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Fotos knipsen für Amateure

Für Fotobegeisterte veranstaltete das Studierendenwerk einen Fotografier-Workshop. Leider entstanden keine schönen Fotos, sagt Anna Maissen.

Studierende üben das Knipsen von Porträts. Foto: Anna Maissen

Im Automatikmodus fotografieren kann jeder und zugegebenermaßen enttäuschen die Ergebnisse selten. Wenn man sich aber ein wenig mehr mit seiner Kamera auseinandersetzt, eröffnet sich einem eine viel größere Bandbreite an möglichen Techniken. Dafür hat das Studierendenwerk Berlin im Rahmen eines Stadtrundgangs einen eintägigen Workshop angeboten. Unter dem Namen „Fotosafari“ haben sich Studierende auf Entdeckungstour durch den Großstadtdschungel begeben.

Die Veranstaltung  hat der Berliner Ridvan Yumulu geleitet, welcher sich seit 15 Jahren mit Event- und Dokumentarfotografie beschäftigt, wofür er unter anderem zwei Jahre lang ein humanitäres Projekt im Jemen begleitet hat. Mit dementsprechend viel Expertise und Begeisterung vermittelt er sein Wissen an das Dutzend unerfahrener Safari-Beteiligter.

Von Porträt zu Architektur

Die geplante Tour zu fünf Sehenswürdigkeiten in Berlin startet am Brandenburger Tor. Yumulu fordert die Anwesenden nach einer kurzen Einführung dazu auf, sich gegenseitig zu porträtieren. Dabei geht es um die praktische Anwendung des Goldenen Schnitts sowie verschiedener Perspektiven. Diese Form des Fotografierens ist wohl niemandem neu. Trotzdem tut es gut, die Technik gezielt einzusetzen.

Nach einer ersten Besprechung der entstandenen Bilder, weist Yumulu auf einen fundamentalen Aspekt des Fotografierens hin: „Was für den Maler die Farbe ist, ist für den Fotografen das Licht!“ Damit bittet er die Safari-Gruppe, auszuprobieren, inwiefern eine Person interessanter und nuancenreicher aussieht, wenn eine Gesichtshälfte bestrahlt wird, während auf die andere Schatten fällt.

Von den Porträts geht Yumulu über zur Architektur- und Landschaftsfotografie, worauf die Truppe sich Richtung Regierungsviertel bewegt. Der Fokus liegt nun auf Linien, Bildausschnitten und Reflexionen. Hier entsteht eine Vielzahl von Fotos, die architektonisch vielleicht interessant sind, schön zum Anschauen aber kaum.

Architekturfotografie am Alex. Foto: Anna Maissen

Indoor Photoshop-Safari

Nachdem die ersten beiden Attraktionen ausführlichst fotografisch erschlossen wurden, macht die Berliner Kälte den Beteiligten zunehmend zu schaffen. Kurzerhand entschließt Yumulu, den Workshop in sein Atelier in Kreuzberg zu verlegen – schade um die anderen drei Locations. In dem 15 Quadratmeter Zimmer, das gleichzeitig als Küche, Wohnzimmer und Studio fungiert, stellt der Fotograf einige seiner älteren Projekte vor.

Im Anschluss zieht er einzelne Bilder heran, die während des Workshops von den anwesenden Studierenden gemacht wurden, und erklärt, wie er sie mit Photoshop bearbeiten würde. Die Gruppe gibt sich zwar Mühe, aufzupassen, doch hochwertige Bildbearbeitungsprogramme gehören nicht zum Standardrepertoire Studierender, folglich haben die Tipps wenig Verwendungszweck.

Für Yumulu ist das Fotografieren nicht nur sein Job, sondern seine Leidenschaft. So kann er auch die Anwesenden dafür faszinieren, doch das Lernpotential eines ganzen Tages wurde damit bei weitem nicht ausgeschöpft. Die essentiellen Informationen, die der Fotograf vermitteln wollte, kamen bei den Beteiligten des Workshops an, trotz des gekürzten praktischen Teils; schöne Fotos entstanden leider nicht.

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