Stimmen zur Wahl — Fotostrecke

Warum geht ihr wäh­len? Oder boy­kot­tiert ihr die Wahl? Pablo Freu­den­thal hat sich auf dem Cam­pus umge­hört und umfo­to­gra­fiert.

Corinna & Tobias

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»Wäh­len ist für mich der ein­zige Weg, mich bei der Mit­be­stim­mung und Gestal­tung mei­nes Umfelds ein­zu­brin­gen. Lei­der fehlt mir näm­lich die Zeit zum per­sön­li­chen Enga­ge­ment.« Corinna, BWL BA, 5. Semes­ter. »Ohne eine hohe stu­den­ti­sche Betei­li­gung an den Wah­len ist die Hoch­schul­po­li­tik von extre­mis­ti­schen Posi­tio­nen, häu­fig extrem links geprägt. Eine hohe Betei­li­gung kann dazu füh­ren, dass ein grö­ße­res Spek­trum der Stu­die­ren­den ver­tre­ten wird. Ein per­sön­li­ches Inter­esse habe ich bei den Wah­len auch: Ich will dass in der Veggie-Mensa wie­der Fleisch ange­bo­ten wird.« Tobias, BWL BA, 5. Semester.

12. Januar 2011, Politik, Wahlen 2011

18 Kommentare

  1. genau. immer­hin sind die links­ex­tre­mis­ten daran schuld, dass es kein fleisch mehr in der mensa gibt.
    erst den­ken, dann reden.

    Comment von z — 12. Januar 2011, 22:36

  2. »Die Links­ex­tre­mis­ten« (um Deine Kate­go­ri­sie­rung auf­zu­grei­fen) haben mit einer Unter­schrif­ten­kam­pa­gne, mit einer Inter­ven­tion beim Ver­wal­tungs­rat des Stu­den­ten­werks sowie mit der Initi­ie­rung diver­ser Beschlüsse bzw. Reso­lu­tio­nen von Fach­be­reichs­rä­ten und StuPa mas­siv, aber letzt­lich ver­geb­lich ver­sucht die alte Mensa I in ihrer bis­he­ri­gen Form zu ret­ten. Infos zu unse­rem gesam­ten Enga­ge­ment in die­ser Sache gibt es unter

    http://www.fsiwiwiss.de/category/mensa-1/

    fsi wiwiss

    Comment von fsi wiwiss — 12. Januar 2011, 23:20

  3. Das haben alle zusam­men ver­sucht, aber, offen gestan­den, kei­ner wirk­lich nach­hal­tig. Und ich finde, dass die Meri­ten dafür immer noch dem Café Tat­ort gehö­ren, denn von dort ging die ganze Mensa-Kampagne über Gabriel und Olli mal aus. Wir andern sind damals alle nur aufgesprungen.

    Comment von Thomas E. — 12. Januar 2011, 23:45

  4. Alles klar. Kom­men­tar falsch ver­stan­den — im Zusam­men­hang mit dem Text zum ers­ten Bild hat der Kom­men­tar von z eine andere Bedeu­tung, als im Kon­text zu den Tex­ten der ande­ren Bil­der. Dumm nur, dass die­sel­ben Kom­men­tare unter jedem Bild/Interview ange­zeigt wer­den. Also nehmt unse­ren Bei­trag bzw. unse­ren Link ein­fach als Unter­maue­rung von z’s iro­ni­schem Kommentar..

    fsi wiwiss

    Comment von fsi wiwiss — 13. Januar 2011, 0:12

  5. @ Tho­mas:

    Also ich kann mich erin­nern, dass es nach der Unter­schrif­ten­kam­pa­gne, wel­che gemein­sam von vie­len Grup­pen mit orga­ni­siert und unter­stützt wor­den ist, sowie nach der gemein­sa­men Inter­ven­tion beim Ver­wal­tungs­rat des Stu­den­ten­werks rela­tiv still um die Sache gewor­den ist. Wir haben seit­dem wie­der­holt vie­les unter­nom­men, um die Teil­schlie­ßung doch noch abzu­wen­den bzw. rück­gän­gig zu machen. Dazu zäh­len eben unter ande­rem erwähnte Resolutionen/Beschlüsse des StuPa sowie des FBR Wiwiss plus diverse Mails von uns an Stu­den­ten­werk, Prä­si­dium und Kanzler.

    Comment von Philipp B. — 13. Januar 2011, 0:31

  6. Wenn alle mal ehr­lich wären, war es die PARTEI-Hochschulgruppe die als erste einen Antrag in das StuPa ein­ge­bracht haben!

    Hier der Text des dama­li­gen Antrags:

    Antrag:
    Mensa I — ja, vege­ta­risch – nein!
    Das Stu­die­ren­den­par­la­ment der Freien Uni­ver­si­tät for­dert das Stu­den­ten­werk Ber­lin auf, die Mensa
    I von einer vege­ta­ri­schen zu einer reich­hal­ti­gen Imbiss­mensa nach den Bedürf­nis­sen aller
    anzu­pas­sen. Das Spei­sen­an­ge­bo­tes muss schnellst­mög­lich um fleisch­li­che Kost, wie Cur­ry­wurst,
    Döner und haus­ge­machte Bulet­ten erwei­tert werden.

    Begrün­dung:
    Die PARTEI-HOCHSCHULGRUPPE wurde bei der ver­gan­ge­nen Stu­die­ren­den­par­la­ments­wahl mit
    dem bes­ten Ergeb­nis seit Kriegs­ende ful­mi­nant in das Stu­die­ren­den­par­la­ments der Freien
    Uni­ver­si­tät zu Ber­lin gewählt. Dies ist auf das kon­se­quente Ein­tre­ten der PARTEIHOCHSCHULGRUPPE
    für die Mensa I (schon seit über 3 Jah­ren!) zurück­zu­füh­ren. Die Mensa I
    ist wich­tig für die Stu­die­ren­den der FU. Doch es gibt nicht nur Vege­ta­rie­rIn­nen, son­dern auch
    Men­schen die eine Cur­ry­wurst mit Pom­mes rot-weiß essen wol­len. Schnelle und nahr­hafte Kost
    sind nicht zu ver­ach­ten und gehö­ren auf alle Spei­se­zet­tel an der FU!

    Comment von W. Pieck — 13. Januar 2011, 9:50

  7. wenn es nicht eigent­lich so trau­rig wäre, könnte man diese angst vor den links­ex­tre­mis­ten schon fast lus­tig fin­den. ich erin­ner mich noch genau, als letz­tes semes­ter der black block den hör­saal 1a besetzte, die fsi-liste mit mol­lis den aka­de­mi­schen senat angriff und nicht zu ver­ges­sen die sta­li­nis­ti­schen säu­be­run­gen des asta und die von der stu­die­ren­den­schaft finan­zier­ten aus­bil­dun­gen der refe­ren­ten in link­sis­la­mis­ti­schen ter­ror­camps. der wird einem gleich angst und bange.
    also im ernst: natür­lich gibt es basis­de­mo­kra­ti­sche, repräsentativ-demokratisch, liberal-ideologische, links– und rechts-ideologische, garnicht-ideologische, stu­die­ren­den­freund­li­che, stu­die­ren­den­feind­li­che usw. usf. viele grup­pen an der fu. aber »extrem« linke oder links­ex­tre­mis­ti­sche grup­pen in der über­zahl zu wäh­nen, erin­nert an die kommunismus-angst in der mc-carthy-ära…

    Comment von z — 13. Januar 2011, 17:52

  8. Wer den Film »Unser täg­lich Brot« noch nicht kennt, sollte ihn unbe­dingt sehen. Die Pro­duk­tion von unse­ren Nah­rungs­mit­teln ist pervertiert.

