Nazis, Lenin, Weihnachtsbaum

Der Auf­takt zum StuPa 2011 bot wenig Über­ra­schun­gen. Unter­hal­tungs­wert hat­ten man­che Debat­ten­bei­träge trotz­dem. Von Hen­drik Pauli.

Drei Dinge, ohne die keine StuPa-Sitzung aus­kommt: Gute Laune, Pro­vi­ant und schwarze Müt­zen. Foto: Hen­drik Pauli.

Es waren fünf Stun­den Neu­an­fang und Rou­tine zugleich. Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag trat das 30. Stu­die­ren­den­par­la­ment der FU zu sei­ner kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung zusam­men. So eine Ver­an­stal­tung folgt einer in jah­re­lan­ger Pra­xis ein­stu­dier­ten Cho­reo­gra­phie. Durch Wah­len und Beschlüsse die Pfründe für seine – wie er es nennt – pro­gres­sive, eman­zi­pa­to­ri­sche Poli­tik. Die Oppo­si­tion, meist in Form der Libe­ra­len Hoch­schul­gruppe (LHG) demons­triert Wider­spens­tig­keit und gei­ßelt die Finanz­prak­ti­ken des AStA als intrans­pa­rent. Nimmt eine Debatte Fahrt auf, bean­tragt in der Regel eine der zahl­rei­chen AStA-Gruppen die Schlie­ßung der Redeliste.

Am deut­lichs­ten ver­läuft die Front zwi­schen AStA-Block und Oppo­si­tion bei der Beset­zung von Sit­zungs­lei­tung und Haus­halts­aus­schuss. Die­ser erhält als par­la­men­ta­ri­sches Kon­troll­gre­mium Ein­blick in die AStA-Bücher. Min­des­tens 36 der 60 Abge­ord­ne­ten beken­nen sich zum lin­ken AStA. So fan­den des­sen Wahl­vor­schläge eine sichere Mehr­heit. Der Sit­zungs­lei­tung gehört nun mit Klara Suchan, Grüne Hoch­schul­gruppe (GHG), wie­der eine Oppo­si­ti­ons­kan­di­da­tin von AStAs Gna­den an. Jui­lane Bor­chert, eben­falls GHG, fiel bei der Wahl zum Haus­halts­aus­schuss durch. Wer ein Freu­den­haus betreibt, holt sich schließ­lich kei­nen Pfar­rer dazu.

Ret­tungs­schirm für’s Semtix-Büro

Nichts Neues auch von den Ent­schä­di­gungs­ver­hand­lun­gen zum letzt­jäh­ri­gen S-Bahn-Chaos . Semes­ter­ti­cket­be­auf­tragte Jenny Simon berich­tete vom hart­lei­bi­gen Ver­hand­lungs­ge­bah­ren der Deut­sche Bahn-Tochter. Stu­die­rende, die sich zum Win­ter­se­mes­ter nicht mehr zurück­ge­mel­det hat­ten, erhiel­ten keine Erstat­tung, im Gegen­satz zu nicht betrof­fe­nen Erst­se­mes­tern. Ein Umstand, an dem Simon nichts Unge­rech­tes fin­den konnte: „Ich bin nicht für mora­li­sche Urteile zustän­dig. Ich ver­trete die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den.“ Eine Hal­tung, für die der AStA aner­ken­nen­den Applaus zollte.

Zustim­mung fand eben­falls die Bei­trags­er­hö­hung für das Semes­ter­ti­cket­büro um 50 Cent auf 1,50 Euro. Dies sei wegen not­wen­dig wegen der kri­sen­be­dingt gerin­gene Zins­ge­winne, aus denen die Unter­hal­tung des Büros finan­ziert wird, so Jenny Simon. Wie viele Per­so­nen dort beschäf­tigt seien, wusste sie auf Nach­frage der LHG nicht genau: „Ich glaube acht.“

Beschlos­sen wurde außer­dem die Kür­zung der Gel­der für die Fach­schafts­räte von 2500 auf 1500 Euro für Fach­be­rei­che mit mehr als 1500 Stu­die­ren­den und von 1750 auf 1000 Euro für klei­nere Fach­be­rei­che. Begrün­dung: die klamme Haus­halts­lage des AStA und die schon voll­zo­ge­nen Ein­spa­run­gen bei den Fach­schafts­in­itia­ti­ven. Dass dem AStA die Fach­schafts­räte als offi­zi­elle Studi-Vertretungen seit jeher ein Dorn im Auge sind, sollte dem Antrag zumin­dest nicht undien­lich gewe­sen sein. Finanz­re­fe­rent und AStA-Grande Sebas­tian Schnei­der nahm unter ande­rem die Anschaf­fung eines Weih­nachts­baums für die Rechts­wis­sen­schaft durch den dor­ti­gen Fach­be­reichs­rat als Hin­weis auf unaus­ge­schöpfte Sparpotentiale.

