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	<title>FURIOS Online</title>
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	<description>Studentisches Campusmagazin an der FU Berlin</description>
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		<title>+++ Aktuell: 3 Kandidaten für Präsidentenamt nominiert +++</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 21:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Alt, Lemke und Rojas im Rennen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der <a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/09/raul-rennt/">kleinen Sensation</a> ist eine etwas grössere geworden: Gestern noch richtete der Informatikprofessor Raúl Rojas die Seite www.running-for-president.de ein, weil er befürchtet hatte, bei der Wahl des neuen FU-Präsidenten nicht berücksichtigt zu werden. Heute hat der Akademische Senat der Freien Universität getagt und Rojas wurde, zusammen mit dem FU-Germanisten Peter-André Alt und der Hannoveraner Politologin Christiane Lemke, für die Wahl nominiert. Am 31. März werden sie sich den entsprechenden Gremien vorstellen. Am 12. Mai soll die Wahl stattfinden. Insgesamt hatten sich 14 Personen beworben. Dies wurde FURIOS von mehreren Quellen bestätigt und ist auch bei <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3053719">Tagesspiegel Online</a> nachzulesen.</p>
<p>Zwar berichtet der Tagesspiegel, dass die beiden Kandidaten Rojas und Lemke «lediglich Außenseiterchancen» hätten. Spitzenkandidat bleibt Peter-André Alt. Auch Matthias Bartelt, studentischer Vertreter im erweiterten Akademischen Senat und intimer Kenner der FU-Politik, ist skeptisch bezüglich den Chancen von Rojas und Lemke. Mathias glaubt, dass mit der 3er-Nominierung teilweise wohl nur «der Schein gewahrt werden soll, dass es sich nicht um ein 1er-Ticket handelt» – will heißen: die Wahl von Alt steht längst fest. Dieser hat sich für das Amt bereits seit längerer Zeit in Position gebracht und gilt als Vertrauter des früheren Präsidenten Lenzen, der die FU in Richtung Hamburg verlassen hat. <a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/09/raul-rennt/">Gegenüber FURIOS hat Rojas jedoch angekündigt</a>, dass er einen offenen Wahlkampf führen möchte, in dem nicht mehr nur im Hintergrund über Personen entschieden, sondern öffentlich über Programme und Inhalte diskutiert wird. Ob die beiden anderen Kandidaten diesem Schritt folgen werden, steht offen. Matthias Bartelt zumindest erwartet es nicht: «Ich denke nicht, dass sich Alt auf einen öffentlichen Wahlkampf einlassen wird. Dafür ist er nicht der Typ.» <em>(tin)</em></p>
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		<title>Raúl rennt: Informatiker Rojas bewirbt sich um FU-Präsidium</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Sensation: Raúl Rojas, Vater der FU-Fussballroboter und heimliches Aushängeschild der Universität, kandidiert für das Präsidium. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-large wp-image-2438 alignnone" title="presidial" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/03/presidial-470x290.jpg" alt="" width="470" height="290" /></p>
<p>Noch rennt er am Präsidium vorbei. Kommt er bald rein? Informatiker Raúl Rojas.</p>
<p>Foto: running-for-president.de</p>
<p><strong>Eine kleine Sensation: Raúl Rojas, Vater der Fussballroboter und heimliches Aushängeschild der FU, kandidiert für das Präsidium. </strong></p>
<p><em>von Tin Fischer</em></p>
<p>So sieht man Professoren selten und Informatiker wahrscheinlich nie: Auf seiner Website «<a href="http://www.running-for-president.de/">Running for President</a>» joggt Raúl Rojas, Professor für Informatik an der FU Berlin, über den Dahlemer Campus. Sein Lauf hat ein Ziel: Rojas kandidiert für das Präsidium der Freien Universität. Das hat er heute öffentlich gemacht.</p>
<p>Dass ein Kandidat für das Präsidentenamt einer Universität öffentlich Wahlkampf macht, ist mehr als ungewöhnlich. Und noch dazu so kurzfristig. Schon morgen wird im Akademischen Senat eine Vorauswahl getroffen, ein Drittel der Stimmen ist erforderlich. Die Namen der Kandidaten sind nicht offiziell bekannt. Aber man darf vermuten, dass die Shortlist im Hintergrund bereits gemacht wurde – und dass der Aussenseiter Rojas nicht drauf steht.</p>
<p>Deshalb ist er mit seiner Kandidatur – und einem Wahlprogramm – an die Öffentlichkeit gegangen. «Ich würde es begrüßen, wenn wir einen öffentlichen Wahlkampf hätten», sagt er gegenüber FURIOS Online. Und betont: «Aber nicht um Personen! Ich strebe nicht an, dass man über mich redet. Ich möchte, dass man über die Universität redet.»</p>
<p>Sein Ziel ist, eine Kommission einzurichten, in der offen und «ohne Tabus» über die Zukunft der Freien Universität diskutiert wird. Dabei schlägt er nicht nur vor, universitätsintern die Verantwortung von oben nach unten zu verteilen und ständigen Kontakt mit den Studenten zu halten («damit diese nicht wie Geysire regelmäßig explodieren»). Auch über sensible Fragen will er reden, etwa wie viele Sozial- und wie viele Naturwissenschaften die FU haben soll. Sein <a href="http://www.running-for-president.de/">Wahlprogramm</a> stellt er – anders als seine Mitbewerber – online.</p>
<p>Ein Student habe ihn gefragt, ob sie jetzt T-Shirts mit seinem Gesicht drucken sollen. «Um Gotteswillen: Nein!», habe er gesagt. Aber klar ist: Wenn nicht gerade Semesterferien wären, würde man heute die ersten «Rojas for President»-T-Shirts im Obama-Style auf dem Campus sehen. Der Mexikaner ist populär, nicht nur unter Studenten. Er gilt als unkonventioneller Denker und erfolgreicher Wissenschaftlicher – und als das heimliche Aushängeschild der FU. Er hat mit berlinerisch beschränktem Budget <a href="http://www.furios-campus.de/2009/07/09/robocup/">Fußballroboter</a> entwickelt, die an der Weltspitze mitspielen, und arbeitet an einem <a href="http://www.furios-campus.de/2009/11/03/iphone-auto/">Auto, das sich selbst steuert</a>. Zugleich hat er immer wieder nach neuen Unterrichtsformen gesucht.</p>
<p>Aber am wichtigsten für die FU, die in ihrer Vergangenheit immer wieder von politischen Grabenkämpfen gelähmt wurde: Rojas lässt sich in einem Links-Rechts-Schema nicht klar festlegen. Der ehemalige Präsident der FU, Dieter Lenzen, galt als wirtschaftsaffiner Vertreter einer unternehmerisch geführten Universität. Auch Rojas hält seine Studenten dazu an, <a href="http://www.furios-campus.de/2009/06/01/die-unternehmenslustigen/">Unternehmen zu gründen</a> &#8211; damit ihre Ideen sozial nutzbar werden. Zugleich hat er zusammen mit linken Schwergewichten des Otto-Suhr-Instituts Bücher zur internationalen Schuldenkrise veröffentlicht. Er gilt als disziplinierter Pusher, der aber zugleich die Verschulung der Bologna-Studiengänge kritisiert. Wenn er jetzt den Dialog fordert, dann ist das auch ein Bruch mit Lenzen, der die Freie Universität nach vorn gebracht hat, indem er zermürbenden Diskussionen ausgewichen ist. Rojas hätte als einer der wenigen das Profil, sie zu führen. Nicht zuletzt deshalb, weil er Außenseiter und nicht die politisch-akademischen Seilschaften an der FU verwickelt ist. Bei der Vorauswahl morgen ist das allerdings ein Nachteil.</p>
<p><strong>So oder so: FURIOS bleibt dran! </strong></p>
<p><strong>Gewählt wird voraussichtlich am 12. Mai. </strong></p>
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		<title>FURIOS macht Ferien</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 09:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FURIOS gönnt sich nach einem ereignisreichen Semester eine kleine Pause bis zum Frühjahr. Ein Ferienprogramm gibt es bei uns natürlich trotzdem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die FURIOS gönnt sich nach einem ereignisreichen Semester eine kleine Pause bis zum Frühjahr. Ein Ferienprogramm gibt es bei uns natürlich trotzdem.</p>
<div id="attachment_2424" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-2424" title="Winterbild" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/Winterbild1-469x374.jpg" alt="" width="469" height="374" /><p class="wp-caption-text">Foto: Josefa Kny</p></div>
<p>Während sich der Schnee allmählich zurückzieht, geht ein bewegtes Semester zu Ende: Bildungsstreik, der Abschied von Präsident Lenzen und die Hörsaalbesetzung haben der FURIOS viel  Berichtenswertes beschert. Nun kehrt Ruhe ein zwischen Podbielskiallee und Thielplatz. Doch schon bevor die FU Anfang April wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht, kündigen sich große Ereignisse an: Alles überstrahlen wird dabei die Wahl des neuen Uni-Präsidenten, aber auch die Arbeit des Studierendenparlaments und die nächste Runde des Exzellenzwettbewerbes werden wir mit Spannung verfolgen. Nicht zuletzt wird sich die FURIOS mit ihrer vierten Ausgabe und einem neuen Internetauftritt präsentieren.</p>
<p>Bis es so weit ist, fließt jedoch noch viel Wasser die Havel hinunter. In der Zwischenzeit versorgen wir Euch mit Reiseanekdoten, erzählen, wie es mit den Hörsaalbesetzern weitergeht und halten Euch auf dem Laufenden, was sonst noch passiert.</p>
<p>Erholsame Semesterferien und eine schönen Frühlingsanfang,</p>
<p>Eure FURIOS-Redaktion</p>
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		<title>Frieren gegen Nazis</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 18:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr lang hat das Bündnis „Dresden Nazifrei“ an der Blockade des Neonazimarschs getüftelt. Am Samstag war es soweit. In Bussen ging es Richtung Sachsen. Viele FU-Studenten waren dabei. Ein Demosparziergang mit Hendrik Pauli.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahr lang hat das Bündnis „Dresden Nazifrei“ an der Blockade des Neonazimarschs getüftelt. Am Samstag war es soweit. In Bussen ging es Richtung Sachsen. Viele FU-Studenten waren dabei. <em>Ein Demospaziergang mit Hendrik Pauli.</em></p>
<div id="attachment_2410" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-2410" title="Bild_Demo_Dresden" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/Bild_Demo_Dresden-469x352.jpg" alt="" width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Gruppenbild mit Helm: Die Polizei in Dresden. Foto: Hendrik Pauli</p></div>
<p>Wer Clausewitz, den preußischen Militärtheoretiker, gelesen hat, sollte für den Tag gewappnet sein, so Fabian Weißhaupt von den Jusos. Rund 4 000 Neonazis gilt es an diesem Tag festzusetzen. Die wollen den alliierten Luftangriff auf Dresden vor 65 Jahren zum Bombenholocaust umdeuten. Ihnen gegenüber mehr als 10 000 Gegendemonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet. Es ist kurz nach 9 Uhr als der Buskonvoi aus Berlin unvermittelt  stoppt. Rund um den Versammlungsort der Rechten am Neustädter Bahnhof sollen gezielt Straßen und Plätze besetzt werden. Kurzfristig ist der Aufmarschplan noch einmal geändert worden. Für die Berliner heißt das Ziel nun: Hansaplatz, Blockadepunkt Lila. Blitzartig setzt sich die Demonstrationsarmee in Bewegung. Die Polizei scheint überrumpelt. Eine Vorhut ist bereits über den Platz hinaus. Die nachrückende Masse drängt lautstark gegen die Einsatzkräfte an. Diese halten die Stellung trotz Schneeballtreffer und kleinerer Rangeleien.</p>
<h4>Mitgefühl für Freund und Helfer</h4>
<p>Am Albertplatz haben sich Aktivisten aus anderen Teilen Ostdeutschlands eingefunden. Statt Aggression schlägt den Polizisten hier Mitgefühl entgegen. Sie täten pflichtgemäß, aber gewiss nicht gern ihren Dienst in der Kälte, nur um der brauen Bande freies Geleit zu geben. Auch der Grünen- Abgeordnete Jan Philipp Albrecht und seine Kollegin Cornelia Ernst von der Linken sind an diesem Tag unterwegs, als Beobachter für das Europaparlament. Am Kontrollpunkt hat man dafür zunächst wenig Verständnis. Der freundliche Truppführer ist dankbar für weitere Erklärungen, und die beiden können ihre Mission fortsetzen.</p>
<p>In der Zwischenzeit neue Lage am Hansaplatz: Die erste Polizeikette ist aufgelöst, der Platz nun in der Hand der Demonstranten. Ein Stück dahinter ist Schluss, eine Straßenbahn versperrt den Weg, flankiert von bayerischer Bereitschaftspolizei. Erfahrene Antifa-Kämpfer versuchen über eine Böschung auf die Bahngleise zu gelangen. Als dies misslingt, wird ein Mannschaftswagen der Polizei ins Visier genommen – und mittels Schottersteinen dessen Sicherheitsverglasung kontrolliert. Die friedlichen Blockierer reagieren gelassen, sie lassen sich lieber von der Trommel-Combo und satten Technobeats einheizen. Selbst mancher Uniformträger möchte da die Füße nicht stillhalten.</p>
<h4>Linke Strategie geht auf – Polizei ist zufrieden</h4>
<p>Die Situation beruhigt sich weiter als Bodo Ramelow, linker Fraktionchef aus Thüringen, über Lautsprecher den Lagebericht der Einsatzleitung verkündet. Wenn die Blockaden friedlich blieben, werde nicht geräumt. Die Nazis könnten dann nicht marschieren. Jubel brandet auf.<br />
Erlebnisorientierten Autonomen ist das zu wenig. Hinter der Front werden ein paar Autos auf die Seite gelegt und Müllcontainer in Brand gesetzt. Bei der Polizei zeigt man sich trotz Allem nicht unzufrieden. Der Tag verlaufe eigentlich ruhig.<br />
Einmal wird es noch hektisch als linke Gegendemonstranten versuchen in die Nähe vorbeiziehender Rechter zu gelangen. Die Polizei behält die Übersicht, es bleibt beim verbalen Meinungsaustausch.</p>
<p>Gegen halb acht werden die Berliner zu ihren Bussen auf der anderen Elbseite geleitet. Die Neonazis haben Dresden längst verlassen, ihr Marsch hat nicht stattgefunden. Ein gelungener Einsatz von Polizei und linkem Bündnis. Clausewitz wäre stolz gewesen.</p>
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		<title>Vertreibung aus dem Paradies</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 23:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>

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		<description><![CDATA[95 Tage lang haben Studierende die Besetzung des Hörsaals 1A aufrechterhalten. Doch am frühen Morgen des Valentinstags beendete das Präsidium den Streik unter Polizeieinsatz. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>95 Tage lang haben Studierende die Besetzung des Hörsaals 1A aufrechterhalten. Doch am frühen Morgen des Valentinstags beendete das Präsidium den Streik unter Polizeieinsatz. </strong><em>Von Max Krause</em></p>
<div id="attachment_2371" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-2371" title="Hörsaal1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/Hörsaal1-469x352.jpg" alt="" width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Als wäre nie etwas gewesen: Die Silberlaube nach der Räumung, Foto: Max Krause</p></div>
<p>Am Mittwochabend war das Ende der Besetzung abzusehen. Vertreter des Präsidiums erschienen im Hörsaal und erklärten, die Streikenden seien im Hörsaal nicht länger geduldet. Bis Donnerstag, 14 Uhr, sollten die Besetzer ihre Stellung räumen, ein kleiner Ausweichraum stehe zur Verfügung. Die Besetzenden entschieden, den Forderungen des Präsidiums nicht nachzugeben und den Hörsaal weiterhin okkupiert zu halten.</p>
<p>Bis zum frühen Sonntagmorgen harrten die Studierenden noch aus, dann war es der Universitätsleitung offenbar genug: Um sechs Uhr morgens standen Beschäftigte der privaten Sicherheitsfirma Securitas vorm Hörsaal, um die 10 Besetzer, die die Stellung hielten, aus ihrem Wohnzimmer zu vertreiben. Doch die zeigten sich zuerst wenig beeindruckt und es dauerte weitere drei Stunden, bis der Hörsaal von einem massivem Polizeiaufgebot geräumt wurde.</p>
<h4>Klausuren als Vorwand?<strong><br />
</strong></h4>
<p>Die Polizei nahm Personalien und Fingerabdrücke der Besetzenden, dann wurden sie für mehrere Stunden in Gewahrsam genommen und erst am frühen Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Präsidium erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruch.</p>
<p>Warum man sich nach drei Monaten der Duldung schließlich dazu entschieden hat, die Besetzung durch die Polizei zu beenden, ist indes ungewiss. Laut Präsidium werde der Raum für Prüfungen benötigt. Tatsächlich fanden am Montag wieder Klausuren statt. Es ist allerdings fraglich, wie dringend der Hörsaal tatsächlich benötigt wird.</p>
<h4>Erneute Konfrontation</h4>