    Die Pflan­zen mer­ken davon nichts aber die Tiere. Wenn man dann noch den aktu­el­len Dioxin-Skandal denkt, bin ich froh, dass die Mensa end­lich anfängt als Groß­ab­neh­mer ein Zei­chen zu set­zen und diese ent­setz­li­che, auf Quä­le­rei beru­hen­den Mas­sen­fleisch­pro­dukt boykottiert.

    Das so genannte Linke und das Stupa den Erhalt die­ser unhalt­ba­ren Zustände auch noch for­dern finde ich absurd.

    Ich finde Groß­un­ter­neh­men, wie die Mensa, haben eine Ver­ant­wor­tung und ich finde es gut, dass diese end­lich mal wahr­ge­nom­men wurde.

    Wer Cur­ry­wurst und Co toll fin­det, kann sie doch immer noch am Stand essen. Man kann nicht eine gerechte Welt for­dern aber dadurch ent­ste­hende Ein­schrän­kung nur für andere gel­ten las­sen wollen.

    Comment von Cora — 13. Januar 2011, 22:54

  9. @ Cora
    Es wurde in unse­rer Reso­lu­tion ein­deu­tig her­vor­ge­ho­ben, dass das aus­ge­dehnte vege­ta­ri­sche Ange­bot der neuen Mensa I unein­ge­schränkt posi­tiv zu bewer­ten ist. Aller­dings hat das Stu­den­ten­werk einen Ver­sor­gungs­auf­trag und erklärt sogar selbst, dass es eine gleich­wer­tige Ver­sor­gung aller Stu­die­ren­den als her­aus­ra­gende Ziel­set­zung ansieht. Das ist aber nicht gege­ben, wenn mensch Qua­li­tät, Preise, Ange­bot, Ser­vice oder Platz­an­ge­bot diver­ser Men­sen ver­gleicht. Da gibt es him­mel­weite Unter­schiede z.B. zwi­schen der neuen Veggie-Mensa, der Mensa II in der Sil­ber­laube und der »Luxus-Mensa« der Cha­rité. Daran ori­en­tiert sich die grund­le­gende Kri­tik unse­rer StuPa-Resolution. Der Beschluss des FBR Wiwiss zur Mensa I ande­rer­seits bil­det die Mehr­heits­ver­hält­nisse dort ab und bringt gleich­zei­tig auch die Mei­nung der meis­ten Stu­die­ren­den am FB Wiwiss zum Aus­druck, wenn dort impli­zit auch ein Mini­mum an Fleisch­ge­rich­ten gefor­dert wird. Gerade vor dem Hin­ter­grund der extrem unter­schied­li­chen Ver­sor­gung an ver­schie­de­nen Stand­or­ten hal­ten wir das für durch­aus legi­tim. Auch am FB Wiwiss wür­den etwas höhere Preise aber sicher­lich gerne akzep­tiert, sollte das Stu­den­ten­werk bei­spiels­weise auf Bio-Produkte umstei­gen. Ins­ge­samt ist auch so ein Beschluss wie der des FBR Wiwiss in der Sache erst­mal hilf­reich — und das unab­hän­gig von der Frage rein vege­ta­risch oder nicht rein vege­ta­risch — da somit Kri­tik bzw. Ände­rungs­be­darf signa­li­siert wird, der sich doch eben auch auf ganz andere Punkte als auf das Spei­sen­an­ge­bot in der Mensa I erstreckt. Es sollte auch bedacht wer­den, dass die Qua­li­tät des ver­ge­ta­ri­schen Essens für des­sen Akzep­tanz eben­falls eine wich­tige Rolle spie­len kann. Fest­zu­hal­ten bleibt, dass es ganz all­ge­mein Kri­tik an der umge­bau­ten Mensa I gibt und dass diese vom Stu­den­ten­werk igno­riert wird. Wäre die Idee des Stu­den­ten­werks mit der Veggie-Mensa ehr­lich gemeint, dann hätte viel­mehr eine Grund­satz­de­batte über das Ange­bot von Men­sen des Stu­den­ten­werks im All­ge­mei­nen geführt wer­den müs­sen. Das ist aber nicht die Inten­tion des Stu­den­ten­werks. Viel­mehr kommt uns das Kon­zept der ver­klei­ner­ten Veggie-Mensa wie ein Marketing/PR-Trick vor, um den Abbau von Kapa­zi­tä­ten, die prin­zi­pi­elle Ver­schlech­te­rung der Spei­sen­qua­li­tät sowie andere Miss­stände so zu ver­kau­fen, dass diese akzep­tiert wer­den. Gleich­zei­tig kann das Stu­den­ten­werk Kri­tik an der Mensa I immer auch als pri­märe Kri­tik am vege­ta­ri­schen Ange­bot dar­stel­len. Das Stu­den­ten­werk wird damit also kei­nes­falls irgend­ei­ner Ver­ant­wor­tung gerecht und betreibt erst recht nicht aktiv Tier­schutz. So wer­den im Gegen­teil Inter­es­sen Stu­die­ren­der geschickt auseinanderdividiert.

    Comment von fsi wiwiss — 13. Januar 2011, 23:56

  10. @fsi wiwiss

    Hmmm…welche Beweg­gründe auch immer das Stu­den­ten­werk gehabt haben mag, die Mensa I zu einer vege­ta­ri­schen zu machen. Zum Ergeb­nis hat es aber eine Redu­zie­rung der Fleisch­ab­nahme bei den Händ­lern durch das Stu­den­ten­werk und das ist akti­ver Tier­schutz.
    Auch hat es zum Ergeb­nis, dass alle, die die Veggie-Mensa besucht haben, sich glück­lich schät­zen kön­nen, nicht über eine Dioxin­ver­seu­chung durch kon­ta­mi­nier­tes Fleisch nach­den­ken zu müs­sen.
    Das vor dem Hin­ter­grund die­ser kri­mi­nel­len Machen­schaf­ten zum Scha­den von mil­lio­nen Men­schen noch jemand immer noch mehr Fleisch for­dert, ist wirk­lich peinlich.

    Wie auch immer also die Beweg­gründe des Stu­den­ten­wer­kes aus­sahe und richtig.

    Ich habe auch schon mehr­mals in der Veggie-Mensa geges­sen und kann nicht sagen, dass die Spei­se­qua­li­tät dort schlecht ist. Ich fand es sogar immer super lecker und ich bin keine reine Vegetarin.