Leute! Nazis!

Ein wei­tere Kon­flikt ent­zün­dete sich am Neu­zu­schnitt eini­ger AStA-Referate. Das Refe­rat für Stu­di­en­an­ge­le­gen­heit heißt ab sofort „Refe­rat für Stu­dium und Lehre“. Das Inter­na­tio­na­lis­mus­re­fe­rat gibt den Bereich „Anti­re­pres­sion“ an das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­fe­rant ab und arbei­tet dafür künf­tig zum Thema „Anti­fa­schis­mus“. Über eine Erwei­te­rung auf das gesamte Spek­trum des Anti­ex­tre­mis­mus gin­gen die Mei­nun­gen aus­ein­an­der. Cas­per Aumül­ler von den Jusos wandte sich gegen einen ein­ge­schränk­ten Blick nach rechts: „Müss­ten wir uns nicht genauso mit Anti­le­ni­nis­mus befassen?“

Sebas­tian Schnei­der plä­dierte dafür, sich von der Tota­li­ta­ris­mus­these – der Gleich­set­zung von Faschis­mus und Kom­mu­nis­mus – nicht ver­dum­men zu las­sen. Kai Krü­ger von der FSI Geschichte, ver­wies auf den lin­ken His­to­ri­ker Wolf­gang Wip­per­mann, der die These unan­fecht­bar wider­legt haben soll. Anders­mei­nen­den man­gele es an  wis­sen­schaft­li­cher Befä­hi­gung, so Krü­ger. Tobias Wittke, FSI Anglis­tik, emp­fahl eine empi­ri­sche Betrach­tung: „Die Antifa haut keine Leute, son­dern nur Nazis.“ Außer­dem sprä­chen die Opfer­zah­len beim Rechts­ex­tre­mis­mus eine klare Spra­che. Zur Pro­ble­ma­ti­sie­rung von Links­ex­tre­mis­mus gäbe es keine Veranlassung.

Wider­spruch kam von Sino­lo­gie­stu­dent Julian Bark, LHG. Er pran­gerte die Ver­bre­chen wäh­rend der chi­ne­si­schen Kul­tur­re­vo­lu­tion an. Außer­dem ver­mute er unter den StuPa-Mitgliedern selbst einige Kom­mu­nis­ten. Daher rühre die Ableh­nung, sich kri­tisch mit Links­ex­tre­mis­mus zu befas­sen. Immer­hin ver­ab­re­dete er mit der Anti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Liste für das kom­mende Semes­ter eine Podi­ums­dis­kus­sion zum Thema Tota­li­ta­ris­mus zu organisieren.

Keine Lin­ken mehr im StuPa

Die Ini Lehr­amt, die bei hoch­schul­po­li­ti­schen Akti­vi­tä­ten gern Seit‹ an Seit‹ mit lin­ken Grup­pen schrei­tet, ver­bat sich grund­sätz­lich eine Eti­ket­tie­rung als „links“. Poli­ti­sche Ansich­ten seien Pri­vat­sa­che und für die Arbeit im StuPa unwich­tig. Nie­mand müsse sich als Kom­mu­nist bezeich­nen las­sen. Ein Auf­ruf zu Tole­ranz, der durch­aus Anklang fand. Kris­tina Kämp­fer von der Libe­ra­len Hoch­schul­gruppe bat darum, künf­tig nicht mehr in die Nähe der FDP gerückt zu wer­den. Aller­dings gelang nicht jedem der geis­tige Spa­gat auf Anhieb. Inva Kuhn von Trans­Les­bQueer, die auf ihrer Klei­dung Sym­pa­thie für den Schwar­zen Block erken­nen ließ, reckte vor­sichts­hal­ber die rechte Faust zum Kommunistengruß.

