als Ziel­scheibe für Angriffe von rechts her­zu­hal­ten – ein nach­voll­zieh­ba­rer Ein­wand. Nur wenn man einen Blick in die Sitzungs-Protokolle des Stu­die­ren­den­par­la­ments (StuPa) wirft, erfährt man die Namen der Finanz­re­fe­ren­ten. Und der AStA erhält ein Gesicht. Ein ziem­lich sym­pa­thi­sches sogar. Zum Bei­spiel das von Sina Kirch­ner, Finanz­re­fe­ren­tin. Offen, freund­lich, aus­kunfts­be­reit ist sie – zumin­dest solange man unter vier Augen mit ihr spricht: »Schreib uns deine Fra­gen ein­fach per Mail. Wir ant­wor­ten dir«, sagt sie. Meh­rere Pres­se­an­fra­gen wur­den jedoch schlicht­weg ignoriert.

Wer so den Ein­blick ver­wehrt, pro­vo­ziert Mut­ma­ßun­gen und Gerüchte – viel­leicht zu Unrecht. Unbe­strit­ten ist, dass ein Groß­teil der Gel­der äußerst sinn­voll ver­wen­det wird: für die Stu­di­en­be­ra­tung, für recht­li­chen Bei­stand, etwa in Fäl­len von Zwangs­ex­ma­tri­ku­la­tion, und für zahl­rei­che soziale Pro­jekte. Hart­nä­ckig hält sich bei Kri­ti­kern den­noch der Glaube, der AStA unter­stütze links­ra­di­kale Orga­ni­sa­tio­nen in ganz Ber­lin, wie die Antifa, finan­zi­ell. Laut Gesetz­ge­ber ist ihm das ver­bo­ten. Stel­lung bezie­hen darf der AStA ledig­lich zu The­men, die einen Uni­be­zug auf­wei­sen. All­ge­mein­po­li­ti­sche Akti­vi­tä­ten Drit­ter zu unter­stüt­zen, ist ihm unter­sagt. Denn zwangs­weise ist jeder Stu­dent Mit­glied in der ver­fass­ten Stu­die­ren­den­schaft, die vom AStA reprä­sen­tiert wird. Träfe die­ser all­ge­mein­po­li­ti­sche Aus­sa­gen, würde er die­je­ni­gen bevor­mun­den, die nicht genauso den­ken. Zumal, da es bei Wahl­be­tei­li­gun­gen von zehn Pro­zent ohne­hin pro­ble­ma­tisch ist, den AStA als eine Stimme der Stu­die­ren­den zu ver­ste­hen, die auch poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen über den Cam­pus hin­aus anspricht. In der Ver­gan­gen­heit hat das den AStA aber nicht daran gehin­dert, dies trotz­dem zu tun.

Angst vor Klagen?

Der AStA schot­tet sich ab. Mehr­mals klag­ten kon­ser­va­tive Stu­den­ten gegen ihre Ver­tre­ter, was sie in Erklä­rungs­not brachte. Zuletzt ver­ur­teilte das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin den AStA im Jahr 2004 zu 15 000 Euro Strafe, da er »Polit­pro­pa­ganda« finan­ziert habe. 250 000 Euro Straf­geld dro­hen bei wei­te­ren Ver­stö­ßen. Seit­dem haben sich die Wogen geglät­tet und die Struk­tu­ren des AStA offen­bar pro­fes­sio­na­li­siert. Exem­pla­risch dafür ist der Fall »asta­rix«. So hieß ein von AStA-Mitgliedern gegrün­de­ter Verein,an den die Refe­ren­ten sechs Jahre lan­gihre Auf­wands­ent­schä­di­gun­gen spendeten,um sie von dort mut­maß­lich für poli­ti­sche Akti­vi­tä­ten ein­zu­set­zen. 2004, im Jahr des letz­ten Gerichts­ur­teils, wurde der Ver­ein auf­ge­löst. Ein Blick ins Ver­eins­re­gis­ter zeigt, dass es drei Jahre dau­erte, ehe »asta­rix« end­gül­tig abge­wi­ckelt wurde – durch Ger­not Rogier, einem ehe­ma­li­gen AStA-Mitglied. Fest steht: Der AStA hat aus den Feh­lern der Ver­gan­gen­heit gelernt und ist vor­sich­tig gewor­den. Unklar bleibt, ob diese Feh­ler kor­ri­giert wur­den oder wei­ter gemacht und nur bes­ser ver­schlei­ert werden.

