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	<title>FURIOS Online &#187; Allgemeines</title>
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	<description>Studentisches Campusmagazin an der FU Berlin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 25 Jul 2010 22:10:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>FURIOS macht Ferien</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 22:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>interfilip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Redaktion und Mitarbeiter bedanken sich für Eure Aufmerksamkeit. Nach den letzten turbulenten Wochen gönnen wir uns eine kleine Auszeit, um Euch bald wieder in alter Frische neue Texte zu liefern. In der FURIOS-Redaktion gibt es so einige Neubesetzungen zu verzeichnen: Die Chefredaktion übernimmt Jonas Breng, der sich in Kürze mit Elan in die Produktion des kommenden Hefts stürzen wird. Für das Politik-Ressort zeichnet ab nun Hendrik Pauli verantwortlich. Des Weiteren sind Anchalee Rüland (Campus) und Filip Tuma (Online) hinzugestoßen. Wir hoffen Euch bald hier wieder zu begrüßen, bis dahin entspannt Euch gut &#038; habt schöne Ferien!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3331" href="http://www.furios-campus.de/?attachment_id=3331"><img class="alignnone size-large wp-image-3331" title="chillinbear_cr" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/07/chillinbear_cr-470x179.jpg" alt="" width="470" height="179" /></a></p>
<p>Die Redaktion und Mitarbeiter bedanken sich für Eure Aufmerksamkeit. Nach den letzten turbulenten Wochen gönnen wir uns eine kleine Auszeit, um Euch bald wieder in alter Frische neue Texte zu liefern. In der FURIOS-Redaktion gibt es so einige Neubesetzungen zu verzeichnen: Die Chefredaktion übernimmt Jonas Breng, der sich in Kürze mit Elan in die Produktion des kommenden Hefts stürzen wird. Für das Politik-Ressort zeichnet ab nun Hendrik Pauli verantwortlich. Des Weiteren sind Anchalee Rüland (Campus) und Filip Tuma (Online) hinzugestoßen. Wir hoffen Euch bald hier wieder zu begrüßen, bis dahin entspannt Euch gut &amp; habt schöne Ferien!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine akademische Handelsbeziehung</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 21:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kein Nobelpreis, aber immerhin erhielt der Ökonom Jagdish Bhagwati jetzt auch die Ehrenpromotion der FU – 12 Jahre nach seinem Schüler und Laudator Paul Krugman. Am Mittwoch waren beide im Audimax. Von Christina Peters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist kein Nobelpreis, aber immerhin erhielt der Ökonom Jagdish Bhagwati jetzt auch die Ehrenpromotion der FU – 12 Jahre nach seinem Schüler und Laudator Paul Krugman. Am Mittwoch waren beide im Audimax.</strong><em><strong> Von Christina Peters.</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><img class="aligncenter size-large wp-image-3163" title="Bhagwati-Urkunde-_DSC0765-s" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/Bhagwati-Urkunde-_DSC0765-s-469x307.jpg" alt="&lt;img src=" />MIT-Absolventen unter sich: Irwin Collier verleiht den Ehrendoktortitel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an Jagdish Bhagwati. Foto von Cora-Mae Gregorschewski.</em></p>
<p>Seine kurzen, prägnanten New-York-Times-Kolumnen machten ihn berühmt, aber dieses Mal schien dem Starökonom Paul Krugman die Begrenztheit seiner Worte schwerzufallen: Eine vierstündige Rede „Fidel Castro-style“ wäre angemessen gewesen, scherzte der Nobelpreisträger, als er am Mittwoch im Auditorium Maximum des Henry-Ford-Baus zu einer Laudatio auf seinen früheren Mentor, den Columbia-Professor Jagdish Bhagwati, ansetzte. Dieser bekam für sein Lebenswerk den Ehrendoktortitel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der FU verliehen und hielt anlässlich dessen einen Festvortrag über Freihandel und Protektionismus. „Es ist wie mit Musik, die klingt, als ob niemand sie geschrieben hätte,“ beschreibt Krugman den Einfluss von Bhagwatis Arbeiten. „Ich habe Ehrfurcht vor seinem Werk.“</p>
<h4>Die Makel der Märkte</h4>
<p>Der 75-jährige gebürtige Inder Bhagwati gilt als ein Vorreiter der Globalisierung. Bereits in den sechziger Jahren begann er für eine global offene Wirtschaft einzutreten, indem er die alten Freihandelstheorien &#8211; zu der Zeit verpönt &#8211; durch neue Erkenntnisse korrigierte. „Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte sich die Frage: Wenn Märkte voller Fehler sind, können wir dem Freihandel vertrauen?“ erzählt Bhagwati.</p>
<p>Sein Lösungsansatz: Die Probleme müssten an ihrer Wurzel korrigiert und in der Marktwirtschaft berücksichtigt werden &#8211; dann könne man auch zum Freihandel zurückkehren. „Das war ein Durchbruch,“ erklärt Bhagwati. „Es war zu der Zeit die erste echte Politikempfehlung anstelle des chaotischen Mottos ,Alles außer Freihandel‘.“</p>
<p>Ein neoliberaler Dogmatiker ist er dennoch nicht. So kritisiert Bhagwati auch vehement die sich überschneidenden Freihandelszonen, die sich auf dem amerikanischen Kontinent zunehmend ausbreiten. Angeregt von den Straßenprotesten gegen den Welthandelsgipfel in Seattle 1999 begann er außerdem, sich mit den sozialen Fragen der Globalisierung auseinanderzusetzen. Er beriet in Handelsfragen die UNO, die WTO und deren Vorläufer GATT, ebenso wie die indische Regierung.</p>
<p>Es ist dieser praktische Ansatz, den viele an ihm schätzen. So auch sein Schüler Krugman, dessen eigene Arbeiten eine kritischere Position gegenüber dem Freihandel einnehmen. „Er ist kein Elfenbeinturm-Wissenschaftler,“ lobte Krugman. „Er hat die Welt verbessert, besonders für eine Milliarde Menschen in Indien.“</p>
<h4>Der ewige Zweite</h4>
<p>Die beiden Ökonomen verbindet eine lange Geschichte. In den siebziger Jahren tat Krugman seine ersten akademischen Schritte als Bhagwatis wissenschaftlicher Mitarbeiter am renommierten Massachussets Institute of Technology (MIT) in den USA. Obwohl Bhagwati lange Zeit als Anwärter auf den Nobelpreis galt, entschied sich die Jury 2008 für Krugman &#8211; aus politischen Gründen, mutmaßten Skeptiker, da Krugman als Kolumnist kein gutes Haar an der Regierung Bush und dessen designiertem Nachfolger John McCain gelassen hatte. Für Bhagwati bedeutete die Auszeichnung seines Schülers das nahezu sichere Aus, den Preis in absehbarer Zukunft selbst zu erhalten. Die enge Beziehung zwischen den beiden scheint jedoch keinen Schaden genommen zu haben.</p>
<p>Auch die Berliner Ehrendoktorwürde erhielt Krugman als Erster: 1998 wurde er als 21. Wirtschaftswissenschaftler seit Gründung der FU damit ausgezeichnet. Bhagwati kam nun an23. Stelle Eine überraschend lange Zeitspanne, verglichen beispielsweise mit dem Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, der beinahe jährlich eine Ehrenpromotion verleiht. Man habe sehr hohe Maßstäbe, erklärt Professor Irwin Collier von der Wirtschaftsabteilung des John-F.-Kennedy-Instituts, der das Event organisierte und moderierte. Mit den begrenzten Mitteln der Universität sei es aber schwer, die Topleute nach Berlin zu bekommen.</p>
<p>Bei Krugman und Bhagwati habe der Zufall eine große Rolle gespielt: Beide hatten für diesen Juni Berlinaufenthalte geplant, zwei Tage wären für eine solche Veranstaltung überhaupt nur in Frage gekommen. Ein Verlegenheitskandidat war Bhagwati dennoch nicht, so Collier: „Früher wollte man immer einen Berlinbezug bei den Kandidaten haben. Aber jetzt, mit unserer auswärtigen Richtung, ist Herr Bhagwati ideal. Einfach alles hat bei ihm gepasst. Und ich wusste, dass er sich riesig darüber freuen würde.“</p>
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		<title>Wo gibt es das Heft?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 18:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[FURIOS findet man unter anderem an folgenden Stellen:

in den Zeitungsständern z. B. in der Silberlaube
in der Mensa und den studentischen Cafés
in den Aufenthaltsräumen und Auslagestellen in den Instituten
in den Bibliotheken
in vielen Dahlemer Geschäften, z. B. den Buchhandlungen Schleicher und Schnabel

In der ersten Woche nach Erscheinen verteilen außerdem nette Redakteure das Heft vor der Mensa und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FURIOS findet man unter anderem an folgenden Stellen:</p>
<ul>
<li>in den Zeitungsständern z. B. in der Silberlaube</li>
<li>in der Mensa und den studentischen Cafés</li>
<li>in den Aufenthaltsräumen und Auslagestellen in den Instituten</li>
<li>in den Bibliotheken</li>
<li>in vielen Dahlemer Geschäften, z. B. den Buchhandlungen Schleicher und Schnabel</li>
</ul>
<p>In der ersten Woche nach Erscheinen verteilen außerdem nette Redakteure das Heft vor der Mensa und der U-Bahn und sind für Fragen oder ein Pläuschchen immer zu haben.</p>
<p><strong>Du kannst das Heft nicht finden? Schreib uns eine <a href="/kontakt">Mail</a> oder in die Kommentare und hilf mit, FURIOS an dein Institut zu bringen!</strong></p>
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		<title>Malereien des Chefillustrators</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 10. Juni 2010; 19:00 bis 23:00. 11. Juni 2010 bis 5. Juli 2010. ] Ausstellung "Neue Werke": Mat´s Laden, Christburger Straße 39, Vernissage am 10.Juni, Ausstellungsdauer bis 5.Juli 2010

Er verleiht der FURIOS ihr Gesicht: Michi Schneider, Urheber der Illustrationen, die bisher jedes Titelblatt zierten. Selbst, wer der FURIOS sonst kritisch gegenüber steht, wird die Großartigkeit seiner Bilder anerkennen. Nun ergibt sich die Möglichkeit, in der Ausstellung „Neue Werke“ auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">10. Juni 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">19:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:00</td></tr><tr><td class="ec3_start">11. Juni 2010</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">5. Juli 2010</td></tr></table><p><em>Ausstellung &#8220;Neue Werke&#8221;: Mat´s Laden, Christburger Straße 39, Vernissage am 10.Juni, Ausstellungsdauer bis 5.Juli 2010</em></p>
<p>Er verleiht der FURIOS ihr Gesicht: Michi Schneider, Urheber der Illustrationen, die bisher jedes Titelblatt zierten. Selbst, wer der FURIOS sonst kritisch gegenüber steht, wird die Großartigkeit seiner Bilder anerkennen. Nun ergibt sich die Möglichkeit, in der Ausstellung „Neue Werke“ auch einmal seine Malereien zu bewundern. Wer einen ersten Blick darauf werfen möchte, sollte auf Michis MySpace-Seite vorbeischauen.</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/michi_schneider" title="http://www.myspace.com/michi_schneider" class="autohyperlink">www.myspace.com/michi_schneider</a></p>
<p>Mehr Infos zur Ausstellung auf: <a href="http://matsladen.blogspot.com/" title="http://matsladen.blogspot.com/" class="autohyperlink">matsladen.blogspot.com/</a></p>
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		<title>Ausstellungsstück Student</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 22:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 4. Mai 2010; 18:00 bis 23:00. 5. Mai 2010; ] stud.Berlin: Foyerbühne auf der Hegelbahn, Dorotheenstr. 24; Eröffnung: 04. Mai 2010, 18 Uhr; Ausstellung: 05. Mai 2010 bis 31. Oktober 2010