<p>Vertreter der Besetzenden vermuten ein anderes Motiv hinter der Aktion: Es sei den Verantwortlichen klar gewesen, dass am Wochenende viele Streikende nach Dresden gefahren waren, um den dortigen Naziaufmarsch zu blockieren. Das Präsidium habe gezielt diesen Moment der Schwäche ausnutzen wollen. In einer Pressemitteilung erheben die Bildungsstreiker den Vorwurf, man habe „das Engagement für Toleranz und Demokratie der eigenen Studierenden“ ausgenutzt.</p>
<p>Der  Bildungsstreik hat in diesem Semester konstruktiv einiges zur Verbesserung der Situation an der Universität beigetragen. Es ist überaus schade, dass er in einer solchen Konfrontation enden muss, nachdem sich Universitätsleitung und Studierende am Runden Tisch aufeinander zu bewegt hatten. Das Präsidium täte gut daran, die Anzeige wegen Hausfriedensbruchs fallen zu lassen, um den Konflikt zu entschärfen. Doch auch die Studierenden sollten sich nicht in Unterstellungen verlieren. Der Erfolg des Bildungsstreiks darf nicht von solchen Streitereien überschattet werden.</p>
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		<title>Streitbare Sternstunde im Parlament</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 09:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[asta]]></category>
		<category><![CDATA[AStA-Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[fsi]]></category>
		<category><![CDATA[Not my President]]></category>
		<category><![CDATA[sonneborn]]></category>
		<category><![CDATA[stupa]]></category>

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		<description><![CDATA[Knapp einen Monat nach den Wahlen konstituierte sich das StuPa am Dienstag. Gelang der Übergang von Wahlkampf zu parlamentarischen Gepflogenheiten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Knapp einen Monat nach den Wahlen konstituierte sich das StuPa am Dienstag. Gelang der Übergang von Wahlkampf zu parlamentarischen Gepflogenheiten? </strong><em>Von Hendrik Pauli</em></p>
<div id="attachment_2359" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-2359" title="Foto_StuPa_090210" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/Foto_StuPa_090210-469x352.jpg" alt="" width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Außen ruhig, innen brodelt&#39;s: StuPa-Sitzung am 08.02.2010 (Foto: Hendrik Pauli)</p></div>
<p>Fehlender Durchblick über politische Optionen galt allenfalls für den Wahlkampf. Die parlamentarische Wirklichkeit, wie sie sich in der konstituierenden Sitzung des 29. Studierendenparlaments am Dienstagabend zeigte, ist dagegen erfrischend übersichtlich. Dem sehr linken AStA-Block, hauptsächlich bestehend aus Fachschaftsinitiativen, steht eine linke bis pragmatische Opposition um die parteinahen Hochschulgruppen gegenüber. Daneben ein Katzentisch, der themenabhängig mal mehr, mal weniger dicht an die Oppositionsbänke herangerückt wird: Bei der Planung eines gemeinsamen Vorgehens im Vorfeld der StuPa-Sitzung waren die Liberale Hochschulgruppe und der RCDS ausgeschlossen gewesen.</p>
<h4>Lautstarke Grundsatzdebatten</h4>
<p>Kritik traf wie üblich die Arbeit des Haushaltsausschusses, dem seit Jahren vorgeworfen wird, die Regeln transparenter Haushaltsführung zu missachten. Bisher setzte sich das fünfköpfige Gremium ausschließlich aus Mitgliedern AStA-tragender Listen zusammen. Ein Antrag der Opposition zielte nun auf eine Veränderung des Wahlmodus: Statt nach Mehrheitswahlrecht, bei dem der AStA-Block die Bewerber der Opposition ablehnen kann, sollte nach Verhältniswahlrecht über geschlossene Listen mit je fünf Kandidaten abgestimmt werden. So sollten mehrheitsfähige Ausschüsse zustande kommen, in denen sich mindestens ein Oppositionskandidat befindet.</p>
<p>Die Frage nach oppositioneller Kontrolle über die Finanzen des AStA ist für beide Seiten existenziell. Maximilian Michels von der AStA-tragenden FSI Mathe/Info gab sich selbstkritisch und plädierte für eine Beteiligung der Opposition schon aus Gründen des politischen Stils. Dennoch fand der Antrag keine Mehrheit. Auch der Versuch der Liste „Not my President“, durch einen spontanen Antrag die Listenwahl doch noch zu ermöglichen, scheiterte nach einem heftigen Schlagabtausch sowohl mit den AStA-Listen als auch mit der Sitzungsleitung. Der Knackpunkt: Eine Änderung des innerparlamentarischen Wahlrechts hätte bereits vor der Sitzung feststehen müssen. Die Sitzungsleitung ließ es dennoch zur Abstimmung kommen, der Antrag wurde abgelehnt. Im anschließenden Wahlgang scheiterte der Oppositionskandidat knapp, aber erwartungsgemäß.</p>
<p>Hoch schlugen die Wogen auch beim Thema der Hausverbote in Einrichtungen der Studierendenschaft. Hintergrund war ein kürzlich ausgesprochenes Hausverbot der AStA-Villa für Mathias Bartelt von „Not my President“. Pikanterweise trug dieser die Antragsbegründung dem Plenum selbst als Gast vor. Obwohl der Antrag inhaltlich darauf abzielte, willkürliche Hausverbote zu verhindern, scheute sich keine Seite davor, die Aussprache für gegenseitige Schuldzuweisungen zu nutzen. Nur mühevoll gelang es der Sitzungsleitung, den lautstarken Streit zu beenden.</p>
<h4>Das Wichtigste zum Schluss – oder gar nicht</h4>
<p>Die Beschränkungen der BVG beendeten die Sitzung kurz vor Mitternacht. Während die ersten mit ihren Stimmkarten wedelnd gen U-Bahn eilten, wurde als letzter Antrag die Nominierung von Martin Sonneborn als Lenzen-Nachfolger diskutiert, eingebracht vom FU-Ableger seines Satire-Projekts „Die PARTEI“. Damit waren am Ende immerhin fast die Hälfte der angesetzten Tagesordnungspunkte behandelt worden. Etwas Wesentliches wurde allerdings schon am frühen Abend vertagt: die eigentliche Wahl des AStA mit seinen Referenten. Man hatte sich innerhalb der Koalition noch nicht auf Kandidaten verständigt. Es bleibt also noch was für die nächste Sitzung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Zweifel für den Angeklagten?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 19:28:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lanzmann]]></category>
		<category><![CDATA[Edwin Redslob]]></category>
		<category><![CDATA[Nazibürokratie an der FU]]></category>

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		<description><![CDATA[2009 veröffentlichte Claude Lanzmann in Frankreich seine Memoiren. Darin dichtet er Edwin Redslob, dem Kunsthistoriker, Mitgründer des Tagesspiegels, Rektor und Logospender der Freien Universität, ein Gedicht an Emmy Göring an. Anchalee Rüland gab sich das anschließende Feuilletongerangel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2009 veröffentlichte Claude Lanzmann in Frankreich seine Memoiren. Darin dichtet er Edwin Redslob, dem Kunsthistoriker, Mitgründer des Tagesspiegels, Rektor und Logospender der Freien Universität, ein Gedicht an Emmy Göring an. <em>Anchalee Rüland</em> gab sich das anschließende Feuilletongerangel.</strong></p>
<p><strong><img class="alignnone size-large wp-image-2329" title="Redslob" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/Redslob-470x352.jpg" alt="" width="470" height="352" /></strong></p>
<p><em>Ehre, wem Ehre gebürt: Edwin Redslob in der Hall of Fame des Henry-Ford-Baus. Foto: Anchalee Rüland</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Edwin Redslob war nicht nur Theoretiker, sondern auch Gestalter. Er wagte Abstecher in die Kunst. 1948 zeichnete er das pseudotraditionelle Logo der Freien Universität. Dass Redslob auch als Dichter zweifelhaft war, will nun Claude Lanzmann in seinen Memoiren bewiesen wissen. Lanzmann ist seit seinem 9-stündigen Dokumentarfilm „Shoah“ 1985 kulturpolitisch nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr nun sollen seine Erinnerungen mit dem Titel &#8220;Der patagonische Hase&#8221; in Deutschland erscheinen.</p>
<p>Das findet Christian Welzbacher, der 2009 eine liebevolle Biografie über Edwin Redslob veröffentlichte, gar nicht gut. &#8220;Edwin Redslob: Biographie eines unverbesserlichen Idealisten&#8221; &#8211; wer einen Toten zur Leuchtfigur biographiert, der Monate später als Nazi denunziert wird, ärgert sich naturgemäß. Material genug für Feuilletongerangel, wie es sonst nur Sloterdijk und Broder provozieren. Die Holtzbrinck-Medien stehen Welzbacher zur Seite, schließlich war Redslob Tagesspiegel-Mitgründer. Die FAZ hingegen findet Welzbacher nervig – „dass Lanzmann flunkert, überhöht, stilisiert, dramatisiert, gehört zum Charme seiner Erzählungen“.</p>
<h4>Um was geht es konkret?</h4>
<p>In den strittigen Passagen erinnert sich Lanzmann an seine Zeit als Lektor an der FU. 1949 erlebte er das Dahlemer Umfeld als braunen Sumpf, in dem seiner Auffassung nach auch der damalige Präsident, Edwin Redslob, bis zum Halse steckte. Entnervt, weil ihm vom französischen Stadtkommandanten ein Seminar über Antisemitismus an der FU verwehrt wurde, schrieb Lanzmann einen Artikel, in dem er gegen die Widersprüche zwischen dem Wunsch nach Entnazifizierung und der Haltung an der FU protestierte. Im Osten bat die „Berliner Zeitung“ dafür freudig Publikationsfläche. Daneben setzte sie ein Gedicht Redslobs, dem sie eine Widmung an Emmy Göring unterstellte.</p>
<p>Eine Tatsachenverdrehung, die Lanzmann 60 Jahre später wieder aufgreift. Dabei muss er es besser wissen. Bereits einen Tag nach Erscheinen veröffentlichte die Freie Universität eine Gegendarstellung im Tagesspiegel. Redslob habe das Gedicht schon vor Jahren auf Wunsch der Kopenhagener Porzellanmanufaktur geschrieben, die es jedem Käufer mitlieferte. Auch Emmy Göring mochte eben Porzellan. „Vielleicht entdeckt die Berliner Zeitung eines Tages ein solches Service mit diesen Versen bei dem ‚Präsidenten’ Pieck. Dann wird sie daraus beweisen, Professor Redslob sei ein guter Kommunist“, so die FU im Tagesspiegel.</p>
<h4>Was ist mit der „Nazibürokratie“, die Lanzmann der FU für die Anfangsjahre bescheinigt?</h4>
<p>Jochen Staadt, Historiker an der FU, sieht Lanzmanns Äußerungen relativ: „im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten befanden sich an der FU nur sehr wenige Professoren mit bekannter Nazi-Vergangenheit, wohl aber ungewöhnlich viele aus der Emigration zurückgekehrte rassisch und politisch Verfolgte des NS-Regimes.“ Zudem sei die Aufarbeitung der NS-Zeit an der FU moralische Verpflichtung gewesen.</p>
<p>Dennoch erstaunt, wie problemlos der Intellektuelle Redslob die Weimarer Republik, das Dritte Reich und die Nachkriegszeit durchlief. So würdigt die Süddeutsche Zeitung Redslobs zweifelhafte Kunst: „Das Geschick jedoch, mit dem er es verstand, die drei großen Epochenbrüche der Deutschen Geschichte, die sein Leben wie das vieler anderer kennzeichneten, so überaus erfolgreich wie auffällig unauffällig mit der eigenen Biographie zu vermitteln, macht ihn als Phänotyp exemplarisch.“</p>
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		<title>Karma-Food für Besseresser</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 17:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[mensa I]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[veggie no. 1]]></category>

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		<description><![CDATA[Tofu statt Rinderbraten, Grünkernbratling statt Currywurst. Die wiedereröffnete Mensa I setzt auf „öko“. Image-Politik mit grünem Anstrich, findet Nick Flamang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tofu statt Rinderbraten, Grünkernbratling statt Currywurst. Die wiedereröffnete Mensa I setzt auf „öko“. Image-Politik mit grünem Anstrich, findet Nick Flamang.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2323" title="freitagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/freitagskommentar.jpg" alt="" width="450" height="275" /></p>
<p>Seit dem 11. Januar kann man sich in der Van’t-Hoff-Straße endlich wieder mit Essen versorgen: Die Mensa I öffnete mit dreimonatiger Verspätung ihre Pforten, neuerdings rein vegetarisch. Ausgerechnet unter der Bibliothek der Juristen und in direkter Nachbarschaft zum Wirtschaftswissenschaftlichen Institut soll also das neue Mekka des politisch korrekten Essens liegen. Nur, dass von „Mekka“ angesichts der drastischen Verkleinerung der Räumlichkeiten nicht wirklich die Rede sein kann: Ohne die beiden als Bibliothek genutzten oberen Stockwerke wirkt die Mensa so großzügig wie eine durchschnittliche Schulcafeteria. Eine echte Entlastung für die seit Monaten zu Stoßzeiten gänzlich überfüllte Mensa II bedeutet die Wiedereröffnung also nicht.</p>
<p>Wer aus Frust über das Gedränge in der Silberlaube trotzdem ins &#8220;Veggie No. 1&#8243; ausweicht, bekommt wenig kulinarischen Mainstream geboten, stattdessen Gerichte wie Tofutaler mit Champignons oder Getreidebolognese. Neben dem Essen ist auch die Infrastruktur offensichtlich nicht auf Massen ausgelegt: Kein eigenständiges Befüllen der Teller, zwei Kassen, Getränke nur in Flaschen. Dafür bedient seit der Wiedereröffnung ein angeschlossenes Café ebenfalls die Wünsche nach einer besseren Welt und lässt Biosnacks und Fairtrade-Kaffee die Hauptrollen spielen. Alles ganz nett, an der ohnehin konsumbewussten FU allerdings nichts Neues.</p>
<p>Die begrüßenswerte Fortsetzung des Trends zu mehr Bio und Fairtrade verblasst leider angesichts der „Größe“ der neuen Veggie-Hochburg. Gut gemeinte Ansätze werden damit ad absurdum geführt. Die „erste vegetarische Mensa Deutschlands“ scheint vor allem dem Zweck zu dienen, von der Kritik an der enormen Platzreduzierung und dem dürftigen Angebot vegetarischer Gerichte in Mensa II abzulenken. Aus einer guten Idee wird damit nur eine Imagekampagne: Dieser Verdacht des Greenwashings verleiht dem Veggie No. 1 leider einen etwas faden Beigeschmack. Gut fürs Karma ist es vermutlich trotzdem.</p>
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		<title>Kühler rechnen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 16:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[naturwissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Sind Naturwissenschaftler weniger protestfreudig? Nur rationaler, meint Chemiestudent Devid Mrusek.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Sind Naturwissenschaftler weniger protestfreudig? Nur rationaler, meint Chemiestudent Devid Mrusek</strong><img class="aligncenter" title="Freitagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/12/freitagskommentar.jpg" alt="Freitagskommentar" width="405" height="247" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p>Die Bologna-Reform-Reform-Debatte geht in die nächste Runde. Der vom Akademischen Senat eingerichtete Runde Tisch ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Proteste der Studentenschaft in ein konstruktives Miteinander gemündet sind. Für Zulauf an Diskutierwilligen werben nun Aufrufe zur Mitarbeit auf Leintüchern und per Email. Auch der dicht plakatierte Kern der Silberlaube konnte nach Streikbeginn den Eindruck erwecken, dass händeringend nach sich solidarisierenden Studenten gesucht wurde. Bei den Naturwissenschaften wurden diese Aufrufe aber kaum erhört. Wieso?</p>
<h4>Durchhalten und weiterarbeiten</h4>
<p>Gestöhne ob Bologna klingt auch aus den naturwissenschaftlichen Instituten, grundsätzlich sind deren Studierende aber gut weggekommen: Das Institut für Chemie und Biochemie beispielsweise setzte nach eigenem Gutdünken einige „überbürokratisierte Bestrebungen zur Vereinheitlichung der Studiengänge“ nicht um. Die naturwissenschaftlichen Fächer sind außerdem seit je verschult, viele Studierende überaus leistungswillig. Plancks Devise von 1918, „Durchhalten und weiterarbeiten“, hat für die meisten bis heute nichts von ihrer Programmatik eingebüßt. Ohne Doktortitel gibt es keinen Job in der Branche. Das Versprechen, dass der Bachelor ein berufsbefähigender Abschluss sei, wurde daher in unseren Instituten stets als das aufgenommen, was es war: Augenwischerei.</p>
<p>Auch die Form des Protests ist zu konventionell für Augen, die nach Innovation und fester Datengrundlage suchen. Den platten Slogans rund um den Hörsaal 1A fühlt man sich nur schwerlich verbunden, sie spiegeln in keinster Weise die Bedeutung dieser Strukturdebatte wider. Dabei ist eine intellektuelle Herangehensweise schon des Publikums wegen nötig. Gerade dessen Zusammensetzung macht aber stutzig: Viele Erst- und Zweitsemester tragen den Streik mit. Wie können sie etwas sabotieren, das sie kaum kennen gelernt haben? Wurden die Studierenden in den heutigen Gymnasien womöglich nicht darauf vorbereitet, dass ein Studium gute Organisation und viel Bereitschaft erfordert? Daraus ergibt sich nun eine falsche Anspruchshaltung. Die Jusos liegen richtig, wenn sie das Recht auf Bildung in den Menschenrechten verorten. Eine Erfolgsgarantie ist dort aber nicht verankert.</p>
