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	<title>FURIOS Online</title>
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	<description>Studentisches Campusmagazin an der FU Berlin</description>
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		<title>Voll unfair, ey!</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 12:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Langsam wird die Luft dünn in den Höhen journalistischer Kunst an der FU. Immer mehr Blogs und Blättchen versuchen, FURIOS ihren Platz an der Sonne streitig zu machen. Julian Niklas Pohl ist schwer beeindruckt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Langsam wird die Luft dünn in den Höhen journalistischer Kunst an der FU. Immer mehr Blogs und Blättchen versuchen, FURIOS ihren Platz an der Sonne streitig zu machen. <em>Julian Niklas Pohl</em> ist schwer beeindruckt.</strong></p>
<div id="attachment_10442" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><a rel="attachment wp-att-10442" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/26/die-kalorienpriester-vom-studentenwerk/freitagsglosse-furios-4-1-bic/"><img class="size-large wp-image-10442" title="Freitagsglosse Furios 4.1 bic" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/10/Freitagsglosse-Furios-4.1-bic-469x239.jpg" alt="" width="469" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Ja, ja, zugegeben: FURIOS als Name eines Magazins, also  Freie-Universität-rios, das ist nicht sehr witzig. Wortspiele im Namen  sind immer idiotisch: „Frisör Haarmonie“, deine Lieblingskneipe  „WunderBar“, da graust es doch jedem literarisch nicht völlig  Verkümmerten. Warum kann unsere Universität nicht unverwendbare  Initialen haben? Funpreneur hieße nicht funpreneur an der Berliner  Technischen Kunsthochschule.</p>
<p>Die Macher von „difFUs“ (für ganz Dumme sogar mit Kalauer in Versalien) sind sich jedoch auch 2013 nicht zu schade, ihr Werk von Anfang an FUlminant zu verunreinigen. Das selbsterklärt „erste seriöse Campusmagazin“ steht also schon mal mit dem falschen FUß auf. FUrchtbar. Zudem inhaltlich falsch: Das erste Campusmagazin sind schon mal wir. 2008 schlägt 2013. Ätsch.</p>
<p>Außerdem: Seriös sind wir, das „neoliberale Propagandablatt“ schon mal sowieso. Heiter mit FU-Präsident Peter-André Alt Golf spielend – in der Redaktionen nennen wir ihn liebevoll Pietie – verprassen unsere Redakteure das vom Präsidium eingestrichene Geld für Kaviar und andere rechte Zwecke. Was ist daran nicht seriös? Da können sich die Damen und Herren von „difFUs“ mal schön an die eigene Nase fassen: Die Verbreitung von Falschmeldungen („FU erhält Meta-Exzellenztitel“ / „Virus in Dahlem“ / „Zivilklausel: NATO droht mit Vergeltung“) ist unverantwortlich. Wir sind empört!</p>
<p>Lustig ist das nicht. Ich persönlich rofl jedenfalls nicht so sehr.</p>
<p><strong>Verzicht auf Layout: visionär!</strong></p>
<p>Ehrlichere Konkurrenz droht da eher von Seiten der „Unitopia“, einem hochwertig produzierten Magazin (edles, handgeschöpftes Bütten), ins journalistische Rennen geworfen aus Richtung der nimmermüden Bildungsprotestler. Ich habe es nicht gelesen, weil mir auf den ersten Blick zu viele Paragraphenzeichen (das sind diese zwei lustigen Schlangen, wo die eine die andere Huckepack nimmt) im Fließtext waren. Sachen mit Jura – die sind mir zu kompliziert. Das Titelbild aber gefällt mir. Ein Onkel mit Krawatte macht Harlem Shake, ein anderer Onkel trägt eine Lederjacke. Vier Studenten tanzen Ringelringelrosen. Und das alles in schickem Lila. Sonst gänzlicher Verzicht auf Layout. Visionär, finde ich.</p>
<p>Seit es die „Unitopia“ gibt, herrscht jeden Mittwoch Weltuntergangsstimmung bei unseren Redaktionssitzungen. Führende Neoliberale (Chefredaktion, Chef vom Dienst) konnten ihre Kontakte spielen lassen und wechseln zur B.Z., die restliche Redaktion heuert bei „out of dahlem“ an. Denn gefragt sind beim Asta-Hausblatt, unserem langjährigen Gegenspieler, seit neuestem heavy language skills, erschien doch die aktuelle Ausgabe zum vollkommen überraschenden Thema „Queerfeminismus“ auf Deutsch und Englisch – im selben Heft. Uns explodiert der Kopf. Voll unfair, ey. Die Erasmus-Leserschaft war doch ein No-Go. War abgemacht.</p>
<p>Ist dieser perfide Leserfang etwa Ergebnis einer internen McKinsey-Analyse, die der Asta nach sinkenden Leserzahlen in Auftrag gab? Aus Dahlem nach Mitte und Kreuzberg, ist das der Business-Plan für 2013?</p>
<p>FURIOS ist verloren.</p>
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		<title>Neue Tischkicker in der Silberlaube</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 15:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulsport]]></category>
		<category><![CDATA[Silberlaube]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Silberlaube sorgen Kickertische im Vorraum der Toiletten für Verwunderung. Dahinter steckt eine Aktion des Hochschulsports. Von Friederike Werner]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Silberlaube sorgen Kickertische im Vorraum der Toiletten für Verwunderung. Dahinter steckt eine Aktion des Hochschulsports. Von <em>Friederike Werner</em></strong></p>
<div id="attachment_14676" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14676" href="http://www.furios-campus.de/2013/05/22/neue-tischkicker-in-der-silberlaube/dsc_3016-2/"><img class="size-large wp-image-14676" title="DSC_3016 2" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/05/DSC_3016-2-470x300.jpg" alt="Sportliches Örtchen: Zwei Studenten kickern vor den Toiletten der Silberlaube. Foto: Cora-Mae Gregorschewski" width="470" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Sportliches Örtchen: Zwei Studenten kickern vor den Toiletten der Silberlaube. Foto: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
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<p class="MsoNormal">Seit der Renovierung des „WC-Centers“ im Keller der Silberlaube gibt es im Vorraum der Toiletten Tische und Hocker. Über die dort platzierten Sitzmöglichkeiten wundern sich viele Studenten immer wieder, doch seit Kurzem gibt es einen neuen Grund für große Augen: Vor den Toiletteneingängen in der Silberlaube, gleich neben den Putzwagen des Reinigungspersonals, stehen nun drei schwarz-grüne Kickertische.</p>
<p class="MsoNormal">Was es damit auf sich hat, scheint niemand so genau zu wissen. Weder die Reinigungskräfte, noch die Studenten. Nur dass ein Spiel 50 Cent kostet, wird ersichtlich. Geht es lediglich darum, den Studenten Geld aus ihren ohnehin leeren Taschen zu ziehen?</p>
<p class="MsoNormal">Die meisten Studenten wirken skeptisch und trauen sich noch nicht an die Kicker heran. Viele sind irritiert: Der Vorraum der Toiletten sei ein seltsamer Ort für Tischfußball, sagt ein BWL-Student. Und eine Literaturstudentin findet: „Diese Unterhaltungsgegenstände in der Uni sorgen irgendwie für Wohnheimatmosphäre.“</p>
<p class="MsoNormal">Eine Antwort auf die Frage, was hinter den drei Kickertischen steckt, findet sich bei der Zentraleinrichtung Hochschulsport. Hier wurde die Aktion initiiert, um in dem neu gestalteten Aufenthaltsbereich vor den Toiletten eine sportliche<span style="color: black;"> Pausengestaltung anzubieten. Hochschulsportleiter Jörg Förster erklärt, die Grundidee sei, „vielfältige Anlässe für Bewegung und Kommunikation jenseits genormter Sporträume im Campus zu schaffen“. Demnächst seien auch Tischkicker-Kurse sowie Turniere geplant.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Zusätzlich soll bei den Erstsemester-Rallyes über den Campus mit den Fachschaften kooperiert werden, um so die neuen Studenten auf das Angebot des Hochschulsports aufmerksam zu machen.</span> <span style="color: black;">Sobald wie möglich plant Förster außerdem, an der Wand hinter den Kickern Hinweise und Informationen anzubringen und die Tische „offiziell zu bespielen“. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Vielleicht wird auf diesen dann auch erklärt, warum ausgerechnet der Vorraum der Toiletten als neuer Aufenthaltsbereich erkoren wurde.</span></p>
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Dahinter steckt eine Aktion des Hochschulsports. Von Friederike Werner</span></strong><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" DefUnhideWhenUsed="true"   DefSemiHidden="true" DefQFormat="false" DefPriority="99"   LatentStyleCount="267"> <w:LsdException Locked="false" Priority="0" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Normal" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="heading 1" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 2" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 3" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 4" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 5" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 6" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 7" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" 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		<title>Hoffnungsschimmer für die Demokratie</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 08:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[erweiterter Akademischer Senat]]></category>
		<category><![CDATA[TU Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Viertelparität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die studentische Stimme ist wieder hörbar -- zumindest an der TU, wo die Studenten nun ein viel größeres Mitspracherecht in der Hochschulpolitik erhalten. Eine maßgebende Entscheidung. Von Thomas Rostek]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die studentische Stimme ist wieder hörbar — zumindest an der TU, wo die Studenten nun ein viel größeres Mitspracherecht in der Hochschulpolitik erhalten. Eine maßgebende Entscheidung. Von <em>Thomas Rostek</em></strong><br />
<span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: x-small;"><a rel="attachment wp-att-4377" href="http://www.furios-campus.de/2011/01/24/hypokratische-verhaltnisse/montagskommentar-7/"><img class="aligncenter size-full wp-image-4377" title="Montagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2011/01/montagskommentar.jpg" alt="" width="450" height="275" /></a></span></span></span></p>
<p>Ein elektrisierender Moment ist das, wenn die Stimmen ausgezählt sind und das Ergebnis verkündet wird, sei es in der Bundes– oder Hochschulpolitik. Zu einem historischen Moment wird er, wenn sich die Stimmverteilung zugunsten der bisherigen Minderheiten entwickelt. An der Technischen Universität trat am 15. Mai <a href="http://www.furios-campus.de/2013/05/17/sensation-an-der-tu/" target="_self">genau dieser Fall ein</a>. Studenten haben ab sofort im erweiterten Akademischen Senat (EAS) ein Viertel der Stimmen inne und stehen somit nun auf Augenhöhe mit den bisherigen Entscheidungsgebern – den Professorinnen und Professoren. Die sogenannte Viertelparität an der TU Berlin ist beschlossene Sache. Mit 35 zu 22 Stimmen wurde für die Reform der Grundsatzung des EAS gestimmt, die nun allen Statusgruppen ein Viertel der Stimmen zuspricht.</p>
<p><strong>Können Studenten mit so viel Macht umgehen?</strong></p>
<p>Das Ungleichgewicht der ehemaligen Grundordnung wurde somit aufgelöst und Studenten ein deutlich größeres Mitspracherecht eingeräumt. Es bleibt die Frage, ob sie überhaupt mit so viel Macht umgehen können. Durch die professorale Machtbeschneidung reibt man sich vermutlich derzeit im studentischen Lager die Hände — endlich selbst Hochschulpolitik gestalten.</p>
<p>Die Stimme der Studenten ist deutlich lauter geworden, aber ist sie auch verständlich? Es ist zu hoffen, dass man sich durch das Gleichgewicht an Stimmen nicht in endlosen Debatten verliert, versucht die Gegner seiner eigenen Meinung auszustechen und somit kein konstruktives Vorankommen mehr möglich ist. Hochschulpolitische Entscheidungen könnten zum Drahtseilakt mutieren. Die Lähmung der Entscheidungskraft kann und darf aber nicht im Interesse der Professoren, darf nicht im Interesse der Studentenschaft sein.</p>
<p><strong>Politische Umwälzungen in der Berliner Hochschullandschaft denkbar</strong></p>
<p>Die TU Berlin hat es vorgemacht, aber haben es auch die beiden anderen großen Universitäten Berlins vor sich, den Studenten  ein größeres Forum zu geben? Wichtige hochschulpolitische Entscheidungen sollten ebenbürtig zu verhandeln sein, denn wenn eine Verabschiedung von allen Parteien getragen wird, dann profitieren dadurch auch alle. Eine klare Win-Win-Situation</p>
<p>Wird es nun an der Freien Universität zu einer Infragestellung der bisherigen Machtansprüche von Lehrenden kommen? Die TU hat den Anfang gemacht und in der Tat könnte sie eine Debatte an der FU anstoßen: Ist es gerecht, dass die Studentenschaft immer noch in der Minderheit ist, wenn es um wichtige hochschulpolitische Entscheidungen geht?</p>
<p><strong>Abgucken dringend erforderlich</strong></p>
<p>Der an der TU eingeschlagene Weg ist der richtige. Studenten müssen gehört werden. Ihnen muss eine Plattform, auch auf höchster Ebene, gegeben werden, um ihre Ideen und ihre Meinung kundzutun und somit Einfluss auf den universitären Alltag und hochschulpolitische Entscheidungen zu haben – und zwar in gleichem Maße wie den anderen Statusgruppen.</p>
<p>Die TU beschreitet mit der Reform einen neuen Weg, weg von professoralem Machtanspruch und parteilichem Ungleichgewicht zu etwas, das sich abzuschauen lohnt. Die Entwicklung motiviert als Student hochschulpolitisch mehr zu wagen, mehr infrage zu stellen und letztlich dafür die Lorbeeren zu ernten. Es ist möglich gehört zu werden, seit vergangenen Mittwoch mehr denn je.</p>
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		<title>Der Lenz ist da — mit Baggern</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 11:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Freitagsglosse]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Veggie-Mensa]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sonne scheint, es wird gebaggert – leider im wörtlichen Sinne. Julia Brakel fühlt sich um den Sommer betrogen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Sonne scheint, es wird gebaggert – leider im wörtlichen Sinne. <em>Julia Brakel</em> fühlt sich um den Sommer betrogen. </strong></p>
<div id="attachment_10442" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><a rel="attachment wp-att-10442" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/26/die-kalorienpriester-vom-studentenwerk/freitagsglosse-furios-4-1-bic/"><img class="size-large wp-image-10442" title="Freitagsglosse Furios 4.1 bic" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/10/Freitagsglosse-Furios-4.1-bic-469x239.jpg" alt="" width="469" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Wir haben monatelang darauf gewartet und endlich ist er da: Der Frühling! Nach einem beinahe endlos langen Winter und unzähligen Wochen in klirrender Kälte, während denen ich froh war, mich so selten wie möglich im Freien bewegen zu müssen, kann man sich endlich wieder unter der Sonne räkeln und herrlich wenig tun – nur da sein. Die Bäume sind grün und eigentlich würden sämtliche Einwohner Berlins am liebsten jede Minute in irgendeinem Park verbringen. Hauptsache draußen!</p>