Zum 200-jährigen Bestehen der Berliner Universität - so der simple Name der HU bei ihrer Gründung - rückt eine Ausstellung in den geschichtsträchtigen Gebäuden den Studenten in den Mittelpunkt. Nicht den einen, sondern den politischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">4. Mai 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:00</td></tr><tr><td colspan="3">5. Mai 2010</td></tr></table><p><em>stud.Berlin: Foyerbühne auf der Hegelbahn, Dorotheenstr. 24; Eröffnung: 04. Mai 2010, 18 Uhr; Ausstellung: 05. Mai 2010 bis 31. Oktober 2010</em></p>
<p>Zum 200-jährigen Bestehen der Berliner Universität &#8211; so der simple Name der HU bei ihrer Gründung &#8211; rückt eine Ausstellung in den geschichtsträchtigen Gebäuden den Studenten in den Mittelpunkt. Nicht den einen, sondern den politischen Studenten, den lernenden Studenten, den sozialen Stundenten, den, der später Dozent wurde und irgendwie auch den, der heute noch in den Vorlesungssälen büffelt. Und weil nett gemeintes Lob nie zu spät kommt, sollten wir hingehen und uns feiern lassen. Donnerstags wird die Ausstellung begleitet von der Vortragsreihe „Nachlese, die üble“.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liebe Kommilitoninnen, liebe Kommilitonen,</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/12/16/liebe-kommilitoninnen-liebe-kommilitonen/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 11:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue FURIOS ist da! Holt sie euch auf dem Campus! Wir verteilen diese Woche mittags vor der Mensa Silberlaube, an den Stationen Dahlem Dorf, Thielplatz und und und. In den kommenden Tagen werden wir die Texte aus dem Heft auch Online stellen. Wir freuen uns auf eure Kommentare!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-large wp-image-1702" title="furios03cover" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/12/furios03cover-470x664.jpg" alt="furios03cover" width="470" height="664" /></p>
<p><strong>Die neue FURIOS ist da!</strong></p>
<p>Holt sie euch auf dem Campus! Wir verteilen diese Woche mittags vor der Mensa Silberlaube, an den Stationen Dahlem Dorf, Thielplatz und und und. In den kommenden Tagen werden wir das Heft auch Online stellen und freuen uns auf eure Kommentare!</p>
<p>Humboldt feiert Jubiläum und Bologna ihren Geburtstag: Zeit für ein Bildungsheft!<br />
&#8220;Humboldt &#8211; Eine deutsche Affäre&#8221; heißt die neue FURIOS. Denn wo es hierzulande um die einzig wahre Bildung geht, darf der ehemalige Kultusminister Preußens nicht fehlen. Ob die Debatte von Bologna-Reformern, Bildungsstreikern oder Bummelstudenten geführt wird, ist dabei Nebensache. Wir haben die schrägsten Auftritte des Bildungskaspers zusammengestellt und den Historiker Heinz-Elmar Tenorth gefragt, wie sich der echte Humboldt eigentlich mit Bologna verstanden hätte. Außerdem haben wir die wichtigsten Uni-Reformer des Landes auf eine große satirische Beamtenparty geladen und unseren Gründungsredakteur Tin Fischer seine bolognesische Studienzeit reflektieren lassen.</p>
<p>Am Freitag, den 18.12.,  feiern wir übrigens im Salon Schmück (Skalitzer Straße 80) ab 21 Uhr. Eine kleine Betriebsfeier kurz vor Weihnachten, für alle Autoren, Fotografen, Illustratoren, Akquisiteure, Neugierige, Mitarbeiter von morgen und für unseren Layouter David, der FURIOS immer so gut aussehen lässt. Kommt vorbei! Das erste paar Dutzend Gäste kriegt eine Runde aus der FURIOS-Kasse. Wir freuen uns auf euch!</p>
<p>Ob Diplom, Magister, Bachelor, Master oder Staatsexamen:</p>
<p>Wir wünschen euch weiterhin ein tolles Semester. Und vorerst: Schöne Ferien!</p>
<p>Eure FURIOS-Redaktion</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hey, Mrs. Winterbottom, play a song to me!</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/12/10/hey-mrs-winterbottom-play-a-song-to-me/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 12:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlene Göring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 12. Dezember 2009; 20:00; ] Konzert Mrs Winterbottom, Kurt-Lade Klub Pankow, Grabbeallee 33, Berlin 13156, 12.12.2009, 20.00 Uhr

Den nächsten Samstagabend mit Mrs. Winterbottom zu verbringen lohnt sich. Es gibt nicht etwa Tee mit klebrig-süßen Muffins, sondern pogen im Kurt-Lade Klub zum Punk-Ska der Berliner Band „Mrs Winterbottom“. Die Besonderheiten der Band: Deutsche Texte und Einflüsse aus Rock, Pop, Reggae und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">12. Dezember 2009</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr></table><p><em>Konzert Mrs Winterbottom, Kurt-Lade Klub Pankow, Grabbeallee 33, Berlin 13156, 12.12.2009, 20.00 Uhr</em></p>
<p>Den nächsten Samstagabend mit Mrs. Winterbottom zu verbringen lohnt sich. Es gibt nicht etwa Tee mit klebrig-süßen Muffins, sondern pogen im Kurt-Lade Klub zum Punk-Ska der Berliner Band „Mrs Winterbottom“. Die Besonderheiten der Band: Deutsche Texte und Einflüsse aus Rock, Pop, Reggae und Heavy Metal. Und der Name natürlich. <a href="http://www.myspace.com/winterbottomberlin" title="http://www.myspace.com/winterbottomberlin" class="autohyperlink">www.myspace.com/winterbottomberlin</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinoflimmern</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/12/10/kinoflimmern/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 11:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 7. Dezember 2009 16:00 bis 14. Dezember 2009 16:00. ] 4. Internationales Filmfestival an der FU-Berlin, Hörsäle der Freien Universität, 7.12. bis 14.12.2009, Eintritt kostenlos

Angelehnt an die letzten Jahre werden auch in diesem Winter erneut die Filmrollen ausgepackt und das 4. Internationale Filmfestival findet statt. Eine Woche lang werden die Hörsäle der FU in die Atmosphäre von Kinoräumen getaucht und lassen euch den Alltagsstress vergessen.

Dank [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">7. Dezember 2009 16:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">14. Dezember 2009 16:00</td></tr></table><p><em>4. Internationales Filmfestival an der FU-Berlin, Hörsäle der Freien Universität, 7.12. bis 14.12.2009, Eintritt kostenlos</em></p>
<p>Angelehnt an die letzten Jahre werden auch in diesem Winter erneut die Filmrollen ausgepackt und das 4. Internationale Filmfestival findet statt. Eine Woche lang werden die Hörsäle der FU in die Atmosphäre von Kinoräumen getaucht und lassen euch den Alltagsstress vergessen.</p>
<p>Dank des AusländerInnenreferats des Allgemeinen Studierendenausschusses und des Café Kauderwelsch habt ihr diese besondere Gelegenheit in fremde Kulturen einzutauchen und in interkulturellen Dialog zu treten.<br />
Das gesamte Filmprogramm findet ihr unter www.fu-filmwochen.de.  Ansonsten haltet Ausschau nach dem kleinen roten Programmheft.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der andere in dir</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/11/25/der-andere-in-dir/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 18:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 28. November 2009; 20:00; 5. Dezember 2009; 20:00; 12. Dezember 2009; 20:00; ] "Das letzte Geheul", Tatwerk e.V. , Hasenheide 9, Gewerbehof Aufgang 1, 10967 Berlin,  28.11., 5. und 12.12. 2009 , 20.00 Uhr, Tickets 10-15€

Tatwerk, eine Theatergruppe aus Berlin, verbindet das Schauspielen und die Psychologie. Mit Alba Emoting, einer psychologischen Technik, erzeugen die Darsteller die Gefühle ihrer Rollen bei sich selbst, um auf diese Weise ein besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">28. November 2009</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr><tr><td colspan="3">5. Dezember 2009</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr><tr><td colspan="3">12. Dezember 2009</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr></table><p><em>&#8220;Das letzte Geheul&#8221;, Tatwerk e.V. , Hasenheide 9, Gewerbehof Aufgang 1, 10967 Berlin,  28.11., 5. und 12.12. 2009 , 20.00 Uhr, Tickets 10-15€</em></p>
<p>Tatwerk, eine Theatergruppe aus Berlin, verbindet das Schauspielen und die Psychologie. Mit Alba Emoting, einer psychologischen Technik, erzeugen die Darsteller die Gefühle ihrer Rollen bei sich selbst, um auf diese Weise ein besonders authentisches und intensives Spiel zu erreichen. Am 28. November, sowie am 5. und 12. Dezember führt die Kompanie von Tatwerk „Das letzte Geheul“ nach dem Roman „Las Brutas“ von Juan Radrigán auf.</p>
<p>Drei Schwestern leben völlig abgeschieden mit ihrer ganz eigenen Sprache und Lebenskonzepten in der chilenischen Einöde. Älter geworden und den harten Lebensbedingungen kaum mehr gewachsen, müssen sie sich entscheiden: In der vertrauten Welt zu bleiben oder um den Preis der Desorientierung ein neues, völlig unbekanntes Leben zu versuchen.</p>
<p>Eintritt: 10-15 Euro,  Reservierung notwendig, unter <a class="autohyperlink" href="mailto:tatwerkberlin@googlemail.com" title="mailto:tatwerkberlin@googlemail.com">tatwerkberlin@googlemail.com</a> oder 030 &#8211; 7790 5325, www.tatwerk-berlin.de</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bildungsstreik – Runde II</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/11/17/bildungsstreik-%e2%80%93-runde-ii/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 01:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 17. November 2009; 11:00; ] 17.11.2009, Bildungsstreik-Demonstration, Rotes Rathaus, ab 11 Uhr
FU VoKü, Hörsaal 1a, 19 Uhr

An deutschen Universitäten brodelt es wieder. Der Hörsaal 1a wurde bereits besetzt! Nun gipfeln die Proteste in einer bundesweiten Demo am 17. November: In mindestens 50 deutschen Städten ziehen Studenten und Studentinnen unter dem Motto „Da geht doch noch mehr!“ auf die Straßen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">17. November 2009</td></tr><tr><td colspan="3">11:00</td></tr></table><p><em>17.11.2009, Bildungsstreik-Demonstration, Rotes Rathaus, ab 11 Uhr<br />
FU VoKü, Hörsaal 1a, 19 Uhr</em></p>
<p>An deutschen Universitäten brodelt es wieder. Der Hörsaal 1a wurde bereits besetzt! Nun gipfeln die Proteste in einer bundesweiten Demo am 17. November: In mindestens 50 deutschen Städten ziehen Studenten und Studentinnen unter dem Motto „Da geht doch noch mehr!“ auf die Straßen, um ihren Forderungen nach einem freien, selbstbestimmten Studium Nachdruck zu verleihen. Auch in Österreich und anderen Ländern auf der ganzen Welt wird an diesem Tag protestiert.</p>
<p>Bei uns in Berlin geht es um 11 Uhr am Roten Rathaus los. Ziel ist der Oranienplatz. Um 19 Uhr können Studenten und Studentinnen nach der Demo bei VoKü und Musik von Kitty Solaris im besetzten Hörsaal 1a entspannen. Ein „heißer Herbst“ beginnt!<br />
<a href="http://www.bildungsstreik.net/" title="http://www.bildungsstreik.net/" class="autohyperlink">www.bildungsstreik.net/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Für das Klima gegen den Strom</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/11/05/fur-das-klima-gegen-den-strom/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 21:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 6. November 2009; 20:00; ] "Never trust a COP": Kopenhagen-Soli-Party, Größenwahn &#38; Leichtsinn, Kinzigstraße 9 / Nähe U5-Samariterstraße, 06.11.2009, 20 Uhr

Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen – der Klimawandel schreitet voran. Für all jene, denen es nicht damit getan ist die Glühbirne zu wechseln, veranstalten „gegenstromberlin“ und die „FelS Klima AG“ einen Film- und Informationsabend ganz im Zeichen des Klimaproblems.