<h4>Kurzsichtige Gemütlichkeit?</h4>
<p>Die Berechtigung des Protests offenbart sich tragischerweise gerade in seiner mangelnden Methodik. Sie ist Zeugnis einer Bildung, die sich darin genügt, ihre Absolventen zu Nachplapperern zu erziehen. Deduktiv ist die Vorgehensweise jedenfalls nicht und für unsereins leicht unter unreflektiertem Nörgeln zu verbuchen. Denn die Streikenden leiden anscheinend kollektiv unter ebenjener Kurzsichtigkeit, die sie Bologna attestieren. Wer sich schlicht das Studium gemütlicher einrichten will, blendet offensichtlich aus, dass auch der Arbeitsmarkt harsche Bedingungen aufweist. Ein Naturwissenschaftler würde hingegen kühl nachrechnen und zu dem Schluss kommen, dass es weniger kostet, jetzt einmal die Zähne zusammenzubeißen, als sich später ohne angemessene Beschäftigung durchzukämpfen. Die naturwissenschaftliche Prägung macht uns nicht mundfaul, sondern zukunftsfähig.</p>
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		<title>Im Westen kaum Neues</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 12:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
		<category><![CDATA[asta]]></category>
		<category><![CDATA[Not my President]]></category>
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		<category><![CDATA[wahlbeteiligung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahlen sind vorbei: Trotz Bildungsstreik und ersten Reformversuchen erwartet uns ein weiteres Jahr lang Lagerkampf und Kommunikationsmangel. Einzig die gestiegene Wahlbeteiligung weckt ein kleines Fünkchen Hoffnung. Ein Kommentar von Nick Flamang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wahlen sind vorbei: Trotz Bildungsstreik und ersten Reformversuchen erwartet uns ein weiteres Jahr lang Lagerkampf und Kommunikationsmangel. Einzig die gestiegene Wahlbeteiligung weckt ein kleines Fünkchen Hoffnung. Ein Kommentar von Nick Flamang.</strong></p>
<div id="attachment_2307" class="wp-caption alignleft" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-2307" title="Wahl 001" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/Wahl-001-469x352.jpg" alt="" width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Gut besuchte Wahllokale. Foto: Max Krause</p></div>
<p>Es hätte so schön werden können. Die Bildungsproteste im Sommer und Herbst 2009, neue Listen, die sich nicht ganz im Lagerkampf verloren, und erste Anzeichen der Reformwilligkeit seitens Politik und Hochschulleitungen ließen auf Bewegung in der politischen Landschaft der FU hoffen. Bildete sich nicht zum Beispiel mit der „Not My President“-Kampagne eine Bewegung, die, losgelöst vom alten Raster, weder AStA- noch parteinah war? Hatte man auf den Bildungsstreiksdemos nicht SDSler, Grüne, FSI-Aktive, vielleicht sogar LHGler oder JuLis gemeinsam mit sonst Unpolitischen auf die Straße gehen sehen?</p>
<p>Die FU hatte die Chance für Veränderung. Laut den Ergebnissen der StuPa-Wahl scheinen das aber nur wenige mitbekommen zu haben. Der alte AStA ist der neue AStA, die Grüne Hochschulgruppe stellen vor den Jusos die meisten Mitglieder des StuPas und gerade einmal 12 Listen schafften es überhaupt, mehr als ein Mandat zu erringen. Auch in diesem Jahr dürfte sich der AStA in Intransparenz und Proporz verlieren – Eigenschaften, die man sonst eigentlich Parteien vorwirft. Dass die Parteilisten sich anstatt der Parole: „Und was ist mit den 700.000 Euro?“ auf konstruktive Kritik zurückbesinnen, scheint so real wie die Aufstiegschancen des Tabellenletzten Hertha. Und echte Akzente sind von den neuen Listen wohl auch nicht zu erwarten.</p>
<p>Immerhin: Die Wahlbeteiligung war in diesem Jahr um über ein Viertel, absolut um etwa 3 %, höher als im Jahr zuvor. Mit „Not My President“ und den Piraten sind zwei neu angetretene Listen mit je zwei Mandaten im StuPa vertreten, die sich für Dialog und Transparenz aussprechen. Das sind Dinge, die zusammen mit einer besseren Kommunikation des Angebots auch für alle jenseits der Weltrevolution die Attraktivität hochschulpolitischer Beteiligung vorantreiben können. Wenn eine gestiegene Wählerzahl auf eine weitere Politisierung der Studierendenschaft deutet, dann besteht der Hoffnungsschimmer weiter: Je mehr sich beteiligen, desto eher bewegt sich auch wieder was in Dahlem.</p>
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		<title>Im Farbenkreuz</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 11:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
		<category><![CDATA[AStA FU Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Physik kennt es als Rotverschiebung. Doch die politische Farbenlehre an der FU folgt eigenen Regeln. Wird schlichtes Schwarz unter dem roten Scheinwerfer gleich zur braunen Gefahr? Hendrik Pauli im Gespräch mit Marcel Niknafs, dem Spitzenkandidaten des RCDS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Physik kennt es als Rotverschiebung. Doch die politische Farbenlehre an der FU folgt eigenen Regeln. Wird schlichtes Schwarz unter dem roten Scheinwerfer gleich zur braunen Gefahr? <em>Hendrik Pauli</em> im Gespräch mit Marcel Niknafs, dem Spitzenkandidaten des RCDS.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-2302" title="FURIOS Interview" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/furios_interview2.jpg" alt="" width="470" height="198" /></strong></p>
<p><strong>D</strong><strong>u hast als Spitzenkandidat des RCDS keinen einfachen Stand an der FU. Wie fühlt man sich als „Rechtsextremer“?</strong></p>
<p>Klar und deutlich: Wir sind nicht einmal annähernd rechtsextrem. Wir sind eine schlichtweg liberal-konservative Studentenorganisation, im Übrigen die älteste und größte in Deutschland. Bei uns ist eine bunte Mischung gesellschaftlicher Gruppen vertreten, auch solche, die dem AStA besonders am Herzen liegen, wie Homosexuelle und Migranten. Ich selbst bin zur Hälfte persischer Abstammung. Dementsprechend finden wir Äußerungen, die uns rechtsextremes Gedankengut unterstellen, nicht nur falsch, sondern auch ehrabschneidend und persönlich verletzend.<strong> </strong></p>
<p><strong>Als weitere Denunziation kursiert, dass die Liste 28 „Gegen verschulten Bachelor – Für freies Studium“ eine Tarnliste des RCDS sei.</strong></p>
<p><strong> </strong>Das ist völliger Blödsinn. Ich kenne die Kandidaten von Platz eins und zwei sehr<br />
gut. Darum soll das nun eine Tarnliste von uns sein? Ich verstehe mich übrigens auch gut mit Leuten von den Jusos, von der GHG, der LHG und vom SDS.</p>
<p><strong>Wie sitzt es sich denn als politischer Außenseiter auf so einem Einzelsitz im StuPa?</strong></p>
<p>Natürlich sehr, sehr unbequem. Gerade wenn man sieht, was im StuPa so alles schief läuft.</p>
<p><strong>Was kritisierst du an AStA und StuPa?</strong></p>
<p>Die mangelnde Transparenz ist ein großes Problem. Keiner weiß genau, wo die AStA-Gelder wirklich landen. Das sind im Semester rund 700.000 Euro. Beziehungsweise 7,50 Euro, die jeder Student über seinen Semesterbeitrag zahlt, ob er will oder nicht.</p>
<p><strong>Kann man nicht im Rechenschaftsbericht des AStA nachlesen, was mit den Geldern passiert?</strong></p>
<p>Die Zahlen erscheinen uns schlichtweg unrealistisch. Für ehrenamtliche Tätigkeiten kann man sicher den einen oder anderen Euro aufwenden, aber kaum vorstellbar, dass das in die Tausender geht. Das gilt auch für die Unterhaltskosten des AStA-Autos. Der Rechenschaftsbericht zeigt nicht wirklich, was mit dem Geld passiert.</p>
<p><strong>Welche Initiativen habt ihr seit eurer Wiederbelebung 2007 ergriffen?</strong></p>
<p><strong> </strong>Zunächst betrachten wir unser gutes Standing bei den Erstsemestern als Erfolg. Für sie haben wir jede Menge Informationsmaterial bereitgestellt. Wir werden regelmäßig angesprochen, wenn es Probleme rund ums Studium gibt. Entweder helfen wir selbst oder wir vermitteln Hilfe. Wir engagieren uns auf den unterschiedlichsten inhaltlichen Ebenen. Uns ist wichtig, dass es der Student auch heutzutage schafft, neben dem straffen Studium über den Tellerrand zu schauen. Dazu sind unsere Veranstaltungen da. Daneben sind uns die gemeinsamen Unternehmungen wichtig, über die sich Freundschaften und Netzwerke bilden.</p>
<p><strong>Wie steht Ihr eigentlich zu unserem Noch-Präsidenten Dieter Lenzen?</strong></p>
<p>Grundsätzlich finden wir, dass er in den letzten Jahren sehr erfolgreiche Arbeit geleistet hat, insbesondere die für Exzellenz. Das ist ein Wahnsinns-Aushängeschild. Wir galten lange Zeit als Schmuddeluni. Mittlerweile haben wir einen bundesweiten Namen.</p>
<p><strong>2007 hattet ihr 6 Mitglieder, heute 35, bei der letzten StuPa-Wahl 88 Stimmen. Das hat nicht ganz für einen zweiten Sitz gereicht. Wo siehst du Euch in zwei Jahren?</strong></p>
<p><strong> </strong>Unser Ziel ist natürlich einen AStA zu bilden, der konstruktiv und transparent für die Interessen aller Studenten eintritt. Was derzeit in der AStA-Villa passiert, ist eine sich stets steigernde Katastrophe. Hochschulpolitik muss für alle Studenten da sein, die Hilfe brauchen, nicht nur für Lobby-Gruppen. Was die Mandate oder Bündnispartner angeht, ist das im Moment ein Blick in die Glaskugel. Wir möchten uns jetzt weiter an den Fachbereichen und Instituten verankern und konsequent auf die Missstände aufmerksam machen. Gleichzeitig geht es aber auch darum, nicht nur in den Gremien an der Basis, sondern auch im Akademischen Senat vertreten zu sein. Wir haben jetzt erstmal ins StuPa reingeschnuppert, wissen wie es dort läuft und wo die Probleme sind. Ich denke, das ist eine gute Ausgangslage.</p>
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		<title>„Wir sind keine Burschenschaftler“</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 10:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[AStA-Haushalt]]></category>
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		<category><![CDATA[StuPa-Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Moritz Leetz im Gespräch mit Lukas Krieger (22 , Jura) und Anton Petrov (22, Jura) von der Liste 28 „Gegen verschulten Bachelor – für freies Studium“ über Grabenkämpfe und den AStA-Garten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Moritz Leetz</em> im Gespräch mit Lukas Krieger (22 , Jura) und  Anton Petrov (22, Jura) von der Liste 28 „Gegen verschulten Bachelor – für freies Studium“ über Grabenkämpfe und den AStA-Garten.</strong></p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-2302" title="FURIOS Interview" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/furios_interview2.jpg" alt="" width="470" height="198" /><br />
</strong><br />
<strong>Wer seid ihr?</strong><br />
Wir sind ein Zusammenschluss von Studenten, die sich gegen alles Ideologische aussprechen. Was uns verbindet, ist der Glaube an die Vernunft; dass man zusammen etwas erreichen kann ohne dabei auf die etablierten Grabenkämpfe zurückzugreifen.</p>
<p><strong>Was meint ihr mit etablierten Grabenkämpfen?</strong></p>
<p>Im StuPa gibt es seit Jahren auf der einen Seite die etablierten Gruppen, die den AStA tragen und auf der anderen Seite die parteinahen, beziehungsweise freien, politisch unabhängigen Listen wie uns.  Zwischen beiden Seiten wird wenig gesprochen.</p>
<p><strong>Welche Themen liegen euch besonders am Herzen?</strong></p>
<p>Unser Hauptziel ist es, die Arbeit des StuPa transparenter zu machen. Zurzeit bekommen die Studenten nichts von der Arbeit ihres Parlaments mit. Immerhin wird da über einen Haushalt von 700.000 Euro entschieden. Wir wollen, dass sich die Studenten tatsächlich vertreten fühlen und erfahren, was im StuPa passiert. Natürlich klingt das schwer, 36.000 Studenten an der Arbeit des StuPa teilhaben zu lassen. Aber schaut man auf die Fachbereiche,  in die Inis, stellt man fest, dass studentische Teilhabe gut funktionieren kann. Warum sollte sie nicht auch im AStA besser funktionieren können? Wir wollen, dass der Haushalt transparenter wird. Der Rechenschaftsbericht über die 700.000 Euro AStA-Gelder ist nur eine knappe halbe Seite lang. Das sind einfach Dinge, die nicht sein können. Außerdem werden die guten Angebote des AStA, wie die Beratung, nicht richtig beworben.</p>
<p><strong>Der AStA müsste mehr Werbung für seine Beratungsstellen und</strong> <strong>Angebote machen?</strong></p>
<p>Genau. Wir haben das Gefühl, dass über die Jahre hinweg ein geschlossenes System von AStA-Eliten und deren Dunstkreisen entstanden ist. Wir sind für eine generelle Öffnung dieses Kreises. Das fängt bei der AStA-Villa an – wir würden etwa gern den Garten als Treffpunkt für alle Studenten zugänglich machen – und hört bei den Unterstützungs- und Betreuungsangeboten auf. Man muss als Student auch ohne direkten AStA-Kontakt das Gefühl haben: Da kann ich hingehen, da wird mir geholfen.</p>
<p><strong>Bis jetzt habe ich von euch fast nur Kritik am aktuellen  AStA gehört – wie passt das zum Programm eurer Liste „Gegen verschulten Bachelor – für freies Studium“?</strong></p>
<p>Die BA-Studenten befinden sich in einer prekären Lage mit Anwesenheitspflichten und einem engen, verschulten Zeitplan. Wir möchten wieder mehr studentisches Leben auf dem Campus.</p>
<p><strong>Die Anwesenheitspflicht wurde doch bereits abgeschafft.</strong></p>
<p>Das ist natürlich wahr. Hatte ich vergessen.</p>
<p><strong>Ihr sagt, die niedrige Wahlbeteiligung sei ein Problem. Wie könnte man sie erhöhen?</strong></p>
<p>Wir schlagen für die nächste Legislaturperiode vor, die Möglichkeit der Online-Stimmabgabe zu prüfen. Das funktioniert bei der Kursanmeldung oder der Lehrpreisvergabe ja auch. Außerdem wollen wir, dass das StuPa und der AStA stärker von außen kontrolliert werden. Es muss viel mehr Information stattfinden.</p>
<p><strong>Auf eurer StudiVZ-Seite steht: „Die AStA-Villa ist derzeit eine quasi geschlossene Gesellschaft, man ist dort als Außenstehender nicht willkommen.“ – wie kommt ihr zu dieser Behauptung?</strong></p>
<p>Weil wir es selbst erlebt haben. Nach der StuPa-Wahl 2009, sind wir als neue Liste zur Villa und haben die Leute angesprochen, weil wir ernsthaft mitgestalten wollten. Erst einmal wurden wir ignoriert, dann sollten wir unsere E-Mail-Adressen hinterlegen. Doch es kam nichts. Außerdem wurde uns deutlich signalisiert, dass wir nicht erwünscht sind. Nach außen treten die AStA-Leute immer sehr für Toleranz ein, aber sie leben sie selbst nicht. Wir kamen dort mit Hemd und Polo-Shirt an und mussten uns auf die Frage, warum man uns nicht mitmachen lässt, anhören, dass wir unsere „Uniform“ selbst gewählt hätten. Genau diese ideologischen Grabenkämpfe wollen wir überwinden. Auf AStA-nahen Internetseiten wird über uns geschrieben, wir seien eine Tarnliste der Jungen Union und des RCDS, Burschenschaftler und überhaupt von rechts außen. Das ist Quatsch. Mit diesem Abblockverhalten des AStA sehen sich fast alle Oppositionslisten konfrontiert.</p>
<p><strong>Lukas Krieger war von 2006 bis 2008 Bundesvorsitzender der Schüler Union  (einer CDU / CSU nahen Schülerorganisation). Seid ihr nicht doch parteiisch?</strong></p>
<p><em>Lukas</em>: Ich war bis vor zwei Jahren Mitglied, bin dann infolge interner Machtkämpfe ausgetreten. Seit dem bin ich unabhängig.</p>
<p><em>Anton:</em> Bis auf Lukas war von unserer Liste noch nie jemand politisch aktiv. Wir kennen zwar ein Mitglied von der RCDS-Liste persönlich, stehen denen politisch aber nicht nahe und sind auf keinen Fall eine Tarnliste. Wir unterscheiden uns inhaltlich vom RCDS – die wollen zum Beispiel die Studentische Selbstverwaltung zurückschrauben, wir nicht.</p>
