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Missglückte Wahl – dem AS egal

Die Wahlen des Akademischen Senats wurden für ungültig erklärt. Doch großes Entsetzen blieb aus. Stattdessen konnten die Studierenden ein Jubiläum ihrer Mitbestimmung feiern. Von Johanna Schwarz

Studis bekommen Pralinen. Ob sie sich darüber freuen, bleibt unklar / Foto: Archiv

Es bleibt unklar, ob sich die Studis über die Pralinen zum Jubiläum freuen. / Foto: Archiv

In der ersten Sitzung des Akademischen Senats (AS) in der eigentlich neuen Legislaturperiode kam unter anderem das Thema der ungültigen Wahl zur Sprache. Doch es blieb bei den bekannten Fakten und viele drängende Fragen der Mitglieder blieben offen: Wann findet die neue Wahl statt? Bleiben die Listen gleich? Welcher Fachbereich muss neu wählen? Nur auf eine Sache konnte sich der Senat einigen. Die Kommunikation muss verbessert werden. Es wird also nächsten Mittwoch eine Pressemitteilung geben, um die Spekulationen in Zaum zu halten und für mehr Transparenz zu sorgen.

Keine Anwesenheitspflicht und so gute Noten du willst!

Statt Fragen zur Wahl dominierte die vierköpfige Vertretung der Studierenden mit zwei bekannten Forderungen den folgenden Anfragenteil: Keine Anwesenheitspflichten für Vorlesungen und die Möglichkeit eine Prüfungsleistung zu wiederholen. Über ersteres ließe sich reden, so der Rest des Senats. Doch bezüglich der zweiten Forderung erhob eines der Senatsmitglieder den Vorwurf, es wären sich anscheinend noch nicht einmal die Studierenden selbst einig. Denn ein Haken an der Sache sei, dass Bewertungen dann nach und nach ihre Relation verlieren und gleichzeitig einen immensen Leistungsdruck zu hervorragenden Noten erzeugen würden.  Schlussendlich kam keine der beiden Diskussionen zu einem Ergebnis und wurden einvernehmlich bis auf weiteres in die Fachbereiche verlegt, nachdem die Kommentare anfingen sich im Kreis zu drehen.

Das OSI schafft sich selber ab!

Für heftige Diskussionen sorgte die geplante Abschaffung des Masterstudiengangs „Environmental Policy and Planning“. Im Moment ist die Zulassung zum Studiengang ohnehin bereits blockiert. Wieso diese Regelung jetzt geändert werden soll, wurde nicht ganz klar. Zwar brachten verschiedene Mitglieder des Senats zum Ausdruck, dass es sich bei diesem Studiengang nicht nur um ein Aushängeschild der FU, sondern auch um einen immer wichtiger werdenden Studiengang handelt. Dennoch steht der Studiengang nun vor dem Aus.

Der Studiengang wird gemeinsam von der TU und der FU angeboten und befasst sich mit der Umwelt-, Klima-, Energieforschung und Umweltplanung. Jetzt soll er vor allem aufgrund der fehlenden Kapazitäten aus dem Programm gestrichen werden. Die Lehrveranstaltungen des Otto-Suhr-Instituts (OSI) sind, so eine Mitarbeiterin, teilweise bis zu 100% überbucht. Da bereits bei der Einführung dieses Faches die Mittel fehlten, hatten sich die Mitarbeiter des Instituts auch von Anfang an gegen den Studiengang ausgesprochen. Bis jetzt konnte der Studiengang nur getragen werden, indem die TU die Hälfte der Lehre übernahm. Aus nichtgenannten Gründen stellt sie diese Kooperation aber nun ein. Besonders problematisch ist das für diejenigen Studierenden, die sich bereits im Studiengang befinden. Ihr akademischer Weitergang ist noch unklar.

In einer geheimen Abstimmung über die Aufhebung des Masterstudiengangs kam der AS allerdings zu keiner Entscheidung, da die vier Studierenden mit ihrem 25. suspensiven Gruppenveto die Entscheidung blockierten. Auf dieses Jubiläum war zumindest Vize-Präsident Hoffman-Holland offensichtlich nicht nur psychisch vorbereitet: Mit einer mitgebrachten Pralinenschachtel konnte er sogar einen gebührenden Pokal verleihen.

Die Absetzung des Studiengangs dürfte das allerdings lediglich hinauszögern, da keine längerfristige Finanzierung in Sicht ist.

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