14. Februar 2011, Allgemeines, Politik

17 Kommentare

  1. schade, dass der autor hen­drik pauli kei­nen ernst­haf­ten bericht ablie­fert, son­dern sich in einem gag-feuerwerk ver­sucht, das nicht zün­den will. wobei die witz­chen sich nahezu aus­schließ­lich auf die asta-tragenden lis­ten bezie­hen sol­len.
    dabei gab es viel zu lachen! über einen grau­en­haft dum­men antrag der lhg etwa. oder auch über einen gast von einem selbst­er­nann­ten cam­pus­ma­ga­zin, der es mit dem größ­ten rede­an­teil aller Anwe­sen­den ange­mes­sen fand, seine per­ma­nen­ten jour­na­lis­ti­schen fra­gen in einen par­la­men­ta­ri­schen ent­schei­dungs­fin­dungs­pro­zess einzubinden.

    was ist eigent­lich ›Trans­Les­bQueer‹ und wo fin­dest Du das im AStA? Oder im StuPa? Und wieso meinst Du, es sei gesagt wor­den der Fach­be­reichs­rat hätte einen Weih­nachts­baum gekauft. Fach­schafts­rat viel­leicht?
    Die Semes­ter­ti­cket­be­auf­tragte hat auch ihr deut­li­ches Miss­fal­len dar­über aus­ge­drückt, dass bereits Exma­tri­ku­lierte nicht ent­schä­digt wer­den und hat sich lang und inten­siv dage­gen enga­giert — was Du ihr bös­wil­lig im Mund umdrehst und dar­stellst, als sei es ihr gleichgültig.

    mal wie­der enttäuschend.

    Comment von blub — 14. Februar 2011, 22:03

  2. wenn kris­tina kämp­fer nicht in FDP-nähe gerückt wer­den will, sollte sie viel­leicht nicht strah­lend neben chris­tian lind­ner auf fotos posie­ren oder guido wes­ter­welle in der tages­schau applau­die­ren.
    wie mensch sich bet­tet… und so

    Comment von fdp-nah? — 15. Februar 2011, 3:22

  3. Der Kom­mu­nis­mus­streit der LHG soll doch nur davon ablen­ken, dass diese Gruppe seit Jah­ren keine Gre­mi­en­ar­beit oder sons­tige sub­stan­ti­elle Hoch­schul­po­li­tik mehr macht, son­dern sich aufs rum­pö­beln im Stupa beschränkt. Das hat mit ernst­haf­ter Oppo­si­tion nichts zu tun.

    Unver­schämt dage­gen ist es, die Semes­ter­ti­cket­be­auf­tragte der­art ein­sei­tig dar­zu­stel­len. Nicht ein satz dazu, dass es viel­leicht eine echt schwie­rige ARbeit sein könnte mit dem Mono­po­lis­ten S-Bahn zu ver­han­deln, nicht eine Bemer­kung dazu, dass die bis­he­ri­gen Ent­schä­di­gun­gen schon hart erkämpfte erfolge sind — wer die FU-Blogs im letz­ten Jahr ver­folgt hat, weiss, dass die S-Bahn uns erst gar nichts geben wollte!

    Aber wenn man das in den Arti­kel schrei­ben würde, müsste man ja zuge­ben, dass irgend­wer im AStA irgendwo mal irgend­was rich­tig gemacht hat. Und das liegt natür­lich aus­ser­halb der VOr­stel­lungs­kraft der Furios.

    Nichts gegen harte kri­tik — aber bitte nicht in der­art eng­stir­ni­ger form, wenn ich was kri­ti­sches lese, will ich mich nicht noch­mal indok­tri­niert fühlen!

    Comment von christian c. — 15. Februar 2011, 10:35

  4. nach der lek­türe des arti­kels geht mir da gerade ganz grund­sätz­li­ches (und wie ich finde, selbst­ver­ständ­li­ches) durch den kopf: wenn ich etwas kri­ti­siere, dann muss ich es zuerst stark machen und dann schritt für schritt die star­ken the­sen widerlegen.

    nichts pas­siert hier. statt­des­sen wird der text geflu­tet mit ver­mu­tun­gen und spe­ku­la­tio­nen, die um kopf­kino des autors woh­nen: wer sagt, dass eine schlie­ßung der rede­liste eine dis­kus­sion abwür­gen will? viel­leicht soll ein­fach nur der zeit­rah­men gezähmt wer­den? wie wird begrün­det, dass das geld, das der asta aus­gibt, raus­ge­schmis­sen ist? und was hat das freu­den­haus damit zu tun?

    also echt. sol­che texte gibts nur in der sati­re­ru­brik aber nicht, wenn jour­na­lis­tisch berich­tet wer­den soll.