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		<title>Doppelt hält besser</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 08:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fachschaftsräte sind das Stiefkind der Hochschulpolitik. Denn sie werden zwar gewählt, konstituieren sich aber fast nie. Der Grund: die Fachschaftsinitiativen haben die Mehrheiten, um die Einberufung zu verhindern. Doch am Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichte könnte dieses Jahr einiges anders laufen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Fachschaftsräte sind das Stiefkind der Hochschulpolitik. Denn sie werden zwar gewählt, konstituieren sich aber fast nie. Der Grund: die Fachschaftsinitiativen haben die Mehrheiten, um die Einberufung zu verhindern. Doch am Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichte könnte dieses Jahr einiges anders laufen.</strong><em> Von Anchalee Rüland.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em><img class="aligncenter size-large wp-image-2255" title="CIMG0417" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/CIMG0417-470x352.jpg" alt="" width="470" height="352" /><br />
</em></p>
<p>Die Wahl der Fachschaftsräte ist eine reine Routineangelegenheit an der FU. In den meisten Fällen werden sie boykottiert. Denn vielerorts haben die Fachschaftsinitiativen eine absolute Mehrheit im Rat und können so seine Einberufung verhindern. Doch Gegenwind kommt auf am Fachbereich für Geschichts- und Kulturwissenschaften. In der Koserstraße 21 traten nicht wie bisher nur die Fachschaften und die Liberale Hochschulgruppe mit einer Liste an, sondern gleich zwei alternative Gruppen standen neu zur Wahl. Mit eigenen Kandidaten setzte sich die „Unabhängige Liste Geschichts- und Kulturwissenschaften“ (ULGK) und die „Fachschaftsinitiative Archäologie“ für die tatsächliche Einberufung des Fachschaftsrats ein. Zwei von sieben Mandaten würden dafür genügen.</p>
<h4>Mitmachen für jedermann</h4>
<p>Laut der Satzung der Studierendenschaft der Freien Universität übernimmt ein Fachschaftsrat die studentische Selbstverwaltung am Fachbereich. Er ist das kleine Pendant zum StuPa: Unabhängig von Professoren oder Mitarbeitern kann er mit einem eigenen Budget studentische Projekte ermöglichen. Fünf bis sieben Mitglieder sollen dabei mit „Fragen des Studiums, der Lehre und Prüfung“ betraut werden. Die Realität sieht anders aus. An der großen Mehrheit der Fachbereiche organisiert sich die studentische Selbstverwaltung nach dem Initiativprinzip: Mitmachen für jedermann. Keine Repräsentation. Keine Bürokratie. Und Basisdemokratie für alle. So lauten auch die Schlagwörter für das „abweichende Demokratiekonzept“ der „FSI GeschKult“.</p>
<p>Zu einer Stellungnahme war die Ini leider nicht bereit. Ihr Standpunkt ist jedoch kein Geheimnis: Anstatt studentische Mitbestimmung zu ermöglichen, verhindere der Fachschaftsrat jegliche Möglichkeit der Einflussnahme auf Entscheidungen, heißt es. Des Weiteren verfüge er nicht über ausreichend Basisnähe und sei ein viel zu kleines Gremium, um 4000 Studenten an 20 Instituten zu vertreten.  Argumente an denen sich bisher kaum jemand gestoßen hat. Kein Wunder, trat bisher zu den Wahlen lediglich eine nahezu konkurrenzlose Liste der Fachschaftsinitiativen an.</p>
<h4>Basisdemokratie + Repräsentation. Ein neues Rezept für die Hochschulpolitik?</h4>
<p>Dieses Mal gibt die Opposition Kontra. Die alternativen Listen wollen mehr Legitimität, mehr Pluralität und eine demokratisch gewählte Vertretung, mit der sich nicht nur die ganz Linken des politischen Spektrums identifizieren können. Ihr Vorschlag: eine gewählte Studierendenvertretung für die Ebene unterhalb der Fachbereiche – die Institute. Eine Idee, die durch das Studierendenparlament leicht umgesetzt werden könnte, allerdings die Monopolstellung der Initiativen an den Fachbereichen gefährden würde. Dem entgegen setzen die Fachschaftsinitiativen organisatorische und finanzielle Argumente. Bisher beantragen sie ihre Gelder projektbezogen beim AStA. Als Bestandteil der AStA-tragenden Koalition bleibt ihnen kaum eine Finanzspritzen verwehrt. Geldtechnisch sind die Inis gut versorgt. Aber auch einem Fachschaftsrat stünde ein eigenes Budget zur Verfügung. Befürchtungen seitens der Fachschaftsinitiativen dieses könne nicht ausreichen, seien unbegründet meint die Opposition.</p>
<p>Als koordinierendes Gremium könnte ein Fachschaftsrat verschiedenste „Mitmach-Gruppen“ ins Leben rufen, die Alternativen und Ergänzungen zu den existierenden Inis darstellen. Denn dass auf deren Arbeit kein Verzicht ist, kann nicht in Zweifel gezogen werden. Deshalb sprechen sich die alternativen Listen für ein Nebeneinander von Fachschaftsrat und Mitmach-Initiativen aus. Statt einem „Repräsentation vs. Basisdemokratie“, wie es die Fachschaftsinitiativen PolSoz, OSI, Ethnologie und Puk in einem Positionspapier gegen die Einberufung von Fachschaftsräten darstellen, fordern sie eine Zusammenarbeit. Ganz noch dem Motto: doppelt hält besser.</p>
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		<title>Der Kleinkrieg im Sandkasten</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 20:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlene Göring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur StuPa-Wahl sind in diesem Jahr einige neue Listen angetreten. Für den Wahl-Kampf hat das aber nur noch mehr nervende Grabenkämpfe gebracht. Statt sich auf politische Inhalte zu konzentrieren, spielten die Listen lieber „Hau-den-Lukas“. Ein Kommentar von Nick Flamang und Marlene Göring.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur StuPa-Wahl sind in diesem Jahr einige neue Listen angetreten. Für den Wahl-Kampf hat das aber nur noch mehr nervende Grabenkämpfe gebracht. Statt sich auf politische Inhalte zu konzentrieren, spielten die Listen lieber „Hau-den-Lukas“. Ein Kommentar von Nick Flamang und Marlene Göring.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_2250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><strong><img class="size-large wp-image-2250 " title="StupaStimmzettel" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/StupaStimmzettel-470x351.jpg" alt="" width="470" height="351" /></strong></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd"><strong>Sieht so einfallsreicher Wahlkampf aus? Illustration: Sophie Jankowski</strong></dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p>Der Antritt der Piraten zur StuPa-Wahl klang vielversprechend. Ihre Mutterpartei ist für kreative Aktionen und frischen Wind in der politischen Programmatik bekannt. Etwas, das auch die hochschulpolitische Landschaft der FU bitter nötig hat. Sie krankt an der notorisch niedrigen Beteiligung der Studierenden, die die Legitimation der studentischen Vertreter in Frage stellt. Das liegt auch am ungünstigen Wahltermin kurz nach den Ferien, der einen langfristigen, gut organisierten Wahlkampf fast unmöglich macht. Woran viele aber auch gar kein Interesse haben. Das fängt beim studentischen Wahlvorstand an, der in diesem Jahr nur 600 Exemplare der Wahlzeitung drucken ließ.</p>
<h4>Wahlkampf von und für die Listen</h4>
<p>Immerhin kann man sagen, dass in diesem Jahr Wahlkampf so ambitioniert wie schon lange nicht mehr betrieben wurde. Die Grüne Hochschulgruppe hatte sogar zu einer Podiumsdiskussion geladen. Die Teilnehmer drifteten dann aber wieder nur in die üblichen Schuldzuweisungen ab und bewiesen, was lange klar war: Wahlkampf wird von und für die Listen gemacht. Insgesamt ergab sich im Hörsaal 1 A ein beredtes Bild des Listen-Kleinkriegs, der sonst auf den Blogs der Hochschulgruppen und FSIn für Unterhaltung sorgt. Die oppositionellen Listen betreiben am liebsten AStA-Bashing und holen dafür den alten Hut „Intransparenz“ hervor. Es geht um Geld, jedes Jahr 700.000 Euro, dessen Verteilung angeblich nicht nachvollziehbar ist. Dass die Summe bei den Leistungen des AStA und über 30.000 Studenten eigentlich ein Klacks ist, kommt niemandem in den Sinn. Nicht einmal den Verteidigern. Lieber versteigt sich die Kandidatin der FSI Psychologie zu Aussagen wie: „Ich finde nicht, dass der AStA intransparent ist.“ Der Grund? „Wir kriegen immer unsere Ersti-Fahrt und unser Heft bezahlt.“</p>
<p>Während die Opposition also von allen Seiten auf den AStA eindrischt, halten auch die AStA-tragenden Listen mit Kritik nicht hinterm Berg. Hauptziel: die Parteilisten.  „Parteizwang“, „vertreten nicht die Interessen der Studierenden“ lauten die Vorwürfe. Und so verlieren sich auch FSIn und sonstige Unterstützerlisten des AStAs in der Denunziation des politischen Gegners. Bestes Beispiel: Das Infoblatt der „studentischen Initiative Mündige Wähler_innen“. Der Grundtenor ist klar: Die Listen sind nur der verlängerte Arm der systemtragenden Parteien. Wenn das nicht reicht, unterstellen die „Mündigen Wähler_innen“ einfach jeder Parteiliste für Studiengebühren zu sein oder im StuPa mit „extrem rechten Listen“ abgestimmt zu haben. Die Parteilisten wehren sich dann erst einmal gegen eines: Überhaupt eine zu sein. Auf eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Kritik wird leider gänzlich verzichtet.</p>
<h4>Und wieder nichts gelernt!</h4>
<p>Doch das Trauerspiel des FU-Wahlkampfes geht noch viel weiter. Als seien 54 Wahllisten nicht unübersichtlich genug, sieht sich der Wähler auch noch mit Tarnlisten konfrontiert. Geradezu groteske Züge nimmt das am Beispiel der „Libertär Demokratischen Liste“ an. Während Tarnlisten üblicherweise nur formell existieren, trat die LDL sogar bei der Podiumsdiskussion an. Die LHG fand nun heraus, dass deren Spitzenkandidat schon für eine eher AStA-nahe Liste kandidierte. Auch das sehr kurzfristige Gründungsdatum (24.12.09) und der zusehends verwahrlosende Blog der LDL sind bedenklich. Aber anstatt sich auf diese potentiell neue und perfide Dimension der Tarnlisten zu konzentrieren, verliert sich auch die LHG wieder in Lagerkampf und Schlammschmeißen.</p>
<p>Resümee: Niemand hat irgendwas gelernt. Der Wahlkampf wird nur für die eigene Klientel betrieben, über Inhalte wie „Schluss mit dem S-Bahn Chaos“ oder „mehr Transparenz“ kommt keiner der Beteiligten hinaus. Neue Ideen sind Mangelware. Verwunderlich ist das allgemeine Desinteresse der Vielzahl der Studierenden also nicht. Würden alle Gruppen sich auf das Zurückbesinnen, worum es bei Politik geht – Kommunikations- und  Kompromissbereitschaft – könnte wohl auch die Wahlbeteiligung wieder steigen. Das würde dem AStA mehr Legitimation verschaffen und eine bessere Streitkultur mit sich bringen. Es wäre der FU zu wünschen.</p>
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		<title>U-Bahnhof Calvin-Dorf, bitte aussteigen</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 13:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Jahr die gleichen Nasen – nicht im StuPa, sondern auf den Plakaten. Christian Güse hat sich die frisch kopierten Wahlkämpfer genauer angeschaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jedes Jahr die gleichen Nasen – nicht im StuPa, sondern auf den Plakaten. Christian Güse hat sich die frisch kopierten Wahlkämpfer genauer angeschaut.</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-2238" title="DSC03130" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/DSC03130-470x352.jpg" alt="" width="470" height="352" /><br />
</strong></p>
<p>Eine Grundregel lautet: Wahlkampf braucht ein Gesicht! Der sympathischen Person auf den Plakaten möchte man ja sein Vertrauen und schließlich auch seine Stimme schenken. Doch was, wenn das eigene Gesicht sich nicht dafür eignet? Man sucht eine Alternative, bekannt, kreativ, etwas, womit man sich von der grauen Masse abhebt.</p>
<p>Was böte sich da besser an, als die Helden der eigenen Kindheit, die Comicfiguren, wieder aufleben zu lassen? Wer erweckt schon mehr Vertrauen, als ein Kekse futterndes Krümelmonster, dass einen vom Plakat der FSI OSI aus zulächelt und erklärt, diese seien „Einfach zum Anbeißen!“? Wer würde sich nicht der Liste 54 und ihrem Maskottchen Asterix anschließen, um mit einem gekonnten rechten Haken die Studiengebühren aus Berlin fernzuhalten? Ganz ohne Bezug zum Thema geht es natürlich nicht. Da lag für das OSI das Krümelmonster sofort auf der Hand. Auch für die „Langzeitstudies gegen Studiengebühren“ kamen nur Stattler und Waldorf, die alten Dauergäste der Muppet-Show als würdige Vertreter in Frage: Die Alten müssen schließlich zusammenhalten!</p>
<p>Die großen Abräumer dieser Wahl stehen jedoch schon fest: Es handelt sich um Calvin und Hobbes, den kleinen Jungen und den sprechenden Stofftiger. Mal werben sie für eine FSI, dann kämpfen sie direkt mit einem Bündnis von FSIs gegen die mögliche Einführung eines Fachschaftsrats. Der chronisch unverstandene, kindlich zynische Calvin ist eine Galionsfigur des Aufstands gegen Obrigkeiten, seien es Eltern oder Präsidenten. Stellt sich nur die Frage, wie sehr es dem Zeichner Bill Waterson gefallen würde, wenn er wüsste, dass seine Schützlinge als Werbefiguren herhalten müssen. Schließlich hat er genau das bisher immer zu vermeiden versucht.</p>
<p>Waterson selbst wäre vermutlich eher ein Fan der „Grünen Alternative“ gewesen, die mit einem leicht kahl aussehenden, aber immerhin selbst entworfenen Stachelschwein ins Rennen gehen. Oder er wäre Sympathisant der Jusos, die mit einem in liebevoller Handarbeit gezeichneten müden Studenten werben. Solche Figuren sind zwar weniger bekannt als Calvin, Asterix und Co, aber immerhin beweisen sie einen Hauch von Originalität. Auch keine schlechte Idee im Wahlkampf.</p>
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		<title>Bäumchen-Wechsel-Dich für Fortgeschrittene</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 12:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlene Göring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
		<category><![CDATA[AStA FU Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[lhg]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa-Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tarnlistenvorwurf ist ein gängiges Mittel, um beim StuPa-Wahlkampf ungeliebte Gegner zu diskreditieren. Ihn auch nachzuweisen, ist allerdings nicht ganz einfach. Sophie Jankowski und Christina Peters haben sich in der hochschulpolitischen Grauzone umgesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Tarnlistenvorwurf ist ein gängiges Mittel, um beim StuPa-Wahlkampf ungeliebte Gegner zu diskreditieren. Ihn auch nachzuweisen, ist allerdings nicht ganz einfach. Sophie Jankowski und Christina Peters haben sich in der hochschulpolitischen Grauzone umgesehen.</strong></p>
<div id="attachment_2218" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-2218" href="http://www.furios-campus.de/2010/01/14/baumchen-wechsel-dich-fur-fortgeschrittene/sackkatze/"><img class="size-large wp-image-2218" title="Sackkatze" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/Sackkatze-470x416.jpg" alt="" width="470" height="416" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Was war zuerst: Die Katze oder der Sack? Illustriation: Sophie Jankowski</p></div>
<p><strong> </strong><br />
<span id="more-2217"></span>Es ist nicht alles echt, wo Liste draufsteht. Man nehme eine Gruppe hochschulpolitisch aktiver Menschen mit gleichen Ansichten, teile sie durch zwei, stempele auf einen Teil einen deppensicheren Namen und melde beide zur StuPa-Wahl an: Fertig ist die Tarnliste.</p>
<p>Unvermeidlich wie der Schnupfen ist diese Spielart der Hochschuldemokratie jeden Winter bei den Wahlen zu finden. Tarnlisten spiegeln eine programmatische oder politische Alternative zu bereits vorhandenen Listen vor, die so gar nicht existiert und deren Kandidaten oft zu einer anderen Liste gehören. Eine nette Parole wie „Gegen Studiengebühren“ ist eine sichere Methode, uninformierte Wählerstimmen einzufangen und dadurch mehr Sitze für die eigene Partei im Studierendenparlament zu ergattern. Andere versuchen es mit Mimikry. Wie „Die grüne Alternative“, die wie das Stachelschwein zum Igel eine täuschende Ähnlichkeit zur Grünen Hochschulgruppe aufweist – sehr zum Ärger letzterer, die jegliche Verbindung bestreiten.</p>
<h2>Getarnt im „Who-Is-Who“ der Listen</h2>