Zu Beginn steht für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">6. November 2009</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr></table><p><em>&#8220;Never trust a COP&#8221;: Kopenhagen-Soli-Party, Größenwahn &amp; Leichtsinn, Kinzigstraße 9 / Nähe U5-Samariterstraße, 06.11.2009, 20 Uhr</em></p>
<p>Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen – der Klimawandel schreitet voran. Für all jene, denen es nicht damit getan ist die Glühbirne zu wechseln, veranstalten „gegenstromberlin“ und die „FelS Klima AG“ einen Film- und Informationsabend ganz im Zeichen des Klimaproblems.</p>
<p>Zu Beginn steht für alle eine Zeitreise ins Jahr 2055: Der Doku-Thriller „The Age of Stupid“ von Franny Armstrong spielt auf der verseuchten Erde einer düsteren, aber heutzutage nur allzu denkbaren Zukunft. Im Hinblick auf die kommende UN-Klimakonferenz in Kopenhagen (COP 15) folgt darauf eine Diskussion, in der ihr euch kritisch mit dem Problem Klima unter dem Gesichtspunkt von Gesellschaft und Kapitalismus auseinandersetzen könnt.</p>
<p>Filmbeginn ist um 20 Uhr. Ab 23 Uhr kann man sich dann die angehäuften Sorgen über Klima und Umwelt auf der anschließenden Soliparty zu Electro, Punk, Rock und Pop von der Seele tanzen.</p>
<p><a href="http://www.gegenstromberlin.net/" title="http://www.gegenstromberlin.net/" class="autohyperlink">www.gegenstromberlin.net/</a></p>
<p><a href="http://fels.nadir.org/de/fels/klima" title="http://fels.nadir.org/de/fels/klima" class="autohyperlink">fels.nadir.org/de/fels/klima</a></p>
<p>Trailer:  <a href="http://www.ageofstupid.net/trailer" title="http://www.ageofstupid.net/trailer" class="autohyperlink">www.ageofstupid.net/trailer</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einmal so richtig dazugehören</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin Carolin Benack ist neu an der FU.  Das wird sie auch erst mal bleiben: Wie für viele andere gab es für die Nordamerika-Studentin in diesem Jahr keine feierliche Einführung in den Unibetrieb.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autorin <em>Carolin Benack</em> ist neu an der FU.  Das wird sie auch erst mal bleiben: Wie für viele andere gab es für die Nordamerika-Studentin in diesem Jahr keine feierliche Einführung in den Unibetrieb.</strong></p>
<div id="attachment_1524" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><strong><strong><img class="size-large wp-image-1524" title="LieblingsfotoDSC_2765" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/11/LieblingsfotoDSC_2765-470x312.jpg" alt="Elite-Tasche: Nicht für jeden!" width="470" height="312" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Elite-Tasche: Nicht für jeden!</p></div>
<p><strong></strong><span id="more-1523"></span></p>
<p><em>Text:  Carolin Benack</em>, <em> Foto: Cora-Mae Gregorschewski</em></p>
<p>Überall grinsen sie mich an. Ganz besonders morgens in der U3. Und vor der Mensa. Und in den Gängen der Rost – und Silberlaube. Und vorm OSI (drinnen gibt es wahrscheinlich noch mehr von ihnen). Und sowieso überall.</p>
<p>Nur im John F. Kennedy Institut kann ich das höhnische Grinsen der tollen FU-Taschen noch umgehen. Schließlich haben die armen Nordamerika-Erstis in diesem Jahr keine Immatrikulationsfeier, nicht einmal eine dezentrale. Und das bedeutet keine tolle FU-Tasche. Dabei grinsen sie mich ja nur so höhnisch an, weil sie um mein inneres Bedürfnis wissen, auch eine von ihnen zu besitzen. Nicht nur, um der reinen Besitztumsvermehrung Willen, sondern auch, um endlich dem gemeinen Pöbel meinen Status als Exzellenz-Studentin unter die Nase reiben zu können. Also keine tolle FU-Tasche dieses Jahr. So ein Mist.</p>
<p>Wie es scheint, bin ich nicht die einzige mit diesem Problem, denn ein großer Nachteil der neu eingeführten dezentralen Immatrikulationsfeiern (abgesehen von der ungerechten Taschenverteilung), ist die Tatsache, dass nicht jedes Institut das bisher hinbekommen hat. Ergo, für viele Erstsemester keine ordentliche Begrüßung.</p>
<h2>Freundschaft!</h2>
<p>Nun tut diese Tatsache der Begründung des Präsidiums für die neue Maßnahme nicht gerade gut, könnten doch so die Studenten und Studentinnen angeblich „ihr neues universitäres Umfeld noch schneller kennenlernen und rasch persönliche Kontakte zu den Personen am Fachbereich knüpfen“. Hoffen wir, dass zumindest die, die eine Feier hatten, Kontakte knüpfen konnten. Schließlich werden sie in den nächsten drei Jahren keine Gelegenheit mehr dazu bekommen. Denn dann werden sie von einem Seminarraum zum anderen hetzen und bis in die Nacht über Büchern hocken.</p>
<h2>Angstschweiß im Präsidium?</h2>
<p>Da scheint die, wenn auch tendenziell egozentrische, Erklärung des ASta einleuchtender. Danach wurde die Immatrikulationsfeier aufgrund der (natürlich vom ASta selbst organisierten) Proteste in den letzten Jahren dezentralisiert. So eine Blamage wie letztes Jahr vor Herrn Köhler kann Prof. Dr. Lenzen sich schließlich nicht noch einmal leisten. Genauso wenig wie das Honorar der potenziellen Festredner, das wohl angesichts des zu erwartenden Mobs um einiges gestiegen sein dürfte.</p>
<p>Was also haben die Erstsemester jetzt von den dezentralen Immatrikulationsfeiern? Im besten Fall eine Tasche und einen noch halbwegs interessanten Festvortrag. Doch selbst das kann das Fehlen einer unheimlich wichtigen Sache nicht wettmachen: das Gefühl, endlich an der Uni angekommen zu sein, wenn man zum ersten Mal das Flair studentischer Auflehnung zu spüren bekommt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Herbstlese</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 13:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlene Göring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 5. November 2009; 20:00; ] Gedichtlesung, Baiz, Christinenstr. 1 (Ecke Torstr.), 10119 Berlin, 05.11.2009, 20.00 Uhr, freier Eintritt

Vier Dichter aus Berlin sind gegen die Verstimmung im Herbst. Unter dem Slogan: „Sollen die alten Blätter doch fallen, hier gibt es die neuen.“ machen sie dazu eine Veranstaltung. Es sind Kirsten Hartung, Clemens Kuhnert, Lutz Steinbrück und Isabella Vogel von der Literaturzeitschrift [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">5. November 2009</td></tr><tr><td colspan="3">20:00</td></tr></table><p><em>Gedichtlesung, Baiz, Christinenstr. 1 (Ecke Torstr.), 10119 Berlin, 05.11.2009, 20.00 Uhr, freier Eintritt</em></p>
<p>Vier Dichter aus Berlin sind gegen die Verstimmung im Herbst. Unter dem Slogan: „Sollen die alten Blätter doch fallen, hier gibt es die neuen.“ machen sie dazu eine Veranstaltung. Es sind Kirsten Hartung, Clemens Kuhnert, Lutz Steinbrück und Isabella Vogel von der Literaturzeitschrift „Lauter niemand“. Begleitet von einer Projektorshow, in der die schönen Seiten des Herbsts gezeigt werden, tragen sie am 5. November im Baiz eine Auswahl ihrer Gedichte vor. Seid dabei, wenn die neuen Blätter „aufgelesen“ werden!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Liebe Kommilitonin, lieber Kommilitone,</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/10/12/liebe-kommilitonin-lieber-kommilitone/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 18:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[der Sommer ist vorbei - wir hören auf zu plaudern. Auf Furios Online findest du wieder die aktuellen Campusnachrichten und die besten Geschichten aus dem Dahlemer Studentendorf!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>der Sommer ist vorbei &#8211; wir hören auf zu plaudern. Auf </strong><strong>Furios Online findest du wieder die </strong><strong>aktuellen Campusnachrichten</strong> <strong>und die besten Geschichten aus dem Dahlemer Studentendorf!</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-264" title="button" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/05/button.png" alt="button" width="331" height="331" /></p>
<p>Während die Blätter fallen brüten wir außerdem über unserem <strong>nächsten Heft</strong>, das im Dezember erscheinen wird. Das Thema verraten wir mal noch nicht in die große Runde, aber wenn du mitreden willst: <strong>Wir treffen uns jeden Donnerstag um 18 Uhr</strong> im Raum KL 29/207 der Silberlaube und sind auch für die kommende Ausgabe auf der <strong>Suche nach jungen Autoren, Fotografen, Informatikern oder Grafikern!</strong></p>
<p><strong>Große Infoveranstaltung:</strong> Unser Treffen am<strong> 22. Oktober </strong>widmen wir <strong>allen Neuen</strong>. Da beantworten wir dir deine Fragen und erzählen aus dem furiosen Redaktionsalltag.</p>
<p>Du kannst uns auch eine Mail schicken, an <strong>mitmachen bei furios-campus.de</strong><br />
<strong>Einen guten Semesterstart wünscht dir,</strong></p>
<p><strong>die FURIOS-Redaktion</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pilze, Tee und Tatort – das erste Urlaubsglück zu dritt</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/10/10/pilze-tee-und-tatort-%e2%80%93-das-erste-urlaubsgluck-zu-dritt/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 21:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kind soll Stress bedeuten? Kann Anna Klöpper nicht finden. Statt sich quälender Reiseplanung hinzugeben, zog es sie, ihren Freund und das neue Baby ganz einfach zu den Großeltern aufs Land.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Kind soll Stress bedeuten? Kann Anna Klöpper nicht finden. Statt sich wie jedes Jahr quälender Reiseplanung hinzugeben, zog es sie, ihren Freund und das neue Baby ganz einfach zu den Großeltern aufs Land. <span id="more-1415"></span></strong><em></p>