<p>Schade nur, dass die Uni mir da einen Strich durch die Rechnung macht. Seminare, Vorlesungen und Tutorien finden eben auch bei gutem Wetter statt. Immerhin kann ab jetzt wenigstens das Mittagessen wieder an der frischen Luft genossen werden, während die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut kitzeln – denkste! Zuerst wurden alle Tische und Bänke auf der Terrasse der Veggie-Mensa abmontiert. Mir schwante Böses, doch auf der kleinen Steinmauer am Rand der Terrasse konnte man auch ganz gut essen. Ein Tisch wäre zwar praktisch gewesen, aber hey, zur Not geht das Gemüseschnitzel ja auch mal rustikal. So schnell lässt sich meine gute Laune über das herrliche Wetter nicht trüben!</p>
<p><strong>Die Sonne lacht – über mich</strong></p>
<p>Doch jetzt ist auch die kleine Steinmauer weg. Die Sonne lacht beinahe höhnisch vom Himmel, während ich mir den Tofutaler wieder in der chronisch überfüllten Mensa reinschaufeln kann. Einen Meter neben meinem Tisch frisst sich die Schaufel eines Baggers durch den Boden und von der Terrasse ist nicht mehr viel zu sehen. Wehmütig blicke ich den Bauarbeitern draußen zu, wie sie unter Höllenlärm den Boden umpflügen. Super Mittagspause! In Zukunft esse ich vielleicht doch lieber an der OSI-Bude.</p>
<p>Dass die Bagger sich am tief gefrorenen Boden die Schaufeln ausgebaggert hätten – klar. Mussten die Bauarbeiten trotzdem erst dann anfangen, als es so warm geworden war, dass ich mittags getrost nur im T-Shirt durch die Uni laufen konnte? Hätte man nicht wenigstens in den Semesterferien schon mal anfangen können?</p>
<p>Mitte August soll sie „schon“ fertig sein, die neue, größere Terrasse – soll das ein Witz sein?! Ab dem Wintersemester kann dann also auch wieder draußen gegessen werden. Bei Regen und lauschigen 13 Grad.</p>
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		<title>Sensation an der TU</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 10:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>valerie.schoenian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Akademischer Senat]]></category>
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		<category><![CDATA[demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Grundordnung]]></category>
		<category><![CDATA[technische universität]]></category>

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		<description><![CDATA[An der TU ist eine neue Grundordnung - inklusive Viertelparität - beschlossen worden. Der Beschluss könnte Signalwirkung für die FU haben. Mara Bierbach berichtet. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An der TU ist eine neue Grundordnung — inklusive Viertelparität — beschlossen worden. Der Beschluss könnte Signalwirkung für die FU haben. Mara Bierbach berichtet. </strong></p>
<div id="attachment_14636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14636" href="http://www.furios-campus.de/2013/05/17/sensation-an-der-tu/tu_hauptgebaude_2006/"><img class="size-full wp-image-14636" title="Tu_hauptgebaude_2006" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/05/Tu_hauptgebaude_2006.jpg" alt="" width="470" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Wird die TU zum Vorreiter für die FU? Foto: Mangan2002</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>Am Mittwoch, 15. Mai, hat der Erweiterte Akademische Senat (EAS) der Technischen Universität Berlin für eine kleine Sensation gesorgt. Das Gremium beschloss in geheimer Abstimmung mit 35 zu 22 Stimmen eine neue Grundordnung. Diese sieht — gemäß eines Antrags studentischer Senatsmitglieder — eine Viertelparität im EAS vor.</p>
<p>Laut der neuen Grundordnung müssen alle vier Statusgruppen — Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter, nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren — mit jeweils 15 Stimmen im EAS vertreten sein. Die absolute Mehrheit der Professoren würde somit abgeschafft. Bisher haben Professoren 31 Sitze im EAS inne, während die anderen Statusgruppen mit jeweils nur 10 Sitzen vertreten sind. Der EAS gilt als höchstes Gremium der akademischen Selbstverwaltung. Er beschließt die Grundordnung der Universität und wählt das Präsidium, die  exekutive Leitung der Universität.</p>
<p><strong>Meilenstein an der TU</strong></p>
<p>Die neue Grundordnung könnte in der neuen Legislaturperiode, ab dem 1. Mai 2015, in Kraft treten. Vorher muss allerdings die Berliner Senatsverwaltung — speziell die Behörde für Bildung, Jugend und Wissenschaft — die Rechtskonformität prüfen. Entscheidend ist hier vor allem die Frage, inwieweit der EAS für Fragen der Lehre und Forschung zuständig ist. Gemäß eines Verfassungsgerichtsurteils von 1973 müssen Hochschullehrer in Gremien, die sich mit diesen Themen befassen, eine herausgehobene Stellung haben.  Dies  könnte eine Viertelparität ausschließen.</p>
<p><a href="http://taz.de/Entmachtung-von-Professoren/!116348/" target="_blank">Die TAZ berichtete</a>, dass sich der Berliner Senat gegen die Viertelparität wenden könnte, denn „offenbar wird befürchtet, dass sich die Hochschule mit der neuen Machtteilung dauerhaft lähmt“ Thorsten Metter, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Wissenschaft, dementiert diese Darstellung: »Es geht uns nicht darum, was wir für wünschenswert halten.Seine Behörde würde „gründlich und ergebnissoffen“ kontrollieren, ob eine Viertelparität im EAS mit dem Berliner Hochschulgesetz konform seie.</p>
<p><strong>Eine Entscheidung für die Demokratie</strong></p>
<p>Studierendenvertreter der TU loben den Beschluss der Viertelparität. Patrick Ehinger, studentisches Mitglied des EAS, sieht ihn als „klares politisches Signal für mehr Demokratie“. <a href="http://asta.tu-berlin.de/presse/tu-berlin-setzt-historisches-zeichen-f-r-mehr-demokratie" target="_blank">Der Allgemeine Studierendenausschuss ( AStA) der TU kündigte an</a>, sich — sollte der Berliner Senat die Viertelparität ablehnen — für einen Kampf in höheren Instanzen einzusetzen –  wenn nötig bis zum Bundesverfassungsgericht.</p>
<p>Das Präsidium der TU äußert sich nicht zur neuen Grundordnung: „Das höchste offizielle Gremium hat eine Entscheidung getroffen — jetzt werden wir die Rechtsprüfung abwarten“, sagt Pressesprecherin Stefanie Terp.</p>
<p><strong>Auswirkungen auf die FU?</strong></p>
<p>Die Entscheidung an der TU könnte — vor allem, wenn sie als rechtskonform anerkannt wird — Signalwirkung haben. Seit den frühen 1970er Jahren hat es an deutschen Hochschulen und im Besonderen an der FU eine Verdrängung studentischer Mitbestimmung zugunsten professoraler Macht gegeben.  Studentische Aktivisten fordern seit Jahren eine Abschaffung der professoralen Mehrheit in Entscheidungsgremien — und eine paritätische, d.h. gleichmässige, Machtverteilung zwischen den Statusgruppen.</p>
<p><a href="http://www.astafu.de/content/sensation-der-tu-berlin-erweiterter-akademischer-senat-beschlie%C3%9Ft-viertelparit%C3%A4t" target="_blank">Dementsprechend positiv sehen viele Studierendenvertreter der FU die Entwicklung an der TU</a>. „Der Beschluss  zeigt eindrucksvoll, dass die Viertelparität keine ferne Utopie ist,“ sagt Philipp Bahrt vom AStA Referat für Kommunikation, der auch im EAS der FU sitzt. Mathias Bartelt, studentisches Mitglied im Akademischen Senat und Bildungsprotest-Aktivist, kommentiert: „Dies stellt nicht weniger als eine hochschulpolitische Revolution dar, die nach so vielen Jahren tatsächlich wieder Hoffnung auf Demokratie an den Hochschulen macht.“</p>
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		<title>Studierende verhindern neue ABV-Ordnung</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2013/05/16/studierende-verhindern-neue-abv-ordnung/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 08:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akademischer Senat]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ABV]]></category>
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		<category><![CDATA[Studentenvertreter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sitzung des Akademischen Senats war geprägt von Blockade und Verzögerung. Mit einem Veto konnten die Studenten die Verabschiedung einer neuen ABV-Ordnung verhindern. Von Veronika Völlinger]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Sitzung des Akademischen Senats war geprägt von Blockade und Verzögerung. Mit einem Veto konnten die Studenten die Verabschiedung einer neuen ABV-Ordnung verhindern. Von <em>Veronika Völlinger</em></strong></p>
<div id="attachment_14628" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-full wp-image-14628" title="AS-Sitzung-15-05-13" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/05/AS-Sitzung-15-05-13.jpg" alt="" width="470" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die Verabschiedung der ABV-Ordnung ist weiter aufgeschoben. Foto: Veronika Völlinger</p></div>
<p>Die Verabschiedung einer <a title="ABV" href="http://www.furios-campus.de/2013/05/12/abv-bereich-vor-reform/ " target="_blank">neuen Stu­dien– und Prü­fungs­ord­nung für die  Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV)</a> ist aufgeschoben. Die studentischen Vertreter im Akademischen Senat (AS) verhinderten dies auf der Sitzung am 15. Mai mit einem Gruppenveto. Mit einem weiteren Gruppenveto konnten die Studierenden außerdem die Aussetzung des Masters Musikwissenschaft und des sogenannten Kleinen Masters Ethik-Lehramt, ein 60-LP-Modulangebot, vertagen.</p>
<p>Die Neuregelung des der ABV sorgte für lange Diskussionen. Die Studierenden kritisieren vor allem die Abschaf­fung der Noten. Sie befürworten eine flexible Lösung für das Ein­brin­gen von ABV-Noten. Diese sieht der derzeitige Entwurf nicht vor. Mit einem studentischen Gruppenveto konnte die neue Ordnung letztendlich verhindert werden. Diese Möglichkeit habe die Studierenden im AS bei der nächsten Sitzung nicht mehr.</p>
<p>Im Anschluss verabschiedete der AS die Zulassungsordnung für das Wintersemester 2013/2014, die die Vergabe der Studienplätze regelt. Dabei verhinderten die Studierenden mit einem Gruppenveto, dass die Zulassungszahl in den Masterstudiengängen Musikwissenschaft und Ethik-Lehramt auf null gesetzt wird. Für die Fortführung der Fächer gibt es laut dem Präsidium nicht mehr genügend Dozenten.</p>
<p>Bis dafür eine Regelung gefunden wird, sollen keine weiteren Studienanfänger zugelassen werden. Die Studentenvertreter befürchteten die heimliche Abschaffung der Fächer. Das Gruppenveto begründeten sie damit, dass sie noch Gespräche mit Fachbereichen und Studierenden über eine mögliche Weiterführung führten.</p>
<p><strong>Präsidium überlegt Strafanzeige zu stellen</strong></p>
<p>Streit gab es auch um das Verteilen von Flyern in der Mensa. Die Studierenden berichteten, dass der Sicherheitsdienst der FU Kommilitonen mit Hausverbot gedroht habe, da das Verteilen von politischen Flyern in der Mensa verboten sei. Diese Vorwürfe wies Universitätspräsident Peter-André Alt zurück und begründete die Regelung damit, dass die FU kontrollieren müsse, welche politischen Gruppen Flyer verteilten.</p>
<p>Zum umstrittenen Verfahren um den Verkauf der <a title="DUW" href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/duw-aus-fuer-weiterbildungsuni-von-fuund-klett/8193882.html " target="_blank">Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW)</a> äußerte sich Alt nur kurz. Ein offizieller Bericht erfolge im Juni, wenn der Prozess abgeschlossen sei. Jedoch überlege das Präsidium Strafanzeige zu stellen, da interne Informationen an die Presse weitergegeben wurden und dies die Verhandlungen mit Interessenten gefährde.</p>
<p>Die nächste reguläre AS-Sitzung findet im Juni statt. Darin wird es unter anderem um die laufenden Hochschulvertragsverhandlungen mit dem Berliner Senat gehen. Außerdem soll der Zwischenbericht und der Fortbestand der AG Grundordnung besprochen werden. Die FU ist verpflichtet eine solche Grundordnung zu verabschieden; bisher gibt es nur eine Teilgrundordnung auf Basis einer Ausnahmeregelung. Die Grundordnung soll die Strukturen innerhalb der Universität regeln, etwa die Stimmrechte einzelner Statusgruppen in den Gremien.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Veggie-Mensa bekommt größere Terrasse</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2013/05/15/veggie-mensa-bekommt-grosere-terrasse/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 13:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Bauarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Campus Dahlem]]></category>
		<category><![CDATA[mensa]]></category>
		<category><![CDATA[veggie no. 1]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Baustelle an der Veggie-Mensa vermiest vielen Studenten die Sommerlaune. Sind die Arbeiten aber erst einmal fertig, soll es draußen doppelt so viele Plätze geben wie zuvor. Von Friederike Werner]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine neue Baustelle an der Veggie-Mensa vermiest vielen Studenten die Sommerlaune. Sind die Arbeiten aber erst einmal fertig, soll es draußen doppelt so viele Plätze geben wie zuvor. Von <em>Friederike Werner</em></strong></p>
<div id="attachment_14594" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14594" href="http://www.furios-campus.de/2013/05/15/veggie-mensa-bekommt-grosere-terrasse/baustelle-veggie-mensa/"><img class="size-full wp-image-14594" title="Baustelle Veggie-Mensa" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/05/Baustelle-Veggie-Mensa.jpeg" alt="Zäune und Bagger: Der Außenbereich der Veggie-Mensa ist eine Baustelle. Foto: Friederike Werner" width="470" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Zäune und Bagger: Der Außenbereich der Veggie-Mensa ist eine Baustelle.    Foto: Friederike Werner</p></div>
<p>Eine neue Baustelle hat sich auf dem Campus ausgebreitet: Direkt neben der vegetarischen Mensa in der Van’t-Hoff-Straße tragen seit Anfang Mai Bagger den Boden ab. Von der Grasfläche und den Büschen ist nichts mehr übrig, Tische und Bänke im Außenbereich der Mensa wurden entfernt.</p>
<p>Die Bauarbeiten sind Teil der Erneuerung der Park– und Außenanlagen der FU, die seit 2009 im Gange ist. In der Boltzmannstraße und rund um den Fachbereich Rechtswissenschaft wurde diese Erneuerung bereits fertiggestellt, nun sind die Veggie-Mensa und die Flächen um die Gebäude des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft an der Reihe. Laut FU-Sprecher Goran Krstin ist es das Ziel, „die Grünanlagen im Bereich der Universität wieder miteinander zu verbinden.“ So soll die Parkstruktur des gesamten Campus Dahlem attraktiver werden.</p>
<p>An der Mensa erneuern die Bauarbeiter dafür Fahrradständer und Bänke. Außerdem soll die Anlage für Rollstuhlfahrer besser zugänglich werden. Der Clou für die Besucher der Mensa: Durch die Umbauten wird sich die Terrasse deutlich vergrößern. Es soll so viel Platz entstehen, dass das Studentenwerk draußen doppelt so viele Sitzmöglichkeiten wie bisher für den Restaurant– und Cafébetrieb einrichten kann. Außerdem sollen Baumhaine gepflanzt werden, die aber nicht zu dicht stehen sollen, damit der Blick auf den Henry-Ford-Bau frei bleibt.</p>
<p><strong>Viele Studenten ärgern sich über die Baustelle</strong></p>
<p>Die geplanten Veränderungen klingen zwar gut, doch ärgern sich viele Studenten zurzeit über die Bauarbeiten. „Gerade jetzt, wo es draußen schön wird!“, klagt eine Studentin in der Mensa. „Nach dem langen Winter wünscht man sich nichts sehnlicher, als seine Pausen draußen verbringen zu können.“ Doch beim Mittagessen ist das für Besucher der Veggie-Mensa im Moment nicht möglich. Viele Studenten sind genervt. Die Mensa sei ohnehin schon zu klein, und nun, da die Sitzplätze draußen fehlen, werde es noch enger, sagt ein anderer Student.</p>
