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Lust auf eine Schnitzeljagd?

Mit der App „Actionbound“ können Studierende jetzt auf dem Campus auf historische Schnitzeljagd gehen. Karolin Tockhorn hat sich mit den Entwicklerinnen des Rundganges unterhalten.

IMG-20171115-WA0002Über 6km erstreckt sich die Entdeckungsroute, Foto: Leonhard Rosenauer

In den Winkeln der FU-Institute und entlang der Strecke der U3 liegen wahre historische Schätze verborgen. Mit Hilfe der App „Actionbound“ haben Studierende des Masterstudienganges „Public History“ einen Campus-Rundgang entwickelt, der seine Spieler*innen entlang der Licht- und Schattenseiten der süd-westberliner Geschichte führt. Karolin Tockhorn hat sich mit den Studentinnen Ana Edroso Ströbe und Annalena Baasch unterhalten.

FURIOS: Ihr beide studiert nun im zweiten Mastersemester „Public History“.  Was darf man sich unter diesem Studiengang vorstellen?

Ana: Public History ist ein anwendungsbezogener Geschichtsmaster. Kurz gesagt geht es vor allem darum, Konzepte zu entwickeln, wie man die Erkenntnisse, die sich aus dem Studium der Vergangenheit gewinnen lassen, in die Öffentlichkeit tragen kann.

Geschichte in die Öffentlichkeit tragen war sicherlich auch der Gedanke hinter der Entwicklung des Actionbound Campusrundgang. Könnt ihr vorab kurz erklären, wie die App „Actionbound“ funktioniert?

Annalena: Mithilfe von Actionbound lassen sich Führungen, Schatzsuchen oder Schnitzeljagden für mobile Endgeräte erstellen. Diese multimedialen Erlebnistouren werden „Bounds“ genannt.

Der historische Campusrundgang ist also gewissermaßen eine digitale Schnitzeljagd bei dem sich die Spieler*innen die Geschichte Dahlems in 6km erlaufen können. Wie genau funktioniert das?

Annalena: Es gibt eine vorgegebene Route, die die Spieler*innen etwa 6km durch Dahlem führt. Die einzelnen Stationen haben wir in einer Reihenfolge verbunden. Es ist allerdings nicht zwingend nötig, alle Stationen durchzuspielen. Während des Rundgangs kann man durch das Beantworten von Fragen, Punkte sammeln. Das eigentliche Ziel ist es aber nicht, seine Mitspieler*innen auszustechen. Vielmehr soll man sich im eigenen Tempo mit Geschichte beschäftigen und dabei auch ein bisschen Spaß haben.

Könnt ihr einige Stationen nennen, die ihr in den Rundgang eingebaut habt?

Ana: Die Tour führt unter anderem über die drei U-Bahnhöfe „Podbielskiallee“, „Dahlem Dorf“ und „Freie Universität“ und durch verschiedene Institute der FU. Inhaltlich gibt es zum Beispiel etwas über Ulrike Meinhof, Fritz Haber oder Rudi Dutschke zu Lernen. Meistens funktioniert ein Ort als Aufhänger für ein bestimmtes Thema.

Gab es etwas, das euch während der Recherche über die Geschichte Dahlems besonders überrascht hat?

Annalena: Mich hat die Vielfalt der Ereignisse, die sich innerhalb des kurzen Zeitfensters ereignet haben, stark beeindruckt. Von Nationalsozialismus über Studierendenproteste und RAF findet sich alles in Dahlem.

Ana: Neu für mich war, dass die Kernspaltung in Dahlem erfunden wurde. Generell finde ich es schön, wie der Rundgang uns aufzeigen kann, was hier, an diesem für uns so alltäglichen Ort, alles passiert ist. Wir selber haben dabei viel gelernt und hoffen, dass auch zukünftig Spieler*innen etwas aus der Tour mitnehmen können.

Wer wären denn diese zukünftigen Spieler*innen? An wen richtet sich der Rundgang und wie möchtet ihr ihn populärer machen?

Ana: Prinzipiell kann Jede*r mitspielen. Besonders interessant dürfte die Schnitzeljagd für Studierende der Geschichtswissenschaften, Anwohner*innen und auch für Erstis an unserer Uni sein.

Annalena:  Ziel unseres Studiums ist es, Geschichte in die Öffentlichkeit zu tragen. Dass lässt sich mit unserem Rundgang verwirklichen. Deshalb freuen wir uns über jede*n neue*n Spieler*in!

 

Den Link zum Rundgang findet ihr hier. Gespielt werden kann er über das Handy oder Tablet.

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