<p>Aber nicht jeder Aufklärer hat nur Gutes im Sinn. Zum aktiven Wahlkampf gehört neben der Plakatentfernung auch die gegenseitige Diskreditierung. Die Liberale Hochschulgruppe ist laut eigener Aussage verwundert, dass ihr noch keine Verbindung zur Libertär-Demokratischen Liste unterstellt wurde. Auf ihrem Blog wird der Spieß gleich umgedreht und die Libertären als Tarnliste des AStA enttarnt. Die nennt zur Verteidigung stattdessen die Liste 28 „Gegen verschulten Bachelor“ eine Tarnliste des RCDS – und schließt sich damit den Vermutungen der FSI OSI an, indirekt den Vorwurf der LHG bekräftigend. Auch die JuSo-Hochschulgruppe wurde bei der Fachschaftsratwahl an der juristischen Fakultät Anfang 2009 Opfer solcher absichtlich in die Welt gesetzter Gerüchte.</p>
<p>„Wenn man zu Wahlen antritt, sollte man einen gewissen demokratischen Anspruch haben,“ sagt Tatjana Zieher, die Sprecherin der JuSos an der FU. „Aber was hier stattfindet, ist eine gezielte Falschinformation der Wähler. Was vor den Wahlen erzählt wird, ist nicht das, was hinterher passiert. Die Listennamen ändern sich, die Leute bleiben die gleichen.“</p>
<p>Vergleicht man in mühsamer Kleinarbeit die Listenkandidaten der letzten Jahre miteinander, so wird man tatsächlich fündig. Einzelne Kandidaten, die im Jahre 2009 noch unter „Die Partei- Hochschulgruppe“ zu finden waren, tauchen nun in der eindeutig die AStA-Koaliton tragenden Semtix-Liste auf, andere sprangen 2010 von Semtix stattdessen auf die „Bachelor-Liste“. Zu den Listen mit Bäumchen-wechsel-dich-Charakter aus AStA-nahen Gruppen gehören auch die Vielfalt-Liste und die Multi-Kulti-Liste.</p>
<h2>Hilfe, Katze im Sack!</h2>
<p>Reicht das als Indiz aus, um eine Liste zu diskreditieren? Sicher nicht. Sind Programm oder Mitglieder nicht recherchierbar, nicht ansprechbar oder entziehen sie sich der öffentlichen Diskussion, verhärtet sich der Verdacht jedoch zu Recht. Die Methode der Unauffindbarkeit haben die „Freisinnigen Naturwissenschaftler“ perfektioniert und geben Anlass für wilde Spekulationen. Freisinnig oder nur sinnfrei?</p>
<p>Tarnlisten machen es den Studenten schwer, die sich im Hochschulpolitikdschungel nicht auskennen, aber aus Demokratieverständnis zu Wahl wollen. Wer wählt schon gerne die Katze im Sack? Die Berge von Flyern und Plakaten, unter denen die FU zurzeit begraben ist, tragen nicht zur Aufklärung bei. Somit liegt es auch im Interesse der zur Wahl antretenden Listen, dass sich politisch Gleichgesinnte zusammenschließen. Oder sind die „AusländerInnen“ nicht auch „Zusammen gegen Rassismus“? Eine kleine Prozenthürde, weniger Listen mit klareren Ansagen, mehr öffentliche Diskussionen mit Vertretern der Listen bei besserer Bekanntmachung: Dann würden die Wahlbeteiligungszahlen auch ganz ohne Verschwörungstheorien wieder sprudeln.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>APO-Opas Enkel</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 11:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben Die Linke.SDS und die Die Linke im Berliner Reichstag gemeinsam? Richtig, beide drücken die Oppostionsbank. Im Unterschied zur Mutterfraktion ist sie an der FU inhaltlich alles andere als eine Außenseiterin. Wo die Toleranz der AStA-Linken an ihre Grenzen stößt und warum sich der SDS als gesellschaftliche Bewegung versteht: Hendrik Pauli führte ein Gespräch mit dem Spitzenkandidaten Sander Fuchs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Was haben Die Linke.SDS und die Die Linke im Berliner Reichstag gemeinsam? Richtig, beide drücken die Oppostionsbank. Im Unterschied zur Mutterfraktion ist sie an der FU inhaltlich alles andere als eine Außenseiterin. Wo die Toleranz der AStA-Linken an ihre Grenzen stößt und warum sich der SDS als gesellschaftliche Bewegung versteht: Hendrik Pauli führte ein Gespräch mit dem Spitzenkandidaten Sander Fuchs.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-2214" title="Foto_Sander_Fuchs" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/Foto_Sander_Fuchs-470x257.jpg" alt="" width="399" height="218" /><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>133 von 3673 Stimmen habt ihr bei der letzten StuPa-Wahl bekommen. Schreib doch mal bitte dein Wunschergebnis für dieses Jahr auf.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ach, das ist schwierig. Wir haben uns kein bestimmtes Ziel gesetzt. Das StuPa ist meiner Meinung nach auch nicht das entscheidende Gremium, das über Aktivität entscheidet. Entscheidend sind die hochschulpolitischen Gruppen selber und welche Angebote sie machen. Das ist auch maßgeblich dafür, wie ich eine Gruppe einschätze. Okay, wenn ich eine realistische Einschätzung geben würde, was wir erreichen können, dann wären das wahrscheinlich 200 Stimmen. Damit wäre ich sehr zufrieden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das wäre ein Plus von 50%. Am Montag gab es bei der Informationsveranstaltung im Hörsaal 1A die Möglichkeit nach diesen Stimmen zu fischen. Stattdessen konnte man dort dem beliebten Spiel „Hau-den-AStA“ beiwohnen. Dabei fanden sich ungewöhnliche Verbündete.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Inhaltlich haben wir mit dem RCDS und der LHG keine Überschneidungen, deswegen kommt eine Zusammenarbeit für uns auch nicht in Frage. Für uns ist nicht entscheidend, ob wir den AStA stellen, sondern ob wir unsere Politik inhaltlich umsetzen können. Dazu sind wir gerne bereit auch mit AStA-tragenden Listen zu koalieren. Ich verstehe die Aufspaltung der linken Szene auch nicht so ganz. Die AStA-tragenden Listen, nicht alle aber einige, haben im Moment ein Interesse daran, dass die Wahlbeteiligung nicht signifikant steigt, weil sie damit natürlich an Stimmanteilen verlieren würden. Sie sprechen eben einen ganz bestimmten Teil der Studierenden an.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Anspruch des SDS ist es im AStA und StuPa eine linke Politik umzusetzen. Wir möchten möglichst viele Studierende argumentativ ansprechen, damit es eine starke linke Bewegung geben kann. Das erreicht man nicht, in dem man sich im eigenen Biotop abkapselt. Der AStA sollte stattdessen Angebote machen und die Studierenden da ansprechen, wo sie sind, anstatt Hürden aufzubauen. Das führt dann eher dazu, dass sich 80% der Studierenden überhaupt nicht angesprochen fühlen von dem, was an der FU politisch passiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Damit sprichst du die Strukturen an. Kann es nicht auch sein, dass viele Studierende von der Art der politischen Auseinandersetzung, auch innerhalb der Linken, irritiert sind? Die Unabhängige Antifaschistische Liste (UAL) zum Beispiel deutet SDS auf einem Transparent als „Spitzel des Systems“.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt innerhalb des AStA starke Vorbehalte gegen parteinahe Organisationen jedweder Couleur. Das betrifft auch den SDS. Der SDS ist nun mal der Studierendenverband, der der Partei Die Linke nahe steht. Ich würde unser Verhältnis aber als solidarisch-kritisch bezeichnen. Solidarisch, weil sie Teil der linken Bewegung ist. Was den Landesverband Berlin und die Linke im Berliner Senat im angeht, sind wir aber auch sehr kritisch eingestellt, weil die Partei dort unser Meinung nach keine linke Politik betreibt. Trotzdem ist das für mich kein Grund mich der Linken grundsätzlich zu entsagen. Diese Abwehrhaltung, auch gegen Grüne Hochschulgruppe oder die Liste „Not My President“ erklärt sich dadurch, dass wir gemeinsam eine reelle linke Alternative darstellen, die mehr Studierende anspricht und so langfristig zu einem Wandel im AStA führt. Meiner Meinung nach kann der AStA weiterhin aus den Listen bestehen, die ihn jetzt tragen. Entscheidend ist aber, dass er den Anspruch haben muss, mehr Studierende anzusprechen und einzubinden, ohne die Inhalte aufzugeben. Dieser Anspruch fehlt im Moment.</p>
<p style="text-align: justify;">Was diese „Spitzelvorwurf angeht“: Damit ist wahrscheinlich gemeint, dass alles, was Struktur hat und als Organisation die parlamentarische Demokratie mitträgt, argwöhnisch betrachtet wird. Die Linke hat auch revolutionäre Teile, die ich gut finde und die ich stärken möchte. Ich bin aber weder Mitglied noch habe ich sonst irgendwas mit der Partei zu tun, genauso wie ein Großteil der Leute, die beim SDS-FU sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Apropos SDS, die älteren unter uns merken da natürlich auf. Den SDS gab es ja schon einmal. Er hat sich 1970 aufgelöst. Euer Verband existiert seit 2007 als SDS, hat mit dem ursprünglichen SDS also nichts zu tun. Habt Ihr Euch mit der Verwendung des Namens nicht der Leichenfledderei schuldig gemacht? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das glaube ich überhaupt nicht. Der historische SDS hat sich ja als außerparlamentarische Bewegung verstanden. An diese Tradition wollen wir anknüpfen, das ist unser Anspruch. Darum haben wir den Namen wieder aufleben lassen. Vollständig lautet unser Name DieLinke.SDS. Wir halten die Linke momentan für die einzige Partei , die den Anspruch hat gesellschaftliche Kräfteverhältnisse wirklich zu verändern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Neben der Parteinähe hast du einen weiteren Grund für die Stänkerei gegen größere Listen angedeutet. Die Gesetze der Wahlarithmetik kommen den vielen kleinen Listen, auf die der AStA sich stützt, entgegen. Bei euch haben 133 Stimmen für 2 Sitze gereicht. 90 Stimmen hätten&#8217;s auch schon getan. Wie steht Ihr denn einer Veränderung des Wahlsystems, bzw. des Berechnungsmodus gegenüber?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Um zu sagen, ob eine Veränderung nötig ist, müsste man sich stärker damit auseinandersetzen. Der Vorteil dieses Systems ist der pluralistische Gedanke, dass so auch kleineren Gruppierungen die Möglichkeit haben, Einfluss auf studentische Politik zu nehmen. Nachteil ist, dass es großen einen Anreiz gibt Tarnlisten zu schaffen. Da tauchen dann auf einmal sieben Listen auf, obwohl dahinter eigentlich nur eine Gruppierung steht. Die Leute sprechen sich dann untereinander ab und nutzen so das Wahlsystem aus. Das halte ich für problematisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Forderungen auf eurem Flugblatt sind ziemlich allgemein gehalten. Sie decken sich zum großen Teil mit denen, die man vom Bildungsstreik kennt: Entschlackung des Studiums, weniger Prüfungsdruck, mehr kritische Wissenschaft, Master für Alle. Was wollt ihr denn davon umsetzen? Und vor Allem – bei den bestehenden Gräben – wie?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich hoffe, dass wir diese Schwierigkeiten früher oder später überwinden und eine richtige Kooperation mit vielen anderen linken Listen hinbekommen, die über Inhalte funktioniert und nicht über Abgrenzung und Grabenkämpfe. Ich glaube aber nicht, dass sich die Inhalte letztendlich über die Hochschulgremien umsetzen lassen, das geben die Mehrheitsverhältnisse von Akademischen Senat und den Fachbereichsräten nicht her. Man muss eine studentische Bewegung erschaffen, die genügend Druck auf Hochschulleitung und Politik ausüben kann. Dazu ist der Bildungsstreik sicher das Paradebeispiel. Leider gibt es keine Massenbewegung, die ihn wirklich lange trägt. Da wollen wir ansetzen. Wir wollen auf Probleme aufmerksam machen und Lösungen anbieten, aber die können nicht einfach vorgesetzt und dann vom Bildungsstreik ausgeführt werden. Die müssen vorher in einem Prozess erarbeitet und diskutiert werden. Das praktizieren wir schon, der SDS ist ein zentraler Akteur beim Bildungsstreik. Das ist der Weg, den man gehen muss um Dinge zu verändern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aber nochmal zurück zur Rolle des AStA und des StuPa: Sind die dann nur dazu da einen starken studentischen Block zu organisieren, der sich gegenüber den universitären Gremien in Stellung bringt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich muss es innerhalb des StuPa weiterhin Auseinandersetzungen geben. Nur so entstehen Ideen, die von einer Mehrheit getragen werden können. Allerdings halte ich das Prinzip der Repräsentation, bei dem Leute gewählt werden und dann für andere Leute Lösungen erarbeiten nicht unbedingt für einen guten Politikansatz. So werden die Probleme nicht gelöst. Die Studierenden müssen selbst einbezogen werden, zum Beispiel über den Bildungsstreik. Eine gelungene Bildungsstreikdemo bringt viel mehr als zwanzig StuPa-Sitzungen. Als SDS möchten wir diesen Ansatz massiv vorantreiben, und wir möchten, dass der AStA ihn ebenso massiv vorantreibt, an der FU ebenso wie an anderen deutschen Unis.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Repräsentation ist also problematisch, zu den Aufgaben des AStA habt ihr klare Vorstellungen. Wollt ihr das StuPa letztlich überflüssig machen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, denn das StuPa kann diese Dinge organisieren. Es sollte aber darüber hinaus den Anspruch haben viele Menschen einzubinden und nicht seinen repräsentativen Charakter als alleinige Legitimationsgrundlage sehen. Das Parlament hat ja auch keine faktische Entscheidungsmöglichkeit in der Hochschulpolitik. Das funktioniert in erster Linie über die studentischen Vertreter in den Gremien, die aber wegen der festgeschrieben Sitzverteilung zu Gunsten der Professoren dort nicht wirklich Einfluss nehmen können. Ich halte diese Vorstellung von Politik auch nicht für die einzig wahre. Ich möchte eine Politik, in der sich viele Menschen mit Problemen auseinandersetzen, Lösungen erarbeiten und diese dann gemeinsam umsetzen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Diskriminierung von oben</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 11:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plakatkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Subjektiv und schonungslos: Die Plakatkritik der FURIOS. Diesmal: Die Multi-Kulti-Liste will hoch hinaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-2208" title="Plakat_Multikulti02" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/Plakat_Multikulti02-470x626.jpg" alt="" width="398" height="529" /></p>
<p><strong>Subjektiv und schonungslos: Die Plakatkritik der FURIOS. Diesmal: Die Multi-Kulti-Liste will hoch hinaus</strong></p>
<p><em>von Hendrik Pauli<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;">Verzeihung, Multi-Kulti-Liste, das möchte ich schon mal geklärt haben, bevor ich mein Kreuz setze: Seid Ihr jetzt für oder gegen das, was Ihr Euch da zum Namen gemacht habt? Man kann sich da nie so sicher sein heutzutage. Wisst Ihr ja auch, SPD und so. Apropos Wissen: Wisst Ihr eigentlich selbst, was Ihr wollt?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hätte Euch ja gerne weitergeholfen. So ein schönes Plakat habt Ihr geklebt! Nicht so durchgestylt, inhaltsleer, austauschbar. Richtig bürgernah, beziehungsweise studentennah. Eine kurze präzise Frage – auch der deutschen Sprache weniger Mächtige verstehen die sicher – und darunter Platz für Antworten. Der Student als Programmkommission – interaktiv und voll zweipunktnullmäßig, eine YouListe sozusagen, aber besser, weil ohne hirnzersetzendes Internet. Wirklich vorbildlich.  Für solche Kommunikationsmöglichkeiten trage ich auch immer einen Edding 800 in der Hosentasche. Ich habe so viele gute Ideen, die ich euch und dem Souverän gerne mitteilen würde. Für die ganze Ihnestraße reichen die aus – ach was, für den ganzen Campus!</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will also loslegen, den Filzer gezückt, meine Finger steif vor Kälte, doch dann: Was für ein Frevel, das Plakat hängt viel zu hoch! So kann doch da niemand was drauf schreiben. Das ist hoffentlich nur ein peinliches Versehen von Euch, Multi-Kultis. Oder sollen sich etwa nur hochgeschossene Männer beteiligen dürfen? Was ist mit Frauen? Was ist mit Asiaten? Und Italienerinnen? Das ist ja wohl Diskriminierung erster Güte! Von wegen Multi-Kulti, ich glaub ich weiß jetzt was Ihr wollt. Nee, schönen Dank auch, dann lieber Jusos.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Flaneur: Dem Tod auf der Spur</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 00:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlene Göring</dc:creator>
				<category><![CDATA[FURIOS 03]]></category>
		<category><![CDATA[68er]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[dutschke]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Flaneur nimmt die Retrospektive ein: Er begibt sich auf die Spuren ehemaliger Kommilitonen. Ein herbstlicher Streifzug hinter Dahlems Friedhofsmauern.