<p>Manche sehen es aber auch gelassener, denn die Baustelle bringe ja auch etwas Gutes, wie ein weiterer Student betont. Er sehe ein, dass Bauarbeiten nur im Frühjahr und Sommer durchgeführt werden können. Das bestätigt Pressesprecher Krstin: Der Boden müsse frostfrei sein und die langanhaltende Kälteperiode in diesem Jahr habe zu Verzögerungen geführt.</p>
<p>Doch hätten die Arbeiten nicht auch während der Ferien stattfinden können? „Eine Beschränkung der Renovierung auf die Semesterferien wurde geprüft“, erklärt Krstin. „Allerdings wäre allein dieses Zeitfenster für die notwendigen Bauarbeiten nicht ausreichend gewesen.“ Die Arbeiten schreiten ihm zufolge jedoch zügig voran. Die Unileitung gehe davon aus, dass die Terassenanlage schon im August fertiggestellt werden kann.</p>
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		<title>Auch die Wurst hat ein Ende</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 16:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[mensa]]></category>
		<category><![CDATA[Montagskommentar]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Weltverbesserer und Gutmenschen gehen den meisten Leuten gehörig auf die Nerven – nicht zuletzt in der Uni. Warum bloß?, fragt sich Valerie Schönian.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weltverbesserer und Gutmenschen gehen den meisten Leuten gehörig auf die Nerven – nicht zuletzt in der Uni. Warum bloß?, fragt sich <em>Valerie Schönian</em>.</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-7174" href="http://www.furios-campus.de/2012/01/16/erst-die-arbeit-dann%e2%80%a6der-master/moko/"><img class="aligncenter size-full wp-image-7174" title="MoKo" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/01/MoKo.jpg" alt="" width="450" height="275" /></a></p>
<p>Bärchenwurst ist der liebste Brotbelag vieler Kinder – die lächelt einem morgens so nett entgegen. Im Laufe ihres Lebens aber verzichten immer mehr Menschen auf ihr tägliches totes Tier: Im vergangenen Oktober zählte der Vegetarierverbund Deutschland schon sieben Millionen Menschen, die auf fleischfreie Ernährung umgestiegen sind. Schwer zu verstehen? Keine Sorge, ihr seid nicht die Einzigen, die solche harten Lebensbrüche überfordern:</p>
<p>Ein Tag in der Uni, einer wie jeder andere. Es ist 13 Uhr und die Mittagessen-Debatte beginnt. „Ich will in die Silberlaube – da gibt es wenigstens Fleisch“, verkündet ein Kommilitone. „Okay, dann treffen wir uns später“, antwortet ihm die Studierende gegenüber, „ich gehe zur Veggie-Mensa.“ – „Wieso?“ – „Na sie ist doch jetzt Vegetarierin“, mischt sich ein Dritter  ein, und rollt dabei vielsagend und schwungvoll seine Augen in Richtung linken Haaransatz.</p>
<p><strong>„Ist halt so“</strong></p>
<p>Der Ruf der überkorrekten Freien Universität hat anscheinend noch längst nicht all ihre Studierenden erreicht. Wer etwa außerhalb des Politikinstituts gendert, ist eine radikale Nervensäge – zumindest bei den so genannten „Nicht zu ändern“-Verfechtern (NäV). Die halten gern endlose Vorträge über die Natürlichkeit der Sprache – „die sich nun einmal so entwickelt hat“. Ihre Argumentation springt ping-pong-artig zwischen „Ist halt so“ und „Sei doch nicht so kleinlich“ hin und her – den obligatorischen Augenverdreher immer inklusive.</p>
<p>Mit ihrer Walze der Ignoranz machen die NäV alles nieder, was sie stört: Vegetarierinnen, Veganer, Feministinnen, Linke – sprich all die so genannten Weltverbesserer. Die Vorurteile gegen diese Gruppen: Sie sind mindestens engstirnig, meistens arrogant, in jedem Fall aber anstrengend. Zuhören können sie sowieso nicht; dafür sind sie in ihrem Denken zu fest gefahren. Kurz gesagt: Die Weltverbesserer gehen den NäV gewaltig auf die Nerven.</p>
<p><strong>In der Gewohnheit ist es am Schönsten</strong></p>
<p>Denn diese halten ihnen einen Spiegel vor das Gesicht – ob im Seminar, an der U-Bahn-Station oder in der Mensa. Sie sagen eine Wahrheit, die keiner hören will. Denn die ist Mist: Es stinkt zum Beispiel, dass Bio-Fleisch und SPD-Kreuzchen für ein reines Gewissen nicht ausreichen. Es ist zum Heulen, dass einer Kuh das Kalb geklaut wird, damit wir ihre Milch trinken können. Und es ist zum Schreien, dass Frauen wegen ihrer Gebärmutter im Beruf immer noch strukturell benachteiligt sind.</p>
<p>Würden die NäV das immer wieder hören und verinnerlichen, könnten sie ins Grübeln kommen. Das könnte zu neuen Erkenntnissen führen, aus denen Taten folgen müssten. Das aber wollen die NäV offenbar überhaupt nicht. Sie bleiben lieber bei ihren Gewohnheiten – alles andere wäre total anstrengend und obendrein humorlos. Sie wollen weiter sexistische Witze reißen und Bärchenwurst essen. Deswegen verstecken sie sich hinter ihren Scheuklappen.</p>
<p><strong>Gutmenschen sollten ein Vorbild sein</strong></p>
<p>Liebe NäV, liebe Augenverdreher, liebe Hinterwäldler: Die Weltverbesserer sind die einzigen, die es richtig machen. Dank ihnen haben wir so etwas wie Umweltschutz, wenigstens einige Tierrechte und einen Gleichstellungsparagraphen. Diese Sorte Menschen hat schon immer gekämpft und dafür unwitzige Polemik geerntet. Trotzdem haben sie sich nicht abschrecken lassen und damit die Welt ein bisschen verbessert. Anstatt sie zu verspotten, sollten sie eure Vorbilder sein!</p>
<p>Die sieben Millionen Vegetarier in Deutschland sind wahrscheinlich nicht mit ihrer Meinung auf die Welt gekommen. Sie wurde ihnen nicht in die Wiege gelegt. Es ging ihnen früher sicherlich genauso auf die Nerven, wenn ihnen jemand beim Essen vorhielt, dass für das lächelnde Bärchen in den Wurstscheiben ein Schwein gestorben ist.</p>
<p>Aber irgendwann gingen ihnen die schlagfertigen Antworten aus. Denn das einzige, was gegen die Argumente der Weltverbesserer spricht, sind unsere Schwerfälligkeit und die Faulheit, aus unseren Gewohnheiten auszubrechen.</p>
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		<title>ABV-Bereich steht vor Reform</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 12:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ABV]]></category>
		<category><![CDATA[Studienordnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die allgemeine Beurfsvorbereitung soll ans Berliner Hochschulgesetz angepasst werden. Noten sollen wegfallen – Studierende üben Kritik. Von Kathrin Kirste]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die allgemeine Beurfsvorbereitung soll ans Berliner Hochschulgesetz angepasst werden. Noten sollen wegfallen – Studierende üben Kritik. Von <em>Kathrin Kirste</em></strong></p>
<div id="attachment_4139" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-4139" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/18/%e2%80%9eich-lasse-mich-doch-nicht-veralbern%e2%80%9c/dsc_0995-1/"><img class="size-large wp-image-4139" title="Tür_Akademischer_Senat" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2011/01/DSC_0995.1-470x312.jpg" alt="" width="470" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Kommenden Mittwoch kommt es im Akademischen Senat möglicherweise zu einem Beschluss über eine Neuregelung des ABV-Bereichs (Symbolbild). Foto: Cora-Mae Gregorschewski </p></div>
<p>Der Akademische Senat (AS) verhandelt momentan den Erlass einer neuen Studien– und Prüfungsordnung des ABV-Bereichs. Grund für den Antrag des Präsidiums auf Neufassung ist eine Anpassung an die rechtlichen Rahmenbedingungen des Berliner Hochschulgesetzes. Die Allgemeine Berufsvorbereitung ist mit 30 Leistungspunkten (LP) ein regulärer Bestandteil aller Bachelorstudiengänge der FU Berlin und dient der Ausbildung berufspraktischer Zusatzqualifikationen.</p>
<p>Bisher schrieb dieser ein obligatorisches Praktikumsmodul im Umfang von fünf, zehn oder 15 LP sowie die Absolvierung von Modulen aus den Themenfeldern Fremdsprachen, Informations– und Medienkompetenz, Gender– und Diversitykompetenz, Organisations– und Managementkompetenz sowie Personale und sozial-kommunikative Kompetenzen vor. Konnten die Fachbereiche bislang vereinzelt verbindliche Module und Kombinationen aus den Kompetenzbereichen vorschreiben, dürfen in der neuen Ordnung noch maximal zehn LP an Modulen festgelegt werden. Alle anderen Module sind frei wählbar.</p>
<p>Am Gesamtumfang von 30 LP finden keine Änderungen statt. Neu ist allerdings auch die Abschaffung der differenzierten Benotung. Bisher wurde – außer im Praktikumsmodul – in allen Modulen eine Note erlangt, die auf dem Bachelorzeugnis ausgewiesen ist, jedoch nicht in die Gesamtnote einfließt. Nun gilt ein Modul als abgeschlossen mit einer bestandenen Prüfung, ohne Note. Das Praktikumsmodul bleibt weiterhin ungeprüft. Ebenso gibt es in keinem Modul mehr eine Anwesenheitspflicht.</p>
<p><strong>Zu unflexibel für viele Studierende</strong></p>
<p>Vor allem die Abschaffung der Noten stößt bei den Studierenden auf Kritik. „Viele Studierende wünschen sich eine flexiblere Lösung für das Einbringen von ABV-Noten“, sagt Christina Bracht, studentische Vertreterin im Akademischen Senat. Diese seien insbesondere bei Masterbewerbungen von Vorteil, so Bracht. Derzeit diskutiert die Kommission für Studium und Lehre (KfL) eine Variante, in der die Studierenden selbst wählen können, ob sie eine ABV-Note erhalten und wie sie diese einbringen oder nicht. Dies sei von rechtlicher Seite allerdings schwer umzusetzen. Schließlich müsste dies bereits am Beginn des Semesters entschieden werden und würde zur ungleichen Verteilung von Noten in den Bachelorstudiengängen führen.</p>
<p>Aufgrund des hohen Diskussionsbedarfs empfahl die KfL in der vergangenen Sitzung des Akademischen Senats, den Beschluss über die Änderungen zu vertagen. Ob und inwieweit das Präsidium nun in der nächsten Sitzung den Forderungen der Studierenden entgegenkommt, bleibt offen. Auf Anfrage ließ das Präsidium verlauten, es könne sich im  Vorfeld nicht zu Inhalten des Antrages äußern. Sollte es auf der Sitzung des AS am 15. Mai zu einer Beschlussfassung kommen, tritt die neue Ordnung zum Wintersemester 2013/14 in Kraft.</p>
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		<title>Ein Studium für Götter</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 18:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mono-Bachelor Politikwissenschaft an der Freien Universität ist das beste Studium der Welt, findet Julian Niklas Pohl. Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Mono-Bachelor Politikwissenschaft an der Freien Universität ist das beste Studium der Welt, findet </strong><em><strong>Julian Niklas Pohl.</strong> </em><strong>Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung.</strong></p>
<div id="attachment_10442" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><a rel="attachment wp-att-10442" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/26/die-kalorienpriester-vom-studentenwerk/freitagsglosse-furios-4-1-bic/"><img class="size-large wp-image-10442" title="Freitagsglosse Furios 4.1 bic" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/10/Freitagsglosse-Furios-4.1-bic-469x239.jpg" alt="" width="469" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Ich gebe es gerne zu: Ich bin einfach glücklich im Moment. Sie haben uns immer gesagt: „Das Studium wird die tollste Zeit deines Lebens“ — Eltern, Lehrer, American Pie, alle. Und dann zieht man in eine Stadt voller depressiver Nörgelsäcke im Alter zwischen 19 und 25. Grundsätzlich scheinen da Anspruch und Realität voll aneinander vorbei zu rasseln. Für mich persönlich stimmt es jedoch: Mein Studium die beste Zeit meines Lebens – dank des besten Instituts der Welt.</p>
<p>Wer Politikwissenschaft studieren will und nicht am Otto-Suhr-Institut (OSI) landet, hat kein gutes Abi oder ist zu dumm für eine offensichtliche Entscheidung. Erstere sind zu bemitleiden, letztere auszulachen. Das OSI übertrumpft immer noch alle anderen Politikinstitute in Deutschland mit seinem riesigen, breiten Kursangebot. Irgendjemand heult zwar immer wieder pünktlich zum Semesterstart rum, wie viel toller wohl noch alles vor zwanzig Jahren war, und dass am OSI keine wahre Subversion mehr stattfindet seit Johannes Agnoli hier seine letzte Vorlesung hielt. Was sicherlich korrekt ist. Für mich stellt sich jedoch die praktisch orientierte Anschlussfrage: Who cares?</p>
<p><strong>Wahre Leistung! Wahre Leistung?</strong></p>
<p>Ich kann hier immer noch studieren, was ich will. Hab ich Bock auf Afrikastudien, mach ich halt 30 LP in Afrikastudien. Hab ich Bock auf Parteienforschung, mach ich halt 30 LP über die hochrelevante Frage, warum die französischen Sozialisten 1972 massive 2,4 Prozent in den Umfragen einbüßen mussten. Am OSI spuckt einem kein Lehrplan in die Wissenssuppe. Mit großen Löffeln fressen wir die Sorte Weisheit, die uns gefällt. Da trägt jeder für sich selbst Verantwortung für seine Zufuhr intellektueller Ambrosia.</p>
<p>So und nicht anders bildet man motivierte Politikwissenschaftler aus. Freies Denken, freies Lernen, ein selbstbestimmtes Studium – normalerweise floskelhafte Utopie der kühnsten Bildungsprotestler – all das ist am OSI Realität. Ein Studium für Götter.</p>
<p>Die paar Curriculumregeln, die es bachelorbedingt bei uns noch gibt, werden in zuverlässiger Regelmäßigkeit alle paar Jahre beschnitten. Ein Hoch auf die 2012er Studienordnung – denn schlechte Noten finden alle doof. Lieber also die Studienordnung wechseln und die 2,7 aus der Methodenvorlesung mit der „Leistung“ aus der Einführungsveranstaltung verrechnen. Richtig, das war der Kurs, bei dem die 1,0 gebucht ist. Sicher ist sicher. Wer bei uns am Institut noch Politik gegen den Leistungsdruck zu machen versucht, hat wirklich Humor.<strong> </strong></p>
<p><strong>Kein Master für Statistiker</strong></p>
<p>Und heiter geht es weiter: Die selbsterklärt elitären Statistikhansel aus Mannheim und Konstanz können sich mit ihrem hart erkämpften 2,3-Bachelor bei den Masterplätzen erst mal hinter die Schar OSIaner anstellen. Euer Scheißstudium endet in Scheißaussichten für die Zukunft. Redet euch eure langweiligen Städte gar nicht erst mit irgendwelchen akademischen Eliteversprechen schön. Ein Leben lang unglücklich – willkommen in Mannheim.</p>
<p>Denn ihr könnt eure Taschenrechner preisen, so sehr ihr wollt, man sieht es euch trotzdem an: In Wahrheit wärt ihr doch alle lieber nach Berlin gegangen.</p>
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		<title>Entscheidung zur Zivilklausel vertagt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 07:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maeggi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[fachbereichsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Militär Freie Universität]]></category>
		<category><![CDATA[OSI]]></category>
		<category><![CDATA[Zuvilklausel]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund von Unstimmigkeiten wurde die Abstimmung über eine Zivilklausel in den Sozial- und Politikwissenschaften erneut verschoben. Mara Bierbach berichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufgrund von Unstimmigkeiten wurde die Abstimmung über eine Zivilklausel in den Sozial– und Politikwissenschaften erneut verschoben. <em>Mara Bierbach</em> berichtet.</strong></p>
<div id="attachment_14529" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14529" href="http://www.furios-campus.de/2013/05/10/entscheidung-zur-zivilklausel-vertagt/zivilklausel1/"><img class="size-full wp-image-14529" title="zivilklausel1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/05/zivilklausel1.jpg" alt="Auch am vergangenen Mittwoch ist keine Entscheidung zur Zivilklausel gefallen. Foto: Mara Bierbach" width="470" height="313" /></a><p class="wp-caption-text">Auch am vergangenen Mittwoch ist keine Entscheidung zur Zivilklausel gefallen. Foto: Mara Bierbach</p></div>
