FURIOS 04: Verhältnisse

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Das Heft ist über­all auf dem Cam­pus ver­füg­bar und jetzt auch Online.

»No man is an island« erkannte der eng­li­sche Schrift­stel­ler John Donne vor knapp 400 Jah­ren, als er sich krank und allein fühlte. Heute gibt es nicht ein­mal mehr ein­same Inseln, auf die wir flie­hen könn­ten. Wir ste­hen in einem unüber­sicht­li­chen Wust an Ver­bin­dun­gen zu fast jedem Men­schen unse­res Pla­ne­ten. Stän­dig, online, über­all. Mal frei­wil­lig, mal zwang­haft. Und im Bil­dungs­all­tag erfah­ren wir mit gro­ßer Regel­mä­ßig­keit, wie schwie­rig es wer­den kann, wenn die Kom­mu­ni­ka­tion ins Sto­cken gerät, wir aber auf sie ange­wie­sen sind.

In das alt­mo­di­sche Ver­hält­nis von Stu­dent und Men­tor hat die Mas­sen­uni­ver­si­tät ordent­lich rein­ge­funkt. Und trotz­dem gibt es immer noch Instan­zen, die uns unter ihre Fit­ti­che neh­men, uns för­dern, aber auch beherr­schen kön­nen. Bezie­hun­gen kön­nen Fluch oder Segen bedeu­ten. Kön­nen wir sie noch danach unter­schei­den? Oder sind wir, im wort­wört­lichs­ten Sinne, bezie­hungs­ge­stört?

Für diese Aus­gabe haben wir mit Gesine Schwan das nicht immer ein­fa­che Ver­hält­nis zwi­schen Leh­ren­den und Ler­nen­den beleuch­tet. Wie Men­to­ren uns ver­än­dern kön­nen, hat Michi Schnei­der über die Sei­ten der Titel­ge­schich­ten hin­weg illus­triert. Da wir innige Bezie­hun­gen, zu denen, die uns lehr­ten, schon aus dem Kin­der­gar­ten ken­nen, hat sich Mar­lene Göring mit den Bil­dungs­i­ko­nen ihrer Prä-Unizeit getrof­fen. Ancha­lee Rüland fragte nach, warum sich die FU eigent­lich »Inter­na­tio­nale Netz­werk­uni­ver­si­tät« nennt. Und Devid Mru­sek wagte sich bel­le­tris­tisch in den Kampf ums Wesen der moder­nen Bil­dung: Er schickte die teil­neh­men­den Insti­tu­tio­nen in Therapie.

In eine ganz neue Bezie­hung tre­ten jetzt auch unser Heft und unsere Web­seite www.fucampus.de: Zu vie­len Heft­the­men fin­det ihr auf FURIOS Online in Kürze wei­tere Infos und Geschich­ten. Und natür­lich gibt es dort wei­ter­hin tages­ak­tu­elle Berichte, Mei­nun­gen und Ver­an­stal­tungs­tipps zum Campusleben.

Wenn du an unse­rem Redak­ti­ons­le­ben teil­neh­men möch­test und für die FURIOS schrei­ben, zeich­nen, foto­gra­fie­ren, lay­ou­ten oder ein­fach dein Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent ein­brin­gen möch­test, bist du herz­lich will­kom­men! Die Ter­mine unse­rer Redak­ti­ons­tref­fen fin­dest du hier.

Som­mer­li­che Ver­hält­nisse wünscht euch

Eure FURIOS-Redaktion

Kor­rek­tur: Lei­der ist in der Empörte-Studentin-Rubrik der Name der Illus­tra­to­rin ver­lo­ren gegan­gen. Asche über unser Haupt. Die wun­der­bare Zeich­nung stammt von Pia Bruer, die im Heft auch den Geis­ter­cam­pus Lank­witz in Szene setzte.


Die Arti­kel aus dem Heft online:

Die empörte Stu­den­tin: Der Dahlem-Lift

Titel­thema: Ver­hält­nisse – bezie­hungs­weise gestört
»Man bekommt auch mal eine rein­ge­watscht«: Gesine Schwan im Gespräch
Die, die mich lehr­ten
Die Ein­ge­bil­dete: »Inter­na­tio­nale Netz­werk Uni­ver­si­tät«
Bezie­hungs­the­ra­pie: Eine Kurzgeschichte

Cam­pus
Lank­witz: Das Ber­mu­da­drei­eck der FU
Zer­trüm­merte Hotel­zim­mer und Uni-Lektüre: Slip­pery Damage

Poli­tik
Der Seil­tän­zer: Peter-André Alt
Oppo­si­tion im Stimm­bruch
Streik­bi­lanz: Zwi­schen Revolte und Campingurlaub

Kul­tur
»Ich schreibe keine Sei­ten ab«: Sibylle Lewitscharoff im Inter­view
Fla­neur: Kaf­fee im Kaff
Waren­fe­tisch: Bril­len­af­fen bli­cken dich an

Die Inter­na­tio­nale: Duelo en la cum­bre del volcán

Bild­le­gende: Vom Irr­glau­ben der Wissenschaft

Ewige Ehe­ma­lige: Hans-Christian-Ströbele


Bonus­ma­te­rial zum Heft

» Die Ruhe in Bil­dern: Bil­der­stre­cke zum Lankwitz-Artikel
» Rein­hö­ren in »Slip­pery Damage»
» Deut­sche Über­set­zung der Inter­na­tio­na­len
» Rezen­sion des Thea­ter­stücks Fünf mal Gott
» Besuch der Aus­stel­lung Der Eska­pist
» Poetry-Slam-Report

7. Juni 2010, Heftarchiv

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