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Zähe Gremienarbeit

Der Akademische Senat ist in seiner letzten Sitzung nur wenig vorangekommen. Die studentischen Vertreter übten Widerstand und stellten sich zweimal gegen die Mehrheit des Senats. Von Corinna Schlun

Im Akademischer Senat kam die Entscheidungsfindung nur schleppend voran. Foto: Julian Daum (Archiv)

Im Akademischer Senat kam die Entscheidungsfindung nur schleppend voran. Foto: Julian Daum (Archiv)

Der Akademische Senat (AS) konnte in seiner letzten Sitzung des Semesters am 10. Februar nur wenige Beschlüsse fassen. Die vier studentischen Vertreter verhinderten wiederholt eine Beschlussfassung. Eine Ausnahme gab es für einen neuen Studiengang.

Streit um den letzten Diplomstudiengang

Der größte Streitpunkt war die Abschaffung des Diplom- und Magisterstudienganges Politikwissenschaft. Es ist das einzige Fach an der FU, in dem sowohl Diplom als auch Magister noch offiziell weitergeführt werden. Seit 2005 beziehungsweise 2008 können sich aber keine Interessierten mehr auf diese Studiengänge bewerben. Der Fachbereich hat nun den Wunsch geäußert, die Studiengänge abzuschaffen.

Der studentische Vertreter Mathias Bartelt stellte die Vermutung auf, dass die Entscheidung auf Druck des Präsidiums gefallen sei. Die Professorin Tanja Börzel vom Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft widersprach: Eine große Mehrheit im Fachbereichsrat habe für die Aufhebung gestimmt.

Nicht genügend studentische Vertreter

Bartelt drängte darauf, eine Evaluation der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge vorzunehmen, bevor die alten Studiengänge abgeschafft werden. Der AS sprach sich mit großer Mehrheit für das Ende von Diplom und Magister aus, doch die studentischen Vertreter legten durch ihr geschlossenes Abstimmen ein suspensives Veto ein. Damit zwingen sie den AS, in seiner nächsten Sitzung erneut über das Thema zu diskutieren. Somit bleibt der letzte Diplomstudiengang der FU bestehen – vorerst.

Das Muster setzte sich bei anderen Abstimmungen fort: Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Beschluss über die Zulassungsordnung für sogenannte „weiterbildende Masterstudiengänge” – das sind Studiengänge, für die die FU Studiengebühren verlangt. Auch hier legten die studentischen Vertreter ein Veto ein.

Auch für mehrere akademische Gremien wie zum Beispiel die Kommission für Lehrangelegenheiten fehlen derzeit studentische Vertreter. Es ist die Aufgabe der studentischen Senatoren, geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Allerdings weigerten diese sich, einen Vorschlag zu machen, was im Präsidium für Entrüstung sorgte. „Wissen Sie eigentlich, wie peinlich das ist?”, fragte die Vizepräsidentin Monika Schäfer-Korting.

Neuer Studiengang eingerichtet

Außerdem ging es in der Sitzung um die Einrichtung der neuen Masterstudiengangs „Computational Sciences”, den Mathematikprofessor Frank Noé vorstellte. Dieser soll interdisziplinär die verschiedenen Naturwissenschaften verbinden. Die studentische Vertreterin Laura Fischer lobte das Konzept des Studiengangs. Nach kurzer Diskussion beschloss der AS einstimmig, den Studiengang einzurichten.

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