    Ich möchte nie­man­dem etwas unter­stel­len aber es gibt eine ganze Reihe von Men­schen, die schon die Nase rümp­fen, wenn sie das Wort »Vege­ta­risch« hören. Für diese ist ein Essen ohne Fleisch keine Essen oder/und kann nicht schmack­haft sein.
    Zum Teil wer­den hier mehr ideo­lo­gi­sche Grä­ben gezo­gen: Salat und Möh­ren sind für Kanin­chen.
    Dass sich nach dei­ner Mei­nung die Spei­se­qua­li­tät »prin­zi­pi­ell ver­schlech­tert« haben soll, halte ich vor dem Hin­ter­grund für sehr frag­wür­dig, ent­spricht nicht mei­ner Erfah­rung und ist zudem auch sehr sub­jek­tiv.
    Dass aber im Gegen­zug, wie gefor­dert, Cur­ry­wurst und Bulette eine Ver­bes­se­rung der Spei­se­qua­li­tät dar­stel­len soll, ist wirk­lich ulkig. Des­halb halte ich das Argu­mente der Qua­li­tät auch für arg gequält und nur vorgeschoben.

    Ich wun­dere mich bei den gan­zen Reso­lu­tio­nen, dass keine eine Umstel­lung auf Bio-Fleisch for­dert. Wel­cher Ver­ant­wor­tung wird dabei die fsi-wiwiss gerecht, wenn das Stu­den­ten­werk die­ser nicht gerecht wird?
    Dem Stu­den­ten­werk wird so ziem­lich alles (berech­tigt und unbe­rech­tigt) vor­ge­wor­fen aber die eigene Ver­ant­wor­tung wird damit aus­ge­spart. Weil die ande­ren doof sind, sind wir bes­ser. Das ist ein selt­sa­mer Auto­ma­tis­mus, den man auch als PR-Trick kennt.

    Wie auch immer, eine Veggie-Mensa ist akti­ver Tier­schutz und das muss unter­stützt werden.

    Comment von Cora — 14. Januar 2011, 12:33

  11. Dass Cur­ry­wurst und Bulette eine Ver­bes­se­rung der Spei­se­qua­li­tät dar­stel­len sol­len, haben wir nie gesagt. Im Gegen­teil haben wir ver­sucht zu erläu­tern, warum man die Frage rein vege­ta­risch / nicht rein vege­ta­risch von ande­ren Fra­gen wie der grund­sätz­li­chen Qua­li­tät des Essens tren­nen sollte. Es kann nicht sein, dass der Tel­ler halb so voll und damit gleich­zei­tig dop­pelt so teuer wie in ande­ren Men­sen ist und dass sich hun­derte von Men­schen in jeder Pause irgend­wie in diese viel zu kleine Mensa pres­sen und glück­lich sein müs­sen, wenn sie es geschafft haben in einer hal­ben Stunde Essen zu bekom­men was nicht kalt ist, einen Platz zu fin­den etc.. Ich per­sön­lich esse auch gern vegane VoKü im Roten Kaf­fee oder sonst wo — inso­fern ist der Vor­wurf der grund­sätz­li­chen Ableh­nung vege­ta­ri­schen oder gar vega­nen Essens und damit »ideo­lo­gi­scher Grä­ben« nicht tref­fend. In unse­rer fsi gibt es im Übri­gen auch einige reine Vege­ta­rier und nicht nur unsere fsi hat diese Reso­lu­tion ver­ab­schie­det son­dern das gesamte StuPa. Dar­über hin­aus haben auch der FBR Wiwiss sowie diverse Stu­dis in der Umge­bung der Veggie-Mensa starke Unzu­frie­den­heit signa­li­siert. Das liegt daran, dass sich seit dem Umbau völ­lig unab­hän­gig vom nun rein vege­ta­ri­schen Spei­sen­an­ge­bot diverse Dinge mas­siv ver­schlech­tert haben. Inso­fern ist sicher­lich auch Dein Ein­druck nur ein sub­jek­ti­ver, wenn Du sagst, Du warst mit der Qua­li­tät des vege­ta­ri­schen Essens immer zufrie­den. Die Vege­ta­rier in unse­rer fsi sind es bei­spiels­weise nicht. Diese Kri­tik zu igno­rie­ren, würde dem Aus­spa­ren der eige­nen Ver­ant­wor­tung gleichkommen.

    Comment von fsi wiwiss — 14. Januar 2011, 14:02

  12. @fsi wiwiss,

    ich finde, es sollte in Eurem Kom­men­ta­ren wirk­lich zwi­schen der räum­li­chen und quan­ti­ta­ti­ven Kri­tik und der am vege­ta­ri­schen Essen getrennt wer­den. Denn die Aus­sage, um die es ging war: »Ich will dass in der Veggie-Mensa wie der Fleisch ange­bo­ten wird.« Eine andere Kri­tik gab es nicht. Kein Wort von der Enge, den höhe­ren Prei­sen und den zu klei­nen Portionen.

    Außer mir waren aber auch noch andere, die mit mir dort essen waren, sehr zufrie­den. Ich hatte ja auch geschrie­ben, dass die­ses Urteil sehr sub­jek­tiv ist. Soll ich euch nur des­halb recht geben und for­dern alles zu ver­än­dern, weil es euch nicht schmeckt. Am Ende schmeckt es euch und dann mir nicht und alles fängt wie­der von vorne an. Das kann doch unmög­lich Sinn einer Reso­lu­tion bzw, For­de­rung sein.

    Meine Zufrie­den­heit und ande­rer aber aus­zu­spa­ren wäre aber nicht grade die Lösung oder?

    Die For­de­rung nach Cur­ry­wurst und Bulette stammt von der Hoch­schul­gruppe »Par­tei« und ich weiß nicht, ob das nun Albern­heit war oder tosen­der Unsinn.

    Dass das gesamte StuPa (gab es auch Geg­ner oder Ent­hal­tun­gen?) mehr­heit­lich dafür war, ent­bin­det euch aber nicht von eurer Ver­ant­wor­tung als Gruppe oder macht die For­de­rung nach mehr Fleisch bes­ser. Dabei geht es mir nur um das Fleischangebot.

    Als ich im Som­mer das erste Mal in der Veggie-Mensa war, mei­nen Tel­ler hatte, kam das große:« Huch, und wo kann ich nun sit­zen?« Doof…ganz doof…zugeben! Kalt wurde mein Essen jedoch nicht und es fand sich auch ein wenig ver­zö­gert Platz. Aber wenn diese Mensa zu schlecht sein soll, wieso ist sie dann so super gut besucht?

    Die Mensa 1 ist eng, das stimmt und das liegt bestimmt auch an den begrenz­ten Räum­lich­kei­ten aber zum Ver­gleich haben wir Bio­lo­gen erst gar keine Mensa bzw. sie liegt Licht­jahre ent­fernt. Inso­fern kann man doch eigent­lich froh sein eine Mensa zu haben. Ich kenne aber auch Men­schen, die extra weite Wege zurück­le­gen, um in die Veggie-Mensa zu gehen. Diese fin­den dann wie­der den Weg viel zu weit. Geht die For­de­rung dar­auf auch ein?

