FURIOS bewegt: Auf nach Bollywood | FURIOS Online
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FURIOS bewegt: Auf nach Bollywood

Bollywood-Filme sehen nach jeder Menge Spaß aus. In den Ferien stürzte sich Friederike Werner mit einem Bollywood-Dance-Kurs in diese bunte Welt und lernte, der Spaß ist ganz schön anstrengend.

Die Arme und Beine gleichzeitig richtig in Bewegung zu versetzen erfordert beim Bollywood-Dance einige Konzentration. Foto: Friederike Werner

Die Arme und Beine gleichzeitig richtig in Bewegung zu setzen erfordert beim Bollywood-Dance einige Konzentration. Foto: Friederike Werner

Bunte Saris, glitzernde Armreifen und fröhliche Musik – irgendetwas in der Art habe ich mir vorgestellt, als ich mich in den Ferien für den Bollywood-Dance-Kurs an der FU anmeldete. Ganz so theatralisch und farbenfroh, wie es die berühmten indischen Filme vormachen, sind die zweieinhalb Stunden dann aber leider doch nicht. Der Kursraum mit einer riesigen Spiegelwand ist genauso wie die gewöhnlichen Sportklamotten der Teilnehmer ernüchternd alltäglich.

Das wird aber nebensächlich, sobald Trainerin Niyati Maess die Musik anstellt. Sie macht uns mit den mitreißenden Klängen sofort Lust auf Tanzen. Acht Mädchen sind gekommen. Manche mit mehr, andere mit weniger Tanzerfahrung, doch alle mit der gleichen Motivation: Bollywood-Dance klingt nach Spaß.

Bollywood ist ein Synonym für die Hindi-Filmindustrie in Mumbai, deren Filme sich durch dramatische Liebesgeschichten und bombastische Gesangs- und Tanzszenen auszeichnen. Die Tänze in diesen Filmen speisen sich aus verschiedenen Stilen. Sie enthalten Elemente aus dem traditionellen indischen Tempeltanz, aber auch aus dem orientalischen Bauchtanz und dem Modern-Dance. Der Ferienkurs ist eine Einführung in diese Welt. Wir lernen eine kleine Choreografie zu „Mahi Ve“, einem Lied aus dem Film „Lebe und denke nicht an morgen“, der Bollywood 2003 in Europa populär gemacht hat.

Ungelenke Spiegelbilder

Trainerin Maess ist selbst in Indien aufgewachsen. Nach dem Aufwärmen erklärt sie uns, dass Bollywood-Tänze niedlich, aber gleichzeitig auch sexy aussehen sollen. Zunächst üben wir die bekannte Hin- und Herbewegung des Kopfes. Im großen Spiegel gegenüber sieht es leider weder niedlich noch sexy aus, wenn ich versuche, meinen Kopf von der einen Seite zur anderen zu schieben. Eher so, als hätte ich einen verspannten Nacken. Bei den anderen Teilnehmerinnen wirkt es ähnlich steif. Einen großen Teil der ersten Stunde verbringen wir also damit, über uns selbst zu lachen. Denn auch bei den anderen Bewegungen stellen wir uns zunächst recht ungeschickt an.

Wie die erste Übung, sieht auch die zweite einfacher aus als sie tatsächlich ist. Beim „Schimmy“ bewegen die professionellen Bauchtänzerinnen ihre Hüften sehr schnell und bringen ihre Münzgürtel zum Klingen. Soweit die Theorie, doch erst als wir verstehen, dass die Bewegungskraft aus den Knien kommen muss und nicht aus der Hüfte selbst, können wir mit unserer Trainerin mithalten. Gleichzeitig Arme und Hände mit ausgestreckten Flächen und abgespreizten Fingern zu bewegen, ist dabei eine weitere Herausforderung.

Muskelkater zum Mitnehmen

Der Tanzkurs wird zu einem harten Muskeltraining. Um die Hüfte besser bewegen zu können, sind die Knie stets leicht gebeugt. Da schmerzen schon bald die Oberschenkel. Und auch das konstante Abspreizen der Finger ist anstrengender als man erwarten würde. Wie bei jedem Tanz gilt: Es steckt eine Menge Anstrengung hinter den Bewegungen, die am Ende so locker und spaßig aussehen. Und ein gewisses Talent für Multitasking – Arme und Beine gleichzeitig vollkommen unterschiedlich zu bewegen, erfordert höchste Konzentration.

Doch am Ende fügen sich die einzelnen Bewegungen tatsächlich zu einer Choreografie zusammen. Die Hüften schwingen schon ganz von selbst und wir haben Spaß an den ausladenden Armbewegungen, die nach knapp drei Stunden gar nicht mehr so unnatürlich aussehen. „Mahi Ve“ hat sich zu diesem Zeitpunkt schon so sehr in mein Gehirn gebrannt, dass ich sicher bin, den Ohrwurm für die nächsten Wochen nicht mehr loszuwerden.

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