<p style="text-align: justify;">Auf der Fakultätsratssitzung des Fachbereiches Sozial– und Politikwissenschaften sollte am Mittwoch, 8. Mai, über die <a title="Gegen Wissenschaft in Gewehrläufen" href="http://www.furios-campus.de/2012/11/25/gegen-wissenschaft-in-gewehrlaufen/">Zivilklausel </a>entschieden werden. Eine Abstimmung wurde jedoch erneut vertagt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zivilklausel in der am Mittwoch vorliegenden Form war von einer <a href="http://akzk.blogsport.de/">überwiegend studentischen Initiative</a><span style="color: #ff0000;"> </span>entworfen worden. Sie soll vorschreiben, dass Forschung und Lehre der Fakultät <a href="http://akzk.blogsport.de/zivilklausel/">nur friedlichen, zivilen Zwecken dienen</a> dürfen. Gemäß der Klausel dürften Wissenschaftler der Fakultät keine Forschung mit explizit militärischem Nutzen betreiben. Auch bei Personalentscheidungen müsste berücksichtigt werden, ob jemand beispielsweise mit Rüstungsunternehmen verbunden ist. Ein vom Fakultätsrat eingesetzter Ethikrat würde die Einhaltung der Zivilklausel überprüfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Initiative, eine Zivilklausel zu verabschieden, fand überwiegend Zustimmung in der Sitzung. Viele Dozenten kritisierten allerdings, der zur Abstimmung stehende Entwurf sei zu weitreichend und schränke die Forschung unnötig ein. So lobte beispielsweise Bernd Ladwig, Professor für politische Theorie am Otto-Suhr-Institut, die Initiative, sich als Fachbereich „zur gesellschaftlichen Verantwortung zu bekennen“, bemängelte aber auch weite Teile des zur Abstimmung stehenden Entwurfs: Er fürchte einen „Pazifismuszwang“.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Vorschlag von Forschungsdekanin Birgitt Röttger-Rössler wurde eine Entscheidung über die Zivilklausel vertagt. Eine Arbeitsgruppe soll eine alternative Version der Zivilklausel unter Berücksichtigung der Kritikpunkte erarbeiten. Auf der nächsten Sitzung sollen beide Versionen der Zivilklausel zur Abstimmung stehen. Studierende äußerten die Befürchtung, dieses Vorgehen werde die Zivilklausel »verwässern«.</p>
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		<title>Schäuble spricht vor 300 FU-Studenten</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 19:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 25-jährigen Bestehen des deutsch-französischen Finanz- und Wirtschaftsrates haben Finanzminister Schäuble und sein französischer Amtskollege in der FU Einigkeit heraufbeschworen. Von Maik Siegel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum 25-jährigen Bestehen des deutsch-französischen Finanz– und Wirtschaftsrates haben Finanzminister Schäuble und sein französischer Amtskollege in der FU Einigkeit heraufbeschworen. Von <em>Maik Siegel</em></strong></p>
<div id="attachment_14507" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14507" href="http://www.furios-campus.de/2013/05/07/schauble-spricht-vor-300-fu-studenten/schauble/"><img class="size-full wp-image-14507" title="Schäuble" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/05/Schäuble.jpeg" alt="Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (M.) und sein franzöischer Kollege Pierre Moscovici (r.) diskutieren mit den Studenten. Foto: Florian Schmidt" width="470" height="301" /></a><p class="wp-caption-text">Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (M.) und sein französischer Kollege Pierre Moscovici (r.) diskutieren mit den Studenten. Foto: Florian Schmidt</p></div>
<p>Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein französischer Amtskollege Pierre Moscovici haben die Freie Universität besucht. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des deutsch-französischen Finanz– und Wirtschaftsrates sprachen sie im Hörsaal 1a der Silberlaube vor rund 300 Studierenden. Im Anschluss stellten sie sich den Fragen der FU-Angehörigen. Begleitet wurde die Jubiläumsfeier von einer Handvoll protestierender Studenten.</p>
<p>Deren Sprechchöre schallten einem schon im Vorhinein der Veranstaltung von weitem entgegen. Vor dem Hörsaal hatten sich Studierende, Vertreter der FU und die Presse eingefunden, um auf den Einlass zu warten. Eine kleine Gruppe von Protestierern, die sich hinter zwei riesigen Bannern versteckten, riefen in die versammelte Menge: „Wir sagen Schäuble ins Gesicht, deine Zukunft woll’n wir nicht!“ Die meisten Leute schienen sich davon nicht beeindrucken zu lassen.</p>
<p>Auch Pierre Moscovici<a title="Pierre Moscovici" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Moscovici"></a> und Wolfgang Schäuble brachte der Lärm außerhalb des Saals nicht davon ab, mit ihren Reden zu beginnen. Zu Beginn verwies zunächst FU-Präsident Peter-André Alt auf die lange Tradition politischer Debatten an der FU. Er stellte außerdem die wichtige Bedeutung der FU als Partner Frankreichs heraus.</p>
<p><strong>„Ohne Frankreich und Deutschland geht in Europa nichts“</strong></p>
<p>Im Anschluss entwickelte sich die Veranstaltung schnell zu einer beidseitigen Werbung für den Kurs der EU. Moscovici betonte in seinem Vortrag die große Verantwortung, die beide Länder für ein erfolgreiches Europa trügen. Da die Völker ihrer beiden Länder über die Hälfte der Bevölkerung in den EU-Ländern ausmachten, müsse diese besondere Verantwortung politische Divergenzen überwinden, sagte der Sozialist. Beide Redner betonten schmunzelnd, dass sie die Partei des anderen nicht wählen würden, dennoch aber durch Kompromisse ein gemeinsames Ziel verfolgten. Dieses sei ein vereintes und starkes Europa.</p>
<p>Schäuble lobte die EU in seinem Vortrag als die „erfolgreichste internationale Zusammenarbeit seit dem Zweiten Weltkrieg“ und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass dies vor allem den beiden Ländern zuzuschreiben sei. „Auch wenn wir nicht alles sind – ohne Frankreich und Deutschland geht in Europa nichts.“</p>
<p><strong>„Typisches Politiker-Geschwätz“</strong></p>
<p>Die anschließenden Diskussion mit den Studierenden blieb in vielen Punkten oberflächlich. Zwar warnte Schäuble wiederholt vor den Gefahren der Jugendarbeitslosigkeit, konkrete Lösungsmöglichkeiten präsentierte er aber nicht. Einer Frage nach dem schlechten Deutschland-Bild in Europa wich er aus.</p>
<p>Und so war die Reaktion der Studierenden danach einhellig: „Typisches Politiker-Geschwätz“ sei das gewesen, fanden einige, Neues habe man nicht erfahren. Es sei eben das Wahlkampfjahr für die CDU, sagte ein Politik-Student. „Mehr als eine Schaufenster-Debatte kann man da nicht erwarten.“</p>
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		<item>
		<title>Lasst uns doch in Ruhe!</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 09:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[fsi]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Semesterauftaktparty]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Semesterauftaktparty der FSIn wagt stets aufs Neue den Spagat zwischen billigem Wodka und moralischer Belehrung. Doch man kann es auch übertreiben, meint Margarethe Gallersdörfer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Semesterauftaktparty der FSIn wagt stets aufs Neue den Spagat zwischen billigem Wodka und moralischer Belehrung. Doch man kann es auch übertreiben, meint <em>Margarethe Gallersdörfer</em>.</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-7174" title="MoKo" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/01/MoKo.jpg" alt="" width="450" height="275" /><br />
</strong></p>
<p>Nun will ich mal nicht so tun, als sei es besonders schlimm gewesen. Im Gegenteil: Die Semesterauftaktsause am Samstag war eine Spitzenparty. Wirklich. Nicht zu voll, freundliche Leute am Eingang, gute Musik, hübscher Eintrittsnagellack. Und die Menschen am Tresen, die waren auch sehr entgegenkommend, besonders bezüglich der Wodkaration in der Wodka-Mate für zwei Euro. Fand auch der Freund, den ich mitgebracht hatte.</p>
<p>Sorry noch mal, dass er dann auf dem Boden eingeschlafen ist. Dreimal sind Leute vorbeigekommen, um zu fragen, ob er was braucht. Als ich ihm später davon erzählt habe, hat er das sehr zu schätzen gewusst. Und ich eigentlich auch. Hätten wir Hilfe gebraucht, wir hätten sie bekommen. Es war beruhigend, das zu wissen.</p>
<p>Das ganze „New Yorck“, die Wohnung im Künstlerhaus Bethanien an der Kottbusser Straße, in der die Party stattfand, war also voller netter, friedlich gesinnter Menschen; nichts konnte die Stimmung trüben – außer eines: der Flyer. Könnt ihr das nicht einfach mal lassen?</p>
<p>Ich komme von draußen, die Stimmen zweier Wildfremder noch im Ohr, die es auf dem Weg vom Kotti zum Bethanien angemessen fanden, meine Physiognomie zu kommentieren – und stelle bei euch fest, dass mir kein „Geile Titten“ die Laune so verderben kann wie ein Flyer, der mich anblafft: „Auch du hast diskriminierende Verhaltensweisen verinnerlicht.“</p>
<p><strong>Am Eingang schon entnervt</strong></p>
<p>Gut zu wissen! Aber wisst ihr was? Ihr nervt! „Wir alle wollen einander respektieren und achten. Diese Party soll ein Wohlfühlraum für alle sein, in dem wir miteinander feiern können.“ Fein. Wo ist eigentlich der Wohlfühlraum, in dem ich nicht schon am Eingang im Kinderbuch-Duktus über den korrekten Umgang mit meinen Mitmenschen belehrt werde?</p>
<p>Wenn ich auf eine Party komme, will ich als Erstes was trinken, nicht mich durch wilde Grammatik kämpfen! Dass Tippfehler mir nahe gehen, mag noch mein persönlicher Spleen sein. Aber auch anderen Leuten vermiest es die Stimmung, am Anfang eines netten Abends erst darüber nachdenken zu müssen, dass sich „jemensch“ durch einen Witz verletzt fühlen könnte.</p>
<p>Verstörend ist das! Aber wie läuft das, liebe Leute von der spaßbefreiten Sprachpolizei, kann man denn in solchen Fällen wenigstens darüber reden? Nö: „Akzeptier das und denk darüber nach [sic] wie du nicht wieder eine Person verletzt. Wer das nicht respektieren kann, fliegt raus!“ Da kommt Freude auf. Vielleicht beim nächsten Mal noch einen diskriminierungsfreien Knigge für die unfallfreie Partykonversation dazu?</p>
<p>Ich habe auch keine Lust auf „sexistische, homophobe, transphobe, klassistische, rassistische und andere diskriminierende Äußerungen und Handlungen“. Deswegen gehe ich unter anderem auf eure Partys: Da passiert so was doch sowieso nie! Und wenn es doch passiert, keine Sorge: Wir wissen, dass ihr alle zu unserer Rettung herbeieilen werdet.</p>
<p>Im Ernst: Sichtbare Awareness-Tische sind eine gute Sache. Und wenn es unbedingt sein muss, hängt halt noch ein Plakat irgendwo hin. Aber diese Nummer mit den Flyern? Das ist doch reine Provokation! Gebt’s zu: Euch ist langweilig. Insgeheim hättet ihr nichts lieber als ein bisschen diskriminierende Action in der Bude!</p>
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		<title>Silberlaube — jetzt auch in 3D!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 15:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der technische Fortschrittswahnsinn macht auch vor der Silberlaube nicht halt. Neue Flachbildschirme sollen uns endlich effizient durchs Uni-Labyrinth führen. Thomas Rostek ist mäßig begeistert. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der technische Fortschrittswahnsinn macht auch vor der Silberlaube nicht halt. Neue Flachbildschirme sollen uns endlich effizient durchs Uni-Labyrinth führen. <em>Thomas Rostek</em> ist mäßig begeistert. </strong></p>
<div id="attachment_10442" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><a rel="attachment wp-att-10442" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/26/die-kalorienpriester-vom-studentenwerk/freitagsglosse-furios-4-1-bic/"><img class="size-large wp-image-10442" title="Freitagsglosse Furios 4.1 bic" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/10/Freitagsglosse-Furios-4.1-bic-469x239.jpg" alt="" width="469" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Neues Semester, neuer Navigationshorror. Die Raumsuche kommt vielerorts einer Schnitzeljagd gleich. Sie beginnt gleich mit dem ersten Tag des Semesters und hört im schlimmsten Fall erst am Semesterende auf, aufgrund von Raumänderungen, der eigenen Vergesslichkeit oder einer Universität mit viel Raum und ohne ein System, das uns sagt, wo sich nun Raum KL 25/125a befindet.</p>
<p>Erst kürzlich erblickte ich Handwerker, wie sie zwei üppig dimensionierte Touchpads am Eingang zur Mensa des Hauptgebäudes montieren. Was hat es mit den sichtlich teuren Elektro-Gadgets auf sich? Sie schlummern derzeit noch im Stand-by-Modus, werden uns aber in Zukunft, ganz in Hightech-Manier, innerhalb von Sekundenbruchteilen den Weg zu weisen. Aber auch den richtigen?</p>
<p><strong>Der Schrei nach einem Leitsystem</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong>Die Architektur des Hauptgebäudes ist zunächst mal – nun ja: eigenwillig. Das dachte bisher nicht nur ich, sondern vermutlich Generationen von Studenten vor mir. Für mich als Quereinsteiger aus Potsdam, der vorher innerhalb des Schlossparks studierte und nun in einem Universitätsgebäude paukt, das vielmehr einem alternden Raumschiff gleicht als einer Lernstätte, war der Bau aus den 70er-Jahren zu Beginn mehr als befremdlich.</p>
<p>Wer bloß keinen Rüffel vom Dozenten wegen Unpünktlichkeit kassieren will ist angehalten, seine Reise zum Veranstaltungsort seines Kurses akribisch vorzubereiten. Denn ein Leitsystem, das einem im Zweifelsfall unter die Arme greift, gibt es an der Freien Universität schlichtweg nicht. Ja, dieses Gebäude schreit förmlich nach einem Leitsystem mit seinem undurchdringlichen Geflecht aus Straßen, Wegen und noch mehr Sackgassen. Oder bin ich es, der hier entnervt und immer noch planlos durch die Gänge wackelt?</p>
<p><strong>FU 2.0: Richtungsweisend ist anders</strong></p>
<p>Doch die Rettung naht! Bald haben wir die Möglichkeit, uns in 3D und vermutlich auch in High Definition interaktiv berieseln zu lassen. Wir werden in der Simulation bis vor die Türe unseres Kurses begleitet und werden uns den Streckenverlauf vermutlich nie merken können. Es sei denn, die Hightech-Vorführung findet in Slow Motion statt, was uns wiederrum zu viel Zeit kostet. Mist, Zwickmühle.</p>
<p>Jegliche technische Finesse, jeder elektronische Protz und Pomp, den ich mit dieser Investition verbinde, macht vor allem eines – keinen Sinn. Ich frage mich, wozu haben wir beispielsweise den Info-Point haben? Werden diese Mitarbeiter ab sofort zur Dekoration degradiert? Vielleicht kommen ja bald neue Zutaten in die Mensa-Cookies. Dann gibt’s Public Viewing vor der Silberlauben-Simulation – und alles ergibt wieder Sinn.</p>
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		<title>Rassismusvorwürfe bei Asta-Wahl</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 11:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die studentischen Parlamentarier haben Vorsitz und Referenten des neuen Astas gewählt. Einige erhoben dabei schwere Vorwürfe. Von Max Krause und Veronika Völlinger]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die studentischen Parlamentarier haben Vorsitz und Referenten des neuen Astas gewählt. Einige erhoben dabei schwere Vorwürfe. Von <em>Max Krause</em> und <em>Veronika Völlinger</em></strong></p>
<div id="attachment_5144" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-5144" title="StuPa_280411" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC_0979..--470x311.jpg" alt="Stupa-Sitzung-CoraMaeGregorschewski" width="470" height="311" /><p class="wp-caption-text">Das Stupa hat einen neuen Asta gewählt. Foto: Cora-Mae Gregorschewski (Archiv)</p></div>