<div id="attachment_1416" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-1416" title="annasbaby" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/10/annasbaby-470x533.jpg" alt="Gardinen auf! Da will jemand die Welt entdecken!" width="470" height="533" /><p class="wp-caption-text">Gardinen auf! Da will jemand die Welt entdecken!</p></div>
<p>Text und Foto von Anna Klöpper</p>
<p></em></p>
<p>Die lästige Urlaubsfrage – was, wohin, mit wem, für wie lange – haben wir dieses Jahr ziemlich elegant gelöst, finden mein Freund und ich. Wir haben ein Kind bekommen. Danach stellt sich nicht mehr die Frage, ob lieber mit Freunden ans Meer, Städteurlaub in London, Rom, Paris, oder vielleicht doch lieber günstig und gesund mit Fahrrad und Zelt Richtung Ostsee gestrampelt. Nein, dieser Sommer war einfach. Dieser Sommer stellte uns lediglich vor die Wahl, den Kinderwagen drei Monate lang zwischen Humboldthain, Prenzlauer Berg und Wedding im Dreieck zu schieben, oder eine Zugfahrkarte in die ostwestfälische Provinz zu buchen und die lieben Großeltern zu besuchen.</p>
<p>Da beides auf Dauer ungefähr gleich anstrengend ist, schoben wir also die erste Hälfte des Sommers zunächst mal fleißig Kinderwagen durch Berlin. Unglaublich übrigens, was man auf diese Weise noch so alles entdecken kann im Kiez. Wir sind jetzt jedenfalls Kiezexperten für Prenzlauer Berg/Grenze Wedding, mein Freund und ich. Der übernächste Briefkasten, die DRK-Kleidertonne um die Ecke, die garantiert immer voll ist (und die Alternative von Humana zwei Querstraßen weiter), Bäcker, Zeitungskiosk, Bank, Post – und wie man das dann alles kräftesparend auf einer Ausfahrt zwischen zwei Baby-Mahlzeiten kombiniert. Wir helfen da bei Fragen gerne weiter.</p>
<h2>Kein Selbstfindungstrip nach Indien&#8230;</h2>
<p>Jedenfalls hatten wir dann aber Ende September genug vom Kinderwagengewusel in Prenzlauer Berg und schrägen Blicken im Wedding, wenn mein Freund sich das Baby, ganz der moderne Papa, im Tragetuch vor den Bauch geschnallt hatte und die Mama so ganz ohne Baby nebenher lief.  Also Landurlaub. Mit Ponys streicheln und Kühe gucken, das volle Programm eben. Der Kleine fand den Ausflug allerdings erstmal nicht so lustig. Gar nicht so leicht heraufzubeschwören, die entspannte Urlaubsstimmung, wenn das Baby schon auf dem Weg zum Bahnhof im Kinderwagen kräht. Nicht besonders groß die Motivation, um 8.15 Uhr mit einem brüllenden Baby in den Intercity zu steigen. Vor allem dann nicht, wenn der Wagen mit Kleinkindabteil „aus technischen Gründen“ leider nicht mitfahren darf. Was vorher natürlich niemand weiß. Aber nach einem Sprint mit Kinderwagen und Gepäck den Bahnsteig entlang, immer Richtung Ersatz-Kinderabteil, ist man dann immerhin wach. Der Urlaub kann beginnen.</p>
<h2>&#8230;dafür die Welt mit Kinderaugen sehen!</h2>
<p>Aber dann – wann war Zugfahren schon mal schöner, als wenn ein Baby mit großen Kulleraugen aus dem Zugfenster staunt, bis es irgendwann zwischen Stendal und Wolfsburg auf Mamas Arm friedlich einschlummert? Die Eltern schlafen schnell eine Runde mit. Und was macht man dann so mit der angebrochenen Ferienwoche? Jedenfalls ist klar, was man nicht macht. Lange Ausschlafen, abends irgendwo hin und „was nettes machen“, zwischendurch noch ein bisschen Kultur mitnehmen – ist nicht mehr. Was geht sind lange Spaziergänge und die Stille genießen, die man, jedenfalls seit man mit Kinderwagen unterwegs ist, oft so vergeblich sucht in Berlin. Pilze suchen geht auch. Und <em>Tatort</em> angucken, mit einer Tasse Tee in der Hand. Schlimm langweilig? Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil – herrlich, wenn ein Urlaub nicht mehr ständig Spannung versprechen muss. Kein Erfolgsdruck mehr, auch keine Erwartungshaltungen, die erfüllt werden wollen. Wunderbar. Man entspannt sich. Und wer will schon in irgendeinem gammeligen Bed &amp; Breakfast in London, Rom, Paris verschlafen, wie ein kleines Baby morgens beim Frühstück gut gelaunt glucksend einmal in die Runde strahlt und mit dem Fäustchen in die Butter haut?</p>
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		</item>
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		<title>Stalingrad im Sommer</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/10/10/stalingrad-im-sommer/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 20:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon seit 1961 heißt Wolgograd nicht mehr Stalingrad. Die vernichtende Schlacht, mit der die Stadt in die Geschichte eingegangen ist, ist aber auch heute noch allgegenwärtig – vor allem als Anziehungspunkt für Touristen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon seit 1961 heißt Wolgograd nicht mehr Stalingrad. Die vernichtende Schlacht, mit der die Stadt in die Geschichte eingegangen ist, ist aber auch heute noch allgegenwärtig – vor allem als Anziehungspunkt für Touristen.<span id="more-1390"></span></p>
<div id="attachment_1393" class="wp-caption alignnone" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-1393" title="MutterHeimat" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/10/MutterHeimat-469x352.jpg" alt="Mutter Heimat spürt nichts von der enervierenden Mattigkeit des Kapitalismus" width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Mutter Heimat spürt nichts von der enervierenden Mattigkeit des Kapitalismus</p></div>
<p></strong></p>
<p><em><br />
Text und Foto von Daniela Hombach</em></p>
<p>Das ehemalige Stalingrad heißt heute Wolgograd und ist eine Millionenstadt im Südwesten Russlands, die sich wie eine überdimensionale Schlange über 100 km an der Wolga entlang windet. An ihrer breitesten Stelle misst sie mehr als 10 km. Verlaufen kann man sich im Zentrum kaum – früher oder später landet man immer am Alexanderplatz, der wie sein Berliner Gegenstück von einem sozialistischen Bauwerk geprägt wird. Der Obelisk erinnert jedoch wie vieles in Wolgograd an die zigtausend Toten der Stalingrader Schlacht.</p>
<h2>Historie als touristischer Leckerbissen</h2>
<p>„Die Schlachten um Stalingrad sind unsere Spezialität“, betont die Stadtführerin, während unsere Reisegruppe gespannt den Wechsel der Schülerwache beobachtet. Wolgograder Schüler in olivgrünen Uniformen – die Mädchen mit weißen, plüschigen Haarspangen – marschieren im Stechschritt auf das Denkmal zu, um dort 20 Minuten den Gefallenen Ehre zu erweisen. Wie selbstverständlich mischen sich Hochzeitspaare unter die Kinder, immer auf der Suche nach dem schönsten Motiv für´s Erinnerungsalbum. Die deutschen Touristen sind in erster Linie erstaunt über die kurzen Röcke der Bräute.</p>
<p>Auch beim zweiten großen Kriegsdenkmal der Stadt, dem Mamajev-Hügel, treffen wir auf Brautpaare und Militär. Zu Füßen der gigantischen Mutter Heimat, die ihre Söhne und Töchter in den Kampf ruft, marschieren jedoch echte Soldaten. Ihre Beine schleudern sie im Stechschritt ein ganzes Stück höher als die Schüler. Weniger seltsam mutet es dennoch nicht an. Überlebensgroße Statuen von Kriegshelden unterstreichen die Verherrlichung russischen Kampfesmutes, das Knallen von Soldatenstiefeln erfüllt die Gedenkhalle. Der Mamajev-Hügel war vor Kriegsbeginn mehrere Meter niedriger. Heute ruhen dort tausende Menschen, die durch „Hitlers Abenteuer“ ihr Leben verloren, erklärt die Stadtführerin.</p>
<h2>Zwischen Militärnostalgie und Erinnerungskultur</h2>
<p>Die russisch-deutschen Soldatenfriedhöfe weit außerhalb der Stadt – mitten in der Steppe, wo noch heute immer wieder unidentifizierte Gebeine geborgen werden – zeigen ein völlig anderes Gedenken: Fernab von Militarismus und Heldenverehrung begreift man erst hier die Schrecken der Schlacht. Auf jedem einzelnen Grabstein der russischen Seite liegt ein Soldatenhelm, bei vielen zählt man mehr als ein Einschussloch. Der deutsche Friedhof, vom russischen nur durch eine scheinbar ins Nichts führende Landstraße getrennt, stimmt allein durch seine schiere Größe nachdenklich. Name reiht sich an Name, Todesjahr an Todesjahr. Viele der Verstorbenen waren noch keine zwanzig Jahre alt.</p>
<p>Für die Wolgograder ist die ständige Präsenz der Schlacht völlig alltäglich; vielleicht etwa so, wie für Berliner die Überreste der Mauer. Die Souvenirläden verkaufen kleine Bombenattrappen oder Patronenhülsen als Schlüsselanhänger, direkt neben den unvermeidlichen Matroschkas und roten Sternen. Der Auftrag, aus Russland für die lieben Daheimgebliebenen „kitschigen, sozialistischen Scheiß“ mitzubringen, ist schnell erfüllt: Ein Set aus Wodkabechern mit Hammer und Sichel ist das Objekt der Begierde. Wir amüsieren uns köstlich über das Design und versuchen mit Händen und Füßen den Preis der kleinen Kostbarkeit zu erfahren. Als das endlich glückt, fragt die Verkäuferin auf perfektem Deutsch: „Wäre das dann alles oder möchten sie noch etwas kaufen?“ Wir ziehen mit hochroten Köpfen von dannen. Touristen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Stadt wie ein Museum</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/09/16/eine-stadt-wie-ein-museum/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 18:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Historienkult]]></category>