Es gibt gän­gige Mus­ter mit denen AStA in ganz Deutsch­land Gel­der der Stu­die­ren­den ver­un­treuen. Eine übli­che Methode ist es, den Per­so­nal­auf­wand zu über­trei­ben. An der FU wird die­ser der­zeit mit 94 000 Euro bezif­fert, ein Sechs­tel des Gesamt­haus­halts. Wie viele Men­schen damit beschäf­tigt wer­den, konnte der AStA auf Nach­frage nicht beant­wor­ten. Im Mit­tel­punkt der Anschul­di­gun­gen ste­hen außer­dem die Dru­cke­reien. Häu­fig arbei­ten sie defi­zi­tär und erstel­len Publi­ka­tio­nen, die kei­ner­lei Bezug zur Uni haben. Der FU-Druckerei in Lank­witz konn­ten sol­che Ver­stöße in den letz­ten fünf Jah­ren nicht nach­ge­wie­sen wer­den. »Doch wenn man genau nach­prü­fen würde, was in der Dru­cke­rei alles pro­du­ziert wird, dann lie­ßen sich dar­un­ter mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit ultra­linke Publi­ka­tio­nen fin­den «, meint Uwe Kirmse. Er ist Mit­glied der Libe­ra­len Hoch­schul­gruppe, sitzt im Aka­de­mi­schen Senat und glaubt, dass man »dem jet­zi­gen AStA wie­der ein all­ge­mein­po­li­ti­sches Man­dat nach­wei­sen« könne. Beweise hat er keine. Es gilt die Unschulds­ver­mu­tung. Einige Indi­zien las­sen sich aller­dings schon fin­den, wenn auch nicht expli­zit für die Ver­un­treu­ung stu­den­ti­scher Gel­der, doch zumin­dest für eine Undurch­sich­tig­keit, die die Gerüch­te­kü­che wei­ter anheizt.

Außer Kon­trolle

Da wäre zum Bei­spiel der Umgang mit dem Stu­die­ren­den­par­la­ment (StuPa), das kaum einen Ein­blick hat, was der AStA mit sei­nem Geld anstellt. »Jedes Jahr legt der AStA dem StuPa einen stan­dar­di­sier­ten Finanz­plan vor, der aber von vorn­her­ein Maku­la­tur ist«, kri­ti­siert Tat­jana Zie­her von den Jusos. Schuld daran sei der Deckungs­ver­merk. Er ist ein Richt­wert in der Kal­ku­la­tion, an den sich letzt­lich aber nie­mand hal­ten muss. Einer­seits ermög­licht er es den Haus­häl­tern, bei Bedarf schnell und fle­xi­bel rea­gie­ren zu kön­nen. Ande­rer­seits man­gelt es dem Haus­halt so an der Ver­bind­lich­keit, da die Gel­der fast belie­big ver­scho­ben wer­den kön­nen. Sicht­lich resi­gniert gesteht die Juso-Sprecherin ein: »Letzt­lich könnte man uns auch ein wei­ßes Blatt Papier zur Abstim­mung vor­le­gen.« Ein Antrag der Grü­nen Hoch­schul­gruppe, der den Deckungs­ver­merk für Beträge ab 5 000 Euro auf­he­ben wollte, wurde erst vor Kur­zem abge­lehnt. Das wäre zu kom­pli­ziert und würde die »dyna­mi­sche Stu­die­ren­den­schaft « hem­men, hieß es von Sei­ten des AStA. Neben dem StuPa exis­tiert noch ein zwei­tes Gre­mium, das den Haus­halt über­prü­fen soll. Der Haus­halts­aus­schuss aber ist macht­los, da dort kein ein­zi­ges Mit­glied der Oppo­si­tion sitzt. Das bedeu­tet: Die­je­ni­gen, die den Haus­halt auf­stel­len, kon­trol­lie­ren ihn auch. Der AStA über­wacht sich selbst. Im letz­ten Jahr tagte der Aus­schuss nicht ein ein­zi­ges Mal. Trans­pa­renz sieht anders aus.

Poli­ti­ker schauen zu

Zwei wei­tere Instan­zen über­prü­fen den Haus­halt: das FU-Präsidium und der Lan­des­rech­nungs­hof. Bei­den legt der AStA jedes Jahr einen Bericht vor, der vorab von einem exter­nen Wirt­schafts­prü­fer begut­ach­tet wird. Aller­dings geht es dabei nicht um »eine inhalt­li­che, son­dern nur um eine for­mal­recht­li­che Prü­fung«, wie Wolf­gang Mult­haupt von der Haus­halts­stelle der FU bestä­tigt. Im Klar­text: Unter­sucht wird, ob die Ein­nah­men und Aus­ga­ben zusam­men pas­sen. Wofür Geld aus­ge­ge­ben wird, spielt keine Rolle. Der Rech­nungs­hof hin­ge­gen nimmt beson­ders inhalt­li­che Fra­gen unter die Lupe, aller­dings nur stich­pro­ben­ar­tig, das letzte Mal vor vier Jah­ren. Pres­se­spre­che­rin Sabine Aus­ser­feld kom­men­tiert das so: »Wir kon­trol­lie­ren den Haus­halt auf Rechts­ver­stöße. Die Schlüsse dar­aus muss das Par­la­ment ziehen.«