<p>Der Studierendenvertreter Ronny Matthes ist neuer Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta). Das Studierendenparlament (Stupa) wählte ihn, zwei Stellvertreter und insgesamt neun Referate auf seiner Sitzung am Dienstag, 30. April. Streit gab es um das Referat für internationale Studierende (Ris). Bei der Kandidatenaufstellung sollen Fehler unterlaufen sein, außerdem warfen Ris-Referenten dem Asta Rassismus vor.</p>
<p>Matthes war selbst nicht anwesend. Über einen Kommilitonen teilte der neue Asta-Vorsitzende mit, dass er seinen Posten als solchen ablehne. Er befürworte eine Studierendenvertretung, die konsensual entscheide. Daher wolle er seine Arbeit auf das Unterschreiben von Asta-Dokumenten beschränken. Matthes ist bereits als Referent im Schwulenreferat im Asta bekannt. Seine zwei Stellvertreter sind Benjamin Müller von der Fachschaftsinitiative Lehramt und Anna Islentyeva, ehemals Sozialreferentin.</p>
<p>Die ehemalige Asta-Vorsitzende Anja Naujoks stellte sich nicht mehr zur Wahl. In einem Schreiben teilte sie mit ironischem Unterton mit, dass ihre „Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um den Dienst in angemessener Weise auszuüben“ – immerhin studiere sie im sechsten Mastersemester. Das Stupa entlastete sie einstimmig.</p>
<p><strong>Streit ums Referat für Internationale Studierende</strong></p>
<p>In der weiteren Sitzung wählte das Stupa die Kernreferate für Hochschulpolitik, Soziales, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen und Kultur sowie vier weitere Referate. Dabei gab es jeweils keine Gegenkandidaten. Die so genannten autonomen Referate für Frauen, Lesben und Schwule wurden noch nicht besetzt. Hier wartet das Stupa die Entscheidungen der jeweiligen Vollversammlungen ab, die es dann lediglich bestätigt.</p>
<p>Kontroverse Diskussionen gab es um die Kandidatenaufstellung für das Referat für internationale Studierende (Ris). Die Nominierung erfolgte auf einer Vollversammlung (VV) für internationale Studierende, die bereits im Vorfeld Streit verursachte: Die VV sei sehr kurzfristig und im falschen Raum angekündigt worden, monierten betroffene Stupa-Mitglieder. Dass die Ankündigung der VV nur auf Deutsch erfolgt sei, widerspreche dem Selbstverständnis des Ris. Sie vermuteten ein taktisches Vorgehen des Asta, und werteten diese Behinderungen ihrer Arbeit als Rassismus.</p>
<p>Während der VV soll es dann zu Verstößen gegen die Wahlordnung gekommen sein. Unter anderem sollen Nicht-FU-Mitglieder ihre Stimme abgegeben haben. Auch bei der Auszählung der Stimmen für die Kandidaten seien Fehler unterlaufen. Ein Beobachter vom Asta der TU vermutete, dass es  zwischen den Kandidaten zwei Fronten gegeben habe. Insgesamt soll die VV sehr ungeordnet abgelaufen sein.</p>
<p><strong>Kandidatennominierung wird wiederholt</strong></p>
<p>Internationale Studierende sollen während der VV zudem einem Kandidaten Sexismus vorgeworfen haben. Die neue stellvertretende Vorsitzende Anna Islentyeva nannte die Stimmung während der VV „unerträglich“. Näheres wurde nicht bekannt, da der entsprechende Kandidat nicht bei der Stupa-Sitzung anwesend war.</p>
<p>Das Stupa beschloss nach einer regen Diskussion einstimmig, die VV wiederholen zu lassen. Dazu wurde eine Kommission eingesetzt, die den ordnungsgemäßen Ablauf sicherstellen soll. Der Beobachter von der TU äußerte Bedenken, da zwei der Kommissionsmitglieder selbst bei der vergangenen VV kandidiert hatten. Bis zur nächsten Stupa-Sitzung bleiben die alten Referenten des Ris kommissarisch im Amt.</p>
<p>Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss das Stupa zwei Anträge der Liberalen Hochschulgruppe (LHG). Damit fordert das Stupa eine bessere Unterstützung chronisch und psychisch kranker Studierender sowie die Möglichkeit, bei einer Abfrage des Geschlechts in Dokumenten der Hochschule auch andere Angaben als „männlich“ oder „weiblich“ zu machen. Auf Antrag des Café Tatort sprach sich das Stupa außerdem dafür aus, die Mensa II verstärkt für Klausuren einzusetzen.</p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Der Asta setzt sich künftig aus folgenden Referenten zusammen:</p>
<p><strong>Hochschulreferat</strong>: Arik Rückemann, Anna Vodegel, Lucas Feicht<br />
<strong>Sozialreferat</strong>: Anna Islentyeva, Manuel Jaeger, Sami Maazouzi<br />
<strong>Öffentlichkeitsreferat</strong>: Katharina Steininger, Sinja Rückling, Niklas Walendy<br />
<strong>Finanzreferat</strong>: Anna Weber, Anja Hackins, Farina Friese<br />
<strong>Kulturreferat</strong>: Nora Huberty, Christina Meyer, Tobias Unger<br />
<strong>Fachschaftsreferat</strong>: Miriam Zimmermann, Benjamin Müller, Ruth Vossel<br />
<strong>Referat für Kommunikation und Anitrepression</strong>: Philipp Bahrt, Louisa Zech, Dario Brandes<br />
<strong>Referat für Internationalismus und Antifaschismus</strong>: Josefine Sauer, Hannah Geiger, Markus Baumgartner<br />
<strong>Referat für Lehre und Studium</strong>:  Jette Würfel, Clemens Herzig , Robert Halt auf der Heide</p>
<p><em>Anm. d. Red., Korrektur im 1. Absatz: Ursprünglich war hier von Sexismusvorwürfen gegen den Asta die Rede. Tatsächlich richteten sich diese Vorwürfe aber nur gegen eine Einzelperson.</em></p>
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		<title>Das große Hauen und Stechen</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 08:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[überfüllte Seminare]]></category>

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		<description><![CDATA[Pünktlich zum Semesterbeginn begann wieder ein erbittertes Hauen und Stechen um die letzten freien Plätze. Sophie Krause hat sich einen Klappstuhl besorgt und das Geschehen kommentiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pünktlich zum Semesterbeginn begann wieder ein erbittertes Hauen und Stechen um die letzten freien Plätze. <em>Sophie Krause</em> hat sich einen Klappstuhl besorgt und das Geschehen kommentiert.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4377" title="Montagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2011/01/montagskommentar.jpg" alt="" width="450" height="275" /></p>
<p>Das Semester beginnt stets mit der gleichen Prozedur. Über das allseits beliebte Campus Management soll die Anmeldung für die Lehrveranstaltungen organisiert und erleichtert werden. Das System schafft Ordnung und verteilt die studentischen Scharen gleichmäßig auf die Veranstaltungen ihrer Wahl, unter Berücksichtigung der jeweiligen Platzkapazitäten. Dabei ist selbstverständlich der Wunsch jedes Einzelnen zu berücksichtigen. Das klappt nicht immer. Platzbeschränkung? Das wollen wir doch mal sehen.</p>
<p>Beim großen Hauen und Stechen um die letzten freien (Sitz-)Plätze gilt das Windhundverfahren – wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Platzvergabe via Campus Management (CM) bedeutet zwar, dass nur eine beschränkte Anzahl an Studenten für eine Veranstaltung angemeldet wird. Das sind, laut Kapazitätsverordnung der FU, maximal 60 Köpfe, bei einigen Seminaren auch zwischen 15 und 30, sofern die Lehrkraft dies vorher beantragt hat.</p>
<p><strong>Zum Studieren braucht man Platz</strong></p>
<p>Allseits bekannt ist jedoch, dass sich der besonders eifrige Student, selbst wenn das CM ihm die Anmeldung verwehrte, auch nachträglich im Seminar seiner Wahl auf der Teilnehmerliste eintragen kann. Ganz altmodisch, analog auf Papier. Nur blöd, dass diese Praxis die gesamte Organisation des CM über Bord wirft.</p>
<p>Darauf folgt das große Klagen: Ist die sogenannte Shopping-Week vorüber, bleiben viele Veranstaltungen trotz des strikten Anmeldeverfahrens hoffnungslos überfüllt. Das Geschrei ist groß: Mehr Seminare, größere Räume, bessere Organisation; wie soll man denn in einem 60-Kopf-Seminar eine gescheite Diskussion führen? Eine Zumutung für Studenten und Lehrende. Zum Studieren braucht man Platz, die Möglichkeit eines individuellen Austauschs mit dem Lehrenden und den Mitstudenten und nicht zuletzt ausreichend Sauerstoff. Daran besteht kein Zweifel.</p>
<p><strong>Widerstand gegen das Campus Management</strong></p>
<p>Gleichwohl dieses Problem nicht jeden Fachbereich betrifft, darf es dennoch nicht unter den Tisch fallen. <a href="http://www.furios-campus.de/2013/04/28/wenn-nur-noch-der-boden-bleibt/" target="_blank">Die Gründe für die vielen überbelegten Veranstaltungen sind zahlreich und durchaus unterschiedlicher Natur.</a> Selbstverständlich muss hier an der FU noch einiges geschehen, damit den Studenten und Lehrenden das Arbeits– und Lernklima ermöglicht wird, das ihnen zusteht.</p>
<p>Allerdings sollten hier gerade die studentischen Reihen nicht zu laut aufschreien: Wer hat sich nicht schon einmal gegen die Willkür des CM aufgelehnt und nachträglich sein eigentlich schon voll belegtes Wunschseminar bekommen, weil er sich beim großen Hauen und Stechen nicht durchsetzen konnte?</p>
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		<title>Die Schatten der Produktivität</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 21:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist falsch am Kapitalismus? Am Dienstagabend traten Nancy Fraser und Rahel Jaeggi an der Freien Universität in einen Dialog über den Kapitalismus und stießen auf großes Interesse. Von Josta van Bockxmeer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist falsch an unserem Gesellschaftssystem? Am Dienstagabend traten Nancy Fraser und Rahel Jaeggi an der Freien Universität in einen Dialog über den Kapitalismus und stießen auf großes Interesse. Von <em>Josta van Bockxmeer</em></strong></p>
<div id="attachment_14447" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14447" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/28/die-schatten-der-produktivitat/753px-nancyfraser/"><img class="size-large wp-image-14447" title="753px-NancyFraser" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/753px-NancyFraser-470x373.jpg" alt="" width="470" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Nancy Fraser: Erneuerter Kapitalismus braucht erneuerte Kritik. Lizenz: Creative Commons</p></div>
<p>Die Kritik des Kapitalismus „is booming“, stellte Rahel Jaeggi gleich zu Anfang der Lesung fest. Welche Fehler dem System innewohnen und wie eine heutige Kapitalismuskritik auszusehen hat, waren die Fragen, denen sie und Nancy Fraser sich in ihrer Lesung widmeten. Moderiert wurde der Dialog von Stefan Gosepath, Professor für praktische Philosophie an der FU.</p>
<p>Fraser, Professorin für Politik– und Sozialwissenschaften an der New School for Social Research in New York, und Jaeggi, Professorin für praktische Philosophie an der Humboldt Universität, stellten ein »work in progress«<em> </em>vor: Sie wollen zusammen ein Buch über neue, dem 21. Jahrhundert angemessene Formen der Kapitalismuskritik veröffentlichen, in Dialogform.</p>
<p>Der Abend war von großer Einigkeit geprägt. Während des ersten Teils der Lesung stellte Jaeggi vor allem Fragen, auf die Fraser mit der Erläuterung ihrer Kritik des heutigen Kapitalismus antwortete. Die Protagonistinnen ergänzten sich perfekt. Fraser erläutert, Jaeggi lobte: „Ich mag die Herangehensweise.“</p>
<p>Fraser unterschied die „Geschichte der Vorderseite“ des Kapitalismus, im wesentlichen Marx‹ Analyse der Erzeugung von Mehrwert durch Produktion und Ausbeutung, von der Geschichte der „Rückseite“, der Frage danach, wodurch dieses System ermöglicht wird.</p>
<p>Diese „Rückseite“ seien etwa die Einstellungen, die das System stabilisieren. Zum Beispiel leisten vor allem Frauen im Haushalt viel Pflegearbeit, die nicht entlohnt wird. Auch die Ausnutzung des Ökosystems gehöre dazu. Der Kapitalismus setze den Profit aus der Natur voraus, zerstöre dieses damit gleichzeitig, so Fraser. Diese Mechanismen gerieten jedoch aus dem Blick, wenn man den Kapitalismus nur als ein ökonomisches System erfassen wollte. „Der Kapitalismus ist kein ökonomisches System. Er ist eine Gesellschaft“, so Fraser.</p>
<p>Fraser und Jaeggi waren sich zwar meistens einig, ihre philosophischen Stile unterschieden sich aber deutlich voneinander. Fraser schien allzu tief theoretische Überlegungen vermeiden zu wollen. So bekannte sie sich zu einem „strategischen Agnostizismus“ in der Frage, ob wir eher eine Reform des Kapitalismus oder eine Revolution anstreben sollten. „Hier sollte die Theorie aufhören und die Politik anfangen“, sagte sie.</p>
<p>Jaeggi war zwar oft ähnlicher Meinung, sie drückte sich aber präziser aus. „Ob man Reformistin oder Revolutionärin ist, ist nicht so wichtig. Was zählt, ist die radikale Transformation.“ Jaeggis Neigung, den Fragen philosophisch tief auf den Grund zu gehen, überzeugte. „Es ist wichtig, über verschiedene Arten der Kritik nachzudenken.“ Man wollte es ihr sofort nachmachen.</p>
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		<title>Wenn nur noch der Boden bleibt</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 10:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Überfüllte Seminare sind nicht nur zu Semesterbeginn anstrengend, sondern ein generelles Problem an der FU. Natalia Gawron berichtet, warum die Plätze oft nicht reichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Überfüllte Seminare sind nicht nur zu Semesterbeginn anstrengend, sondern ein generelles Problem an der FU. <em>Natalia Gawron </em>berichtet, warum die Plätze oft nicht reichen.</strong></p>
<div id="attachment_14434" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14434" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/28/wenn-nur-noch-der-boden-bleibt/horsaal1-3/"><img class="size-large wp-image-14434" title="Hörsaal1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/Hörsaal1-470x293.jpg" alt="Überfüllte Hörsäle und Seminarräume sind Anfang des Semesters die Regel. Foto: Florian Schmidt" width="470" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Überfüllte Hörsäle und Seminarräume sind Anfang des Semesters die Regel. Foto: Florian Schmidt</p></div>
<p>Wer in den letzten Minuten vor Seminarbeginn den Raum erreicht, der kennt das nur zu gut: Kein Platz ist mehr frei, die Heizungen sind auch schon besetzt. Was bleibt, ist der unbequeme Boden.</p>
<p>Das Problem überfüllter Seminare erleben viele Studierende an der FU täglich. In einem Seminarraum, der für 30 bis 40 Leute vorgesehen ist, sitzen immer wieder bis zu 60 Studierende.<br />
Doch warum ist das so? Fehlen Lehrkräfte, fehlen Gelder? Warum werden beliebte Kurse nicht häufiger angeboten? Wie läuft die Organisation intern ab? Warum werden Seminare „ohne Platzbeschränkung“ angeboten, wenn diese dann doch überfüllt sind?</p>
<p>Wie viele Personen in Seminaren, Vorlesungen und Übungen sitzen dürfen, bestimmt die Kapazitätsverordnung der FU. Das gegenwärtige Gesetz schreibt in Seminaren eine Teilnehmerzahl von höchstens 60 Studierenden vor.</p>
<p><strong>Schwierige Planung</strong></p>
<p>Dozentin Jenny Willner, vom Institut für Deutsche und Niederländische Philologie, kennt das Problem. „Oft können Lehrende zwar schon vor Semesterstart über das Campus Management sehen, wie viele Personen sich für ein Seminar anmelden“, erklärt die Dozentin, „aber es gibt meist viele Nachrücker, die sich nach dem Anmeldezeitraum noch in ein Seminar eintragen.“ Außerdem kämen noch die Erasmus-Studierenden hinzu, die sich meist nicht über das Campus Management anmelden können.</p>
<p>Was die Planung der Module weiter schwierig macht: „Trotz straff geplanten Bachelorstudiengängen studieren einfach viele in einem sehr unterschiedlichen Tempo“, erklärt Willner.</p>