    Ich fände es nett, wenn Ihr euch in eurer Dis­kus­sion nur auf das Für und Wider zum Vege­ta­ri­schen in der Veggie-Mensa bezie­hen wür­det (s.o).

    Comment von Cora — 14. Januar 2011, 15:41

  13. Wir haben uns in der bis­he­ri­gen Dis­kus­sion pri­mär hier­rauf bezo­gen: http://www.fsiwiwiss.de/category/mensa-1/ (siehe auch zwei­ter Kom­men­tar; ein Stück­chen wei­ter unten in dem Link fin­den sich auch Reso­lu­ti­ons­text sowie Beschluss unse­res FBR).

    Die Reso­lu­tion wurde sei­ner­zeit vom gesam­ten StuPa ver­ab­schie­det, aus­ge­nom­men dem kon­ser­va­ti­vem RCDS, zumal die­ser die expli­zite For­de­rung nach Fleisch im Reso­lu­ti­ons­text haben wollte. Dies wollte der rest des StuPa inkl. uns nicht mit­tra­gen. Inso­fern ver­ste­hen wir die Auf­re­gung über­haupt nicht.

    Es ist nicht zu bestrei­ten, dass es viele Unzu­frie­dene gibt, sei es nun, weil sie im Gegen­satz zu ande­ren FU Stu­den­ten nicht mehr in den Genuss des Dioxin-Fleisches kom­men dür­fen, sei es, weil sie Pro­bleme mit der Qua­li­tät des vom Stu­den­ten­werk ange­bo­te­nen Essens haben oder sei es auf­grund ande­rer im Zuge der Teil­schlie­ßung auf­ge­kom­me­ner Ver­schlech­te­run­gen. Wenn wir nun sagen, dass es sicher­lich auch einige Men­schen gibt, die mit dem Sta­tus Quo ganz zufrie­den sind, und dar­aus schlie­ßen, dass wir die Kri­tik vie­ler ande­rer igno­rie­ren soll­ten, dann ist das als ob wir uns mit dem durch­öko­no­mi­sier­ten Bil­dungs­sys­tem zufrie­den­ge­ben. Da gibt es näm­lich auch den einen oder ande­ren Wirt­schafts­studi, der das so wie es ist ganz groß­ar­tig fin­det. Es wird immer irgend­wen geben, der zufrie­den ist. Daher bedeu­tet Deine Argu­men­ta­tion im Umkehr­schluss ver­all­ge­mei­nert, dass auf gar keine Kri­tik mehr ein­ge­gan­gen wer­den sollte.

    Wenn Kri­tik geübt und Ver­än­de­run­gen gefor­dert wer­den, dann muss das doch nicht auto­ma­tisch hei­ßen, dass die­je­ni­gen, die schon vor­her zufrie­den waren nach­her nicht mehr zufrie­den sind. Im Gegen­teil bedeu­tet dies, dass es Gesprächs­be­darf gibt und alle gemein­sam an einer noch bes­se­ren, für mög­lichst noch mehr Men­schen trag­ba­ren Lösung suchen sollten.

    Super gut besucht ist die Veggie-Mensa in unse­rem Augen im Übri­gen auf­grund der Tat­sa­che, dass sie klei­ner ist als sie es vor­her war — natür­lich ist der Laden dann voll. Vor­her waren zwei Eta­gen inkl. Ter­asse voll mit Gäs­ten. Ich kenne viele, die dort gar nicht mehr hin­ge­hen, dies aber gerne wür­den, wenn sich einige Dinge verbesserten.

    Natür­lich bil­det unsere Reso­lu­tion einen Miss­stand ab, der pri­mär in unse­rer Umge­bung als sol­cher wahr­ge­nom­men wird (schließ­lich kön­nen wir nicht wis­sen wie das Thema z.B. bei den Bio­lo­gen wahr­ge­nom­men wird). Die­sen haben wir dann im StuPa gemein­sam mit Men­schen aus vie­len ande­ren Fach­be­rei­chen the­ma­ti­siert und es gab von allen ande­ren Vertreter_innen dort Unter­stüt­zung für unsere Wahr­neh­mung. Es gab dar­über hin­aus zahl­rei­che Beschwer­den von Stu­dis in unse­rem Umfeld sowie eine geschlos­sene Ableh­nung der Teil­schlie­ßung durch unse­ren FBR. Sollte man da als Vertrer_in die­ser Leute nicht irgend­wie aktiv werden?

    Wir fin­den es auch schade, dass Euer Fach­be­reich schein­bar so weit weg von diver­sen Men­sen liegt, aber auch das ist ein Sach­ver­halt den mensch im StuPa anspre­chen und dis­ku­tie­ren könnte. Das müs­sen dann aber Leute ins StuPa tra­gen, die die Pro­ble­ma­tik an Eurem Fach­be­reich ken­nen. Gerade vor dem Hin­ter­grund, dass schein­bar wirk­lich viele Stu­dis auf die Mensa I ange­wie­sen sind, war doch eine Ver­klei­ne­rung die völ­lig ver­kehrte Ent­schei­dung von Sei­ten des Stu­den­ten­werks. Dies haben wir bzw. hat das StuPa pri­mär ver­sucht so gegen­über dem Stu­den­ten­werk zu kommunizieren.

    Comment von fsi wiwiss — 14. Januar 2011, 18:04

  14. Ich habe mir eure Seite durchgelesen:

    Der FBR for­dert den »alten Zustand« also auch Fleisch wie eh und je, egal wie die­ses pro­du­ziert wird, also nicht expli­zit »Bio-Qualität«. Klingt eher kon­ser­va­tiv.
    Das StuPa fin­det das vege­ta­ri­sche Ange­bot gut, for­dert aber Fleisch nicht explizit.

    Da das Andere nicht so das Thema hier war, möchte ich damit abschlie­ßen aber trotz­dem noch schrei­ben, dass es doch ziem­lich merk­wür­digt ist, dass ein Unter­neh­men einen Bereich ver­klei­nert, wenn er Gewinne macht. Also so fabel­haft kann die Mensa 1 nicht besucht gewe­sen sein bzw. voll bedeu­tet auch nicht immer Umsatz.
    Wieso es eine »ver­kehrte Ent­schei­dung« sein soll einen Bereich, der Unren­ta­bel ist, zu ver­klei­nern, leuch­tet mir nicht so recht ein.
    Außer­dem hat nach dem Stu­den­ten­werk die Anzahl der Stu­die­ren­den auch ste­tig abge­nom­men also das dar­auf »ange­wie­sen« sein doch nicht von gro­ßer Bedeu­tung ist, wenn auch nicht unbedeutend.

    Wir Ihr es auch immer dre­hen und wen­den mögt: Die Mensa ist nun voll. Und wenn sie es ist, müs­sen die­je­ni­gen auch irgend­wie zufrie­den sein, denn wäre sie es nicht, wäre sie nicht prop­pe­voll auch wenn sie nun klei­ner ist.