		<category><![CDATA[Höflichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Stephansdom, Sachertorte und Schnitzel zieht Wien jedes Jahr 4,5 Millionen Touristen an. Auch Björn Stephan hat das Essen dort geschmeckt. Zumindest besser als die aufgesetzte Höflichkeit und der abgeschmackte Historienkult.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Stephansdom, Sachertorte und Schnitzel zieht Wien jedes Jahr 4,5 Millionen Touristen an. Auch Björn Stephan hat das Essen dort geschmeckt. Zumindest besser als die aufgesetzte Höflichkeit und der abgeschmackte Historienkult.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-1387" title="Geschichte für Touristen: Fiaker vor der Albertina, einem Kunstmuseum. Nur wo ist der kostümierte Kutscher?" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/09/CIMG2943-470x352.jpg" alt="Geschichte für Touristen: Fiaker vor der Albertina, einem Kunstmuseum. Nur wo ist der kostümierte Kutscher?" width="470" height="352" /></strong>Mit dem Fiaker durch die Stadt wie anno dazumal. Nur wo ist der kostümierte Kutscher?<strong><br />
</strong></p>
<p class="mceTemp mceIEcenter">
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Von Björn Stephan.<strong><br />
</strong></em></p>
<p>Das „Frauenhuber“ ist das älteste Kaffehaus Wiens, wenigstens behauptet das Familie Binder – sie ist der Inhaber. Etwas verborgen liegt es unweit des Stephansdoms in der Himmelpfortgasse 6: Kronleuchter, weißes Deckengewölbe und rote Samtbezüge. „Bei uns werden Sie vom Ober noch immer mit „gnädige Frau“ und „gnädiger Herr“ angesprochen“, heißt es im Prospekt. Zweifelsohne hier wird noch Wert auf Tradition gelegt. Und in der Tat wird man vom Ober, einem älteren, soignierten Herren mit graumeliertem Haar, weißem Hemd, schwarzer Weste und schwarzer Fliege, freundlich empfangen: Haben’s scho’ ein Wunsch, werte Herrschaften?“</p>
<p>So weit, so nett. Oder etwa doch nicht? Nach einiger Zeit wirkt der Kellner allzu unterwürfig, irgendwie gekünstelt. Grotesk wird es spätestens dann, als er die Tasse Melange unterwürfig abräumt, und sich mehrere Bücklinge machend vom Tisch wegdienert: „Bitt’ schön, sehr gern, bitt’ schön.“</p>
<p>So wie das „Frauenhuber“ ist die ganze Stadt: aufgesetzt höflich, ein wenig altbacken und angestaubt wie kitschiger Nippes in der Schrankwand. Wien scheint in der Vergangenheit zu verharren; stehengeblieben in der Erinnerung an die glorreichen Zeiten um 1900, als die Stadt die viertgrößte der Welt war – nach New York, London und Paris. Heute aber ist nicht mehr übrig als der Abglanz vergangener Tage: Etwa die Fiaker, die ständig durch die engen Gassen klappern. 40 Euro für 20 Minuten, auf dem Bock Kutscher in lächerlichen Kostümen. Oder  Schönbrunn, das Rokoko-Schloss am Stadtrand, wo unablässig dem Sissi-Kult gehuldigt wird. Sogar zu ihrer Toilette werden die Touristengruppen geführt. Oder die Kaffehäuser: Zwar versprühen sie noch immer einen gewissen Charme. Die kulturelle Hochzeit der Wiener Moderne aber ist längst vorbei. Heute tummeln sich dort keineswegs mehr namhafte Schriftsteller, wie Franz Werfel oder Stefan Zweig es waren, sondern lediglich Postkarten kritzelnde Urlauber.</p>
<p>Aber irgendwo muss es doch noch mehr geben als die touristisch herausgeputzte Fassade? Wo ist das wahre Leben in Wien? Geht man abends aus, wird man nicht mehr zu sehen bekommen, als ein paar nette Bars. Ansonsten sind die Bordsteine hochgeklappt, die Straßen fast wie ausgestorben. Und selbst die wenigen Clubs, meistens in Tunneln unter der U-Bahn-Trasse, gleichen eher einer Dorfkirmes im brandenburgischen Hinterland: Bereits um 22:00 Uhr ist die große Masse betrunken. Kein Wunder, wenn die offizielle Sperrstunde bereits um 4:00 Uhr morgens schlägt. Obwohl eins macht Hoffnung: Eine Bürgerinitiative kämpft für die Ausweitung der Sperrstunde – immerhin  bis 6.00 Uhr.</p>
<p style="text-align: left;">Zum Schluss zeigt sich vielleicht doch noch das wahre Gesicht der Wiener. Eine Dampferfahrt auf der Donau. Das Schiff vollbesetzt, mehr Gäste als Plätze: Deshalb flugs über die Ansperrung am Heck geklettert und auf dem Maschinenkasten gesonnt. Plötzlich aber stampft der Kapitän- schlecht sitzende Uniform, schmaler Oberlippenbart und Goldkettchen &#8211; heran und brüllt: „Ja, spinnt’s denn. Kommt’s sofort runter da! Aber zack zack! Was glaubt’s denn wo ihr hier seid! Wir sind hier in Österreich, da hat’s man sich zu benehmen!“                                                                                                                                                                                                                            Na endlich. Warum denn nicht gleich so?</p>
<p style="text-align: left;"><em><br />
</em></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der heißeste Tag meines Lebens</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 14:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Barthaare]]></category>
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>
		<category><![CDATA[Lava]]></category>
		<category><![CDATA[Pacaya]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hitze hat ihn nicht stoppen können. In Guatemala kletterte Johannes Hub einen Vulkan hinauf und versengt sich fast die Barthaare.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Hitze hat ihn nicht stoppen können. In Guatemala kletterte Johannes Hub einen Vulkan hinauf und versengt sich fast die Barthaare.</strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_1358" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-large wp-image-1358" title="Auf dem Vulkan Pacaya" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/09/FOTOS-CAM-3-073web-470x352.jpg" alt="Johannes Hub bei der Besteigung des Vulkan Pacaya. Im Hintergrund: Lava." width="470" height="352" />Unser Autor bei der Besteigung des Vulkan Pacaya. Im Hintergrund: Lava.</dt>
</dl>
</div>
<p><em>Text und Foto: Johannes Hub</em></p>
<p>Ein guatemaltekischer Vulkan lässt sich nicht gerne besteigen. Meistens hüllt er sich in Regenwolken, der Weg zum Krater ist steil. Und hat man es doch geschafft, streut er einem zumindest Steine in die Schuhe.<br />
Möchte man es dennoch versuchen, muss man früh anfangen und sich beeilen. Unsere mutige Expedition, zwei Freunden und ich, macht sich im Auto auf den Weg. Zum Glück muss ich nicht fahren. Im Halbschlaf kriege ich mit, wie unser Auto sich durch den Verkehr wühlt. Es scheint, eine Hupe sei in Guatemala wesentlich wichtiger als Bremslichter.</p>
<p><strong>Ein Ort an dem noch kein Mensch war</strong></p>
<p>Endlich erreichen wir die letzte Stadt, bevor es zu Fuß weitergeht: San Vicente de Pacaya. Sie liegt etwa 20 Meilen südwestlich von Guatemala City.<br />
Ein Führer bietet uns am Ortseingang für 75 Quetzales (etwa 6,50 €) an, uns zu Orten zu führen, an denen nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Damit muss er nicht mal lügen, denn durch den ständig aktiven Volcan de Pacaya ändert sich die Landschaft um seinen Gipfel andauernd.  Wir nehmen an und rüsten uns an einem kleinen Parkplatz mit dem nötigsten aus: Wasser, Kamera, Bier, ein paar kalte Hamburger, Pullover. Dann laufen wir los. Die Steigung ist stark, ca. 35 Grad. Unser Führer lässt es sich nicht nehmen uns Abkürzungen zu zeigen, die meistens noch steiler sind. Uns folgen Maultierreiter. Sie warten darauf, dass wir schlapp machen, um uns dann eine Ritt zurück anbieten zu können. Nach einer halben Stunde geben sie auf, denn wir halten durch. Nur manchmal halten wir an und trinken Wasser.</p>
<p><strong>Betonplatten sollen vor den vulkanischen Bomben schützen<br />
</strong></p>
<p>Die Hänge des Pacaya sind mit Dschungel bewachsen, vereinzelt gibt es Hütten und ein paar Obstpflanzungen. Oft dringen die merkwürdigsten Geräusche von Tieren zu  uns: Ein schwaches Zirpen wächst zu einem hohen schnarren an und verstummt wieder. Die Urheber der Geräusche sieht man nicht, aber man wäre sicherlich enttäuscht, weil sie nicht halb so eindrucksvoll aussehen würden, wie sie sich anhören – kein Nashorn, dass aus einem Ei schlüpft. Die Geräusche vermischen sich manchmal mit einem dumpfen Grollen, das vor uns liegt. Unser Führer geht unermüdlich weiter. Wir passieren mit dicken Betonplatten bedeckte rudimentäre Häuser, die im Falle eines plötzlichen Ausbruchs vor den vulkanischen Bomben schützen sollen.</p>
<p><strong>Betreten verboten!?</strong></p>
<p>Der Weg windet sich ein letztes Mal, noch einmal schieben wir einen Ast zur Seite und dann sehen wir es vor uns: Das Land Mordor, der Aschenbecher der Natur.<br />
Vor uns liegt ein grauer Geröllkegel, der McKenney Cone, aus seinem Gipfel steigen Dampfschwaden, immer wieder löst sich Tuffgestein von einer der sich langsam vorschiebenden Lavazungen und poltert ein paar Meter weit. Hier wächst nichts mehr. Vor 9 Jahren wurde diese Landschaft durch einen großen Ausbruch geschaffen. Wir wissen, wäre der Vulkan in Deutschland, stünde spätestens hier ein Schild Betreten verboten!<br />
<strong><br />
Brennende Barthaare und heiße Füße</strong></p>
<p>Über erkaltete Ströme hinweg gehen wir weiter. Nichts in dieser Landschaft ist fest, selbst große Brocken lösen sich beim Betreten. Manchmal auf allen vieren schaffen wir ungefähr 50 Höhenmeter. Endlich erreichen wir echte Lavaströme. Die rot glühende Ursuppe fliest auf Augenhöhe vor uns. Auf etwa einen Meter kann man sich ihr nähern, dann versengt sie einem die Barthaare. Wir stochern ein wenig mit ein paar mitgebrachten Stöcken in ihr herum, doch die fangen sofort Feuer. Man könnte meinen, Lava sei weich, doch Steinwürfe prallen einfach an ihr ab. Eigentlich wollte ich mir etwas in meine Thermoskanne abfüllen, aber bis ich zu hause ankäme, wäre sie wahrscheinlich sowieso schon kalt. Für ein paar Fotos posieren wir vor einer anderen Zunge, die sich im Schneckentempo auf uns zuschiebt. Langsam riecht es nach Gummi, meine Füße werden heiß.</p>
<p><strong>Der Abstieg</strong></p>