<p>Das Problem überlaufener Seminare ist von Institut zu Institut unterschiedlich stark ausgeprägt. Professorin Constance Scharff vom Institut für Biologie betreut mehrere Seminare im Bereich der Verhaltensbiologie. Sie kennt dieses Problem nicht. Die Seminare, die sie lehrt, sind nicht überfüllt. Dennoch meint die Professorin, dass es generell zu wenige Lehrkräfte für die große Anzahl der Studierenden gäbe.</p>
<p>„Wir können leider bei der Planung nicht vorhersagen, wie viele Studierende sich für ein Seminar anmelden werden. Die einzige Möglichkeit ist, mit den Erfahrungswerten der früheren Semester zu operieren“, so Scharff.</p>
<p><strong>Lehrkräfte fehlen</strong></p>
<p>Vonseiten der Lehrkräfte besteht die Möglichkeit, vorher eine Teilnehmerplatzbeschränkung zu beantragen. Das muss jedoch lange vorher geschehen. Viele Dozenten, die neu an der FU sind, haben also zeitlich gar nicht die Möglichkeit, sich darum zu bemühen. So auch Laura Suna, die am Institut für Publizistik– und Kommunikationswissenschaft lehrt. Die Dozentin wurde am Anfang dieses Semesters ebenfalls mit einem überfüllten Seminar konfrontiert. Die Institutsleitung hat jedoch ihrerseits angeboten, einen zweiten Termin zu stellen. Suna musste sich weder um einen Termin noch um einen Raum bemühen.</p>
<p>Jochen Hundsdoerfer ist Studiendekan am Fachbereich für Wirtschaftswissenschaften. Der FURIOS sagte er, dass der Berliner Senat die Größe einer Veranstaltung bestimmt. „Der Universität sind oft die Hände gebunden, denn auch das Lehrpersonal hat eine vertraglich festgelegte Anzahl von Stunden, die nicht erhöht werden darf“, so Hundsdoerfer. Man kann also nicht einfach mehr Kurse anbieten, da es dafür nicht genug Lehrkräfte gäbe.</p>
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		<title>Zu Hause — und trotzdem fremd</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 06:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin ist multikulti, weltoffen und tolerant. Aber wer toleriert eigentlich noch die Berliner? Rebecca Eickfeld, eine Waise ihrer Mutterstadt, berichtet mit Herz und Schnauze.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin ist multikulti, weltoffen und tolerant. Aber wer toleriert eigentlich noch die Berliner? <em>Rebecca Eickfeld</em>, eine Waise ihrer Mutterstadt, berichtet mit Herz und Schnauze.</strong></p>
<div id="attachment_10442" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><a rel="attachment wp-att-10442" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/26/die-kalorienpriester-vom-studentenwerk/freitagsglosse-furios-4-1-bic/"><img class="size-large wp-image-10442" title="Freitagsglosse Furios 4.1 bic" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/10/Freitagsglosse-Furios-4.1-bic-469x239.jpg" alt="" width="469" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Semesterbeginn. Auf den Einführungsveranstaltungen wird von Kulturaustausch gesprochen und man spürt die unbegrenzten Möglichkeiten der Globalisierung: Erasmus, Partner zum Fremdsprachenaustausch, internationale Studenten. Mir begegnen ein bis zwei bekannte Gesichter und ich lerne Leute aus Hamburg, Bielefeld und Krefeld kennen. Ich kleiner Ersti bin begeistert und liebe dieses Weltenbummler-Flair.</p>
<p>Bis zum ersten Kneipenabend: Denn ich bin die einzige Berlinerin. Und zwar nicht in einem wunderbaren Meer aus Internationalität, sondern in einer staubtrockenen Wüste von bundesweit. Meine Kommilitonen wohnen teilweise erst drei Wochen hier und erzählen mir, wie lecker doch die Currywurst bei Curry 36 sei und dass sie heute noch in den Fritz Club gehen. Glückwunsch!</p>
<p>Trotz dieser bombastischen Vorlage für einen Spruch aus der Klischeeschublade für Zugezogene verstumme ich, als sie mir ihre Geschichten erzählen und habe mächtig viel Respekt vor ihnen. So reif sind die also. Warum? Weil sie mit 19 Jahren von Zuhause ausgezogen sind und den Weg nach draußen gewagt haben? Sich schnell noch eine von den vollbesetzten WGs gekrallt haben? Weil sie wissen wie sie mit der BVG von Neukölln zum Rosenthaler Platz kommen? Okay, ich gebe zu, das ist bewundernswert.</p>
<p>Aber ich darf hier ja wohl auch studieren, oder? Ich habe mich im verdammten Doppeljahrgang (Danke, G8!) durchgeschlagen, habe mir eine Woche nach Abiturverleihung einen guten Nebenjob ergattert und drei Monate später sitze ich hier an der Uni in Berlin. Ich war noch nie in meinem Leben bei Curry 36, sondern im Kiez bei Curry Paule. Mein Opa ist zwischen den Kriegstrümmern in Steglitz aufgewachsen, meine Mutter hat ihre Cousine erst wieder 1989 unbeschwert in die Arme schließen können. Und ich kann Berlinerisch, diesen „hässlichen“, „ranzigen“ Dialekt.</p>
<p>Ein Kommilitone, unverkennbar sächsischer Einschlag, wollte mir heute weismachen „dufte“ hieße, dass etwas langweilig sei. Kannste knicken!</p>
<p><strong>Ganz ohne Koffer im Hörsaal</strong></p>
<p>Nachdem ich mir die vielseitigen und aufregenden Geschichten eures Lebensweges, der euch schließlich nach Berlin geführt hat, angehört habe, kommt die erwartungsvolle Frage: „Und woher kommst du?“ „Aus Berlin.“ „Ach so.“ Hiermit ist das Gespräch dann meist beendet. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich habe mir deshalb angewöhnt zu sagen: „Aus Berlin-Neukölln.“ Große Augen in denen man lesen kann: Rütli, Gewalt, Gefahr, Skandal! Aber das Thema ist bei den meisten auch schon ausgelutscht. Mist.</p>
<p>Voller Vorfreude und der Begierde nach Heimatgefühl steige ich in die U-Bahn. Ich spitze die Ohren und lausche aufmerksam nach den Klängen von „icke, dette, kieke mal…“. Ohne Erfolg. Ich habe nie berlinert und war nie übermäßig stolz auf meine Heimatstadt. Doch langsam formt mich das Menü aus Maultaschen, Kölsch und Friesentorte zu einer wahrhaftigen Verfechterin des Lokalpatriotismus.</p>
<p>Einen meiner letzten hinterbliebenen Berliner Freunde rufe ich an, wenn mir mal nach „Schöhn juten Tach“ ist und hoffe, dass er nächste Woche, wenn der nächste Kneipenabend ansteht, frei hat. Blöd nur, wenn ich dann Freitagnachmittag wieder als einzige ohne Koffer im Hörsaal sitze. Dann fühle ich mich wirklich einsam.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Da waren es nur noch neun</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 16:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Antifa hat in Gedenken an die NSU-Opfer neun Straßennamen überklebt – auch in FU-Umgebung. Was dahinter steckt und warum die Aktion ihr Ziel verfehlt hat, kommentiert Cora-Mae Gregorschewski.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Antifa hat in Gedenken an die NSU-Opfer neun Straßennamen überklebt – auch in FU-Umgebung. Was dahinter steckt und warum die Aktion ihr Ziel verfehlt hat, kommentiert <em>Cora-Mae Gregorschewski.</em></strong></p>
<p><strong><em><img class="aligncenter size-full wp-image-7174" title="MoKo" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/01/MoKo.jpg" alt="" width="450" height="275" /></em></strong>Alte Schilder, neue Namen: In der Umgebung der Rost– und Silberlaube wurden die Lansstraße mit dem Namen „Theodorus-Boulgarides-Straße“  und die Iltisstraße mit „Enver-Simsek-Straße“ überklebt. Ergänzt wurden die Namen mit: „Von Nazis ermordet. Gegen Rassismus! Gegen das Vergessen!“</p>
<p>Der Campus ist nicht der einzige Ort, an dem solche Umbenennungen stattfanden. In verschiedenen Berliner Stadtteilen sind insgesamt neun Straßen betroffen: Sie tragen jetzt die Namen von Opfern des NSU.</p>
<p><strong>Aktion ohne Tiefgang</strong></p>
<div id="attachment_14404" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14404" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/22/da-waren-es-nur-noch-neun/strase/"><img class="size-full wp-image-14404" title="Straße" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/Straße.jpg" alt="" width="470" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">    Ecke Fabeckstraße: Das Straßenschild der Lansstraße wurde zum Gedenken an die Opfer des NSU überklebt. Foto: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>Der NSU ist eine rechte Terrororganisation, die in den Jahren von 2000 bis 2007, trotz staatlicher Observation, an mehreren Orten in Deutschland ausländische Mitbürger und eine deutsche Polizistin heimtückisch ermorden konnte. Mit der Aktion will die Antifa nach eigenem Bekunden dieser Opfer gedenken. Das ehrt die Aktion aber trotzdem nicht.</p>
<p>Denn wie man ihrer <a title="Seite" href="http://www.antifa-berlin.info/news/216-straenumbennung-zum-gedenken-an-nsu-opfer" target="_blank">Seite </a>entnehmen kann, hat die Antifa nur an neun Opfer erinnert. Des zehnten Opfers, der Polizistin Michèle Kiesewetter, wird nicht gedacht. Kiesewetter hat bei der Antifa Berlin einfach Pech: Sie ist deutsch, Polizistin und eine Frau. Das passt nicht ins Bild der Betroffenheitslyrik der Antifa. Dabei schreibt die Gruppe selbst auf ihrer Seite: Niemand dürfe, aus „menschenfeindlichen Gründen getötet“ werden. Klingt gut und edel, gilt aber anscheinend nur so weit,  wie es der Gruppe ideologisch genehm ist.</p>
<p><strong>Ideologische Verkalktheit der Antifa</strong></p>
<p>Die Polizistin nicht als Opfer zu erwähnen, ist — und das muss deutlich gesagt werden — rassistisch, Frauen– und  insbesondere menschenfeindlich. Außer man kann in der Gruppe einfach nicht bis zehn zählen. So starb Kiesewetter nicht nur durch die Kugeln des NSU, sondern ein zweites Mal durch die ideologische Verkalktheit der Antifa. Der geht es offenbar nur darum, den Beruf Polizist an sich abzustrafen.</p>
<p>Neben der Rechenschwäche und Rachsucht erweist sich die Aktion auch sonst ohne besonderen Tiefgang. Denn warum gerade die erwähnten Straßen überdeckt wurden, erfährt man selbst auf der Internetseite der Antifa nicht. Eine kleine Umfrage an der FU in den betroffenen Straßen zeigte, dass keiner der Passanten etwas mit neuen oder alten Namen anfangen kann. Namen sind Schall und Rauch, wenn man ihre Geschichte dazu nicht erfährt.</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;"> </span></p>
<p>Eine der umbenannten Straßen hat jedoch einen deutlichen politischen Bezug. Es ist die Liebigstraße in Friedrichshain. In dieser Straße wurde im Februar 2011 ein illegal besetztes Haus von der Polizei geräumt. Nach der Räumung kam es zu zahlreichen Gewalttaten der linken Szene in der Umgebung und zu Auseinadersetzungen mit der Polizei. Diese Gewalt bekamen auch die neuen legalen Mieter des Hauses zu spüren.</p>
<p><strong>Kriegsnamen rund um die Freie Universität</strong></p>
<p>Auch hinter der Auswahl Straßen in FU-Nähe lässt sich eine bewusste Entscheidung vermuten: Die Lansstraße hat ihren Namen von Admiral Wilhelm von Lans. Der Namensgeber der Iltisstraße geht nicht auf das Tier zurück, sondern auf ein Kanonenboot, die Iltis, die 1898 vom Stapel lief. Deren Kapitän war der eben genannte Lans. Gemeinsam gingen die beiden heutigen Nachbarn bei der Niederschlagung des so genannten Boxeraufstand in China in die blutige Geschichte ein.</p>
<p>Es ist tatsächlich erstaunlich, was für ein fragwürdiges Kulturgut im Bereich des Campus FU noch immer widerspruchslos gehegt und gepflegt wird: Namen, die nur noch für Sackgassen taugen. Die Antifa klärt darüber auch nirgends auf, und lässt die vorbeigehenden Passanten im Unwissen. Damit hat sie in ihrer Selbstsucht all ihre Chance zur Aufklärung restlos verspielt.</p>
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		<title>Gehört werden und zuhören</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 11:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>valerie.schoenian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Für die Vortragsreihe „Aus den Schubladen“ holen Studierende der Deutschen Philologie ihre Hausarbeiten wieder hervor. Das erste Mal stehen nur sie auf der Bühne. Von Laura Bertram ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für die Vortragsreihe „Aus den Schubladen“ holen Studierende der Deutschen Philologie ihre Hausarbeiten wieder hervor. Das erste Mal an der FU stehen nur sie auf der Bühne. Von <em>Laura Bertram </em></strong></p>
<div id="attachment_14323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14323" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/21/gehort-werden-und-zuhoren/cw-sven-lu%cc%88der/"><img class="size-full wp-image-14323" title="cw Sven Lüder" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/cw-Sven-Lüder.jpg" alt="" width="470" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Germanistikstudent Sven Lüder stand am 16. April als Erster auf der Bühne: „Mit Überlegungen zur germanistischen Arbeit heute“. Fotos: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Dienstagabend, 16. April, 18 Uhr. Der Hörsaal 2 in der Rost– und Silberlaube füllt sich langsam. Gleich beginnt die erste studentische Vorlesungsreihe an der Freien Universität. Die Initiatoren Carolin Schmidt und Robin Carstairs stehen vor der blauen Doppeltür und sprechen noch einmal ihre Rede durch. Währenddessen mischen sich unter die Studierenden auch vereinzelt Dozierende. Insgesamt sind etwa 75 Zuhörer auf den Sitzen im Raum verteilt. Einige haben ihren Laptop aufgeklappt, andere den Notizblock gezückt.</p>
<p>Carstairs und Schmidt beziehen hinter dem Rednerpult Position, über ihren Köpfen hängt eine große weiße Leinwand. Ein Trailer setzt ein. Er zeigt einen Studierenden bei seinem Unialltag: Für sich allein, lesend, in der U-Bahn, in der Bibliothek und in der Cafeteria. Der Film endet mit den Worten „Tausch dich AUS den Schubladen“. Carstairs und Schmidt sortieren ein letztes Mal ihre Blätter, es geht los.</p>
<div id="attachment_14326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14326" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/21/gehort-werden-und-zuhoren/1706-carolin-schmidt-kopie/"><img class="size-full wp-image-14326" title="1706 Carolin Schmidt Kopie" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/1706-Carolin-Schmidt-Kopie.jpg" alt="" width="470" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">Die Organisatoren der Vortragsreihe: Carolin Schmidt und Robin Carstairs</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>Noch nie zuvor gab es an der FU eine Vortragsreihe, bei der ausschließlich Studierende auf der Bühne standen. Die Idee zu „Aus den Schubladen“ entstand im November 2012.  Ursprünglich war sie als Workshop für den Institutstag geplant, entwickelte sich dann aber schnell in Richtung Vortragsreihe weiter, um die Vielfältigkeit der Germanistik darzustellen.</p>
<p>„Uns geht es darum, Studierenden eine Bühne für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu bieten“, erklärte Initiatorin Schmidt FURIOS im Vorfeld. Denn die Diskrepanz zwischen Leistungsdruck und Interesse an Literatur müsse gelöst werden, so die Germanistikstudentin. „Literatur soll wieder als Lebensform möglich sein“ ergänzte Carstairs.</p>
<p><strong>Auch Studierende können Wissenschaft</strong></p>
<p>Mitte Januar begann die Suche nach den Arbeiten, die vorgestellt werden sollten. Schnell waren die Referenten gefunden und die Initiatoren mussten sogar Absagen verteilen. Die schließlich ausgewählten Arbeiten reichen von Untersuchungen zu  Günter Grass‘ „Katz und Maus“ bis hin zu „Luthers Stellung zum Judentum“. Insgesamt 23 Germanistik-Studierende wollten ihre Werke vorstellen und anschließend Fragen beantworten: <a href="http://www.furios-campus.de/2013/04/15/vortragsreihe-aus-den-schubladen/" target="_blank">während des ganzen Semesters jeden Dienstag um 18.15 Uhr im Hörsaal 2 zu hören.</a></p>
