Wer kennt den grü­nen Mann? | FURIOS Online
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Wer kennt den grü­nen Mann?

Beim Funpreneurwettbewerb der FU entwickeln Studierende das Konzept für eine eigene Firma. Von der Idee zweier Studenten, Kommunalpolitiker und Bürger zusammenzubringen, berichtet Valerie Schönian.

Patrick und Tobi wollen ein Licht in die Welt der Wähler bringen. Foto: Cora-Mae Gregorschewski

Christian Hanke, Heinz Buschkowski und Matthias Köhne haben eines gemeinsam: Sie alle sind Berliner Bezirksbürgermeister, aber kaum jemand kennt sie. Dabei machen sie die Politik, die uns direkt betrifft.

Aus dem allgemeinen Desinteresse an Kommunalpolitik haben Tobias Röcker und Patrick Tammer ein Geschäftsmodell entwickelt. Ihr Konzept: Gemeinsam mit Kommunalpolitikern wollen sie eine Homepage erstellen, auf der diese ihre Politik und Programme vorstellen können.

Unter dem Namen Prope, was auf Latein „nahe“ bedeutet, nehmen sie mit ihrer Idee am Funpreneurwettbewerb der Freien Universität für studentische Firmengründer teil. Ihre Homepage soll Nähe zwischen Kommunalpolitikern und Bürgern aufbauen. „Es ist keine revolutionäre Idee, aber ein Ventil zur Kommunikation. Es wird vieles vereinfachen, sowohl für den Politiker, als auch für den Bürger“, erklärt Tobias. Durch erleichterte Suche und schnelle Kommunikation hoffen sie, das Interesse der Bürger für kommunale Politik stärken zu können. Die beiden Politikstudenten kennen sich aus im Geschäft: Während des letzten Wahlkampfs arbeiteten sie für die Grünen.

Von den Kommunikationsproblemen zwischen Kommunalpolitik und Bürger erfuhren sie aus erster Hand. „Kaum jemand würde einen Kommunalpolitiker seines Bezirks auf der Straße bemerken, geschweige denn seine politischen Ziele kennen“, sagt Patrick. So entstand die Idee für Prope. Inzwischen steht ihr Konzept. Eine Hilfestellung bietet Funpreneur, indem es den Teilnehmern Wirtschaftspaten vermittelt, die ihnen unterstützend zur Seite stehen. Jetzt fehlen nur noch die Politiker, die sie telefonisch, bei Bezirksverordnetenversammlungen und über die Bezirksblätter anwerben wollen. Trotz der vielen Arbeit sind sie optimistisch: „Es ist ein gutes Gefühl, ein ideelles Projekt zu haben, mit dem man einen Beitrag für die Gesellschaft leisten könnte. Außerdem lernt man Abläufe und Probleme, die mit der Selbstständigkeit verbunden sind, kennen“, sagt Tobias. Nun bleibt abzuwarten, ob die Politikerinnen und Politiker „anbeißen“ und ob ihr Projekt im Netz auf Anklang stößt.

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