    Wenn man sich mit dem Stu­den­ten­werk aus­ein­an­der­setzt, dann muss man auch damit rech­nen, dass sie einem Zah­len geben, die Ihr aber schul­dig bleibt. Für Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler sollte das ja nun auch nichts außer­ge­wöhn­li­ches sein. Aber trotz­dem heißt es bei euch immer nur dif­fus »viele«.
    Das Stu­den­ten­werk hat ganze sechs Beschwer­den, sagt es jeden­falls, und wie viele habt Ihr?

    Ich finde ja euere Arbeit super und auch für unver­zicht­bar und natür­lich müsst Ihr da auch aktiv wer­den aber eure Gegen­ar­gu­mente sind nicht wirk­lich wel­che.
    Die Zustände sol­len »unhalt­bar« (StuPa) sein aber die Mensa ist voll und drei wei­te­ren Per­so­nen und mir schmeckt es dort aus eige­ner Erfah­rung. Die For­mu­lie­rung ist viel zu scharf.
    Oder her mit dem »alten Zustand« (FBR) zu for­dern ist auch ziem­lich ulkig. Stellt der FBR so auch seine Etat­for­de­run­gen an das Prä­si­dium? Bio-Fleisch kommt darin auch gar nicht vor, son­dern nur das aus kon­ven­tio­nel­ler Mas­sen­hal­tung!
    Das alles klingt doch alles mehr, nach Pro­test­folk­lore als von gro­ßem Geiste durch­drun­gen oder? ;-)

    Ich weiß aber auch, dass die FSI-, und im Falle der Bio­lo­gie, die Ini-Arbeit sehr schwie­rig ist, weil sich die Stu­die­ren­den dafür eigent­lich gar nicht mehr inter­es­sie­ren. Die Mobi­li­sie­rung ist sehr schlecht und man arbei­tet eigent­lich nur tap­fer in den lee­ren Raum hinein.

    Comment von Cora — 14. Januar 2011, 21:20

  15. »Da das Andere nicht so das Thema hier war, möchte ich damit abschlie­ßen aber trotz­dem noch schrei­ben, dass es doch ziem­lich merk­wür­digt ist, dass ein Unter­neh­men einen Bereich ver­klei­nert, wenn er Gewinne macht.«

    Die Mensa I war drin­gend reno­vie­rungs­be­dürf­tig und hielt Auf­la­gen des Gesund­heits­amts nicht mehr Stand. Daher musste reno­viert wer­den. Da das Mensa-Gebäude der FU gehört (» Eigen­in­ter­es­sen bezüg­lich einer alter­na­ti­ven Nut­zung des Gebäu­des) und die Mensa selbst vom Stu­den­ten­werk betrie­ben wird (» Eigen­in­ter­esse einer mög­lichst wenig kos­ten­in­ten­si­ven Reno­vie­rung), hat die Teil­schlie­ßung wenig mit öko­no­mi­schen Nit­wen­dig­kei­ten bezüg­lich der Ren­ta­bi­li­tät des lau­fen­den Betriebs zu tun — auch wenn das Stu­den­ten­werks ver­sucht, dass so dar­zu­stel­len. Vor dem Hin­ter­grund von Mas­sen­ef­fek­ten bzw. stei­gen­der Ska­len­er­träge ist es aus wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­cher Sicht völ­lig logisch, dass eine klei­nere Mensa einen höhe­ren Zuschuss­be­darf hat.

    »Außer­dem hat nach dem Stu­den­ten­werk die Anzahl der Stu­die­ren­den auch ste­tig abge­nom­men also das dar­auf »ange­wie­sen« sein doch nicht von gro­ßer Bedeu­tung ist, wenn auch nicht unbedeutend.«

    Allein am Fach­be­reich Wirt­schafts­wis­sen­schaft stu­die­ren 2263 Men­schen. Das Argu­ment, die Stu­die­ren­den­zahl hätte so rapide abge­nom­men, dass dies eine Ver­klei­ne­rung recht­fer­ti­gen würde, ist also völ­lig absurd. Wie bereits erwähnt — die Mensa war vor­her auch regel­mä­ßig völ­lig über­füllt. Dass sie es jetzt erst Recht ist, hast Du vor­hin selbst bestätigt.

    »Wir Ihr es auch immer dre­hen und wen­den mögt: Die Mensa ist nun voll. Und wenn sie es ist, müs­sen die­je­ni­gen auch irgend­wie zufrie­den sein, denn wäre sie es nicht, wäre sie nicht prop­pe­voll auch wenn sie nun klei­ner ist.«

    Ein Rechen­bei­spiel: Von 2263 Stu­die­ren­den des FB Wiwiss fin­den 150 einen Kurs ganz toll, alle ande­ren nicht. Der Kurs hat eine Platz­zahl­be­schrän­kung von 100 Plät­zen. Was pas­siert? Der Kurs ist voll! Des­halb müs­sen nun alle Stu­die­ren­den die­sen Kurs ganz toll fin­den und Kri­tik muss nie­man­den inter­es­sie­ren. Super!

    »Wenn man sich mit dem Stu­den­ten­werk aus­ein­an­der­setzt, dann muss man auch damit rech­nen, dass sie einem Zah­len geben, die Ihr aber schul­dig bleibt. Für Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler sollte das ja nun auch nichts außer­ge­wöhn­li­ches sein. Aber trotz­dem heißt es bei euch immer nur dif­fus »viele«.
    Das Stu­den­ten­werk hat ganze sechs Beschwer­den, sagt es jeden­falls, und wie viele habt Ihr?«

    Lei­der haben wir in unse­rer fsi noch keine Buch­füh­rung. Wenn uns jemand haupt­be­ruf­li­che Arbeits­kräfte bezahlt, dann hal­ten wir für sol­che Fälle gerne alle Zah­len fest. Wir kön­nen daher nur »dif­fus« von »vie­len« Beschwer­den berich­ten. Wenn Du uns nicht ein­mal glaubst, dass wir einen Plan von den Mei­nun­gen der Leute an unse­rem Fach­be­reich haben, dann hat das an die­ser Stelle ver­mut­lich wenig Sinn, weiterzudiskutieren.

    »Die Zustände sol­len »unhalt­bar« (StuPa) sein aber die Mensa ist voll und drei wei­te­ren Per­so­nen und mir schmeckt es dort aus eige­ner Erfah­rung. Die For­mu­lie­rung ist viel zu scharf.«

    Du schließt von 4 Leu­ten bzw. von den ver­hält­nis­mä­ßig weni­gen Besu­chern, die in die neue Mensa über­haupt noch rein­pas­sen, auf alle ande­ren. Dies ist ein schwa­ches Argu­ment. Wenn das Stu­den­ten­werk etwas tut, wor­auf­hin ein paar hun­dert Leute die Mensa gar nicht mehr nut­zen / nut­zen kön­nen, die das vor­her gern und regel­mä­ßig getan haben, dann ist das aus unse­rer Sicht unhalt­bar. Der gesamte Pro­zess der Ver­klei­ne­rung wurde von Prä­si­dium und Stu­den­ten­werk unter Aus­schluss der betrof­fe­nen Öffent­lich­keit aus­ge­kun­gelt. Wer sich das gefal­len las­sen möchte, in Ord­nung. Hier aber die Grund­lage für Kri­tik abzu­spre­chen, hal­ten wir für ungerechtfertigt.

