Literatur straight out of Rostlaube | FURIOS Online
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Literatur straight out of Rostlaube

Das Magazin „FU Review” bietet jungen Autor*innen eine Bühne, sich literarisch auszutoben – und zwar auf Englisch. Mareike Froitzheim über ein Kreativprojekt, das seinen Weg aus Dahlem in Berlins Buchhandlungen fand.

„FU-Review“ schenkt seinen Autor*innen einen kreativen Spielplatz für englischsprachige Literatur. Foto: Leonhard Rosenauer

Berlin und Kunst – seit Jahren gehören diese Worte zusammen. Wie in kaum einer anderen Stadt sind Berliner Köpfe voll mit Geschichten, die unentwegt aufs Papier tropfen. Auch an der FU gibt es kreative Schriftsteller*innen. Diese können nun bereits seit drei Jahren ihre Texte in dem Magazin „FU Review“ veröffentlichen. Das Magazin wurde von Studierenden des FU Masters English Studies im Zuge des angebotenen Creative Writing-Kurses ins Leben gerufen. Es erscheint zweimal im Jahr und bietet jungen Autor*innen eine Plattform, sich der englischsprachigen Literatur-Community Berlins zu präsentieren. Für jede Ausgabe bekommen die Autoren*innen ein Thema vorgegeben. Zuletzt war das „Noise”.

Das liebe Geld

Noisy war auch die Entstehung des Magazins. Mit dem Traum des eigenen Heftes vor Augen fragten die Studierenden am Institut nach Geldern für die Finanzierung der ersten Ausgabe. Der Plan ging nicht auf, da das Institut nur ein wissenschaftliches Magazin fördern wollte, berichtet Cathy Bijur, eine der Mitbegründerinnen der „FU Review“. Von dieser Abfuhr ließ sich das motivierte Team aber nicht entmutigen und machte sich erfolgreich anderweitig auf die Suche. Man habe es schließlich geschafft die aktuelle Ausgabe mit Hilfe einer Kickstarter Kampagne zu finanzieren, erzählt Chefredakteurin Hannah Goldstein. Zunächst sei sie skeptisch gewesen, doch dann wurde das finanzielle Ziel erreicht – in nur zwei Tagen.

Auf den Inhalt kommt es an

„Vielfältig, originell und experimentell“, so charakterisiert Hannah die Beiträge. Cathy, die selbst für das Magazin schreibt, findet, dass das Besondere beim Schreiben das Reflektieren und Verbalisieren von Gefühlen und Erfahrungen sei. Das Magazin biete ihr die Möglichkeit, diese zu teilen. „FU Review“ bildet für seine Autor*innen also einen kleinen kreativen Spielplatz. Die Beiträge sind daher trotz vorgegebenem Thema sehr unterschiedlich: Prosa, Lyrik, dann und wann ein Interview – meist auf Englisch, gelegentlich aus anderen Sprachen übersetzt. Des Weiteren gibt es Illustrationen, Collagen oder Fotos, die für jede Ausgabe von anderen Künstler*innen stammen und das Magazin optisch aufwerten. Die Mühe des neunköpfigen Redaktionsteams zahlt sich aus. Inzwischen kann man ihr Produkt in vielen englischsprachigen Buchhandlungen in Berlin erwerben.

Mit neuen Ideen blickt Hannah in die Zukunft des Magazins. Ab der nächsten Ausgabe möchte sie Workshops für kreatives Schreiben anbieten und somit verstärkt eine Community hinter dem Magazin aufbauen, verrät sie begeistert. Bis dahin lohnt es sich, die letzte Ausgabe in die Hand zu nehmen und junge, gute Literatur zu genießen!

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