Text: Carolin Benack und Kim Winkler. Fotos: Cora-Mae Gregorschewski
Auch wem es mit der letzten Ruhe nicht eilt, dem sollten Friedhöfe ein schätzenswerter Ort sein. Wie kein Stadtpark es könnte, inspiriert der örtliche Totenacker zu Reflexion und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Flaneur nimmt die Retrospektive ein: Er begibt sich auf die Spuren ehemaliger Kommilitonen. Ein herbstlicher Streifzug hinter Dahlems Friedhofsmauern.</strong></p>
<p><span id="more-2154"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2155" title="flaneur1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/flaneur1.jpg" alt="" width="470" height="313" /></p>
<p><em>Text: Carolin Benack und Kim Winkler. Fotos: Cora-Mae Gregorschewski</em></p>
<p>Auch wem es mit der letzten Ruhe nicht eilt, dem sollten Friedhöfe ein schätzenswerter Ort sein. Wie kein Stadtpark es könnte, inspiriert der örtliche Totenacker zu Reflexion und Selbsterkenntnis. Der Friedhof Dahlem an der Königin-Luise-Strasse schließt direkt an den St.-Annen-Kirchhof an. Dort wurde es irgendwann zu eng für die Verblichenen, weshalb 1908 die Säkularisierung in Dahlem aufgehoben wurde: Der evangelische Friedhof rund um die St.-Annen-Kirche wurde um einen städtischen erweitert. Sterbliche Überreste aus acht Jahrhunderten mahnen heute an die eigene Vergänglichkeit. Doch sollte man den trüben Gedanken nicht allzu viel Beachtung schenken. Im Gegenteil – schmeicheln doch die hübschen Herbstbepflanzungen und die harmonischen Arrangements der Gräber jedem Ästheten. Von einer Bank aus eröffnet sich ein Blick auf ein kleines Tor, das weiter in den Friedhof hineinführt.</p>
<h2>In ewiger Ruhe zusammengepfercht</h2>
<p>Ein Meer aus Herbstblättern erhebt sich hinter der Eingangspforte. An manchen Stellen überschwemmt es die Namen der Toten. Nicht aber die Namen derer, die von der Stadt Berlin als wichtig erachtet werden und deshalb ein Ehrengrab bekamen. Schon bald offenbart sich die postume Ruhestätte unseres Kommilitonen und Springer-Lieblings Rudi. Das äußerst unspektakuläre Grab steht in krassem Kontrast zum bewegten Leben des Studentenführers. Würde ihn dafür der Rudi-Dutschke-Weg auf dem Gelände der Freien Universität erfreuen? Vermutlich schämte er sich eher angesichts der Leistungsträger züchtenden Elite-Uni, die aus ihr geworden ist.<br />
Ebenfalls laublos sind die Grabsteine unserer geistigen Väter, den FU-Mitbegründern Edwin Redslob und Friedrich Meinecke, letzterer Namensgeber des Instituts für Geschichte. Wörtlich in den Schatten stellt die anderen Gräber das Mausoleum des Johann Ludwig Leichner. Leichner war nicht nur ein großartiger Bariton, er erfand zudem die bleifreie Theaterschminke. Er bewahrte damit seine Theaterkollegen nicht nur vor schwer heilenden Abszessen der Gesichtshaut, sondern auch vor einem im wahrsten Sinne verfrühten Bühnentod. Durch seine zweite Karriere als Großfabrikant entging er dem typischen Ende gealterter Künstler: Leichner starb glücklich und vor allem reich.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2156" title="flaneur2" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/flaneur2.jpg" alt="" width="470" height="313" /></p>
<h2>An meinem Grabe sollst du stehen</h2>
<p>Der über dem Friedhof hängende Todesgeruch verführt dazu, auch über das eigene Ende nachzudenken. Besonders die Gestaltung der Ruhestätte wirft Fragen auf. Ein einfacher Grabstein à la Dutschke ist eher etwas fürs Bas peuple. Dann lieber den eigenen Namenszug in Marmor, noch zu Lebzeiten möglichst unkenntlich zu Papier gebracht. Dieser Trend geht auf eine Initiative der Märkischen Ärzteschaft zurück. Ihre Mitglieder verfügten in den 1950er Jahren testamentarisch die eigene Unterschrift auf dem zukünftigen Grabstein. Begründung: Ein lesbarer Name wiederspiegle nicht ihren Beruf und damit ihren sozialen Status. Eine Modeerscheinung ohne Schick und falsch verstandener Pragmatismus.<br />
Noch einmal schweift der Blick hinüber zu Leichner. Ein Mausoleum? Das liefe Gefahr, geplündert und geschändet zu werden. Nach kolonialem Vorbild hat es im letzten Jahrhundert immer wieder Räuber gegeben, die ihr Handwerk mit Vorliebe an Grabbeigaben ausübten. Aus einem Erlass der Domäne Dahlem von 1912 ergeht demnach: »Endtwändet worten 1 Siegelring, 4 Ahnenbildter (Erbstükke), 3 Töpfe bleifreie Theaterschmincke in rodt, blau, weiß. Delinquenten bei Erfassen in Leichner Mausoleum einzumauern.«<br />
Einige Reihen neben der Sängergruft ragt ein unbeschlagener Korpus aus Holz in die Höhe. Auf ihm ein zur rechten Seite geneigter, expressionistisch anmutender Kopf. Eine Skulptur! Die perfekte manière, um die Liebe zu Kunst und Kultur noch in der Postexistenz zu symbolisieren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2157" title="flaneur3" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/flaneur3.jpg" alt="" width="470" height="297" /></p>
<h2>Zeit ist um. Bitte Münzen einwerfen.</h2>
<p>Die wohlgestalteten Grabmäler der Ehrenmänner vergangener Tage treffen exakt meine Vorstellungen von ewiger Ruhe. Solch illustre Gesellschaft wäre ein würdiger Begleiter auf der Reise ins Jenseits. Außerdem lässt die Infrastruktur keinen Zweifel daran, dass deutsche Gründlichkeit hier auch nach dem Ableben groß geschrieben wird. Sorgfältig platziert findet man die Gräber in Reih’ und Glied vor: Feld, Platz, Zeile – jedes Grab hat seine Koordinaten. Damit nicht aus Versehen das falsche Grab mit frischen Blumen versorgt wird, stecken ordnungsgemäß am Beet-, pardon, Grabrand, kleine Schildchen mit dem Namen der Verstorbenen. Genau so, wie im Blumenkasten auf dem Balkon die Petersilie vom Schnittlauch unterschieden wird. Ordnung muss sein.<br />
Doch ein letzter Fund versetzt mich schließlich in Erschrecken. Die Nachricht »Ruhezeit abgelaufen. Angehörige bitte melden.« kommt zwischen welken Blumen und moosigen Steinen zum Vorschein. Mit Verlaub, hat die Familie des armen Herrn Wucherpfennig den Groschen da nicht einmal zu oft umgedreht? Konsterniert über solch krämerhafte Attitüde, lasse ich die Gräber hinter mir und mache mich auf – gespannt, was ich von der Zeit bis zum Einzug in meine persönliche Gemüseparzelle erwarten darf.</p>
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		<title>Wahlkrampf und Nudelrhetorik</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 22:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Breng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
		<category><![CDATA[asta]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Pünktlich zum Wahlkampf erscheint die Juso-Hochschulzeitung "links und frei". Ein bisschen Wahlkrampf auf Papier gedruckt findet Nick Flamang. Eine Rezension.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pünktlich zum Wahlkampf erscheint die Juso-Hochschulzeitung &#8220;links und frei&#8221;. Ein bisschen Wahlkrampf auf Papier gedruckt findet Nick Flamang. Eine Rezension</strong> <em><strong>.</strong> </em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<div id="attachment_2113" class="wp-caption alignnone" style="width: 355px"><a rel="attachment wp-att-2113" href="http://www.furios-campus.de/2010/01/14/wahlkrampf-und-nudelrhetorik/getattachment-aspx/"><img class="size-full wp-image-2113" title="GetAttachment.aspx" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/GetAttachment.aspx_.jpg" alt="" width="345" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Zeitung der Jusos FU</p></div>
<p><span id="more-2110"></span></p>
<p><em>Text: Nick Flamang</em></p>
<p>Die Jusos haben es schwer an der FU. Vielleicht noch schwerer als die Bundes-SPD – sofern das überhaupt möglich ist. Zwar sind  die Jungsozialisten eine der stärksten Fraktionen im StuPa, doch die Erlangung von vier bei sechzig Sitzen scheint verbesserungswürdig.  So wird das Knacken der „10 % Hürde“ bei sächsischen Landtagswahlen schließlich auch nicht als Erfolg gefeiert. Aber wären es nur die Sitze. Betrachtete man die StuPa-Landschaft als Autobahn, so würden die Jusos wohl als Lkw auf dem rechten Streifen von den meisten Listen mit doppelter Geschwindigkeit links überholt werden.</p>
<p>Denn es gibt ein Profilproblem. Wie präsentiert man Klassenkampf und Revolution, wenn auch der Großteil der hochschulpolitischen Gegner sich dies als systemtragendes Element auf die Fahnen geschrieben hat? Die <em>links und frei!</em>, Zeitung der FU-Jusos, gibt Aufschluss. Mit diesem Hybrid aus Info-Heft, Wahlkampf-Blatt und sozialistischem Manifest soll  die Freie Universität oder besser noch die ganze Welt verbessert werden. Angefangen natürlich in Berlin.</p>
<p>Das Rezept ist einfach wie genial: Man überwältige die Leser mit einer  Masse an Ausrufezeichen, beschwöre in jedem Artikel die soziale Spaltung Deutschlands herauf und garniere  das Ganze mit Vergleichen, die so alt sind, dass sie ihren Witz schon fast wiedererlangt haben. Fertig. Und wenn alles nichts hilft, sind da ja immer noch die  Sudokus als Nachtisch.</p>
<p>Das Resultat ist jedenfalls beeindruckend. So wie die Überschriften: „Spagetti Bolognese? Das Gericht ist so nicht bekömmlich! Abschmecken! Jetzt!“  Das ist ungefähr so unkonventionell und aussagekräftig wie fränkische Kochbücher. Und es geht weiter:  „Diese Bolognese stammt nicht aus Bologna!“, „Eigenverantwortliche Auswahl und Gestaltung statt eintöniger Fertiggerichte!“ Wem bei so viel Nudelrhetorik noch auffällt, dass die Jusos auf der einen Seite ein „gerechtes elternunabhängiges BAföG-System“ fordern und dann ein „bedarfsgerechtes BAföG verlangen“, der hat schon sehr genau hingeschaut.</p>
<p>Doch  zum Glück sind da ja noch die zwei Sudokus. Die Suche nach der richtigen Zahl dürfte über inhaltliche Schnitzer hinweghelfen und ist doch auch viel spannender als die kritische Auseinandersetzung mit den Schwachstellen der Juso-Schrift.</p>
<p>Für alle nicht-sudokusüchtigen Detail-Pedanten bietet die <em>links und frei!</em> jedoch vor allem saftige Schelte für das „Unternehmen Freie Universität“, die zwar ziemlich hölzern daher kommt, dafür aber ordentlich Kritik im Gepäck hat. An der Form sollte allerdings gearbeitet werden, wenn man die ca. 6,6 % aus 2009  ausbauen und Magenschmerzen bei den Lesern verhindern möchte.  Getreu dem Motto der Sachsen SPD: „Zweistellig ist machbar!“</p>
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		<title>Die Überlebenskünstler</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 20:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Breng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Not my President]]></category>
		<category><![CDATA[Überlebenskünstler]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Not-my-president Initiative hatte ihr Ziel erreicht. Jetzt ist aus ihr eine Stupa-Liste geworden. Begegnung mit einer Initiative, die die eigene Idee überdauert hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Not-my-president Initiative hatte ihr Ziel erreicht. Jetzt ist aus ihr eine Stupa-Liste geworden. Begegnung mit einer Initiative, die die eigene Idee überdauert hat.</strong></p>
<div id="attachment_2201" class="wp-caption alignleft" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-2201" title="NMP-StuPa-Flyer" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/StuPa-Flyer11-470x667.jpg" alt="" width="470" height="667" /><p class="wp-caption-text">Wahl-Flyer der Not-My-President-Liste</p></div>
<p><em>Text: Hanno Haber und Christian Güse</em></p>
<p>Es gibt kein Entkommen. Sie sammelten Unterschriften, verteilten Flyer und standen sich die Füße in den Bauch. Am Ende jagten sie Lenzen indirekt vom Hof. Auftrag erfüllt, könnte man meinen. Doch die Initiative hat ihren eigenen Erfolg überlebt.</p>
<p>Und so ist das klaffendste Loch, das Lenzens halb-freiwilliger Abgang an der FU hinterlassen hat,  wohl  im Wahlprogramm der Liste „Not my President – Für eine demokratische FU“ zu finden. Die aus der gleichnamigen Unterschriftenaktion hervorgegangene Liste behilft sich jedoch, indem sie  fleißig in dieselbe Kerbe haut wie die große AStA-Mehrheit: Auf Flyern und in der eigenen Zeitung werden Bachelor-Studiengänge, autoritäre Strukturen an der FU und mangelnde studentische Beteiligung an den Pranger gestellt.  Damit endet die Einigkeit dann aber auch schon.</p>
<p>Denn im Kleingedruckten wird klar, dass die Liste auch mit dem AstA so ihre Probleme hat. Dass man sich bei der Unterschriftenaktion mangelhaft unterstützt fühlte ist nur der Anfang. Fehlende Transparenz und kaum Werbung für die autonomen Vollversammlungen. Not my President“ greift  viele Vorwürfe auf, die man in den vergangenen Jahren auch von etablierten Oppositionsgruppen gehört hat. Nicht überraschend, denn auf der Liste sind vier Die Linke.SDS-Mitglieder, was  bereits von anonymer Seite zu der Behauptung geführt hat „Not my President“ sei eine Tarnliste.</p>
<p>Die Vorwürfe sind allerdings falsch. Immerhin ist die Liste bereits seit November in anderer Form aktiv und hat laut eigenen Angaben über 2100 Unterschriften gegen Lenzen gesammelt. Zum Vergleich: Zur letztjährigen Wahl gingen etwa 3800 Studierende. Zudem gibt Not-my-president eine eigene Zeitung heraus, die pünktlich zur Wahl zum dritten Mal erscheint. Das ist dann doch mehr Aufwand als allgemein für Tarnlisten betrieben wird.</p>
<p>Darüber hinaus hat man sich dem Usus der Koalition, aus Angst vor rechtsradikalen Übergriffen keine Bilder zu veröffentlichen, nicht angeschlossen. Auf ihren schwarz-weißen Flyern sieht man sofort, mit wem man es zu tun hat.  Sarah Walz und acht weitere Mitstreiter lächeln einem selbstbewusst von kleinen Fotos entgegen. Gemeinsam mit Mathias Bartelt war es dann auch Sarah Walz, die in der Podiumsdiskussion am Montag zu den aggressivsten, aber auch sachkundigsten AstA-Kritikern gehörte. Kein Wunder, denn bei ihr handelt es sich nicht um ein unbeschriebenes Blatt. Es kandidiert nämlich ein ehemaliges Mitglied einer AstA-nahen Liste. Eine Losgesagte also, mit beeindruckender Überlebensfähigkeit.</p>
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		<title>Piraten wie Du und ich</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 19:37:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie waren der große Überraschungshit bei der Bundestagswahl 2009 – und mussten doch mit 2% der Stimmen nach Hause gehen. Nun hat die FU ihre eigenen Piraten, die dieses Jahr zum ersten Mal zur StuPa-Wahl antreten. Marlene Göring im Gespräch mit den Freibeutern Lotte Steenbrink und Jakob Pfender.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie waren der große Überraschungshit bei der Bundestagswahl 2009 – und mussten doch mit 2% der Stimmen nach Hause gehen. Nun hat die FU ihre eigenen Piraten, die dieses Jahr zum ersten Mal zur StuPa-Wahl antreten. <strong>Marlene Göring</strong> im Gespräch mit den Freibeutern <strong>Lotte Steenbrink</strong> und <strong>Jakob Pfender</strong><em>.</em></strong><br />
<span id="more-2056"></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_2058" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><strong><strong><img class="size-large wp-image-2058" title="DSCN4271" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/DSCN4271-470x626.jpg" alt="" width="470" height="626" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Wollen die Uni entern/ändern: Lotte Steenbrink und Jakob Pfender. Foto: Marlene Göring.</p></div>
<p><strong>Ihr seid dieses Jahr neu dabei – Warum braucht die FU Piraten?</strong></p>
<p><em>Jakob</em>: Ich finde, dass piratige Themen an der Uni noch unterrepräsentiert sind. Gegründet haben wir uns im November, relativ kurzfristig. Wir werden gebraucht, weil wir frisch sind und weil wir neue Ideen haben.</p>
<p><strong>Wer sind die FU-Piraten?</strong></p>
<p><em>Lotte: </em>Wir sind keine Nerds!</p>
