Polizei nach AS-Sitzung doch an der Uni | FURIOS Online
FURIOS wünscht Euch schöne Semesterferien! Aktuelles rund um die FU gibt es hier wieder ab dem 13. Oktober.
Bis dahin viel Spaß mit unseren wöchentlichen Ferienserien FURIOS auf Reisen und Berlins Bibliotheken im Test!

Polizei nach AS-Sitzung doch an der Uni

RSPO-Gegner konnten die vergangene AS-Sitzung blockieren, ohne dass Polizisten ihnen erneut den Weg versperrten. Nun kam heraus, dass spätabends doch Polizei auf dem Campus war. Von Veronika Völlinger

Bereits am 23. Januar waren Polizisten bei der AS-Sitzung auf dem Campus. Foto: Cora-Mae Gregorschewski (Archivbild)

Die Blockade der vergangenen Sitzung des Akademischen Senats (AS) am Mittwoch, 6. Februar, ist doch nicht ohne Polizeipräsenz vonstattengegangen. Das Bildungsprotest-Plenum teilte spätabends auf seiner Facebook-Seite mit, dass Polizisten vor Ort gewesen wären, als die verbliebenen Studierenden das Audimax und den Henry-Ford-Bau verließen. Ein Polizeisprecher bestätigte die Anwesenheit von etwa 20 Einsatzkräften.

Vizepräsidentin Monika Schäfer-Korting hatte die für 15 Uhr angesetzten Sitzungen des Erweiterten AS und des AS aufgrund der Studentischen Blockade kurz nach Beginn abgesagt. FU-Vizepräsident Michael Bongardt hatte vor der Sitzung erklärt, dass das Präsidium auf einen erneuten Polizeieinsatz hatte verzichten wollen. Eine „Androhung heftiger Proteste“ von Seiten der Studierenden habe es nicht gegeben, deshalb habe das Präsidium auf Deeskalation und Dialog setzen wollen.

Dennoch bestätigte ein Polizeisprecher, dass die Universitätsleitung die Polizisten gerufen hatte. Nachdem das Präsidium die Sitzung abgesagt hatte, besetzten mehrere Studierende spontan das Audimax. Es habe ein Ultimatum an die Studierenden gegeben, das Gebäude bis 22 Uhr freiwillig zu verlassen.

Ultimatum für protestierende Studierende

Die Einsatzkräfte seien daher schon einige Zeit vor Ablauf des Ultimatums vor Ort gewesen, um die etwa zehn Studierenden gegebenenfalls zum Gehen aufzufordern oder einzugreifen. Um 21.50 Uhr seien diese jedoch von selbst aus dem Henry-Ford-Bau gegangen und ein Eingreifen der Polizisten sei „nicht nötig“ gewesen, so der Sprecher weiter. Der Einsatz sei somit schnell vorbei gewesen und ohne Probleme verlaufen.

Das Bildungsprotest-Plenum teilte dagegen mit, die Polizisten hätten die verbleibenden Studierenden „eingekesselt“ und daran gehindert, den Campus zu verlassen. Außerdem habe die Polizei die Gruppe zum S-Bahnhof begleitet. Der Polizeisprecher konnte die Eskorte nicht bestätigen. Das Präsidium war bisher noch nicht für ein Statement zu erreichen.

Bereits am 23. Januar hatte der AS unter Polizeischutz getagt. Kurzfristig wurde entschieden, die Sitzung nicht öffentlich stattfinden zu lassen. Studierenden war der Zugang zum Henry-Ford-Bau untersagt. Beim Versuch, eine Tür aufzudrücken, splitterte eine Glasscheibe. Die Polizei hielt zwei Studierende kurzzeitig fest, um ihre Personalien aufzunehmen. Es wurden Verfahren wegen Sachbeschädigung und wegen Verstoßes gegen das Ver­mum­mungs­ver­bot  eingeleitet.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Guckst du schon? Die Zweite!

Auf der Ber­li­nale buh­len Hun­derte von Filme um die Gunst von Publi­kum und Kri­ti­kern. Mara Bier­bach hat sich durch den Pro­grammd­schun­gel geschla­gen und die 15 viel­ver­spre­chends­ten Filme ausgewählt.  » weiterlesen