    Comment von robert — 15. Februar 2011, 18:59

  5. »Es waren fünf Stun­den Neu­an­fang und Rou­tine zugleich. So eine Ver­an­stal­tung folgt einer in jah­re­lan­ger Pra­xis ein­stu­dier­ten Cho­reo­gra­phie.»
    genauso wie ein furios-artikel über den ASTA, in dem es grund­sätz­lich erst­mal um »nazis, lenin« und omi­nöse »finanz­prak­ti­ken« geht.
    punchlines ver­kau­fen sich halt im dut­zend bil­li­ger.
    dar­un­ter machen es die furio­sen knall­tü­ten näm­lich nie. nö?

    Comment von näppisch — 15. Februar 2011, 22:09

  6. erst schrei­ben, dass die sit­zung geschla­gene 5 Stun­den lief und dann schrei­ben, dass dis­kus­sio­nen abge­würgt wer­den durch schlie­ßung der rede­liste. was denn jetzt: dau­ert die sit­zung zu lang oder ist sie zu kurz? oder ist viel­leicht gar eine inter­es­sens­ab­wä­gung erfolgt zwi­schen not­wen­di­ger länge der debat­ten für inhalt­li­chen aus­tausch und gesamt­länge der sit­zung? das wäre unvor­stell­bar, es hieße ja, dass das stu­die­ren­den­par­la­ment im kern ver­nünf­tig arbeitet.

    Comment von blub — 15. Februar 2011, 23:59

  7. … dass sich die leute hier nur beschwe­ren, aber die furios trotz­dem anschei­nend immer wie­der lesen. wie auch hen­drik pauli war ich große teile der sit­zung als gast anwe­send und muss ihm recht geben: nazis, lenin, weih­nachts­baum. und am bes­ten wäre es ja noch, man würde rede­recht nach pro– und contra-asta ver­ge­ben. wo jetzt schon fsi und fsr oft die glei­che stel­lung genie­ßen… aber es geht ja nur um die stu­dis… gute frau vom semes­ter­ti­cket­büro: sonst aber alles gut?

    Comment von interessant... — 16. Februar 2011, 0:05

  8. Auch die PARTEI-Hochschulgruppe wird nie wie­der behaup­ten, dass der »neue Vor­sitz: Die 20jährige Ber­li­ne­rin Kris­tina Kämp­fer« neben FDP-Generalsekretär Chris­tian Lind­ner, ein gars­ti­ges Gesicht gemacht hat.

    Wie das Foto unter tinyurl.com/5s6uht5 beweist, dis­tan­ziert sich Kris­tina K. (20 Jahr, stu­diert irgend­was) aus B. an der S. aufs Äußerste von die­sem Gene­ral­se­kre­tär der s.g. FDP Chris­tian Lind­ner. Ihr Gesichts­aus­druck ist Zeug­nis genug, um die Angst und Ner­vo­si­tät von Kris­tina K. zu erah­nen. Das fri­vole Lachen des Chris­tian Lind­ners las­sen Eini­ges erahnen.

    Oder han­delt es sich um eine Romanze unter politisch-liberalen Vor­zei­chen? Der ledige Gene­ral­se­kre­tär mit dem ver­schmitz­ten Lächeln und dem blon­den Haar und die agile, umtrie­bige 20 Jäh­rige von der Uni­ver­si­tät? Bei Lothar Mat­thäus und sei­ner Neuen ist es ja auch so ähnlich.

    Wie dem auch sein, gilt es zu unter­strei­chen, das weiße Schals in der Kom­bi­na­tion mit schwar­zen Kos­tü­men und scha­mes­ro­ten Gesich­tern ein abso­lu­tes No-Go sind. Die PARTEI-Hochschulgruppe spricht sich abso­lut dage­gen aus und wird dies in einen vor­be­rei­te­ten StuPa-Antrag in ent­spre­chen­der Form, trans­pa­ren­ten und demo­kra­ti­schen, die­ser Tat­sa­che entgegentreten.