<p><em>Jakob:</em> Nicht nur.</p>
<p><em>Lotte:</em> Wir sind ein Sammelsurium von verschiedenen Studenten verschiedenen Alters und verschiedener Erfahrung.</p>
<p><em>Jakob: </em>Politikwissenschaftler, Philologen, Geschichtswissenschaftler, Lehrämtler, eine Dozentin, auch Informatiker. Ich würde sagen wir kommen aus allen Richtungen.<br />
<strong><br />
Wofür setzt ihr euch ein?</strong></p>
<p><em>Lotte</em>: Die typischen Piratenthemen sind natürlich die freie Implementierung des Campusmanagements, von dem wir alle wissen wie beschissen es ist. Dann natürlich Open Access, der freie Zugang zu Forschungsmitteln. Wir wollen unter anderem die Abschaffung der Anwesenheitspflicht, obwohl das ja jetzt schon fast vom Tisch ist. Keine Studiengebühren, mehr Flexibilität in den ABV-Punkten.</p>
<p><em>Jakob: </em>Generell wollen wir mehr Flexibilität und Interdisziplinarität. Man könnte zum Beispiel einen Bachelor Generale einführen.</p>
<p><em>Lotte:</em> Wir wollen außerdem die Studienfinanzierung nach finnischem Modell. Dort erhält jeder eine Grundförderung.</p>
<p><em>Jakob: </em>So werden soziale Hürden zum Studium wirklich abgebaut. Wir als Piraten glauben, dass Bildung ein Grundpfeiler der Gesellschaft ist und dass es vollkommen kontraproduktiv ist, jemandem auf Grund von sozialen Umständen den Zugang zum Studium zu verwehren. Wir fordern außerdem eine vorlesungsfreie Stunde von 12 bis 13 Uhr. Damit man jeden Tag einfach mal die Chance hat, zur Ruhe zu kommen.</p>
<p>Auch wichtig sind Demokratisierung und Transparenz. Wir sind für die Wiedereinführung der Viertelparität in allen akademischen Gremien. Entscheidungen müssen transparent gemacht werden. Auch der Asta und StuPa sollen transparenter arbeiten und die Studierenden mehr Einblick bekommen. Wir sind auch noch nicht ganz entschieden, ob wir den Asta tragen oder nicht.</p>
<p><strong>Wie steht ihr zu eurer Bundes-Partei?</strong></p>
<p><em>Jakob: </em>Unsere Themen haben wir komplett als Gruppe in unseren Sitzungen ausgearbeitet, unabhängig von der Partei. Eigentlich haben wir uns bloß an den Zielen der Partei orientiert. Es gibt da niemanden der sagt: „Macht das und das“. Das ist vollkommen uns überlassen.</p>
<p><em>Lotte: </em>Der piratige Einschlag zeigt sich schon, aber eben nur dadurch, dass wir alle Piraten sind.</p>
<p><em>Jakob: </em>Wir sind alle Piraten, klar. Und wir hoffen, dass wir unseren Wahlkampf vom Berliner Landesverband finanziert kriegen. Sie finden auch gut was wir tun. Aber sie mischen sich kein bisschen ein.</p>
<p><strong>Für die Planung und Zusammenarbeit benutzen die FU-Piraten ein Wiki, das man öffentlich einsehen kann.</strong></p>
<p><em>Jakob: </em>Ja, das ist praktisch und transparent. Jeder kann sehen, wie wir als Hochschulgruppe arbeiten und es ist klar, wo die Entscheidungen herkommen. Und wenn jemand an einem Treffen nicht teilnimmt, heißt das nicht, dass er nicht mitentscheiden kann.</p>
<p><strong>Ihr sollt einen Burschenschaftler in eurer Gruppe haben. Stimmt das?</strong></p>
<p><em>Jakob (lacht): </em>Ja. Da hatte Stefan tatsächlich Recht, das wird sofort aufgegriffen! Wir haben lange darüber diskutiert. Der Konsens war dann, dass es uns scheißegal ist. Solange er sich für piratige Ziele einsetzt, kann er meinetwegen auch Burschi sein. Er versucht ja auch nicht, irgendwelche konservativen Richtungen durchzudrücken. Von daher bleibt das ihm überlassen. Für uns ist es kein Grund, ihn auszuschließen.</p>
<p><strong>Wo setzt ihr da die Grenzen?</strong></p>
<p><em>Lotte: </em>Sobald jemand sich so verhält, dass es nicht mehr mit unseren Grundsätzen vereinbar ist, tritt ein Konflikt auf.</p>
<p><em>Jakob: </em>Wir lehnen Extremismus grundsätzlich ab. Sobald jemand versucht solche Themen bei uns durchzudrücken, ist Schluss.</p>
<p><strong>Was ist euer Ziel für diese Wahl?</strong></p>
<p><em>Lotte: </em>Viele Erstwähler zu ziehen und einen Sitz zu bekommen.</p>
<p><em>Jakob:</em> Einen Sitz auf jeden Fall.</p>
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		<item>
		<title>Viel Lärm um nichts</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 14:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[StuPa-Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle zur StuPa-Wahl antretenden Listen und alle interessierten Studierenden bei einer Podiumsdiskussion im Hörsaal 1a: Das war der Plan. Was blieb, war eine publikumsarme Schlammschlacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle zur StuPa-Wahl antretenden Listen und alle interessierten Studierenden bei einer Podiumsdiskussion im Hörsaal 1a: Das war der Plan. Was blieb, war eine publikumsarme Schlammschlacht.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft size-large wp-image-2049" title="Podiumsdiskussion" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/StuPa-013-469x352.jpg" alt="" width="469" height="352" /><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Text und Foto: Max Krause</em></p>
<p>Die Besetzer haben kräftig angepackt und ihr Wohnzimmer, den Hörsaal 1A in der Silberlaube, aufgeräumt. Norman von der Grünen Hochschulgruppe hatte vorgeschlagen, dort kurz vor der StuPa-Wahl eine öffentliche Diskussion zwischen den antretenden Listen zu organisieren. Das sollte die einzelnen Standpunkte deutlicher machen, den Wahlberechtigten die Entscheidung erleichtern und mehr Transparenz in die Wahl bringen.</p>
<p>Tatsächlich waren von 54 Listen immerhin 25 mit je mindestens einem, oft auch mehreren Mitgliedern vertreten, um sich den Fragen der FU-Studierenden zu stellen. Von den Wahlberechtigten konnte man keine solche Erfolgsquote berichten: Die eigentlichen Nutznießer des Austauschs waren nicht annähernd so zahlreich erschienen wie erhofft, und so stellte sich die seltsame Situation ein, dass beinahe genau so viele Kandidaten anwesend waren wie Zuhörer.</p>
<h4>Grabenkämpfe</h4>
<p>Schon während der Vorstellungsrunde wurde der tiefe Graben zwischen den AStA-Listen und der Opposition erkennbar. FSI-Listen bekannten sich zum „parteiunabhängigen AStA“, während die Mitglieder der parteinahen Listen und andere Oppositionelle dem AStA mangelnde Transparenz vorwarfen. Der Kritik begegneten einige Vertreter der FSIn sowie der Unabhängigen Schwulen Liste mit Hohn und Spott.</p>
<p>Damit waren die Fronten für die verbleibenden zwei Stunden geklärt. Die meisten Listen versuchten vor allem, den jeweiligen politischen Gegner möglichst scharf zu attackieren. Die Oppositionslisten, vor allem SDS, Jusos und die Liste „Not my President!“, warfen dem AStA vor, die Arbeit des StuPa nicht ernst genug zu nehmen; die Angegriffen entgegneten, sie fänden das Konzept der Repräsentation sowieso falsch. Warum sie sich dann überhaupt zur Wahl in ein repräsentatives Gremium aufstellen ließen, konnten sie leider nicht erklären. Überhaupt erwies sich die Argumentation der AStA-Listen als wenig stringent: Erklärten sie einerseits, das Vertretungssystem sei keine Demokratie in ihrem Sinne, scheuten sie sich andererseits nicht davor, ihre Entscheidungen dadurch zu rechtfertigen, dass sie schließlich die Vertretung der Mehrheit der Studierenden und ihre Aktionen daher demokratisch legitimiert seien.</p>
<h4>Anti-Wahlkampf und Entspannung</h4>
<p>Ab und zu versuchte das Publikum, die Diskussion vom „Anti-Wahlkampf“  auf andere Themen zu weiten, doch blieben diese Versuche meist erfolglos. So kam der Vertreter der SDS auf eine Frage zur Geschlechtergerechtigkeit auf Diskriminierung allgemein zu sprechen, und zog sofort wieder gegen den AStA, der Studierende mit parteipolitischem Engagement diskriminiere. Meinen sie wirklich, mit dem plumpen Grundsatz „Hauptsache, den AStA kritisiert!“  neue Wähler an die Urnen zu holen? Aber es waren ja gegen Ende auch kaum noch potenzielle Wähler da.</p>
<p>Ein wenig Entspannung brachte die Schlussrunde, in der jede Liste noch einmal kurz ihr Ziel darstellen konnte. Da durfte etwa die Vertreterin der AStA-tragenden Liste Semtix feststellen: „Erstaunlicherweise schließe ich mich meiner Vorrednerin von der Liberalen Hochschulgruppe an.“ Legten die Listen ihre alten Freund-Feind-Vorstellungen einmal beiseite, so würden sie vielleicht feststellen, dass die Unterschiede zwischen ihnen nicht so groß und unüberwindbar sind, wie sie allen Glauben machen wollen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Liste der Listen</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/01/11/die-liste-der-listen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 01:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Krause</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahlen 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Verwirrt? Alle zur StuPa-Wahl antretenden Listen im Überblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1858" title="Wahlen an der FU - Die Liste der Listen" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/wahlen-470x256.jpg" alt="Wahlen an der FU - Die Liste der Listen" width="470" height="256" /></p>
<p><em>Hinweis: Der AStA wird von einer Koalition aus zahlreichen Fachschaftsinitiativen und offenen Listen getragen. Die „Koalitionsverhandlungen“ finden hinter verschlossenen Türen statt. Eine offizielle Koalition gibt es nicht. Wer den AStA trägt oder tragen würde, ist nicht immer klar. Das Dokument wird deshalb laufend erweitert. Sämtliche Angaben ohne Gewähr!</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="470">
<colgroup>
<col width="20"></col>
<col width="340"></col>
<col width="50"></col>
<col width="50"></col>
</colgroup>
<thead>
<tr>
<th>#</th>
<th>Name und Beschreibung</th>
<th>StuPa-Sitze 2010/2009</th>
<th>AStA-tragend?</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<td><strong>PARTEINAHE LISTEN</strong></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr class="even">
<td>2</td>
<td><strong><a href="http://www.rcds-fu.de">RCDS &#8211; Die Christdemokraten</a>:</strong> Das Kürzel steht für den Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Sie engagieren sich demnach für christliche und demokratische Werte und stehen bundesweit (und sogar europaweit) den Parteien nahe, die dies auch tun.</td>
<td>1/1</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td>7</td>
<td><strong><a href="http://hochschulgruppe.wordpress.com">DIE PARTEI &#8211; HOCHSCHULGRUPPE</a>:</strong> Diese Liste fordert eine freie, offene, gleichberechtigte und transparente   Universität an der jeder Studierende seine Leistungsfähigkeit voll entfalten kann.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>16</td>
<td><strong><a href="http://www.fu-gruene.de">GRÜNE HOCHSCHULGRUPPE &#8211; GHG</a>:</strong> Die GHG ruft zum Dialog auf, um die Rolle der Hochschule in der Gesellschaft zunächst von denjenigen erörtern zu lassen, die am meisten davon betroffen sind &#8211; den Studierenden selbst. Um eine sozialgerechte und ökologische Universität zu fördern bedarf es jedoch mehr: Transparenz, Demokratie und   Gleichberechtigung sind nur einige Eckpfeiler des Programms. Die Studierenden der FU werden dazu aufgerufen sich aktiv an hochschulpolitischen Themen zu beteiligen und Entwicklungen kritisch zu hinterfragen.</td>
<td>5/5</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td>44</td>
<td><strong><a href="http://fu-berlin.piratenhochschulgruppe.de">Piraten &#8211; Klarmachen zum Ändern!</a>:</strong> Die Piraten wollen wie ihre Partei auf Bundesebene frischen Wind in die   Hochschulpolitik bringen. Sie setzen sich für eine vorlesungsfreie Stunde, die Erhöhung der Wahlfreiheit und die Förderung von Open Access ein.</td>
<td>2/nicht angetreten</td>
<td>wahrscheinlich nicht</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>47</td>
<td><strong><a href="http://www.linke-sds.org/linke-fu">SDS/DIE LINKE.FU</a>:</strong> Hochschulgruppe des Studierendenverbandes DIE LINKE.SDS an der FU Berlin. Sie stehen der Partei DIE LINKE nahe und setzen sich unter anderem für eine Ausweitung der finanziellen Unterstützung für Studierende (BAFÖG, keine Studiengebühren) und einen aktiven linken AStA an der FU ein. Gleichzeitig opponieren sie den Bologna-Prozess und &#8220;unstudierbare&#8221; neue Studiengänge sowie Kriegsforschung und Privatisierungspolitik an der FU.</td>
<td>2/2</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td>49</td>
<td><strong><a href="http://www.hochschuljusos-berlin.de">Jusos FU</a>:</strong> Der Schwerpunkt der Jusos an der FU liegt diesmal auf dem Bereich gute Lehre. Dementsprechend   wird ein breiter gefächertes und größeres Lehrangebot gefordert, sowie ein Ausbau der ABV-Module. Die Jusos setzen sich für den Erhalt der Mensa I und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen studentischer Mitarbeiter an der Uni ein. Die studentische Selbstverwaltung soll darüber hinaus stärker gefördert und gefordert werden.</td>
<td>4/4</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td><strong>FACHSCHAFTSINITIATIVEN</strong></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr class="even">
<td>4</td>
<td><strong><a href="http://www.fsijuraforum.de/cms">FSI Jura/Café Tatort</a></strong></td>
<td>3/nicht angetreten</td>
<td>unbekannt</td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td><strong><a href="http://userpage.fu-berlin.de/~fsipsy">FSI Psychologie</a>:</strong> Die FSI Psychologie fordert kritische Wissenschaft und interessante Lehrveranstaltungen. Sie opponieren Regelungen, die zukünftigen Studierenden den Zugang zur Universität verwehren sollen und fördert stattdessen ein ungezwungenes Miteinander.</td>
<td>1/2</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>6</td>
<td><strong><a href="http://lehramt.blogsport.de">Ini Lehramt</a>:</strong> Die Initiative Lehramt organisiert zahlreiche Projekte und Zusammentreffen an ihrem   Fachbereich. Sie setzt sich unter anderem für einen allgemeinen Zugang zum Master, die Vergleichbarkeit von Studienleistungen sowie Überschneidungsfreiheit ein.</td>
<td>2/3</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td><strong><a href="http://fsi.spline.de">FSI Mathe/Info</a>:</strong> Die FSI Mathe/Info hat den Anspruch, Studierende an ihrem Fachbereich über aktuelle   Entwicklungen in allen Gremien auf dem Laufenden zu halten und bestehende Probleme konstruktiv zu beheben. Das studentische Leben am Fachbereich soll weiter gefördert werden.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>10</td>
<td><strong><a href="http://fsiosi.blogsport.de">FSI OSI</a>:</strong> Die FSI OSI ist für und gegen vieles: Sie ist kritisch und für eine offene und demokratische Uni, wo   Rassismus, Antisemitismus und Sexismus keinen Platz haben. Sie ist gleichzeitig gegen jegliche Art von Elite, Exzellenz und Studiengebühren.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>15</td>
<td><strong><a href="http://www.fsi-ethnologie.tk">FSI Ethnologie</a>:</strong> Die FSI Ethnologie will sich im Interesse ihrer Studierenden in aktuelle hochschulpolitische   Debatten an der Uni einmischen und den Kontakt zu den Lehrenden fördern. Außerdem organisiert die FSI zahlreiche studentische Aktivitäten, Feiern und Projekte. Gerade soll ein neues, studentisches Café für den Fachbereich entstehen.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>26</td>
<td><strong><a href="http://isturarirs.wordpress.com">FSI IsTurArIrS</a>:</strong> Hinter dieser etwas ausgiebigen Abkürzung versteckt sich die Fachschaftsinitiative der   Islamwissenschaft, Turkologie, Semitistik, Arabistik und Iranistik. Die FSI setzt sich für die Interessen ihrer Studierenden innerhalb und außerhalb ein und ist eng mit der Zeitschrift DIWAN und der Betreibung des Institutscafés vernetzt.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>27</td>
<td><strong><a href="http://www.klarchfs.de.vu">Archäologie</a></strong></td>
