FURIOS tüftelt: Die Torten-Tortur | FURIOS Online
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FURIOS tüftelt: Die Torten-Tortur

Journalist*innen sitzen nur am Schreibtisch? Quatsch! In unserer neuen Ferienserie tüfteln unsere Autor*innen mit Hand und Fuß. Milena Osterloh beginnt mit einer Riesentorte zum FURIOS-Jubiläum.

Das Endprodukt: Ein Highlight für alle Schleckermäulchen.

Mit einer rot-weiß gestreiften Kochschürze und in Flip Flops klingel ich bei meiner Nachbarin. Eigentlich wollte ich jetzt schon Teig anrühren, doch die Torte zum zehnjährigen Jubiläum von Furios wird heute etwas länger brauchen. Denn, oh mein Gott, es gibt in meiner WG keine Backform. Wer besitzt sowas? Meine Nachbarin offensichtlich schon. Denn kurz darauf schlappe ich samt geliehener Backform in meine Küche zurück.

Endlich kann’s losgehen: Butter, Mehl, Zucker und … Backpulver. Das habe ich vergessen. Bei meiner Nachbarin will ich nicht nochmal schnorren, zu peinlich, also fahre ich mit dem Fahrrad zum Supermarkt. In der sengenden Mittagssonne bei nun mittlerweile 36 Grad bekomme ich einen Eindruck, wie sich der Teig gleich im Backofen fühlen wird. Völlig schweißgetränkt bin ich im Supermarkt kurz davor Fertigböden zu kaufen – merkt doch eh keiner, denke ich, aber am Ende ergreift mich doch der Ehrgeiz und ich wähle das Backpulver.

Als die Böden endlich im Backofen sind – man hätte sie bei dieser Hitze auch einfach auf den Balkon stellen können – sitze ich mit hochrotem Gesicht auf dem kühlen Küchenfußboden und schließe für einen Moment die Augen. Die Eieruhr reißt mich wenige Minuten später unsanft aus meinem Schlummer. Ich traue mich kaum in den Ofen zu schauen, aber siehe da: Die Göttin der Backkunst scheint mir gnädig gestimmt, denn meine Böden sind perfekt aufgegangen.

Faule Hobby-Konditor*innen können die Torte auch so lassen. Nennt man in Bloggerkreisen dann „naked cake“.

Zum Füllen und Verzieren der Torte brauche ich nur noch Buttercreme. Unser uraltes WG-Rührgerät scheint jedoch in der Creme ihren Endgegner zu finden.  Statt einer cremigen Konsistenz erhalte ich eine klebrige Soße, die mir auf mein ohnehin schon mehliges T-Shirt spritzt. In diesem Moment plingt auch noch mein Handy: „Kommst du mit zum See?“. Ich bin geneigt an dieser Stelle einfach alles hinzuschmeißen, das Ganze kurzerhand „naked cake“ zu nennen. Aber wieder überwinde ich meinen Moment der Schwäche und tippe „Kann nicht, muss noch backen“, was sich wie die Ausrede einer alten Omi anhört.

Nach weiteren zwei Stunden ist es mir endlich gelungen eine ordentliche Buttercreme zu schlagen, die Torte zu bestreichen und zu verzieren. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die fertige Torte ist zum dahinschmelzen und lässt mich sämtliche Strapazen dieser schwierigen Geburt vergessen.

Fehlen nur noch Bilder von meinem Kunstwerk, denn wenn man vom Backen keine Fotos hat, ist es nicht passiert. Furios tüftelt? Kann ich also – allerdings gibt es die nächste Torte frühestens beim nächsten Jubiläum in Zehn Jahren.

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