    Comment von Die PARTEI- Hochschulgruppe — 16. Februar 2011, 0:36

  9. Es wäre schön, wenn der Autor die Semes­ter­ti­cket­be­auf­tragte rich­tig zitiert. Die hier wie­der­ge­ge­bene Ant­wort wurde näm­lich auf eine andere Frage gege­ben. Auf die Frage was sie davon halte, dass die Nicht-Zurückgemeldeten kein Geld bekom­men haben, hat sie geant­wor­tet, dass es Schade sei und sie ver­su­che, dass das beim nächs­ten mal bes­ser klappt.
    Die hier gege­bene Ant­wort „Ich bin nicht für mora­li­sche Urteile zustän­dig. Ich ver­trete die Inter­es­sen der Stu­die­ren­den.“ war auf die Frage des Autors, ob es nicht unmo­ra­lisch sei, dass Stu­dis Geld bekom­men obwohl sie nicht ein­ge­schrie­ben waren. Und da erscheint das alles auch in einem ganz ande­ren Licht. Die Pro­ble­ma­tik war — wie erklärt — die ver­wal­tungs­tech­ni­sche Umset­zung.
    Nur schein­bar wurde das nicht ver­stan­den. Ein Ter­min mit der Semtix-Beauftragten wurde dem Autor ja auch vor Ort ange­bo­ten. Vllt. wäre es bes­ser ihn wahr­zu­neh­men um die Pro­ble­ma­tik zu ver­ste­hen und einen seriö­sen Arti­kel zum Thema zu ver­fas­sen.
    Thema Seriös. Zu seriö­sem Jour­na­lis­mus gehört aber erst­mal vor­al­lem, dass man die Ant­wor­ten auch den rich­ti­gen Fra­gen zuord­net und nicht Fra­gen unter­ju­belt, die man 10 Minu­ten vor­her gestellt hat. Das ist m.E. eine Grundregel.

    Comment von abc — 16. Februar 2011, 12:19

  10. Sem­tes­ter­ti­cket­be­auf­tragte: »Zum Win­ter­se­mes­ter könn­ten dann auch wie­der Erst­se­mes­ter ein ver­güns­tig­tes Ticket bekommen.…nicht, dass ich das monie­ren würde.«

    Frage: »Siehst du da einen mora­li­schen Kon­flikt, wenn du einer­seits beklagst, dass Geschä­digte nicht ent­schä­digt wer­den und es ande­rer­seits OK fin­dest, wenn Nicht­ge­schä­digte eine Ent­schä­di­gung erhalten?«

    Semes­ter­ti­cket­be­auf­tragte: »Ich bin nicht für mora­li­sche Urteile zustän­dig. Ich ver­trete die Inter­es­sen der Studierenden.«

    Comment von dem Autor — 16. Februar 2011, 20:51

  11. Relata refero: auch ich habe der Sit­zung beige­wohnt und kann bestä­ti­gen dass das unter Komm.10 geschrei­bene der Wahr­heit etspricht!

    Im übri­gen ein zwar trau­ri­ger aber zumin­dest den Tat­sa­chen gerech­ter Arti­kel. Eine solch kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung würde man sich auch in der »Out of Dah­lem« wün­schen. Schade nur dass dort ledig­lich nur die schrei­ben dür­fen wel­che den »AStA-Mubarak« loben.

    Bravo an die FURIOS wel­che sich als ein­zi­ger Campus-Magazin den »unga­ri­schen Medi­en­ge­set­zen« des AStA’s nicht beugt!

    Comment von McMurphy — 18. Februar 2011, 16:23

  12. Wun­der­bar wie gekonnt der forist mcmur­phy ein­steins theo­rie von der unend­lich­keit des uni­ver­sums und der mensch­li­chen dumm­heit beweist.
    aber es fehlt noch der asta-nazi ver­gleich dann gibts auch nen god­win punkt…
    tschaka du schaffst es!

    Comment von schnurz — 18. Februar 2011, 16:38

  13. Schnurz, ich wiess nicht was an mei­ner Aus­sage dar­auf hin­deu­ten lässt dass ich den AStA mit dem Wort »nazi« ver­bin­den wollte. Ich wollte schrei­ben dass du damit den »god-win Punkt« gemacht hast, jedoch spiele ich wohl zu wenig ego­shoo­ter um zu wis­sen was das bedeu­tet.
    Aber für diese Umdeu­tung bist du mein per­sön­li­cher Kan­di­dat für den Ig-Nobelpreis!
    Bravo!