<p>Zeit, den Rückweg anzutreten. Es ziehen bereits dichte Nebelschwaden auf, die den Abstieg für Stunden verhindern können. Der Abstieg vom Kegel geht schnell: Wir erreichen eine abschüssige Aschenbahn, die man einfach hinunter rennen kann. Als wir wieder Vegetation erreichen, sind unsere Schuhe voller kleiner Steine. Bei einem meiner Reisebegleiter ist der Kleber der Schuhsohle geschmolzen, sodass sie vom Fuß herabhängt. Einer der ortsansässigen Bauern will mit seinem Pick Up ins Tal fahren und kann unsere Vierergruppe bis zum Parkplatz mitnehmen.<br />
Als wir von dort zum Kegel hinaufblicken, ist er bereits komplett mit Wolken verhüllt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Umzugsmarathon</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 09:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[„Beurlaubt“ steht auf ihrem Studentenausweis für das nächste Semester. Ein  halbjähriges Praktikum beim World Future Council führt Viola Köster nach Brüssel. Zunächst  aber musste ihr gesamter Hausstand zurück in die norddeutsche Provinz verfrachtet werden- nach Rotenburg. Schwieriger als gedacht: Ein Umzug mit Hindernissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Beurlaubt“ steht auf ihrem Studentenausweis für das nächste Semester. Ein  halbjähriges Praktikum beim World Future Council führt Viola Köster nach Brüssel. Zunächst  aber musste ihr gesamter Hausstand zurück in die norddeutsche Provinz verfrachtet werden- nach Rotenburg. Schwieriger als gedacht: Ein Umzug mit Hindernissen.</strong></p>
<div id="attachment_1351" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-1351" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/09/IMG_0007-469x352.jpg" alt="Erschöpft aber glücklich? Unsere Autorin Viola Köster nach erster überstandener Etappe in Rotenburg." width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Erschöpft aber glücklich? Unsere Autorin Viola Köster nach erster überstandener Etappe in Rotenburg.</p></div>
<p style="text-align: center;"><strong> </strong><em> </em></p>
<p><em>Text und Foto: Viola Köster.</em></p>
<p>Im Schnellverfahren musste ich im Juli/August die letzte Klausur schreiben, eine Hausarbeit zusammenbasteln, sämtliche Verwaltungsgänge erledigen, Antragsbriefe schreiben und meinen kleinen Hausstand zusammenkramen. Jegliche Art von Semesterferienstimmung hat sich schon dabei dezent hinter Laptop und Umzugskarton zurückgezogen.</p>
<p><strong>Ein Fahrstuhl ohne Anstand und Einsicht</strong></p>
<p>Doch als sei der übliche Formalitätennerv nicht genug, war der erste Umzug aus meiner kleinen Plattenbau-Studentenbude im 13. Stock ins idyllisch-kleinbürgerliche Rotenburg Wümme schon mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden: Denn wie befördert man ohne Fahrstuhl bis oben hin gefüllte Pappkisten und Blumentöpfe dreizehn Stockwerke nach unten? Wie so manches Mal setzten natürlich gerade an meinem Tag X beide Wohnheimsfahrstühle aus, wogegen ich bereits Tage zuvor vehement angebetet hatte. Besaß diese Technik denn nicht mal in „Extremsituationen“ ein wenig Anstand und Einsicht in gerechte Arbeitsteilung? Stufe für Stufe und Schweißtropfen für Schweißtropfen mussten die Kisten somit per pedes und Armkraft geschleppt werden. Warten bis der Technikschaden behoben war, kam nicht in Frage. Waren doch meine fleißigen Helfer extra für diesen einen Termin angerückt – und auch der Autoanhänger musste noch in der Nacht zurückgebracht werden.</p>
<p><strong>Stehen geblieben in Brandenburg</strong></p>
<p>Das Stichwort „Autoanhänger“ leitet auch schon Extremphase II dieses Umzugsurlaubs ein: Er war um einiges zu schwer für den elterlichen Renault. Dies führte dazu, dass ich mich auf dem Rücksitz mit den Nägeln ins Sitzpolster festkrallen musste, um nicht mit den Sprüngen des Autos mitzugaloppieren und mir den Kopf an der Wagendecke zu stoßen. Denn die Unebenheiten auf dem Asphalt übertrugen sich &#8211; verstärkt durch den Hebel des Anhängeranschlusses &#8211; vom Anhänger auf das Auto. Als wir nach einiger Zeit merkwürdige Geräusche aus Richtung Motor hörten, hielten wir auf einem kleinen Rastplatz im niedersten Brandenburg an, um nachzusehen, was nun schon wieder kaputt war. Zu erkennen war für Autonormalverbraucher zunächst einmal wenig. Beim erneuten Anfahren schnellte der Motor jedoch so aufjaulend in die Höhe, dass wir vor Panik einer Explosion alle aus dem Wagen sprangen. Da konnten nur noch die gelben Engel helfen – für 800€ Abschleppgebühr, oder eine nächtliche Reparatur inklusive Übernachtungserlebnis im Dorfkrug von Pritzwalk. Bei einem letzten Test vor dem Weg zur nächsten ländlichen Tankstelle gingen auch die Bremsen nicht mehr. Ein Glück, dass der gelbe Engel vor uns stand und das Problem daraufhin zumindest erkennen konnte: Ein eingebranntes Loch im „Luftdruckschlauch zur Bremskraftverstärkung“. Technisch bewanderte Engel stopften das Loch noch an der Tanke, so dass Umzug Nr. 1 &#8211; abgesehen von einer ausgiebigen Aus- und Umpackaktion am nächsten Tag im heimatlichen Wohnzimmer &#8211; um 2.30 nachts in Rotenburg sein langes Ende nahm.</p>
<p><strong>Gespannt auf Brüssel</strong></p>
<p>Nun sitze ich nach einem wesentlich unkomplizierteren Umzug Nr. 2 in meinem neuen, leicht heruntergekommenen Brüsseler Praktikantenzimmer im 1. Stock ohne Fahrstuhl, das ungefähr so groß ist wie Berliner Studentenappartements, allerdings mehr als doppelt so teuer. In Brüssel wird eben gerne etwas dicker aufgetragen &#8211; wer in EU-Nähe verkehrt scheint sich das leisten zu müssen &#8211; ob es einem schmeckt oder nicht. Mindestens vier Sprachen gleichzeitig, Cappuccino mit Schlagsahne statt mit Milch und mehr Hundescheiße auf den Trottoirs als in Berlin Neukölln gehören auch für mich nach zwei Tagen in meinem neuen Domizil zum Alltag. Ob hier auch genauso heiß gegessen wird wie gekocht, das wird sich in den nächsten (Arbeits-)wochen herausstellen.</p>
<p>Gespannt angespannt bin ich nach dem vergangenen Umzugsmarathon bereits jetzt – eben nur nicht urlaubsmäßig entspannt, wie es sich für echte Ferien gehört.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kapitalismus auf Tschechisch</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/08/24/kapitalismus-auf-tschechisch/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 08:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Prag Trabi Kommerz Konsumtempel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Moldau-Metropole war vor 20 Jahren Schauplatz einer historischen Botschaftsbesetzung. Heute bietet Prag nicht nur die damals lang ersehnte Freiheit sondern auch viel Prunk und Kommerz, findet Christina Bauermeister.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Moldau-Metropole war vor 20 Jahren Schauplatz einer historischen Botschaftsbesetzung. Heute bietet Prag nicht nur die damals lang ersehnte Freiheit sondern auch viel Prunk und Kommerz, findet Christina Bauermeister.</strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_1343" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-large wp-image-1343" title="Ein Trabi mit Beinen" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/08/CIMG3704web-470x352.jpg" alt="Ein Trabi mit Beinen vor der Deutschen Botschaft in Prag." width="470" height="352" />Ein Trabi mit Beinen vor der Deutschen Botschaft in Prag.</dt>
</dl>
</div>
<p><em>Von Christina Bauermeister</em></p>
<p>„Ich bin heute gekommen, um ihnen mitzuteilen, dass Ihre Ausreise &#8230;“ der Rest des Satzes von Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher ging im frenetischen Jubel der rund 4000 DDR-Flüchtlinge unter. Sie alle hatten bis zum 30. September 1989 auf dem Botschaftsgelände der BRD ausgeharrt. Damals konnten sie ihr Glück kaum fassen. Heute, 20 Jahre danach, erinnert noch eine skurrile Statue eines Trabis mit menschlichen Beinen an das historische Ereignis.</p>
<p><strong>Konsumtempel statt Einheitsgrau</strong></p>
<p>Die wunderbar funkelnde Welt des Westens ist auch in der tschechischen Hauptstadt angekommen. Das sozialistische Einheitsgrau ist Konsumtempeln und Touristenschwaden aus aller Welt gewichen. Jährlich schieben sich mehrere Millionen Besucher durch das Altstadtviertel rund um die Karlsbrücke und auf die Prager Burg (Hradschin). Auf die vom Zweiten Weltkrieg weitgehend verschonten Kulturschätze sind die Prager stolz. Und die Stadt lässt sich die Instandhaltung der geschichtsträchtigen Bauten auch einiges kosten. Allein für die gegenwärtige Sanierung der Karlsbrücke wurden fast neun Millionen Euro veranschlagt.</p>
<p><strong>Steuern für Besteck und Service?</strong></p>
<p>Die Spuren von über 40 Jahren real existierenden Sozialismus sucht man hier vergeblich. Schätzungen zufolge arbeiten rund 100 000 Hauptstadtbewohner in der Fremdenverkehrsbranche, viele davon in der Gastronomie. Doch Vorsicht, viele Wirte zeigen sich mehr als einfallsreich, wenn es darum geht, den Rechnungsbetrag in die Höhe zu treiben. Da werden auf die Cola und den Snack schnell noch weitere Steuern oder Gebühren für Besteck und Service fällig. Und auch für den Besuch der meisten Sehenswürdigkeiten wie das Goldmachergässchen, das jüdische Viertel oder den Nachbau des Eiffelturms wird mittlerweile Bares verlangt. Ein kleiner Trost für Studenten: Auf die meisten Sehenswürdigkeiten gibt es Rabatt, und der liegt nicht selten bei 50%.</p>
<p><strong>Regionale Souvenirs? Fehlanzeige!</strong></p>
