<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>FURIOS Online &#187; Campus</title>
	<atom:link href="http://www.furios-campus.de/themen/campus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.furios-campus.de</link>
	<description>Studentisches Campusmagazin an der FU Berlin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 25 Jul 2010 22:10:06 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Eine akademische Handelsbeziehung</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/21/eine-akademische-handelsbeziehung/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/21/eine-akademische-handelsbeziehung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 21:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=3162</guid>
		<description><![CDATA[Es ist kein Nobelpreis, aber immerhin erhielt der Ökonom Jagdish Bhagwati jetzt auch die Ehrenpromotion der FU – 12 Jahre nach seinem Schüler und Laudator Paul Krugman. Am Mittwoch waren beide im Audimax. Von Christina Peters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist kein Nobelpreis, aber immerhin erhielt der Ökonom Jagdish Bhagwati jetzt auch die Ehrenpromotion der FU – 12 Jahre nach seinem Schüler und Laudator Paul Krugman. Am Mittwoch waren beide im Audimax.</strong><em><strong> Von Christina Peters.</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><img class="aligncenter size-large wp-image-3163" title="Bhagwati-Urkunde-_DSC0765-s" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/Bhagwati-Urkunde-_DSC0765-s-469x307.jpg" alt="&lt;img src=" />MIT-Absolventen unter sich: Irwin Collier verleiht den Ehrendoktortitel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an Jagdish Bhagwati. Foto von Cora-Mae Gregorschewski.</em></p>
<p>Seine kurzen, prägnanten New-York-Times-Kolumnen machten ihn berühmt, aber dieses Mal schien dem Starökonom Paul Krugman die Begrenztheit seiner Worte schwerzufallen: Eine vierstündige Rede „Fidel Castro-style“ wäre angemessen gewesen, scherzte der Nobelpreisträger, als er am Mittwoch im Auditorium Maximum des Henry-Ford-Baus zu einer Laudatio auf seinen früheren Mentor, den Columbia-Professor Jagdish Bhagwati, ansetzte. Dieser bekam für sein Lebenswerk den Ehrendoktortitel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der FU verliehen und hielt anlässlich dessen einen Festvortrag über Freihandel und Protektionismus. „Es ist wie mit Musik, die klingt, als ob niemand sie geschrieben hätte,“ beschreibt Krugman den Einfluss von Bhagwatis Arbeiten. „Ich habe Ehrfurcht vor seinem Werk.“</p>
<h4>Die Makel der Märkte</h4>
<p>Der 75-jährige gebürtige Inder Bhagwati gilt als ein Vorreiter der Globalisierung. Bereits in den sechziger Jahren begann er für eine global offene Wirtschaft einzutreten, indem er die alten Freihandelstheorien &#8211; zu der Zeit verpönt &#8211; durch neue Erkenntnisse korrigierte. „Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte sich die Frage: Wenn Märkte voller Fehler sind, können wir dem Freihandel vertrauen?“ erzählt Bhagwati.</p>
<p>Sein Lösungsansatz: Die Probleme müssten an ihrer Wurzel korrigiert und in der Marktwirtschaft berücksichtigt werden &#8211; dann könne man auch zum Freihandel zurückkehren. „Das war ein Durchbruch,“ erklärt Bhagwati. „Es war zu der Zeit die erste echte Politikempfehlung anstelle des chaotischen Mottos ,Alles außer Freihandel‘.“</p>
<p>Ein neoliberaler Dogmatiker ist er dennoch nicht. So kritisiert Bhagwati auch vehement die sich überschneidenden Freihandelszonen, die sich auf dem amerikanischen Kontinent zunehmend ausbreiten. Angeregt von den Straßenprotesten gegen den Welthandelsgipfel in Seattle 1999 begann er außerdem, sich mit den sozialen Fragen der Globalisierung auseinanderzusetzen. Er beriet in Handelsfragen die UNO, die WTO und deren Vorläufer GATT, ebenso wie die indische Regierung.</p>
<p>Es ist dieser praktische Ansatz, den viele an ihm schätzen. So auch sein Schüler Krugman, dessen eigene Arbeiten eine kritischere Position gegenüber dem Freihandel einnehmen. „Er ist kein Elfenbeinturm-Wissenschaftler,“ lobte Krugman. „Er hat die Welt verbessert, besonders für eine Milliarde Menschen in Indien.“</p>
<h4>Der ewige Zweite</h4>
<p>Die beiden Ökonomen verbindet eine lange Geschichte. In den siebziger Jahren tat Krugman seine ersten akademischen Schritte als Bhagwatis wissenschaftlicher Mitarbeiter am renommierten Massachussets Institute of Technology (MIT) in den USA. Obwohl Bhagwati lange Zeit als Anwärter auf den Nobelpreis galt, entschied sich die Jury 2008 für Krugman &#8211; aus politischen Gründen, mutmaßten Skeptiker, da Krugman als Kolumnist kein gutes Haar an der Regierung Bush und dessen designiertem Nachfolger John McCain gelassen hatte. Für Bhagwati bedeutete die Auszeichnung seines Schülers das nahezu sichere Aus, den Preis in absehbarer Zukunft selbst zu erhalten. Die enge Beziehung zwischen den beiden scheint jedoch keinen Schaden genommen zu haben.</p>
<p>Auch die Berliner Ehrendoktorwürde erhielt Krugman als Erster: 1998 wurde er als 21. Wirtschaftswissenschaftler seit Gründung der FU damit ausgezeichnet. Bhagwati kam nun an23. Stelle Eine überraschend lange Zeitspanne, verglichen beispielsweise mit dem Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, der beinahe jährlich eine Ehrenpromotion verleiht. Man habe sehr hohe Maßstäbe, erklärt Professor Irwin Collier von der Wirtschaftsabteilung des John-F.-Kennedy-Instituts, der das Event organisierte und moderierte. Mit den begrenzten Mitteln der Universität sei es aber schwer, die Topleute nach Berlin zu bekommen.</p>
<p>Bei Krugman und Bhagwati habe der Zufall eine große Rolle gespielt: Beide hatten für diesen Juni Berlinaufenthalte geplant, zwei Tage wären für eine solche Veranstaltung überhaupt nur in Frage gekommen. Ein Verlegenheitskandidat war Bhagwati dennoch nicht, so Collier: „Früher wollte man immer einen Berlinbezug bei den Kandidaten haben. Aber jetzt, mit unserer auswärtigen Richtung, ist Herr Bhagwati ideal. Einfach alles hat bei ihm gepasst. Und ich wusste, dass er sich riesig darüber freuen würde.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/21/eine-akademische-handelsbeziehung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>4&#215;2 aus 40000</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/4x2-aus-40000/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/4x2-aus-40000/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 22:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 04]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=3046</guid>
		<description><![CDATA[40 000 Menschen sind an dieser Universität. 4 Paare davon sind hier.
Notiert von Carolin Benack, Filip Tuma und Daniela Hombach. Fotos: Filip Tuma