<td>0/nicht angetreten</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>30</td>
<td><strong><a href="http://www.polsoz.fu-berlin.de/kommwiss/service/stud-einrichtungen/ini">FSI PuK/Publizistik Ini</a>:</strong> Die FSI Publizistik und Kommunikationswissenschaft / Publizistik Initiative fordert eine kritische Auseinandersetzung mit universitären Entwicklungen und fordert mehr Solidarität unter den Studierenden. Sie wirken bei der Entwicklung von Studien- und Prüfungsordnungen in ihrem Fachbereich mit, organisieren   außeruniversitäre Aktivitäten und wollen ein neues Café für ihr Institut aufbauen.</td>
<td>0/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>37</td>
<td><strong><a href="http://www.fsi-wiwiss.de.vu">FSI WiWiss</a>:</strong> Die FSI WiWiss ist eine kritische Fachschaft, die sich gegen Studiengebühren,   Zulassungsbeschränkungen zum Master und Privatisierungsbestrebungen seitens der Universitätsverwaltung einsetzt. Im Gegenzug gibt es Partys und einen Klausurenservice.</td>
<td>2/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>39</td>
<td><strong><a href="http://www.lai.fu-berlin.de/studium/fachschaftsinitiative/index.html">LAI-Liste</a>:</strong> Die Liste der FSI LAI will den Studierenden ein kommunikatives Forum geben, um sich aktiv an der Gestaltung an den Fachbereichen zu beteiligen. Darüber hinaus organisiert sie verschiedene Feste für ihre Studierenden und setzen sich gegen Studiengebühren ein.</td>
<td>1/1 als FSI LAI</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr>
<td>41</td>
<td><strong><a href="http://thefimu.wordpress.com">FSI TheFiMu</a></strong></td>
<td>1/nicht angetreten</td>
<td>unbekannt</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>45</td>
<td><strong><a href="http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~fachbio">FSI Biochemie</a>:</strong> Die FSI Biochemie möchte über Partys hinaus auch noch demokratischere Strukturen an der Uni fördern. Studiengebühren wird der Kampf angesagt.</td>
<td>1/1</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td>46</td>
<td><strong><a href="http://fsigeschichte.blogsport.de">FSI (Kunst-)Geschichte &#8211; Koser Nostra</a>:</strong> Ziel der FSI (Kunst-)Geschichte ist es, den Einfluss der FSI im AStA und Stupa zu stärken um basisdemokratische Hochschulpolitik betreiben zu können.</td>
<td>2/2</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>48</td>
<td><strong><a href="http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/von_studierenden_fuer_studierende/fsi/index.html">FSI Anglistik</a></strong></td>
<td>1/nicht angetreten</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr>
<td>52</td>
<td><strong><a href="http://judaistik.blogsport.de">FSI Judaistik</a>:</strong> Die FSI Judaistik setzt sich für ein selbstbestimmtes Studium, gegen autoritäre Strukturen und   für den Erhalt von so genannten Orchideenfächern ein.</td>
<td>0/nicht angetreten</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>53</td>
<td><strong><a href="http://fsigermanistik.blogsport.de">FSI Germanistik</a>:</strong> Die FSI Germanistik legt wert darauf, dass sie basisdemokratisch und unabhängig ist. Sie will für mehr Demokratie an der Hochschule sorgen.</td>
<td>0/nicht angetreten</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td><strong>SONSTIGE LISTEN</strong></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr class="even">
<td>1</td>
<td><strong>USL (Unabhängige Schwule Liste):</strong> Die USL wirbt mit Teletubbies der nächsten Generation und ist nach eigenen Angaben vor allem eins: Emanzipatorisch und antirassistisch.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td><strong><a href="http://semtix.blogsport.de">Semtix &#8211; stark für’s Semesterticket</a>:</strong> Der Name ist Programm: Die Semtix-Liste wirbt für ihren Einsatz für ein faires Semesterticket. Sie fordert eine Entschädigung wegen der S-Bahn-Ausfälle.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>9</td>
<td><strong><a href="http://gruenealternative.blogsport.de">GRÜNE ALTERNATIVE</a>:</strong> Die GRÜNE ALTERNATIVE setzt ihren Hauptakzent auf die Forderung nach mehr Klimaschutz, andere Forderungen sind etwa die nach mehr Bildungs- und Geschlechtergerechtigkeit.</td>
<td>2/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>11</td>
<td><strong><a href="http://www.rechtskritik.de">Kritische Jurist_innen / AL Jura</a>:</strong> Die Kritischen JuristInnen erkennen die untrennbare Verbindung zwischen   Politik und Recht. Daher fordern sie eine kritische Auseinandersetzung mit ebendiesem, teils undurchsichtigen Geflecht.</td>
<td>1/2</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>12</td>
<td><strong>Antifaschistische Linke Liste ::[all]:::</strong> Die Antifaschistische Linke Liste erklärt jeder Form von Rassismus an der Hochschule den Kampf.</td>
<td>1/1</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr>
<td>13</td>
<td><strong>Liste für exzellente Studienbedingungen:</strong> Hier lautet die Forderung an die Hochschule, nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre „exzellent“ zu sein. Die Liste möchte dafür sorgen, das hochschulpolitische Themen Vorrang vor allgemeinpolitischen bekommen.</td>
<td>1/nicht angetreten</td>
<td>unbekannt</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>14</td>
<td><strong>AKTIV GEGEN STUDIENGEBÜHREN:</strong> Wie der Titel schon verrät, setzt sich diese Liste hauptsächlich dafür ein, dass allen Studierenden weiterhin ein gebührenfreies Studium ermöglicht wird.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>17</td>
<td><strong>Für freie Bildung: </strong>Die Liste „Für freie Bildung“ setzt sich für einen freien Zugang an die Universität für alle ein. Außerdem bekämpft sie die Verschulung des Studiums.</td>
<td>1/nicht angetreten</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>18</td>
<td><strong>Freisinnige Naturwissenschaftler</strong></td>
<td>0/nicht angetreten</td>
<td>unbekannt</td>
</tr>
<tr>
<td>19</td>
<td><strong>&#8220;AusländerInnen&#8221; Liste:</strong> Die AusländerInnen Liste setzt sich für Chancengleichheit an der Uni ein. Dazu wird der Elite–Bildung nicht der Kampf angesagt, sondern sie vielmehr für alle gefordert. Rassismus soll bekämpft werden um die Uni zu einem faireren Lebens- und Arbeitsraum zu machen.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>20</td>
<td><strong>queerfeministische frauenlesbentrans liste:</strong> Die queerfeministische frauenlesbentrans liste ruft dazu auf, das   Leben an der Uni und im Allgemeinen nicht länger durch die Brille des weißen Mannes zu sehen. Was heißt das konkret? Mehr Raum, Diskurs und Reflexion feministischer und queerer Themen, mehr Seminare und Dozenten, die sich mir diesen Themen befassen und kein Gender-Mainstreaming mehr.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>21</td>
<td><strong><a href="http://libertaer-demokraten.blogspot.com">Libertär-Demokratische Liste (LDL)</a>:</strong> Die Libertärdemokraten sind eine neue Liste an der FU und treten unter Anderem für eine klarere Strukturierung des Studiums, den Einsatz von Dozenten aus der Wirtschaft und gegen Studiengebühren ein. Außerdem stellen sie sich gegen „gewalttätige“ Aktionen wie Besetzungen.</td>
<td>0/nicht angetreten</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>22</td>
<td><strong>Erneuerung der Afrika-Lehre und -Forschung: </strong>Diese Liste will erreichen, dass Afrikafoschung an der FU stärker fokussiert wird. Sie möchte, dass sich unser Bild von Afrika ändert.</td>
<td>1/nicht angetreten</td>
<td>unbekannt</td>
</tr>
<tr>
<td>23</td>
<td><strong><a href="http://fu-berlin.liberale-studenten.de">LHG &#8211; Liberale Hochschulgruppe</a>:</strong> Die Mitglieder der LHG verstehen sich als Interessengemeinschaft liberal   eingestellter StudentInnen. Sie fordern unter anderem das Prinzip der Viertelparität (=1/4 Studierende) in allen Gremien, eine gerechte Verteilung der Masterstudienplätze an Bachelorstudierende und spricht sich gegen jegliche Art von Studiengebühren aus.</td>
<td>2/3</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>24</td>
<td><strong>Multi-Kulti-Liste:</strong> Multi-Kulti gerät in Vergesenheit, so die Befürchtung der antretenden Studierenden. Dem   wollen sie entgegen wirken. Daher fordern sie die Gleichstellung aller Studierenden an der FU und besonders von Minderheiten, die Gefahr laufen im Strudel hochschulpolitischer Ereignisse vergessen zu werden. Für eine demokratische, gleichberechtigte und tolerante Uni.</td>
<td>0/1</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr>
<td>25</td>
<td><strong>Geo-Liste</strong></td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>28</td>
<td><strong>GEGEN VERSCHULTEN BACHELOR &#8211; FÜR FREIES STUDIUM:</strong> Nach ihrer Erfahrung vom letzten Jahr will die Liste das StuPa demokratischer und transparenter gestalten. Es müsse um mehr gehen als „den Machterhalt der AStA-Eliten“.</td>
<td>2/2 (als GEGEN BACHELOR)</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td>29</td>
<td><strong>&#8220;Zusammen gegen Rassismus&#8221;:</strong> Ziel der Vertreter dieser Liste ist die Bekämpfung von Rassismus, Benachteiligung und Ungleichheit an der Uni. Zusätzlich unterstützen sie benachteiligte Studierende, z.B. Studierende mit Kind, körperlich oder geistig benachteiligte Studierende oder chronisch Kranke.</td>
<td>0/1</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>31</td>
<td><strong>Hochschulpolitische Linke Liste:</strong> Die Hochschulpolitische Linke wendet sich unter anderem gegen Studiengebühren, Zulassungsbeschränkungen, Elitedenken, Anwesenheitslisten und die Kommerzialisierung der Wissenschaft. Sie fordern eine freie, offene und kostenlose Ausbildung an einer Universität, die sich durch wenig Bürokratie und demokratischere Strukturen auszeichnet.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>32</td>
<td><strong><a href="http://notmypresident.de">NOT MY PRESIDENT &#8211; Für eine demokratische FU</a>:</strong> Die Not-my-President-Liste ist aus der gleichnamigen Kampagne gegen den scheidenden Präsidenten Lenzen hervorgegangen. Sie setzt sich, wie der Name schon sagt, für mehr Demokratie ein. Außerdem stellt sie sich ausdrücklich hinter die Ziele des Bildungsstreiks.</td>
<td>2/nicht angetreten</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>33</td>
<td><strong><a href="http://www.kauderwelsch.org">Kauderwelsch Liste</a>:</strong> Die Vertreter des Café Kauderwelsch, das sein Geld mit fair gehandelten und gesunden   Leckereien verdient, sprechen sich gegen Studiengebühren und für einen kritischen Umgang mit Wissenschaft aus. Darüber hinaus realisieren die Mitarbeiter des Cafés viele kulturelle Ereignisse an der FU. Kurzum: Taten statt Worte.</td>
<td>2/3</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr>
<td>34</td>
<td><strong>Offene Liste Physik (OLP):</strong> Die Vertreter der Offenen Liste Physik wollen nach ihrer erfolgreichen Wahl ins Stupa beweisen, dass auch Physiker das Herz am rechten Fleck haben.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>35</td>
<td><strong><a href="http://langzeitstudium.de.vu">Langzeitstudis gegen Studiengebühren</a>:</strong> Die Langzeitstudis wehren sich durch ihre Wahl ins Stupa auf   demokratischem Wege gegen Studiengebühren und Zwangsexmatrikulation von Ihresgleichen.</td>
<td>0/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>36</td>
<td><strong>AFS Bioinformatik:</strong> Aktive Studierende aus der Bioinformatik Fachschaft, die bis jetzt noch den Rekord an Wahlbeteiligung hält. Die AFS Bioinformatik ist plural und fordert vor allem eine Studierendenvertretung die sich mit den Studierenden beschäftigt und nicht nur mit sich selbst.</td>
<td>1/1</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>38</td>
<td><strong>Vielfalt-Liste:</strong> Vielfalt tut gut &#8211; so das Motto der Liste für Vielfalt &#8211; Diversity. Konkret bedeutet das: Mehr Respekt, Toleranz und Gleichberechtigung statt Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung.</td>
<td>0/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>40</td>
<td><strong>Studierende mit Kind:</strong> Diese Liste setzt sich für alles ein, was Kinder und Eltern an der Uni brauchen: Spielplätze, Kinderbetreuung und eine flexiblere Gestaltung des Studiums. Aber auch für große Kinder ist vieles dabei: Die Studierenden mit Kind fordern den Verzicht auf Anwesenheitslisten, Studiengebühren und das Recht auf ein selbstbestimmteres Studium.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>42</td>
<td><strong>Kritische Philosoph_innen:</strong> Die Kritischen PhilosophInnen fordern vor allem ein Ende der, wie sie selbst sagen, neoliberalen Umstrukturierung der Universität. Dies soll durch konstruktive Kritik erreicht werden.</td>
<td>1/1</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>43</td>
<td><strong>REVOLUTIONÄRE LISTE:</strong> Revolution ist eine unabhängige und kommunistische Jugendorganisation. Sie fordern freie Bildung und gleiche Rechte für Deutsche wie für Nicht-Deutsche. Außerdem: Weg mit Bachelor- und Masterstudiengängen.</td>
<td>0/1</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>50</td>
<td><strong>UAL &#8211; Unabhängige Antifaschistische Liste:</strong> Die UAL verspricht sich auch in Zukunft gegen Rassismus,   Faschismus und Diskriminierung einzusetzen.</td>
<td>0/0</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr>
<td>51</td>
<td><strong>Bachelor Liste:</strong> Die Vertreter der Bachelor Liste wollen sich insbesondere für eine studierendenfreundlichere   Organisation des Studiums einsetzen. Daher fordern sie einen Verzicht auf Maluspunkte und Teilnahmebeschränkungen, bessere Beratungsangebote sowie mehr Freiheit im Studium. Der Zugang zu Masterstudienplätzen soll allen Bachelor-Studierenden offen stehen.</td>
<td>1/1</td>
<td>wahrscheinlich</td>
</tr>
<tr class="even">
<td>54</td>
<td><strong>SNE &#8211; STUDIENBEDINGUNGEN UND NACHHALTIGER ERFOLG: </strong>Die Liste SNE setzt sich für die bessere Umsetzung des Bachelors ein. Sie fordert eine studentenfreundliche Politik im StuPa und eine effizientere Verwendung des AStA-Haushalts.</td>
<td>0/nicht angetreten</td>
<td>nein</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>31</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FURIOS hält die Klappe (Teil 2)</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/01/10/furios-halt-die-klappe-teil-2/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/01/10/furios-halt-die-klappe-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 19:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Videoblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1932</guid>
		<description><![CDATA[Wir haben wieder eure Stimmen zum Bildungsstreik auf dem Campus eingefangen. Teil 2 des Videoblogs.<br/>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben wieder eure Stimmen zum Bildungsstreik auf dem Campus eingefangen. Teil 2 des Videoblogs (<a href="http://www.furios-campus.de/2009/12/18/furios-halt-die-klappe/">erster Teil</a>).</p>
<p>Zusammengestellt von Eva Jirjahlke, Konstanze Renken, Julia Levenson, Lilli Williams, Marlene Göring und David Goldwich. Animation von Chris McBride.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="471" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8637442&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="471" height="353" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8637442&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/8637442">FURIOS hält die Klappe (Teil 2)</a> from <a href="http://vimeo.com/furios">FURIOS Campusmagazin</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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