    »Oder her mit dem »alten Zustand« (FBR) zu for­dern ist auch ziem­lich ulkig. Stellt der FBR so auch seine Etat­for­de­run­gen an das Prä­si­dium? Bio-Fleisch kommt darin auch gar nicht vor, son­dern nur das aus kon­ven­tio­nel­ler Massenhaltung!«

    Wie bereits erwähnt spie­gelt der Wort­laut die­ses Beschlus­ses die Mehr­heits­ver­hält­nisse im FBR Wiwiss wie­der. Ich hatte als Ver­tre­ter dort vor­ge­schla­gen, sich am Wort­laut des StuPa-Beschlusses zu ori­en­tie­ren, aber an unse­rem Fach­be­reich gibt es über alle Sta­tus­grup­pen hin­weg auch expli­zit die For­de­rung nach Fleisch­ge­rich­ten. Um grund­sätz­li­che und viel­fäl­tige Kri­tik zu äußern und poten­ti­ell einen gemein­sam (von Stu­den­ten­werk und Kri­ti­kern des Umbaus) getra­ge­nen Lösungs­pro­zess in Gang zu set­zen, muss Kri­tik zunächst ein­mal arti­ku­liert wer­den. Wenn sich alle Sei­ten ob ihrer unter­schied­lich gear­te­ten Kri­tik bereits vor­her selbst aus­ein­an­der­di­vi­die­ren, dann bringt das letzt­lich gar nichts. Daher haben wir auch den Beschluss des FBR in unse­rer Mail an das Stu­den­ten­werk aufgegriffen.

    »Ich weiß aber auch, dass die FSI-, und im Falle der Bio­lo­gie, die Ini-Arbeit sehr schwie­rig ist, weil sich die Stu­die­ren­den dafür eigent­lich gar nicht mehr inter­es­sie­ren. Die Mobi­li­sie­rung ist sehr schlecht und man arbei­tet eigent­lich nur tap­fer in den lee­ren Raum hinein.«

    Das ist rich­tig und eigent­lich auch ziem­lich trau­rig. Das bemer­kens­werte ist, dass dies gerade bei dem Thema »Mensa I« zumin­dest an unse­rem Fach­be­reich nicht so ist. Die­ses Thema pola­ri­siert und weckt Inter­esse bei vie­len Stu­dis. Gerade vor die­sem Hin­ter­grund würde mensch die schwie­rige Situa­tion hoch­schul­po­li­tisch Akti­ver noch ver­schär­fen, wür­den wir die arti­ku­lierte Kri­tik nicht wei­ter­tra­gen bzw. nicht dar­auf ein­ge­hen und statt­des­sen bei ande­ren The­men »in den lee­ren Raum hin­ein­ar­bei­ten«. Bei einer Unter­schrif­ten­ak­tion im Zuge der Schlie­ßung der »alten« Mensa kamen sei­ner­zeit ein paar tau­send Unter­schrif­ten zu Stande.

    Comment von fsi wiwiss — 15. Januar 2011, 17:28

  16. »Allein am Fach be reich Wirt schafts wis sen schaft stu die ren 2263 Men schen. Das Argu ment, die Stu die ren den zahl hätte so rapide abge nom men, dass dies eine Ver klei ne rung recht fer ti gen würde, ist also völ­lig absurd.«

    Das Stu­den­ten­werk behaup­tet und spricht nicht von der gesam­ten Anzahl der Stu­die­ren­den son­dern nur von denen, die in die Mensa kamen zum Essen und diese Zahl hat ste­tig abge­nom­men, wird behauptet.

    »Ein Rechen bei spiel: Von 2263 Stu die ren den des FB Wiwiss fin den 150 einen Kurs ganz toll, alle ande ren nicht. Der Kurs hat eine Platz­zahl be schrän kung von 100 Plät zen. Was pas siert? Der Kurs ist voll! Des halb müs sen nun alle Stu die ren den die sen Kurs ganz toll fin den und Kri tik muss nie man den inter es sie ren. Super!«

    Also das ist wirk­lich kein gutes Bei­spiel! Stu­die­rende brau­chen einen Platz in einem Kurs, sonst kom­men sie im Stu­dium ja nicht wei­ter oder das BaFöG endet vor dem Stu­di­ums­ziel.
    In einer Mensa kann ich mich frei ent­schei­den hin­zu­ge­hen. Wenn das Essen mei­nem Magen oder mei­nem Gau­men nicht bekommt, gehe ich nicht mehr hin. WIe Ihr auch geschrie­ben habt, tun das ja auch viele. Damit ist es doch auch belegt. Mensa ist total frei­wil­lig und ein Kurs im Stu­dium obli­ga­to­risch (wenn auch nicht alle)!
    Die Mensa ist also unbe­strit­ten voll und damit sind die Men­schen dort einer ande­ren Ansicht als ihr oder etwa nicht?

    »Lei der haben wir in unse rer fsi noch keine Buch füh rung. Wenn uns jemand haupt be ruf li che Arbeits kräfte bezahlt, dann hal ten wir für sol che Fälle gerne alle Zah len fest. Wir kön nen daher nur »dif fus« von »vie len« Beschwer den berich ten. Wenn Du uns nicht ein mal glaubst, dass wir einen Plan von den Mei nun gen der Leute an unse­rem Fach be reich haben, dann hat das an die ser Stelle ver mut lich wenig Sinn, weiterzudiskutieren.«

    Mir ist das eigent­lich ganz egal aber IHR wollt doch etwas gegen­über dem Stu­den­ten­werk errei­chen, die haben Zah­len und ihr nicht…also habt ihr Pech gehabt. Das finde ich ganz ein­fach, wenn auch sehr ärgerlich.

    Wenn ich Bio­lo­gin das Wachs­tum eini­ger Bak­te­ri­en­stämme ver­glei­chen möchte und keine Geld für die Zah­len­er­he­bung habe, kann ich nicht in der Ver­öf­fent­li­chung einer wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tion dar­über jam­mern und for­dern, dass mir auch ohne Zah­len geglaubt wird. Ihr seit doch genauso wis­sen­schaft­lich tätig wie ich, wie kann man denn dann so unscharf argumentieren?

    »Vor dem Hin ter grund von Mas sen ef fek ten bzw. stei gen der Ska len er träge ist es aus wirt schafts­wis sen schaft li cher Sicht völ lig logisch, dass eine klei nere Mensa einen höhe ren Zuschuss be darf hat.«

    Und warum ver­klei­nert man dann nicht auch die Mensa 2? Zuschüsse sind doch nichts logi­sches und etwas klei­ne­res benö­tigt damit auch nicht auto­ma­tisch höhere Zuschüsse. Wenn die Zuschüsse angeb­lich gestie­gen sind, wieso sind dann die Preise gestie­gen. Ich weiß nicht was alles in der Mensa bezu­schusst wird aber bestimmt am Stärks­ten das stu­den­ti­sche Essen. Nach den Zah­len des Stu­den­ten­wer­kes sind die Stu­den­ten aber rück­läu­fig, was dann auch gerin­gere Zuschüsse bedeu­ten würde. Irgend­et­was stimmt dort in den Argu­men­ta­tio­nen nicht. Also Fak­ten und Zah­len braucht ihr.
    Als FSI und INI ist man in den Situa­tio­nen rich­tig im Nach­teil. Es macht WUt aber damit kommt bei denen auch nicht weiter.

