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Studierende fordern bessere Bezahlung

Seit 2001 bekommen studentische Beschäftigte in Berlin den gleichen Lohn. Die Tarifverhandlungen sind zäh – und führten am Montag zu lautstarkem Protest an der FU. Von Marius Mestermann.

Protest am Montag vor der Silberlaube. (Foto: FURIOS)

Protest vor der Silberlaube. (Foto: FURIOS)

Am Montag haben dutzende Studierende an der FU für eine bessere Bezahlung studentischer Beschäftigter in Berlin demonstriert. Der Protest startete mit einer Kundgebung vor der Silberlaube, bevor die Gruppe weiter zum FU-Präsidium zog.

Anlass der Demo war die zweite Runde der Tarifverhandlungen für studentische Beschäftigte am 11. Mai. Die Berliner Hochschulen streiten mit der Initiative „TVStud“ um eine Lohnerhöhung, die Befristung von Arbeitsverträgen und Urlaubsansprüche.

„TVStud“ fordert für alle 8000 studentischen Beschäftigten in Berlin eine Lohnerhöhung von derzeit 10,98 Euro pro Stunde auf 14 Euro. Es wäre die erste Lohnanpassung seit 2001. Die Initiative argumentiert, dass es inzwischen durch Inflation und Weihnachtsgeld-Streichung zu einem Reallohnverlust von rund 25 Prozent gekommen sei.

Die Botschaft ist klar: Mehr Geld und bessere Bedingungen.

Die Botschaft ist klar: Mehr Geld und bessere Bedingungen. (Foto: FURIOS)

Doch die Hochschulen wollen den großen Lohnsprung offenbar vermeiden und schlugen zuletzt eine Erhöhung um vier Prozent auf 11,42 Euro vor. Zudem boten sie an, künftige Erhöhungen im Tarifvertrag der übrigen Berliner Hochschulbeschäftigten (TV-L) auf die Studierenden zu übertragen. Kein Entgegenkommen gab es jedoch beim Weihnachtsgeld, das schon seit 2004 nicht mehr gezahlt wird. Laut „Tagesspiegel“ wurden so an der FU bis 2016 rund 4,2 Millionen Euro eingespart.

„TVStud“ bezeichnet das Angebot jedoch als „völlig unzureichend“, da der Lohnrückstand, der seit 2001 angesammelt wurde, so nicht verringert würde. Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde am 16. Mai will man mit der Demo also noch einmal Druck aufbauen auf die Gegenseite. In einer Mitteilung der Initiative heißt es, man brauche jetzt einen kräftigen Schub beim Lohn: „44 Cent pro Stunde sind das glatte Gegenteil.“

Ein Facebook-Livevideo der Initiative „Klasse Gegen Klasse“ zeigt Szenen des Protests vor dem Gebäude des FU-Präsidiums. Die Studierenden rufen „Kommt raus, wir tun euch nichts“, bis tatsächlich Matthias Dannenberg vor die Menge tritt. Der Ständige Vertreter von FU-Kanzlerin Andrea Bör spricht in dem Video jedoch lediglich von einer „guten Atmosphäre“ bei den Verhandlungen und sagt, man hoffe auf einen baldigen Tarifabschluss. Auch ein Tweet des TU-Asta zeigt die Szene. Die FU schien von der Aktion jedoch wenig beeindruckt.

 

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