Im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus aber wird dem AStA und sei­nem Haus­halt nur wenig Beach­tung geschenkt, wie Nico­las Zim­mer, wis­sen­schafts­po­li­ti­scher Spre­cher der CDUF­rak­tion, ein­räumt: »Betrach­tet man den Gesamt­haus­halt der Uni­ver­si­tä­ten, machen eine halbe Mil­lion Euro nur einen klei­nen Anteil aus.« Zwar kün­digt Zim­mer an, das Thema im Aus­schuss anzu­spre­chen, doch letzt­lich müsse der Wille zur Ver­än­de­rung von den Stu­die­ren­den aus­ge­hen. »Sie müs­sen ihre Rechte ein­for­dern«, meint er. Das sieht auch Wolf­gang Albers so. Er ist der Experte für Hoch­schul­po­li­tik in der Links– Frak­tion und glaubt, der AStA ver­schwende einen Teil der Gel­der für »die Bespa­ßung der eige­nen Kli­en­tel«. Dies könne man aber nur dadurch ver­hin­dern, dass sich mehr Stu­die­rende hoch­schul­po­li­tisch enga­gie­ren. Vom Gesetz­ge­ber sei jeden­falls keine Hilfe zu erwar­ten. Kon­krete Ant­wor­ten blei­ben also beide Abge­ord­ne­ten schul­dig. Auf Unter­stüt­zung durch die Poli­tik kön­nen die Kri­ti­ker nicht bauen. Fakt ist, Miss­trauen und Skep­sis wird der AStA nur besei­ti­gen kön­nen, wenn er sich öffnet. Solange er das nicht tut, bro­delt es wei­ter in der Gerüch­te­kü­che. Und das Geld der Unsicht­ba­ren bleibt unsichtbar.

14. Dezember 2009, FURIOS 03

2 Kommentare

  1. Erst jetzt habe ich eine Aus­gabe der drit­ten FURIOS ergat­tern kön­nen und rege mich ehr­lich gesagt ziem­lich über die Umstände die­ses Arti­kels auf. Über die Finanz­po­li­tik des AStA zu schrei­ben ist ja prin­zi­pi­ell völ­lig ok. Obwohl das nun nicht der erste Arti­kel zu die­sem Thema und mit die­ser Stoß­rich­tung ist. Und da geht es auch schon los mit mei­ner Kritik.

    Autor Björn Ste­phan ist akti­ves Mit­glied der Libe­ra­len Hoch­schul­gruppe LHG, die auch die­ses Jahr wie­der für das StuPa antritt, und der selbst im letz­ten Jahr auf der Liste für das StuPa stand. Ob er das die­ses Jahr wie­der tut, weiß ich nicht, ver­mute ich aber mal. Haupt­wahl­kampf­thema der LHG ist schon seit lan­gem der bekannte Vor­wurf, der AStA würde Geld zweck­fremd ver­un­treuen. Soweit so gut, ist ja alles erlaubt.

    Dass nun aber besag­ter Autor recht­zei­tig vor der StuPa-Wahl einen dop­pel­sei­ti­gen Arti­kel über die AStA-Finanzpolitik schrei­ben darf, der zudem eben noch genau den besag­ten Vor­wurf der LHG unter­stützt, wirft für mich kein gutes Licht auf die­ses Blatt. Wie konnte den so etwas durch die Redak­tion gehen? Wurde wenigs­tens mal dar­über nach­ge­dacht, dass das vor allem auch jour­na­lis­tisch etwas frag­wür­dig ist?

    Ver­steht mich nicht falsch, ich will in der Sache gar nicht unbe­dingt für AStA oder LHG Par­tei ergrei­fen. Ich denke nur, dass es sich auf kei­nen Fall um unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­mus han­delt. Es ist eher die geschickte Plat­zie­rung poli­ti­scher Mei­nung in einem als neu­tral getarn­tem Arti­kel, der bis auf die Ein­gangs­frage aber eine völ­lig ein­deu­tige Aus­rich­tung hat. Hinzu kommt, dass der Autor auch noch Res­sort­lei­ter für Hoch­schul­po­li­tik ist.