    »Du schließt von 4 Leu ten bzw. von den ver hält nis mä ßig weni gen Besu chern, die in die neue Mensa über haupt noch rein pas sen, auf alle ande ren. Dies ist ein schwa ches Argu ment.«

    Ich habe aber wenigs­tens Zah­len und ihr nicht eine Eini­zige, die den jetzt Zustand beschreibt und ihr schließt damit auch nicht nur auf alle Ande­ren son­dern ent­werft auch noch Reso­lu­tio­nen, die nicht die geringste Kraft haben. Außer­dem habe ich nir­gends auf alle Ande­ren geschlos­sen. Ich habe nur aus­ge­sagt, dass mit mir vier Men­schen bekannt zufrie­den sind. Ob es die Ande­ren sind, kann ich nur mut­ma­ßen, weil die Mensa voll ist und das Gegen­teil könnt Ihr nicht bewei­sen, dass die unzu­frie­den sind.

    Aber wie auch immer. Das Stu­den­ten­werk hat das Geld und will oder kann es nicht aus­ge­ben. Da nüt­zen auch die tau­sen­den Unter­schrif­ten nichts, wenn die Unter­schrei­ber dann hin­ter­her doch wie­der in dem Mensa sit­zen. Ein paar tau­send Unter­schrif­ten ist wirk­lich super…toll…und auch fies, dass die nicht aner­kannt wur­den. Waren denn das alles auch Unter­schrif­ten von Mens­abe­su­chern? Ich denke die Erklä­rung lässt sich nur in den Zah­len fin­den. Mit Fähn­chen win­ken und skan­die­ren »wir sind dage­gen« kommt man auch nicht wei­ter. Das Ein­zige was hier hilf ist wohl einen öko­no­mi­schen Gegen­druck zu erzeu­gen oder alter­na­tiv Lösun­gen anzu­bie­ten, die für das Stu­den­ten­werk auch attrak­tiv und rech­ne­rich nach­voll­zieh­bar sind.

    Comment von Cora — 16. Januar 2011, 2:03

  17. Wenn man sich die Foto­stre­cke ansieht, könnte man mei­nen, dass die FU nur aus BWL/VWL-Studenten besteht. Nicht sehr reprä­sen­ta­tiv, oder?

    Comment von i — 16. Januar 2011, 12:21

  18. »Das Stu­den­ten­werk behaup­tet und spricht nicht von der gesam­ten Anzahl der Stu­die­ren­den son­dern nur von denen, die in die Mensa kamen zum Essen und diese Zahl hat ste­tig abge­nom­men, wird behauptet.«

    Wie Du bereits rich­tig fest­ge­stellt hast haben wir hier zwar keine Zah­len, aber es bleibt die Tat­sa­che, dass die Mensa I bereits vor dem Umbau in jeder Pause völ­lig aus­ge­las­tet war. Zumin­dest ich und mein Umfeld haben das nie anders erlebt. Auch damals schon musste mensch teil­weise eine ganze Zeit lang anstehen.

    »Also das ist wirk­lich kein gutes Bei­spiel! (…) Mensa ist total frei­wil­lig und ein Kurs im Stu­dium obli­ga­to­risch (wenn auch nicht alle)!
    Die Mensa ist also unbe­strit­ten voll und damit sind die Men­schen dort einer ande­ren Ansicht als ihr oder etwa nicht?«

    Stell Dir ein­fach vor, der Kurs in dem Bei­spiel sei ein Wahl­kurs. Dann passt das Bei­spiel groß­ar­tig. Einige wenige ent­schei­den über das Ange­bot in den Wahl­be­rei­chen, obwohl ein ganz ande­rer Kurs eher von all­ge­mei­nem Inter­esse wäre. Zumin­dest die Kri­tik muss mensch dann als logi­sche Kon­se­quenz eines sol­chen Ver­fah­rens akzep­tie­ren. Abge­se­hen davon steht sicher­lich nicht jeder Besu­cher dafür, dass er völ­lig zufrie­den mit dem gegen­wär­ti­gen Zustand ist. Mög­li­cher­weise gehen Leute dort hin, weil sie ganz ein­fach keine andere Wahl haben, wenn sie unbe­dingt ein Mit­tag­es­sen haben wol­len. Sicher­lich kann mensch aber sagen, dass die Besu­cher der Veggie-Mensa zu gro­ßen Tei­len einer ande­ren Ansicht sein mögen, als deren Kri­ti­ker. Die Schande ist doch aber, dass es auge­schein­lich Kri­tik gibt, aber diese nicht gehört bzw. nicht dar­auf ein­ge­gan­gen wird. Sollte das Ziel nicht sein, mög­lichst viele Men­schen zufriedenzustellen?

    »Mir ist das eigent­lich ganz egal aber IHR wollt doch etwas gegen­über dem Stu­den­ten­werk errei­chen, die haben Zah­len und ihr nicht…also habt ihr Pech gehabt. Das finde ich ganz ein­fach, wenn auch sehr ärgerlich.«

    Sicher ist das ein Pro­blem für die Wahr­neh­mung unse­rer Kri­tik, es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass Studierendenverteter_innen (die das in der Regel neben Stu­dium, Job etc. unbe­zahlt machen und nicht sehr zahl­reich sind) wenig Chan­cen haben, sich gegen einen der­ar­ti­gen, von Marketing-Spezialisten und bezahl­ten Exper­ten erstell­ten Zah­len­wust in glei­cher Weise zur Wehr zu set­zen. Wo kämen wir hin, wenn in einer sol­chen, für Hoch­schul­po­li­tik recht exem­pla­ri­schen Situa­tion, gesagt würde, die Kri­ti­ker hät­ten damit ein­fach Pech gehabt und das Recht auf die Wahr­neh­mung ihrer Kri­tik ver­wirkt? Dass dies durch­aus die gän­gige Logik ist, ist uns auch klar. Fakt bleibt, dass es ganz unbe­strit­ten Kri­tik von einer beacht­li­chen Zahl von Men­schen gibt. Andern­falls kämen solch ein StuPa– oder FBR-Beschluss doch gar nicht zustande. Da das Stu­den­ten­werk einen all­ge­mei­nen Ver­sor­gungs­auf­trag hat und dafür sogar von JEDEM Stu­die­ren­den über die Semes­ter­ge­bühr bezu­schusst wird, sollte mensch dort auf Kri­tik ein­ge­hen und diese nicht in einer sol­chen Art und Weise zurückweisen.