<p>Das größte Einkaufszentrum Prags, das Palladium, könnte auch in Berlin oder New York stehen. Es wird dominiert von internationalen Modeketten wie H&amp;M, Orsay oder Esprit. Wer nach regionalen Souvenirs wie böhmischem Kristall oder Holzspielzeug sucht, wird enttäuscht. Hier erinnert nur das Zahlungsmittel, die nationale Währung Koruna česká (tschechische Kronen), die Besucher daran, wo sie sich gerade befinden.<br />
Ein paar U-Bahn-Stationen abseits dieses westlichen Raumschiffs findet man es noch, das alte Prag. Unsanierte Plattenbauten und zerfallene Häuser prägen in vielen Außenvierteln noch immer das Stadtbild. Hier scheint es, als sei die Geschichte stehen geblieben, und die schöne glitzernde Welt nur ein wenig näher gerückt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Italienischer geht&#8217;s nicht</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/08/23/italienischer-gehts-nicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 14:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Fanny Duelli verbringt ihre Sommer seit Jahren in Ripatransone, einer lieblichen Ortschaft auf einem Hügel an der Adria. „La dolce vita“ lernt sie von den Meyerls – den deutschen Auswanderern von nebenan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Fanny Duelli</em><strong><em> </em></strong>verbringt ihre Sommer seit Jahren in Ripatransone, einer lieblichen Ortschaft auf einem Hügel an der Adria. „La dolce vita“ lernt sie von den Meyerls – den deutschen Auswanderern von nebenan.</p>
<p><img class="alignnone size-large wp-image-1338" title="DSCN1222" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/08/DSCN1222-469x352.jpg" alt="DSCN1222" width="469" height="352" /></p>
<p>Meyerls Muli: Nutztiere gehören in jeden rustikal-italienischen Haushalt.</p>
<p><em>Text und Foto: Fanny Duelli</em></p>
<p>Meine Eltern besitzen ein Haus in den Marken, einer touristisch noch recht unerschlossenen Region an der Adria – was sie stolz und mich glücklich macht. Frische Feigen aus Nachbars Garten zum Frühstück, Tomaten vom Feld zu Abend. Und hin und wieder werden wir zu einem Festessen eingeladen, erst neulich von den Meyerls. Es ist angenehm, deutsche Rentnerauswanderer als Nachbarn zu haben. Schließlich ist niemand „italienischer“.  Die Meyerls haben wir auch schon mal „Schlaumeyerls“ genannt, da sie jeden erdenklichen Kurs im Bereich „rustikales italienisches Landleben“ absolviert haben (was sie einen spüren lassen), darunter ein Käseherstellungskurs, ein Überlebenstraining in den Alpen und ein Mulierziehungskurs. Klar ist ein Mulierziehungskurs wichtig für die Meyerls, denn sie halten sich zwei Maultiere, mit denen sie in naher Zukunft auch ihr Land bestellen wollen. Zu 80% leben sie von Eigenwirtschaft.</p>
<h2>Kleines Hausschaf im Steinofen</h2>
<p>Bei Meyerls waren wir also zu einem größeren Hammelessenfest geladen. Tags zuvor hatte mein Vater geholfen, das anderthalbjährige männliche Hausschaf (neben Mulis und Schafen bieten die Meyerls übrigens auch zwei Katzen und einem hyperaktiven Bodercolly namens „Tweed“ ein Zuhause) für den Kochtopf einzufangen. Es schmeckte wunderbar. Was nach Aussage der Meyerls an der unvergleichlichen Landschaft liegt, in der das Tier aufwachsen durfte. Wie den Braten werde ich auch die Ofenkartoffeln und die Zwiebeln nicht vergessen können, die gemeinsam mit dem Fleisch im Steinofen garten.</p>
<h2>Täglich grüßt das Maultier</h2>
<p>Dieses Jahr wollten wir Meyerls Mulis reiten. Was sich als schwieriger herausstellte, als wir dachten. Denn bevor sich Mulis reiten lassen, muss man eine Beziehung zu ihnen herstellen. Das ist wie mit Menschen. Meine Freunde und ich gingen Tag für Tag zu den Mulis. Zunächst haben wir uns über ihr Wesen im Generellen informieren lassen, dann durften wir sie anfassen und führen, bis endlich der Tag X kam – und wir doch nicht auf ihnen reiten durften. Denn wir kamen eine Viertelstunde zu spät, da wir noch einen Kuchen für die Meyerls gebacken hatten. Große Enttäuschung, die aber noch durch eine spontane Einladung zum Pastaessen kompensiert wurde.</p>
<h2>Italien nach Drehbuch</h2>
<p>Auch die „wahren“ Italiener führen mir täglich Klischees vor Augen. Da ist das ältere, befreundete Ehepaar, Giovanni und Rita, die mich jedesmal in die Wange kneifend mit „oh che bella bionda“ begrüßen und mit Geschenken überhäufen. Und dann ist da der nette Opa im Restaurant am Nebentisch, der genüsslich seine „frittura mista di pesce“ in sich hineinstopft, als hätte er Tage nichts zu essen bekommen. Dabei gestikuliert er wild mit den Händen und unterhält sich lautstark mit seinem Tischnachbarn. Obwohl ich mich in Italien auch heimisch fühle, unterscheidet sich mein Italien-Bild keineswegs von dem Jan Weilers. Ich komme mir oft vor wie in einem Adriano Celentano- Film.</p>
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		<title>Meine Ex</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/08/22/meine-ex/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 13:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[london]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche hat Marlene Göring ihre Ex besucht. Die Ex ist groß, laut und ein bisschen verrückt. Sie ist die Hauptstadt von Großbritannien, und die beiden haben ein Jahr zusammen verbracht. Ein Wiedersehen mit London.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzte Woche hat Marlene Göring ihre Ex besucht. Die Ex ist groß, laut und ein bisschen verrückt. Sie ist die Hauptstadt von Großbritannien, und die beiden haben ein Jahr zusammen verbracht. Ein Wiedersehen mit London.</strong><span id="more-1318"></span></p>
<div id="attachment_1320" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-1320" title="IMG_0216" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/08/IMG_0216-470x626.jpg" alt="Der Londoner Alltag steckt voller Gefahren. Foto: Rolant Lenvig av Reyni" width="470" height="626" /><p class="wp-caption-text">Der Londoner Alltag steckt voller Gefahren. Foto: Rolant Lenvig av Reyni</p></div>
<p>Um alle meine Lieblingsplätze in wenigen Tagen wiedersehen zu können, hatte ich einen Schlachtplan erarbeitet. Geordnet nach Tages- und Abendaktivitäten und so, dass sie zusammenpassen. Denn London ist vielfältig. Da ist der Buckingham Palace mit einer echten Königin, die Oxford Street und der Piccadilly Circus, die Innenstadt mit den Prestigesitzen der Weltkonzerne. Da sind die Stars und die Limousinen &#8211; obwohl man meistens nur am Menschenauflauf erkennt, dass hier in den nächsten Stunden George Clooney oder Mick Jagger auftauchen werden. In den überall verteilten Tabloids findet man vorrangig die Hauptstadt in den Schlagzeilen und vor der Westminster Abbey ist das ganze Jahr Demo. Man fühlt sich, als sitze man am Nabel der Welt, umgeben von Menschen, die etwas zu sagen haben. Und die selbst von überall her, nur nicht aus London kommen.</p>
<p>Aber London ist auch ein stinkendes Dreckloch. Eines, in dem Menschenmassen sich ameisengleich über- und unterirdisch endlos ausbreiten. Eines, in dem die Leute ausschließlich ihre persönlichen Ziele verfolgen. Was meistens heißt: Geld, eine gute Wohnung, Parties und szenige Klamotten. Der Unterschied zwischen arm und reich, zwischen erfolgreich oder down-and-out tritt hier so deutlich hervor wie nirgendwo in Deutschland.</p>
<h2>Der Mayor weiß es besser</h2>
<p>Vielleicht sehen sich die britischen Machtinhaber deshalb dazu veranlasst, ihren Bürgern wenigstens moralisch beizustehen. Besonders der Mayor von London versäumt keine Gelegenheit, seinen Namen unter die vielen Hinweisplakate in der Tube zu setzen. Auf denen steht er den Untertanen tag aus, tag ein mit guten Ratschlägen zur Seite. Man erfährt, wie man sich vor Terror und Bomben schützen kann. Dass es wegen der Bombengefahr im gesamten U-Bahnnetz keinen Mülleimer gibt und was man stattdessen mit seinem Dreck tun sollte. In diesen Tagen werden die Londoner Fahrgäste etwa alle zwei Minuten per Lautsprecherdurchsage vor Dehydration gewarnt. Dehydration in London ist, wenn man trotz 21 Grad und Regen plötzlich vor Durst umkippt. Weshalb man immer eine Flasche Wasser bei sich tragen sollte. Am schönsten ist aber ein Plakat mit niesenden Kindern. Es erklärt, wie man sich die Nase putzt und dass man niemanden anhusten soll. Grund für diese neue Kampagne ist die &#8220;Swine Flu&#8221;. Die wütet in UK zur Zeit mit 100,000 Neuansteckungen pro Woche.</p>
<h2>Nur zu deinem Besten!</h2>
<p>Ob &#8220;Please wash your hands now!&#8221;-Zeichen auf den Innenseiten von Toilettenkabinen das Leben sicherer machen? Ob man wirklich genau die verlangten 1,30 m in der Schlange Abstand halten sollte? Dass meine Ex etwas zu bevormundend geworden ist, wurde mir klar, als ich am Eingang des &#8220;Nottinghillartsclub&#8221; meine ID vorzeigen musste. Nun ja, so was soll vorkommen. Doch der Türsteher vor meinem ehemaligen Lieblingskonzertschuppen wollte nicht mein Alter checken: Er scannte meinen Pass! Wieso, und was der Club mit den Daten macht, weiß ich bis heute nicht. Auf Fragen nach solchen Verhaltensregeln reagieren Londoner Busfahrer wie Bürgermeister mit einer Antwort, die kein Nachhaken zulässt: &#8220;It´s policy!&#8221;.</p>
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		<title>Amsterdam in der Tourismusfalle?</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 12:02:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[Massentourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Plagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwappen]]></category>