	
	
		
	
		
			
				
			
		
	
	 		
	
		
			
				
			
		
	
	 		
	
		
			
				
			
		
	
	 		
	
		
			
				
			
		
	
	 	 	
	
 	
 	



]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>40 000 Menschen sind an dieser Universität. 4 Paare davon sind hier.</strong></p>
<p><em>Notiert von Carolin Benack, Filip Tuma und Daniela Hombach. Fotos: Filip Tuma</em></p>
<p><em><br />
</em></p>

<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-16-3046">


	
	<!-- Thumbnails -->
		
	<div id="ngg-image-169" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/dn1_0082_re09.jpg" title="&lt;strong&gt;Sie haben sich im Sinologiestudium kennen gelernt, in China sind sie ein Paar geworden. Beide sind ordentlicher als der jeweils andere.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;

&lt;strong&gt;Sakharet: &lt;/strong&gt;Wir kennen uns seit 2003, wir haben zusammen angefangen zu studieren, im Chinesischsprachkurs bei Frau Brexendorff. — &lt;strong&gt;David:&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; Ich hätte gesagt bei Professor Deng. Unsere Beziehung hat sich langsam entwickelt. Wir waren lange befreundet, dann waren wir ein Jahr lang zusammen in China und BÄM!, waren wir zusammen.&lt;/em&gt; — Vorher haben wir uns jahrelang angeschmachtet.