    »Ihr seit doch genauso wis­sen­schaft­lich tätig wie ich, wie kann man denn dann so unscharf argumentieren?«

    Um Zah­len wis­sen­schaft­lich aus­zu­wer­ten, benö­tigt mensch zunächst ein­mal einen ent­spre­chen­den Daten­satz. Den über eigene Erhe­bun­gen o.Ä. zu erhal­ten, macht einen Hau­fen Arbeit, zu dem wir per­so­nell und in Anbe­tracht ganz ande­rer Pro­bleme am Fach­be­reich der­zeit ganz ein­fach nicht in der Lage sind. Die vom Stu­den­ten­werk genann­ten Zah­len kön­nen sicher­lich auch, aber nur teil­weise für eine eigene Ana­lyse genutzt wer­den. Das alles ist für die Zukunft auch noch ange­dacht (z.B. in Form einer elek­tro­ni­schen Umfrage), aber zunächst steht der bereits mehr­fach erwähnte Fakt im Raum, dass wir aus unse­rem wei­te­ren Umfeld, d.h. auch aus zahl­rei­chen im Rah­men der Fach­schafts­ar­beit geführ­ten Gesprä­chen mit diver­sen Stu­die­ren­den, wis­sen, dass es sehr zahl­rei­che Kri­tik gibt. Dar­auf sollte das Stu­den­ten­werk als von Stu­die­ren­den getra­gene Insti­tu­tion im Sinne der eige­nen Ver­bes­se­rung eingehen.

    »Und warum ver­klei­nert man dann nicht auch die Mensa 2? Zuschüsse sind doch nichts logi­sches und etwas klei­ne­res benö­tigt damit auch nicht auto­ma­tisch höhere Zuschüsse. Wenn die Zuschüsse angeb­lich gestie­gen sind, wieso sind dann die Preise gestie­gen. Ich weiß nicht was alles in der Mensa bezu­schusst wird aber bestimmt am Stärks­ten das stu­den­ti­sche Essen. Nach den Zah­len des Stu­den­ten­wer­kes sind die Stu­den­ten aber rück­läu­fig, was dann auch gerin­gere Zuschüsse bedeu­ten würde. Irgend­et­was stimmt dort in den Argu­men­ta­tio­nen nicht. Also Fak­ten und Zah­len braucht ihr.«

    Die Fix­kos­ten, also die ste­tig anfal­len­den Kos­ten für Miete, Strom usw. tei­len sich bei einer grö­ße­ren Mensa auf eine grö­ßere Anzahl von Leu­ten auf. Da die Mensa I auch schon vor der Teil­schlie­ßung eine deut­lich klei­nere Mensa war als alle wei­te­ren auf­ge­zähl­ten Men­sen, ist der für die Mensa I genannte hohe Zuschuss­be­darf nur fol­ge­rich­tig. Selbst­ver­ständ­lich war der Zuschuss­be­darf für jeden ein­ge­nom­me­nen Euro mit 1.32 € vor der Reno­vie­rung betriebs­wirt­schaft­lich nicht wei­ter trag­bar, aber die­ser kann sicher­lich zu gro­ßen Tei­len mit den Mehr­kos­ten durch das sei­ner­zeit schlecht gedämmte Gebäude oder durch die ver­al­tete Tech­nik erklärt wer­den. Inso­fern ist das Sin­ken des Zuschuss­be­darfs nach dem Umbau nicht zwin­gend auf die Ver­klei­ne­rung der Mensa I zurück­zu­füh­ren, wie das Stu­den­ten­werk das dar­stellt. Es dürfte also kei­nes­falls als Beleg für die betriebs­wirt­schaft­li­che Not­wen­dig­keit her­hal­ten, die Mensa zu verkleinern.

    »Ich habe aber wenigs­tens Zah­len und ihr nicht eine Eini­zige, die den jetzt Zustand beschreibt und ihr schließt damit auch nicht nur auf alle Ande­ren son­dern ent­werft auch noch Reso­lu­tio­nen, die nicht die geringste Kraft haben.«

    Wenn Du unbe­dingt Zah­len haben möch­test — mehr als vier Per­so­nen, die unzu­frie­den sind, ken­nen wir gesi­chert auch ;-) . Immer­hin scheint die Kri­tik zudem ja auch der Wahr­neh­mung des Stu­die­ren­den­par­la­ments zu ent­spre­chen, das sind dann auch noch­mal 60 Leute.. (und damit ist nicht die Kri­tik am vege­ta­ri­schen Kon­zept, son­dern die an der durch die Teil­schlie­ßung ver­lo­ren­ge­gan­ge­nen und nun erwar­tungs­ge­mäß feh­len­den Infra­struk­tur gemeint)

    »Waren denn das alles auch Unter­schrif­ten von Mensabesuchern?«

    Wie willst Du das fest­stel­len? Da hät­ten wir die Leute damals ja direkt in der Mensa anspre­chen müs­sen. Das hätte das Stu­den­ten­werk sicher­lich nicht allzu lange gedul­det. Es ist aber aus ver­schie­de­nen Grün­den davon aus­zu­ge­hen, dass die Unter­schrif­ten von Men­schen kamen, die die Mensa I auch aktiv besucht haben. Zum einen nimmt sich erfah­rungs­ge­mäß nie­mand, den mensch irgendwo anspricht, die Zeit für eine Unter­schrift, wenn ihn das Thema nicht irgend­wie tan­giert. Zum ande­ren wur­den die Unter­schrif­ten selbst­ver­ständ­lich immer im unmit­tel­ba­ren Umkreis der Mensa I gesammelt.

    »Ich denke die Erklä­rung lässt sich nur in den Zah­len fin­den. Mit Fähn­chen win­ken und skan­die­ren »wir sind dage­gen« kommt man auch nicht wei­ter. Das Ein­zige was hier hilf ist wohl einen ökono­mi­schen Gegen­druck zu erzeu­gen oder alter­na­tiv Lösun­gen anzu­bie­ten, die für das Stu­den­ten­werk auch attrak­tiv und rech­ne­rich nach­voll­zieh­bar sind.«

    Ich bin als kri­ti­scher Öko­nom zu der Erkennt­nis gelangt, dass die Wahr­heit nicht immer in den Zah­len liegt. Sicher­lich spielt das eine große Rolle, wenn mensch das Han­deln von Stu­den­ten­werk, Prä­si­dium etc. ver­ste­hen will. Tat­säch­lich sind hier die in Kom­men­tar 15 (ers­ter Abschnitt) genann­ten poli­ti­schen bzw. öko­no­mi­schen Eigen­in­ter­es­sen die­ser Akteure von zen­tra­ler Bedeu­tung. Wenn es danach geht, kön­nen wir das Thema abha­ken. Es wurde auch nie behaup­tet, dass wir eine große Chance in unse­rer Kri­tik sähen. Zumal es diese aber gibt, ist unsere Chan­cen­lo­sig­keit eigent­lich ein Beleg dafür, dass das Sys­tem dabei ver­sagt, Kri­tik und damit andere Mei­nun­gen zu anti­zi­pie­ren und somit sozial und mensch­lich zu sein. Daher stellt sich die Frage, ob wir uns bei unse­ren Posi­tio­nen bzw. bei unse­rer Kri­tik an genau die­ser Logik ori­en­tie­ren kön­nen bzw. soll­ten. Mög­li­cher­weise ist es näm­lich eben diese Logik, die erst zu dem Pro­blem an sich führt.

    Comment von fsi wiwiss — 16. Januar 2011, 23:13