    Comment von McMurphy — 18. Februar 2011, 16:57

  14. mcmur­phy so ein­fach ist es wohl nicht, denn ich schrieb der asta-nazi ver­gleich fehlt noch. nicht dass du es bereits getan hät­test…
    was ich damit aus­drü­cken will ist: »muba­rak«- und »unga­ri­sche medien gesetz«-vergleiche sind wohl schon geschmack­los genug, eine stei­ge­rung des­sen kann nicht schö­ner werden

    Comment von schnurz — 18. Februar 2011, 18:54

  15. Kol­lege »Blub« (1. Kommentar):

    1) Man kann die LHG mögen oder nicht aber was gerade an die­sem Antrag (http://www.lhg-berlin.com/fu/news/2011/01/25/bekanntgabe-der-nachsten-stupa-sitzung-und-antrage-der-lhg/) lus­tig ist, ist mir nicht ersicht­lich. Ich habe es zwei mal durch­ge­le­sen und konnte nicht nur ein mal lachen. Was ande­res jedoch wenn man sich die letz­tes Jahr gestell­ten Anträge der PARTEI anguckt – da muss man echt min­des­tens schmun­zeln! Schade nur dass das StuPa nicht unbe­dingt das rich­tige Podium für Roland Z.s Satire ist.

    2) Bes­ser selbst­er­nannt als selbster­kauft wie das im Falle der »Out of Dah­lem« sache ist. Schade nur dass die Auto­ren der »Out of Dah­lem« noch nicht erkannt haben das sie nur Maku­la­tur pro­du­zie­ren und kein Stu­dent sich dies anguckt.

    3) »oder auch über einen gast von einem selbst­er­nann­ten cam­pus­ma­ga­zin, der es mit dem größ­ten rede­an­teil aller Anwe­sen­den ange­mes­sen fand, seine per­ma­nen­ten jour­na­lis­ti­schen fra­gen in einen par­la­men­ta­ri­schen ent­schei­dungs­fin­dungs­pro­zess ein­zu­bin­den»
    hola, hola Blub, hast du etwa ver­ges­sen dass die ideale Form gerade ja die basis­de­mo­kra­ti­sche ent­schei­dungs­fin­dung ist? Ich würde das an dei­ner Stelle mög­lichts schnell wie­der­ru­fen sonst könn­test du ja noch von dei­nen Kol­le­gen Repri­mande bekommen!

    4) Tja wie sich her­aus­stellt weiss wohl kei­ner was die »TransLesbQueer«-Liste ist.

    5) »Und wieso meinst Du, es sei gesagt wor­den der Fach­be­reichs­rat hätte einen Weih­nachts­baum gekauft. Fach­schafts­rat viel­leicht?« RICHTIG! Hen­drik P., pass du ja auf was du schreibst. Wenn es um Beschul­di­gen geht da muss man ja auch ganz genau sein! Nicht der Fach­be­reichs­rat son­dern der Fach­schafts­rat hat einen Weih­nachts­baum GEKAUFT! (übri­gens: den könnte man lei­der für das Ver­bre­chen nicht stellen).

    6) »mal wie­der ent­täu­schend« – vice versa Blub! ;-)

    Comment von McMurphy — 18. Februar 2011, 19:04

  16. Ahh Schnurz, natür­lich habe ich mir dabei was gedacht. Wir müs­sen ja kein Ver­steck­spiel spie­len – claro wollte ich damit sagen: durch gewisse Tätig­kei­ten ver­dient sich der AStA die Bezeich­nung eines auf seine Weise auto­ri­tä­ren Regimes. Was dir viel­leicht in Poli­tik­un­ter­richt ent­gan­gen ist: Auto­ri­ta­ris­mus ist kein Begriff der nur dem rechts­ex­tre­men Gedan­ken­gut vor­ent­hal­ten bleibt.

    Comment von McMurphy — 18. Februar 2011, 19:25

  17. ja mcmur­phy du hast wohl damit recht das der auto­ri­ta­ris­mus kein pri­vi­leg der rech­ten ist (den extre­mis­mus schenke ich mir mal hier), aber dein denk­feh­ler besteht wohl darin den asta als ein auto­ri­tä­res regime zu betrach­ten. denn kein cam­pus­ma­ga­zin muss wie du es aus­drückst den »asta-mubarak« loben oder sich den »ungarischen-medien geset­zen« beu­gen. wenn du das anders siehst dann nenne mir bitte ein unab­hän­gi­ges maga­zin auf das auto­ri­tä­rer ein­fluss genom­men wird oder wurde.
    bei aller kri­tik die an der furios geäus­sert wird habe ich noch nicht gele­sen, dass ihr die berech­ti­gung zu ver­öf­fent­li­chen abge­spro­chen wurde. es geht wohl eher um die art und weise der berichterstattung!

    Comment von schnurz — 18. Februar 2011, 20:01