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		<description><![CDATA[Amsterdam im Hochsommer ist wie Disneyland für Erwachsene, findet Laurence Thio. Seit über 20 Jahren sucht er die Stadt immer wieder auf und lebt in ihr. Grund genug einmal über den Massentourismus an den Grachten zu schimpfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Amsterdam im Hochsommer ist wie Disneyland für Erwachsene, findet <em> Laurence Thio</em>. Seit über 20 Jahren sucht er die Stadt immer wieder auf und lebt in ihr. Grund genug einmal über den Massentourismus an den Grachten zu schimpfen.</strong></p>
<p><em>Von Laurence Thio</em></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_1301" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-large wp-image-1301" title="Grachtenstau" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/08/IMG_9891-470x352.jpg" alt="Grachtenstau" width="470" height="352" />Stau auf der Brücke, Stau auf der Gracht: Das touristische Amsterdam</dt>
</dl>
</div>
<p>Drei schwarze Kreuze prangen vertikal auf der Amsterdamer Stadtflagge. Es gibt unterschiedliche Auslegungen, was sie zu bedeuten haben. Eine Version geht folgendermaßen: Sie symbolisieren die drei Plagen Amsterdams: Flut, Feuer und Pest.</p>
<p><strong>Die Stadt der Plagen</strong></p>
<p>Klassiker des Katastrophengeschäfts und natürlich hochaktuell: Das Amsterdam, mit den restlichen Niederlanden, im Zuge des Klimawandels im Meer untergehen wird, gilt als wahrscheinlich. Feuer wird allgemein unterschätzt. Es erlebte während meines Aufenthalts aber ein Comeback und brannte &#8220;Prins Willem&#8221; ab, ein orginalgetreu nachgebautes Flaggschiff der Niederlande. Benannt war das Schiff nach dem Vater des Landes Prinz Wilhelm von Oranien. Ob die Schweinegrippe, die in den Niederlanden übrigens eher den Mexikanern (&#8220;Mexicaanse griep&#8221;) zugeschrieben wird, die Pest als Plage ablösen kann, muss sich erst noch zeigen.</p>
<p><strong>Spanner-Touristen in den Grachten</strong></p>
<p>So ernst diese Plagen auch sein mögen, es gibt gute Gründe, weshalb die Stadt über ein viertes Kreuz in ihrem Stadtwappen nachdenken sollte. Die hausgemachte Überplage: Massentourismus.</p>
<p>Im wesentlichen zieht Amsterdam drei Übel an: Tages-, Drogen-, und Sextouristen. Die Tagestouristen verstopfen die schmalen Grachten, posieren auf jeder Brücke und häufig fotografieren sie auch einfach in Wohnungen hinein. So geschehen bei meiner Tante. Einmal schickte ein Tourist sogar die aufgenommenen Fotos im Briefumschlag an sie, offenbar hatte er die Adresse notiert. Daraufhin kaufte meine Tante Jalousien.<br />
<strong><br />
Ab und zu überfährt man Drogentouristen</strong></p>
<p>Über die zahlreichen Drogentouristen braucht man nicht viel Worte zu verlieren. Sie sind berauscht, stolpern  auf der Straße, ab und zu fährt man in sie rein. Schlimmer ist jedoch die Vielzahl an geschmacklos eingerichteten Coffeeshops: Jamaika-Flagge, Bob-Marley-Poster, kiffende Aliens &#8211; machen wir uns nichts vor: Das ist verstaubte Kifferideologie. Das Amsterdamer Drogengeschäft braucht dringend eine Qualitätsoffensive.</p>
<p><strong>An den Hurenfenstern vorbei</strong></p>
<p>Interessant wird es in den Abendstunden im Amsterdamer Rotlicht-Viertel. Die gesamte Gracht ist in das rote Licht der Leuchtreklame getaucht. Männermassen schieben sich an den Hurenfenstern vorbei. Die Männer tragen borstige Kurzhaarschnitte, kurze Hosen und erstaunlich oft Fußballtrikots. Sie lachen, manchmal zeigen sie auf gelangweilte Huren. Ich nehme an, diese Männer sind es auch, die Postkarten verschicken auf denen Genitalien beiderlei Geschlechts abgebildet sind, die auf bizarre Weise zu Tieren oder Gesichtern umgeschminkt wurden: &#8220;Greetings from Amsterdam&#8221;. Es ist diese Art von Erotik, die an so einem Abend in der Luft liegt.</p>
<p><strong>Tourismus mit Tourismus bekämpfen?</strong></p>
<p>Den Amsterdamern bleiben nicht viele Möglichkeiten: Die einen meiden die touristischen Viertel, die anderen schlagen Kapital daraus oder versuchen die Gegend durch Galerien und Kunst  aufzuwerten. Viele verlassen über den Sommer auch einfach die Stadt und werden ihrerseits zu Touristen. Im Reiseteil der niederländischen Zeitungen gibt es gerade einen Ort, der immer wieder als das perfekte Reiseziel beworben wird: &#8220;Berlijn&#8221;.</p>
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		<title>Omas Oberlochmühle</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 17:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseanekdoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sommer ist Dahlem nur ein Dorf wie jedes andere. Keine Studenten, keine Neuigkeiten. Auch wir packen unsere Koffer und schauen uns woanders um. Fanny Duelli zog es zu ihrer Oma ins Erzgebirge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sommer ist Dahlem nur ein Dorf wie jedes andere. Keine Studenten, keine Neuigkeiten. Auch wir packen unsere Koffer und schauen uns woanders um. Fanny Duelli zog es zu ihrer Oma ins Erzgebirge.</p>
<p><img class="alignnone size-large wp-image-1294" title="oma" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/07/oma2-470x352.jpg" alt="oma" width="470" height="352" /></p>
<p><em>Omas Gartenidyll. Rechts ein Haus der Familie Braun.</em></p>
<p><em>Text und Foto: Fanny Duelli</em></p>
<p>Meine Oma und ich kommen geschafft nach einem langen Tag in Dresden am Bahnhof von Freiberg im Erzgebirge an. „Halt nen Daum‘, dass der Schlachbaum ne verrammeld is“, sagt Oma. Ich verstehe nicht recht, folge aber ihrem Blick zu den Schranken des Privatparkplatzes, wo ihr Auto steht. Daumen halten bringt nichts, die Schranken sind unten. Dank Mini-Laptop haben wir aber schnell die Nummer des Vermieters heraus und wenig später flitzen wir in Omas sportlichem Zweisitzer nach Hause. Vorbei an Wiesen und Wäldern, Bergen und Bächen gelangen wir nach Oberlochmühle: ein verschlafenes Dorf nahe der tschechischen Grenze.</p>
<p>Oberlochmühle zählt etwa 80 Einwohner, der Altersdurchschnitt liegt kaum darunter. Die Häuser sind stets akkurat mit allerlei Holzspielzeug dekoriert. Im Winter glaubt man sich in der Heimat des Weihnachtsmanns . Oberlochmühle ist der Ort meiner Kindheit und der Heimatort meiner Großmutter, die ich dort für zwei Tage besuche. Hier verwandelt sich Langeweile schnell in neurotische Trägheit. Dann kann ich nichts, aber auch gar nichts mehr tun, außer mich vom Frühstück zum Mittagstisch und vom Kaffe zum Abendessen zu bewegen.</p>
<p>Der einzige „Konsum“ im Umkreis von 10 Kilometern hat zwar schon vor vielen Jahren geschlossen, doch entgeht man selbst hier nicht der Welt des Konsums. Gegenüber vom Haus meiner Oma befinden sich Werkstatt und Laden der Familie Braun. Sie stellen Holzspielzeug her, seit über 20 Jahren (wobei das in dieser erzgebirgstypischen Branche eigentlich keine lange Zeit ist). Seit meiner Kindheit wundere ich mich über die Brauns, deren „Clan“ in diesem 20-Häuser-Dorf allein vier Häuser in einer Reihe besitzt. Die geschäftstüchtigen Brauns sind wohl die einzigen Oberlochmühler, die sich um das Gerede der Nachbarn wenig scheren. Alle anderen, meine Oma eingeschlossen, geben auf die Meinung aller anderen sehr viel. So macht sich meine Oma Gedanken, ob sie sonntags die Wäsche raushängen kann, ohne dadurch „ludrig“ zu wirken.</p>
<p>In Oberlochmühle gibt es genau einen Gasthof. Beim Eintreten fühle ich mich immer an Grosz-Karikaturen erinnert. Hier treffen sich die Alten und die Arbeitslosen zum Frühschoppen und vergessen beim Reden über früher (also, vor dem Mauerfall) die Zeit. Die Jungen zieht es nach Chemnitz oder Berlin, wenigstens nach Freiberg. Auch meine Sandkastenfreundin Sissy versucht ihr Glück heute in München. Meine Oma betreibt in Oberlochmühle eine Familienpension. Nächstes Jahr komm ich wieder.</p>
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		<title>FURIOS Online macht Urlaub!</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 12:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sommer ist Dahlem nur ein Dorf wie jedes andere. Keine Studenten, keine Neuigkeiten. Auch wir packen unsere Koffer und schauen uns woanders um: Die Genügsamen im Erzgebirge oder an der Ostsee, die Kurzurlauber in Amsterdam oder London, die Sehnsüchtigen in Marokko oder Israel und die wahren Touristen in Italien. Ob wir dabei zwielichtige Bekanntschaften machen, die falsche Sprache sprechen, unseren Horizont erweitern, unter Parasitenbefall leiden oder uns einfach nur heillos verlaufen – wir behalten es nicht für uns. Was unseren Autoren on the road so alles zustößt, könnt ihr bis zum nächsten Semester hier lesen!

Wir wünschen euch eine gute Zeit,
Eure FURIOS-Redaktion]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-large wp-image-1282" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/07/dkP75OIgv_OuDx5pRaymfwsibkx0BP-LGO3tJaFPBKs-470x312.jpg" alt="" width="470" height="312" /></p>
<p><em>Foto: Cora-Mae Gregorschewski</em></p>
<p>Im Sommer ist Dahlem nur ein Dorf wie jedes andere. Keine Studenten, keine Neuigkeiten. Auch wir packen unsere Koffer und schauen uns woanders um: Die Genügsamen im Erzgebirge oder an der Ostsee, die Kurzurlauber in Amsterdam oder London, die Sehnsüchtigen in Marokko oder Israel und die wahren Touristen in Italien. Ob wir dabei zwielichtige Bekanntschaften machen, die falsche Sprache sprechen, unseren Horizont erweitern, unter Parasitenbefall leiden oder uns einfach nur heillos verlaufen – wir behalten es nicht für uns. Was unseren Autoren on the road so alles zustößt, könnt ihr bis zum nächsten Semester hier lesen!</p>
<p>Wir wünschen euch eine gute Zeit,<br />
Eure FURIOS-Redaktion</p>
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