<p>Bei den ausgewählten Arbeiten geht es nicht um die Bestnoten. „Wir suchten nach anderen, kritischen, innovativen  Arbeiten“, sagte Carstairs. Wie bei der Arbeit von Tina Böhmers: Sie kritisierte ihren Dozenten und  interpretierte das Gedicht „Nur zwei Dinge“ von Gottfried Benn auf ihre eigene Weise. Wie, wird sie am 14. Mai erklären.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Protest: Kritische Universität</strong></p>
<p>Am heutigen Abend steht Sven Lüder als erstes am Mikrofon. Mit seinen „Überlegungen zur germanistischen Arbeit heute“ ist der Germanistikstudent der einzige Referent, der keine Hausarbeit vorstellt, sondern den Vortrag extra für die Reihe konzipiert hat.</p>
<p>Zuvor haben Carstairs und Schmidt ihre fest einstudierte Rede mit Bravour vorgetragte: Ihre Einführung „kritische Universität und Schubladen“  schlägt einen Bogen zur 1967 gegründeten kritischen Universität.</p>
<p>„Wir stehen in ihrer Tradition.“, sagt Schmidt – weil „Aus den Schubladen“ eine Form des Protestes bieten solle. Es sei ein Experiment, das alternative Formen des Lebens aufzeige. Die Vortragsreihe wolle Studierenden den Raum und die Zeit für Mitsprache und Beteiligung bieten, heißt es in der Rede der Studentin. „Sie wollen gehört werden und wir wollen zuhören.“</p>
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		<title>Interview-Spezial – So sehen Präsident Alt und der Bildungsprotest das RSPO-Jahr</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 08:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akademischer Senat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[RSPO]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsprotest]]></category>
		<category><![CDATA[peter-andré alt]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenstudien- und Prügunsordnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rahmenstudien- und Prüfungsordnung ist beschlossen. Die Fronten zwischen Präsidium und Bildungsprotest sind jedoch noch immer verhärtet. FURIOS hat mit FU-Präsident Alt und vier Protestlern gesprochen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rahmenstudien– und Prüfungsordnung ist beschlossen. Die Fronten zwischen Präsidium und Bildungsprotest sind jedoch noch immer verhärtet. FURIOS hat mit FU-Präsident Alt und vier Protestlern gesprochen.</strong></p>
<div id="attachment_14285" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14285" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/19/interview-spezial-%e2%80%93-so-sehen-prasident-alt-und-der-bildungsprotest-das-rspo-jahr/version2-2/"><img class="size-full wp-image-14285" title="Version2" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/Version21.jpg" alt="" width="470" height="316" /></a><p class="wp-caption-text">    Studierende des Bildungsprotestes und FU-Präsident Peter-André Alt: Wie geht es zwischen beiden Seiten jetzt weiter? Illustration: Valerie Schönian</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Kein Thema hat die Hochschulpolitik der FU im vergangenen Jahr so dominiert wie die <a href="http://www.furios-campus.de/2013/03/20/akademischer-senat-beschliest-rspo/" target="_blank">umstrittene Rahmenstudien– und Prüfungsordnung (RSPO)</a>. Die Studierenden warfen dem Präsidium während der Debatte Intransparenz, Ignoranz und undemokratische Strukturen vor. Die Uni-Leitung ärgerte sich über die unrealistischen Forderungen der Studenten und Kompromisslosigkeit. Im Januar dann der Höhepunkt der Eskalation: Das Präsidium rief die Polizei, die mit einer Hundertschaft die Studierenden vom Henry-Ford-Bau fernhalten sollte. Trotz weiterer Protesten wurde die Ordnung am 20. März schließlich beschlossen.</p>
<p>War es das jetzt? Oder wird das vergangene Jahr Folgen haben? FURIOS hat mit FU-Präsident Peter-André Alt und vier Vertretern des Bildungsprotestes gesprochen: über die Kritik der beiden Seiten, den Polizeieinsatz und die Demokratie an der FU.</p>
<p><strong>Hier geht es zu den Interviews:</strong></p>
<p>–<a title="Interview Präsident Alt" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/18/ohne-polizei-war-es-nicht-moglich/" target="_blank"> Interview mit FU-Präsident Peter-André Alt: <strong>„Ohne Polizei war es nicht möglich</strong></a><strong>“</strong></p>
<p>– <a title="Interview Bildunsgprotest" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/18/%E2%80%9Eder-protest-ist-noch-nicht-vorbei%E2%80%9C/" target="_blank">Interview mit Anna Vodegel, Lucas Feicht, Lasse Thiele und Florentine Seuffert: <strong>„Der Protest ist noch nicht vorbei“</strong></a></p>
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		<title>Im Haus der Lebensfremden</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 07:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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		<description><![CDATA[Es soll auch außerhalb der Universität Orte geben, an denen man mit einer guten Portion akademischer Schwätzerei Erfolg haben kann. Maik Siegel hat sich umgeschaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es soll auch außerhalb der Universität Orte geben, an denen man mit einer guten Portion akademischer Schwätzerei Erfolg haben kann. <em>Maik Siegel</em> hat sich umgeschaut.</strong></p>
<div id="attachment_10442" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><a rel="attachment wp-att-10442" href="http://www.furios-campus.de/2012/10/26/die-kalorienpriester-vom-studentenwerk/freitagsglosse-furios-4-1-bic/"><img class="size-large wp-image-10442" title="Freitagsglosse Furios 4.1 bic" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2012/10/Freitagsglosse-Furios-4.1-bic-469x239.jpg" alt="" width="469" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Cora-Mae Gregorschewski</p></div>
<p>Bisweilen wird die Universität als ein weltfremder Ort bezeichnet. Wie oft wird Absolventen von Arbeitgebern vorgeworfen, zwar alles über mathematische Numerik in der Klimaforschung zu wissen oder sich in der Architektur des mitteldeutschen Sakralbaus bestens auszukennen, dann aber am Wechseln einer Glühbirne zu scheitern? Wie gut tut es da, wenn man „dort draußen“ auch Menschen und Orte entdecken kann, die dem gewohnten nerdy-akademischen Umfeld entsprechen?</p>
<p>Einer dieser Orte ist das Autorenforum der Schwartzschen Villa in Steglitz, in der sich allwöchentlich eine alteingesessene Gruppe von Literaten trifft, um der eigenen Lyrik zu lauschen oder Kurzgeschichten zu kritisieren. Diese Lesebühne ist das Auffangbecken für all diejenigen, die in jungen Jahren vom großen Ruhm im Kunst-und Kulturbereich träumten. Inzwischen in bürgerlichen Berufen angelangt, halten sie ihre Illusionen zumindest einmal die Woche noch immer aufrecht.</p>
<p>Doch der gediegene Schein trügt: Schon der erste vorgelesene Text enthüllt, dass hier brandheiße Avantgarde verhandelt wird: Wir lauschen den Erlebnissen des kleinen Elefanten Pepe, der im Zoo seine Umwelt erkundet. „Sooo“ groß möchte er sein und er „törööötet“, wenn ihn etwas aufregt. Außer den lautmalerischen Ergüssen der Autorin herrscht eine Totenstille im Raum. Dann greift das intellektuelle Wahnfieber um sich: Die erste Zuhörerin macht ihrer Ungläubigkeit Luft, indem sie mit den Armen einen Rüssel nachstellt. In einer anderen Ecke bricht jemand kichernd zusammen.</p>
<p>Nachdem die ekstatischen Kunsterfahrungen abgeklungen sind, wird um sachliche Kommentare gebeten. Die Kritik kommt dem Duktus mancher Literaturdozenten erstaunlich nahe: Vom Anthropomorphismus des Pepe ist da die Rede, und dass dieser Terminus an diesem Abend an sich jeder nur bietenden Stelle noch einmal wiederholt wird, obwohl ihn die Hälfte gar nicht versteht – das passt doch bestens in das Weltbild des Universitätsangehörigen.</p>
<p>Es wird nun eifrig diskutiert, ob die Identifikation mit dem Elefantenbaby Pepe gelingt und der aufmerksame Studierende begreift, dass sich auch in der Wirklichkeit jeder noch so abwegige Gedanke gewinnbringend verkaufen lässt, wenn er nur verschnörkelt genug hervorgebracht wird. Selbst die Undiszipliniertheit der Zuhörer scheint gleich zu bleiben: Während dem normalen Studenten in der langweiligen Vorlesung WhatsApp das Leben versüßen kann, werden hier noch, ganz old school, Zettelchen untereinander getauscht, natürlich nur mit hochkulturellem Inhalt: Und, warst du gestern auch im Theater?</p>
<p>Man verlässt die Villa dann mit dem beruhigenden Gefühl, für diese Welt gewappnet zu sein, dumm-dreist die beunruhigende Ahnung im Kopf überhörend, dass es vielleicht nicht überall so zugeht wie in der bunten Welt der Steglitzer Literaten.</p>
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		<title>„Der Protest ist noch nicht vorbei“</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 18:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akademischer Senat]]></category>
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		<description><![CDATA[Die RSPO ist offiziell verabschiedet -- doch der Bildungsprotest will sie anfechten. Im Interview mit Valerie Schönian und Max Krause erklären vier Vertreter: Es geht um mehr als die neue Ordnung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die RSPO ist offiziell verabschiedet — doch der Bildungsprotest will sie anfechten</strong><strong>. </strong><strong>Im Interview </strong><strong>mit <em>Valerie Schönian</em> und <em>Max Krause</em> erklären </strong><strong>vier Vertreter: Es geht um mehr als die neue Ordnung.</strong></p>
<div id="attachment_14293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14293" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/18/%e2%80%9eder-protest-ist-noch-nicht-vorbei%e2%80%9c/dsc07275-2/"><img class="size-full wp-image-14293" title="DSC07275" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC072751.jpg" alt="" width="470" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">    Lucas Feicht (v.l.), Florentine Seuffert, Anna Vodegel und Lasse Thiele sind im Bildungsprotest aktiv. Foto: Valerie Schönian</p></div>
<p>Anna Vodegel, Lucas Feicht, Lasse Thiele und Florentine Seuffert haben im vergangenen Jahr regelmäßig gegen die Verabschiedung der Rahmenstudien– und Prüfungsordnung (RSPO) demonstriert.  Für sie ist die Debatte jedoch nur der Funke  eines  viel größeren Feuers gewesen: des Demokratiedefizits an der FU.<em> </em></p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Die RSPO ist beschlossen. Seht ihr den Kampf jetzt als verloren an?</p>
<p><strong>Anna Vodegel:</strong> Der Protest ist noch lange nicht vorbei. Wir werden die RSPO anfechten. Außerdem geht der Protest in den Fachbereichen weiter, um wirklich drei Prüfungswiederholungen einzufordern. Auf der anderen Seite wollen wir die undemokratische Zusammensetzung der Gremien ändern. In allen sind die Studierenden unterbesetzt, obwohl wir die Mehrheit an der Uni sind.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>:Wie wollt ihr das erreichen?</p>
<p><strong>Lucas Feicht:</strong> Zur RSPO sind derzeit Klagen in Prüfung wegen der Verfahrensfehler, die wir sehen. Die Demokratiefrage wird ein längerer Prozess sein.</p>
<p><strong>Lasse Thiele:</strong> Wir wollen den Prozess zur Grundordnung, der momentan hinter verschlossenen Türen läuft, offen legen – um die Demokratiefrage mal von Anfang an zu stellen. Das Berliner Hochschulgesetz sieht vor, dass jede Uni diese Art Verfassung hat. Die FU hat nur eine so genannte Teilgrundordnung. Sie gibt der Uni-Leitung die Möglichkeit, sich Kompetenzen anzueignen und die Gremien zu entmachten. Das Präsidium ist die Exekutive der Uni und steht seinem eigenen legislativem Kontrollorgan, dem AS, vor. Das ist nach jeglichen Regeln der Gewaltenteilung eine ganze fatale Mischung.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>:<strong> </strong>Wenn ihr auf das vergangene Jahr blickt – was ist falsch gelaufen?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Feicht:</strong> Wir haben schon im Mai letztes Jahr die Einsetzung des Runden Tisches gefordert. Das wurde abgelehnt. Wir haben Anfang dieses Jahres gefordert, das RSPO-Verfahren auszusetzen und über die demokratischen Strukturen an der Uni zu reden. Auch das wurde ignoriert. Und auch dazwischen war keine Gesprächsbereitschaft auszumachen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Florentine Seuffert:</strong> Schon die Art, wie die RSPO entstanden ist, war völlig undemokratisch. Der Entwurf wurde nicht einmal im AS erarbeitet, sondern vom Präsidium hinter verschlossenen Türen. Dementsprechend wurden die Studierenden schon bei der inhaltlichen Ausarbeitung ignoriert. Und auch danach sollte einfach durchgestimmt werden, über die Studierenden hinweg.</p>
<p><strong>Feicht:</strong> Das Präsidium sagt, dass im AS und in Sitzungen der Kommission für Lehrangelegenheiten (KfL) die RSPO diskutiert wurde. Formal stimmt das – die Frage ist, wie offen die Diskussionen und die streitenden Parteien sind. Wenn man sich den Verlauf der Argumentation anguckt, sieht man, dass das nur Scheindebatten waren, um den Protest zu besänftigen. Das Präsidium sucht sich die Argumente so aus, wie es gerade passt. Zum Beispiel bei den Prüfungswiederholungen: Zuerst hieß es, das betreffe kaum jemanden. Wir sagten: doch. Plötzlich hieß es, man bräuchte die Beschränkungen, damit die Belastung für die Lehrenden nicht so hoch ist.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Neben diesen Diskussionen im AS und der KfL war Alt im vergangenen Jahr zwei Mal bei einer Vollversammlung. Die Zwangsberatungen aus dem ersten Entwurf wurden schnell aufgehoben und die Prüfungswiederholungen wurden von zwei auf „zwei bis drei“ angehoben. Was sagt ihr zu dem Vorwurf, dass ihr auf euren Maximalforderungen beharren würdet?</p>
<p><strong>Feicht:</strong> Bei den Hauptforderungen geht es nicht um Änderungen, sondern darum, den Status quo zu bewahren: bei der Anwesenheitspflicht und den Prüfungswiederholungen. Das hat in der Vergangenheit nicht zum Untergang der FU geführt oder dazu, dass die Studierenden ihr Studium nicht mehr ernst nehmen.</p>
<p><strong>Seuffert:</strong> Außerdem wurde in der Sitzung im Dezember die Diskussion abgebrochen. Anstatt sie in der folgenden Sitzung fortzusetzen, hat Alt das Gebäude mit  einer Hundertschaft der Polizei umstellt. Wäre er wirklich gesprächsbereit gewesen, wäre das nicht passiert.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Ist  eine offene Diskussion mit allen Studierenden ohne zeitliche Begrenzung realistisch? Der AS muss sich schließlich noch mit anderen Sachen beschäftigen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Thiele: </strong>Der AS ist eigentlich nicht die richtige Bühne. Aber es war die einzige Möglichkeit mit den Menschen, die über die RSPO entscheiden, zu reden. Wir hatten stattdessen den Runden Tisch oder die KfL vorgeschlagen. Deren Empfehlungen wurden teilweise einfach komplett ignoriert. Gemeinsam an einem Entwurf zu arbeiten, dauert natürlich länger. Aber die RSPO soll ja auch Bestand haben.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Laut Alt hättet ihr mehr erreichen können, wenn ihr nicht auf euren Maximalforderungen beharrt hättet.</p>
<p><strong>Feicht:</strong> Das aus seiner Machtposition heraus zu behaupten, ist zynisch. Wenn er als Präsident und Vorsitzender des AS Kompromissmöglichkeiten gesehen hat – wieso hat er das nicht gesagt?</p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Zwischendurch standen tatsächlich drei Wiederholungen im Entwurf, was auf Wirken der Fachbereiche wieder rückgängig gemacht wurde. Alt hat also versucht auf die Studierenden zuzugehen.</p>