    Wenn Björn Ste­phan uns vor der Wahl sagen will, warum wir nicht AStA-tragende Lis­ten wäh­len sol­len, dann kann er das ja gerne machen. Aber bitte soll das dann auch so gekenn­zeich­net wer­den. Macht doch dann ein Pro/Contra oder ein Streit­ge­spräch oder was weiß ich. Oder ver­zich­tet eben drauf. Es gibt auch andere Mög­lich­kei­ten, diese Mei­nung zu arti­ku­lie­ren. Viel­leicht am Bes­ten auf Fly­ern mit dem Logo der LHG darauf…

    Eine Anmer­kung noch zur Argu­men­ta­tion gegen das all­ge­mein­pol­ti­sche Man­dat des AStA, die ich ziem­lich merk­wür­dig finde. Denn in jedem reprä­sen­ta­tiv­de­mo­kra­ti­schem Modell wer­den doch alle Betei­lig­ten durch die jeweils gewähl­ten poli­ti­schen Reprä­sen­tan­ten ver­tre­ten. Inner­halb der fest­ge­leg­ten Wahl­pe­riode darf diese Reprä­sen­tanz nun schal­ten und wal­ten. Wer mit der Repäsen­tanz nicht zufrie­den ist, muss eben dafür sor­gen, dass sich die Mehr­heits­ver­hält­nisse bei der nächs­ten Wahl ändern. Warum sollte das nicht auch für die Stu­die­ren­den, das StuPa, bzw. den AStA gelten?

    Ich per­sön­lich finde es jeden­falls schade, dass mein AStA mich nicht all­ge­mein­po­li­tisch ver­tre­ten darf. Denn immer­hin bin ich als Stu­dent Teil einer gesell­schaft­lich Gruppe und würde mich zumin­dest über den AStA eigent­lich zu jeder gesell­schaft­li­chen Debatte aüßern wol­len, die ich per­sön­lich als für mich von Belang erachte. Dass ich das nicht kann, macht die StuPa-Wahlen für mich eher unin­ter­es­sant und ich glaube, das geht auch vie­len ande­ren so.

    Comment von Stefan — 12. Januar 2010, 1:31

  2. Lie­ber Stefan,

    ich kann deine Mei­nung zu mei­nem Arti­kel kei­nes­wegs tei­len. Ers­tens ist der Text nicht jour­na­lis­tisch frag­wür­dig. Im Gegen­teil glaube ich die Fak­ten sau­ber recher­chiert zu haben. Ich bin den Gerüch­ten, die nun ein­mal exis­tie­ren — auch auf­grund von Vor­fäl­len in der Ver­gan­gen­heit — nach­ge­gan­gen, und habe ver­sucht sie auf ihren Wahr­heits­ge­halt zu über­prü­fen. Außer­dem habe ich mich bemüht alle Sei­ten zu Wort kom­men zu las­sen, damit die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven und Stand­punkte sicht­bar wer­den. Lei­der war der AStA nicht zu einer Stel­lung­nahme bereit.

    Zwei­tens bin ich schon seit andert­halb Jah­ren — seit­dem ich Res­sort­lei­ter bei der FURIOS bin — kein »akti­ves Mit­glied« der LHG mehr. Son­dern viel­mehr eine Kar­tei­lei­che. Zuge­ge­ben: ich kan­di­diere zwar auch für diese StuPa-Wahl. Aber ledig­lich auf Listen-Platz 11, Chan­cen ins StuPA ein­zu­zie­hen sind damit gleich null (bei der letz­ten Wahl hatte die LHG vier Sitze). Außer­dem bin ich auch nicht im Wahl­kampf aktiv.Ich war weder an der Pla­nung betei­ligt noch habe ich Flyer verteilt.

    Dass ich den­noch eine per­sön­li­che Mei­nung habe will ich gar nicht ver­heh­len. Doch mei­ner Ansicht und der der ande­ren Redak­ti­ons­mit­glie­der nach ist diese im Text nicht ein­mal zwi­schen den Zei­len zu spü­ren. Mein Arti­kel erschöpft sich nicht in pole­mi­schen Anschul­di­gun­gen, son­dern ich ver­su­che ledig­lich die vor­han­de­nen Gerüchte zu veri­fi­zie­ren bzw. zu fal­si­fi­zie­ren. Kon­krete Beweise für die Anschul­di­gun­gen habe ich jedoch keine gefun­den, ledig­lich Indi­zien, die die Vor­würfe in den AUgen der AStA-Kritiker wei­ter erhär­ten. Solange es aber keine Beweise gibt, gilt nur eines, und das habe ich auch im Text her­vor­ge­ho­ben: »Es gilt die Unschuldsvermutung.«

    Beste Grüße
    björn.

    PS: Die Intransparenz-Vorwürfe hat die LHG im übri­gen nicht exklu­siv für sich gepach­tet. Ein sol­cher »libe­ra­ler Stem­pel« wäre also ver­fehlt. Die Vor­würfe stam­men von allen Oppo­si­ti­ons­grup­pen des Stu­Pas und Ver­tre­tern aller Par­teien (von ganz links bis ganz rechts) im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus, wie du auch sicher­lich mei­nem TExt ent­neh­men konntest.

    Comment von Björn Stephan — 12. Januar 2010, 12:40