<p><strong>Feicht:</strong> Das zeigt dann ja, dass es keine Frage unserer Kompromissbereitschaft war. Man wollte uns einfach keine weiteren Zugeständnisse machen. Außerdem haben wir einmal zehn Wiederholungen vorgeschlagen – und das wurde komplett ignoriert. <strong> </strong></p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Wenn der AS euch Zeit zum Diskutieren einräumt, sagt ihr, er spiele auf Zeit. Hebt Alt die Prüfungswiederholungen an, redet ihr von nicht ernst gemeinten Beschwichtigungen. Interpretiert ihr nicht jeden Versuch des Präsidiums, der als Zugeständnis verstanden werden könnte, als strategisches Kalkül?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Thiele: </strong>Ich verstehe die Frage, aber leider müssen wir annehmen, dass das Präsidium wirklich strategisch vorgeht. Sie hätten jederzeit auf uns zugehen können. Das haben vereinzelte AS-Mitglieder auch getan, aber nie jemand aus Präsidiumskreisen. Zwischen den einzelnen Sitzungen, die teilweise blockiert wurden, gab es überhaupt kein Gespräch.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Wie hätte ein Kompromiss aussehen können?</p>
<p><strong>Thiele:</strong> Das kann man nicht sagen. Ein Kompromiss würde ja nicht hundertprozentig unserer Vorstellung entsprechen, da wir nicht die einzige Statusgruppe sind. Aber momentan werden alle „Sachzwänge“ aller Statusgruppen nach unten durchgereicht und auf die Studierenden abgewälzt. Beispiel: Die Prüfungsbüros sind überlastet. Das stimmt.  Aber statt daraufhin die Studienbedingungen zu verschlechtern, sollte mehr Personal eingestellt werden.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>:<strong> </strong>Muss das Präsidium jetzt zurücktreten?</p>
<p><strong>Seuffert:</strong> Das hat das Studierendenparlament (Stupa) einstimmig beschlossen.</p>
<p><strong>Feicht:</strong> Den Misstrauensantrag gab es bereits nach dem Polizeieinsatz am 23. Januar. Am 13. Februar wurden Studierende dann in Teltow verprügelt und der AS hat sich geweigert das zu kommentieren – oder gar die Sitzung zu unterbrechen. Damit haben sich die Gründe für die Rücktrittsforderung noch einmal bekräftigt.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Nach der Vollversammlung am 6. Juni 2012 haben die Studierenden versucht, gewaltsam in die Präsidiumsvilla zu gelangen, als ihnen der Eintritt verwehrt wurde. Wie weit darf der Protest gehen?</p>
<p><strong>Vodegel:</strong> Von wem wird Gewalt denn definiert? Gewalt kann einer Situation auch inne sein, wenn sie nicht offen ersichtlich ist, zum Beispiel durch die Unterdrückung der Interessen einer Mehrheit durch eine Minderheit, wie im Fall der RSPO. Ziviler Ungehorsam ist hier eine Form, sich für seine Interessen dennoch einzusetzen. Auf der anderen Seite haben wir Gewalt gegen Personen immer kategorisch ausgeschlossen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Thiele:</strong> Studierende haben nur versucht Hindernisse zu überwinden – zu Sitzungen, die eigentlich öffentlich waren.  Sie von dort fernzuhalten durch verschlossene Türen, ist auch eine Form der Gewalt …</p>
<p><strong>Seuffert:</strong> … und der Wachschutz vor den verschlossenen Türen sowieso.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>:<strong> </strong>Wie erklärt ihr euch die sinkende Unterstützung in der Studierendenschaft?</p>
<p><strong>Vodegel:</strong> Nicht alle können sich zeitlich ständig an dem Protest beteiligen. Auch ich hätte noch andere Dinge zu tun, aber ich halte es für wichtig.</p>
<p><strong>Thiele:</strong> Im Februar kamen immer noch mehr als 150 Menschen zur AS-Sitzung, obwohl es allen mit dem Thema reicht. Das zeigt, wie wichtig die RSPO-Debatte ist. Es kann sein, dass der Großteil der Studierenden die Änderungen kaum spürt. Aber  das ist eine Frage der Solidarität in der Uni.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>:<strong> </strong>Beansprucht der RSPO-Protest für 30.000 Studierende zu stehen?</p>
<p><strong>Seuffert:</strong> Natürlich haben so viele Studierende nicht die gleiche Meinung. Das Präsidium kann nicht alle vertreten und wir auch nicht. Auch wir vier sind im Bildungsprotest aktiv, aber können nicht für das gesamte Plenum sprechen. Aber zumindest sind wir offen für alle und jeder ist herzlich eingeladen zu den öffentlichen Plena zu kommen.</p>
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		<title>„Ohne Polizei war es nicht möglich“</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 18:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gab viele Proteste gegen die RSPO – jetzt kommt sie trotzdem. Wie FU-Präsident Peter-André Alt zu den Geschehnissen des vergangene Jahres steht, erklärt er im Interview mit Florian Schmidt und Max Krause.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gab viele Proteste gegen die RSPO – jetzt kommt sie trotzdem. Wie FU-Präsident Peter-André Alt zu den Geschehnissen des vergangene Jahres steht, erklärt er im Interview mit<strong> </strong><em>Florian Schmidt </em>und <em>Max Krause</em>.</strong></p>
<div id="attachment_14290" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a rel="attachment wp-att-14290" href="http://www.furios-campus.de/2013/04/18/ohne-polizei-war-es-nicht-moglich/alt-4/"><img class="size-full wp-image-14290" title="Alt" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2013/04/Alt2.jpg" alt="" width="470" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">    FU-Präsident Peter-André Alt spricht über sein Vorgehen während der RSPO-Debatte. Foto: Cora-Mae Gregorschewski (Archiv)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p>Geheime Sitzungen, ein undemokratisches Prozedere, ein provokativer Polizeieinsatz – FU-Präsident Peter-André Alt hat während der Debatte um die jüngst verabschiedete Rahmenstudien– und Prüfungsordnung viel Kritik einstecken müssen. Trotzdem wisse er nicht, was er hätte anders machen können; im Gegenteil: Im Interview mit FURIOS erklärt er, dass ihm der Polizeieinsatz im Januar nicht leidtut.</p>
<p><strong>FURIOS</strong>: Herr Alt, wie häufig sind Sie während Ihres Studiums durch eine Prüfung gefallen?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Peter-André  Alt:</strong> Beim Führerschein in den USA habe ich einmal den praktischen Teil  nicht bestanden, danach aber bin ich nie wieder durch eine Prüfung  gefallen. Während des Studiums habe  ich alles auf Anhieb bestanden.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Wären Sie, hätte während Ihres Studiums eine Prüfungsordnung wie die  RSPO verabschiedet werden sollen, trotzdem unter den protestierenden  Studenten gewesen?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Ich hätte mich sicherlich informiert und ich wäre auch bestimmt zu den  Vollversammlungen gegangen, um mitzudiskutieren. Als Aktivist hätte ich  mich wahrscheinlich aber nicht engagiert.  So habe ich es auch bei den Streiks während meines Studiums gemacht,  bei denen ich dabei war.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Sie kennen die Protestkultur an der FU also aus ihrer eigenen  Studentenvergangenheit. Haben Sie deshalb auch Verständnis für die  Proteste gegen die RSPO im vergangenen Jahr?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Ich habe Verständnis für die Sorgen. Für Sorgen, dass jemand auf der  Strecke bleibt und sein Studium nicht schafft. Deswegen haben wir in der  neuen Rahmenstudien– und-prüfungsordnung   auch eine ganze Reihe von Fallschirmen eingebaut, um sicherzustellen,  dass es nicht zu Härtefällen für einzelne Studierende kommt.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Warum ist die Diskussion trotzdem so stark eskaliert?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Dass die Debatte so hochgekocht ist, lag maßgeblich daran, dass wir an  der Freien Universität eine extrem ungewöhnliche Ausgangssituation für  die Erarbeitung einer Rahmenstudien–  und-prüfungsordnung hatten. Nämlich die, dass bei uns, im Gegensatz zu  den anderen Berliner Unis, die Anzahl von Prüfungswiederholungen nicht  beschränkt wurde. Dass in einer solchen Situation gewisse Sorgen  entstehen, war uns klar. Was ich jedoch nicht nachvollziehen  kann, ist, dass schon in der Erarbeitungsphase der Ordnung so getan  wurde, als gäbe es eine Arbeit im Geheimen. Das gab es natürlich nicht.</p>
<p><strong>FURIOS: </strong>Vor einem Jahr wirkte die Ausarbeitung tatsächlich wie Geheimniskrämerei.</p>
<p><strong>Alt: </strong> Einen ersten Vorschlag für den Akademischen Senat kann man nicht mit  allen Universitätsangehörigen erarbeiten. Es ist ein ganz normaler  Vorgang, Satzungsentwürfe erst von den Fachabteilungen  erarbeiten zu lassen, um dann auf dieser Grundlage zu diskutieren.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Hätten Sie im April 2012 gedacht, dass die RSPO erst knapp ein Jahr später verabschiedet wird?</p>
<p><strong>Alt: </strong>Ich kenne meine Universität. Ich bin schon davon ausgegangen, dass wir  den einen oder anderen Konflikt haben werden. An der Freien Universität  ist immer wieder festzustellen, dass  die Kurven der Erregung besonders hochschlagen.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Woran liegt das?</p>
<p><strong>Alt: </strong>Im Fall der Rahmenstudien– und-prüfungsordnung lag es daran, dass bei  uns prinzipiell unendlich viele studienbegleitende  Prüfungswiederholungen möglich waren. Deshalb ist klar, dass  sich Studierende darüber stärker aufregen, als etwa Studierende der  Humboldt Universität, die viel eher darauf vertrauen, dass drei  Wiederholungsanläufe für sie ausreichen.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Warum fixiert die RSPO die Zahl der Prüfungswiederholungen überhaupt  auf maximal drei, obwohl das Berliner Hochschulgesetz lediglich die  Vorgabe macht, dass es „mindestens zwei“  Wiederholungsanläufe geben muss?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Das ist eine sehr gute Frage, denn die Formulierung im Gesetz ist  missverständlich. In der Erläuterung des Textes fordert das  Hochschulgesetz tatsächlich eine Beschränkung. Leider  ist diese Information während der Debatte um die Rahmenstudien–  und-prüfungsordnung verhallt.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Warum haben Sie den Entwurf der RSPO nicht von Anfang öffentlich diskutiert?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Es ist die Aufgabe der Hochschulleitung, zunächst einen Entwurf  erarbeiten zu lassen – auch wenn am Ende einige Punkte geändert werden.  Es war Unsinn, dass es in der Gruppe der Aktivisten  immer hieß, „das Präsidium knickt ein, der Druck war so groß“.  Letztlich hat das Präsidium die Funktion eines Diskussionsmoderators zu  erfüllen, und es ist wenig hilfreich, die Hochschulleitung schlecht zu  machen.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Für diese Diskussion haben die Studenten immer wieder einen Runden  Tisch gefordert. Wieso haben Sie sich stets dagegen gewehrt?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Runde Tische gab es in der Vergangenheit. Sie haben die Eigenart, dass  sie Meinungsbilder gut erstellen können. Entscheidungen lassen sich an  ihnen jedoch nicht fällen. Bei der Rahmenstudien–  und-prüfungsordnung musste ein Kompromiss gefunden werden. Dazu gehört  auch, dass beide Seiten die guten Argumente des Gegenübers anerkennen  und auch bescheinigen, dass sich die andere Seite ihrer Position  angenähert hat.</p>
<p><strong>FURIOS: </strong>Hat Ihnen das von Seiten der Studenten gefehlt?</p>
<p><strong>Alt: </strong> Von der Seite der Aktivisten, ja. Ich hätte mir von ihnen gewünscht zu  hören, dass wir etwa zur Anwesenheitspflicht oder zur Beratung, die vor  Jahren gerade zur Unterstützung für  Studierende eingeführt wurde und nun immer als Zwangsberatung tituliert  wird, sehr liberale Regelungen festgelegt haben. Ich hatte vielmehr den  Eindruck, dass die Änderungen immer mehr Begehrlichkeiten unter den am  Protest Beteiligten hervorbrachten. Im Übrigen  glaube ich, dass für alle Studentinnen und Studenten mehr  herausgekommen wäre, wenn die Forderungen fokussiert gewesen wären,  anstatt nur auf Maximalforderungen zu bestehen. Das hat den  Kompromissbildungsprozess sehr erschwert.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Kommen wir zu einem der Höhepunkte der Eskalation: der Polizeieinsatz  im Januar. Wie und weshalb haben Sie den Entschluss gefasst, die Polizei  zu rufen?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Die Entscheidung des Präsidiums wurde mit Mitgliedern des Akademischen  Senats besprochen und getroffen. Es war keine Entscheidung, die wir gern  gefällt haben. Sie war aber notwendig,  um dem AS die Möglichkeit zu geben zu tagen. Schließlich ist es auch  die Pflicht des Präsidiums dafür zu sorgen, dass die Arbeitsfähigkeit  des Gremiums sichergestellt wird.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Hätte dafür nicht der Wachschutz des Henry-Ford-Baus gereicht?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Wenn man die Entscheidung fällt, die Öffentlichkeit auszuschließen,  dann muss man das auch entsprechend umsetzen. Es war eine sehr unschöne  Situation, in die wir dort geraten sind,  doch zu dem Zeitpunkt war es ohne die Polizei leider nicht möglich, die  erst eingegriffen hat, als es zu Sachbeschädigungen kam.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Tut Ihnen diese Entscheidung im Nachhinein leid?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Nein. Es gibt aus meiner Sicht in einer solchen Situation nur zwei  Möglichkeiten: Die eine ist, die Blockaden unendlich weiterlaufen zu  lassen, wodurch die Kompromissbereitschaft  auf beiden Seiten weiter sinkt. Die andere ist, den  Entscheidungsprozess voranzutreiben und die Sitzung eines demokratisch  gewählten Gremiums zu ermöglichen.</p>
<p><strong>FURIOS: </strong>In der darauffolgenden Sitzung ist der AS nach Teltow geflohen. Haben Sie Angst vor Ihren Studenten?</p>
<p><strong>Alt: </strong>Nein, und wir sind auch nicht geflohen. Die Sitzung an einem anderen  Ort abzuhalten, war eine legitime Form, den Protesten zu begegnen und  den Mitgliedern des Akademischen Senats  zu ermöglichen, ihre demokratischen Rechte auszuüben.</p>
<p><strong>FURIOS: </strong> Welche Schlüsse ziehen Sie aus dem vergangenen Jahr? Was würden Sie bei  der nächsten Grundsatzdiskussion an der FU anders machen?</p>
<p><strong>Alt: </strong> Bei bestimmten Themen gibt es Grenzen der Vermittelbarkeit. Es wäre  falsch und auch unseriös zu behaupten, dass man immer in allen Fragen  einen Kompromiss erzielen kann. Deshalb wüsste  ich nicht, an welcher Stelle wir es hätten anders machen können. Ich  denke trotzdem, dass wir im Laufe der nächsten Monate Gelegenheit  bekommen, die Studierenden wieder in Prozesse einzubinden; etwa bei der  Satzung für allgemeine Prüfungs– und Studienangelegenheiten,  die auch das Teilzeitstudium regelt.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Wollen Sie so auch der studentischen Forderung nach mehr Demokratie an der Uni begegnen?</p>
<p><strong>Alt: </strong> Ich denke, wir haben an der Freien Universität sehr vernünftige  demokratische Strukturen, die sogar mehr studentischen Einfluss zulassen  als an anderen Universitäten.</p>
<p><strong>FURIOS:</strong> Zum Abschluss ein kurzer Ausblick: Das studentische AS-Mitglied Mathias  Bartelt hat angekündigt, gegen die RSPO zu klagen. Was sagen Sie dazu?</p>
<p><strong>Alt:</strong> Jedem ist es freigestellt, sein Recht zu suchen, wenn er es für sein Recht hält.</p>
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