Der größte Unterschied zwischen uns ist unsere Haarfarbe. — &lt;em&gt;Ich bin mehr Chinese als Sakhi, Sakhi ist tendenziell eher Italienerin.&lt;/em&gt; — Wir sind total langweilig. Wir streiten uns nie. — &lt;em&gt;Doch, wir streiten uns andauernd.&lt;/em&gt; — Ich bin ordentlicher. — &lt;em&gt;Ich bin ordentlicher!&lt;/em&gt; — Du weißt, wer jetzt lügt.

&lt;em&gt;In zehn Jahren mache ich entweder Folk-Musik in einer schäbigen Kneipe, wo mich versoffene Gäste vom Spielen abhalten wollen, oder ich werde meine Seele an eine große Firma verkaufen, hoffentlich für einen nicht unerheblichen Betrag. Sakhi ist auf jeden Fall Teil meiner Pläne. Wenn sie mitmacht …&lt;/em&gt; — Ich habe absolut keinen Plan, was die Zukunft für mich bringt. Vielleicht werde ich irgendwo in China etwas machen, im Bereich Kultur, bilaterale Beziehungen … ich weiß es nicht. Ich würde dabei schon Rücksicht auf David nehmen, so wichtig ist mir die Beziehung dann doch. Ein guter Schlusssatz, ne?" class="shutterset_4x240000-furios-04" >
				<img title="Sakharet und David: »BÄM!« " alt="Sakharet und David: »BÄM!« " src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/thumbs/thumbs_dn1_0082_re09.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-170" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/dn1_0083_05.jpg" title="&lt;strong&gt;Die beiden Freunde sind zusammen von Köln nach Berlin gezogen und studieren gemeinsam an der FU.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;

&lt;strong&gt;Isabel: &lt;/strong&gt;Oh Gott, wie lange kennen wir uns jetzt? Ich muss erst mal rechnen. Wann bist du nochmal zu uns auf die Schule gekommen? — &lt;strong&gt;Daniel:&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; In der zwölften. Also drei Jahre. Gar nicht so lange. Ich war der Neue.&lt;/em&gt;

Seit wir zusammen wohnen hat sich die Freundschaft schon verändert. Man lernt die Macken des anderen besser kennen. Auf der anderen Seite hat unsere Freundschaft jetzt so eine Natürlichkeit bekommen. — &lt;em&gt;Es passiert auch oft, dass Leute zu uns sagen: »Ach, bei euch in der Wohnung herrscht pure Harmonie, ihr seid echt wie ein Ehepaar.« Aber die 14 Stunden bei IKEA waren stressig.&lt;/em&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;— Oh ja, die Umzugszeit war anstrengend! Wir hatten so viel zu organisieren und alles musste superschnell gehen. — &lt;em&gt;Drei Wochen lang haben wir nur über Geld geredet. Aber gestritten haben wir uns nie. Wirklich dramatisch war das nicht.&lt;/em&gt;

Also, ich würde sagen, du bist strukturierter. — &lt;em&gt;Ach, du auch, Isa.&lt;/em&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;— Nein, nein, ich bin eher hektisch und unkontrolliert. Du bist bodenständiger. — &lt;em&gt;Bodenständig? Ist das gut?&lt;/em&gt; — Ja, das ist gut. Du bist so ein ruhender Pol. — &lt;em&gt;Aber bin ich das wirklich? Ich denke, ich mache immer alle nervös&lt;/em&gt;&lt;em&gt;.&lt;/em&gt; — Nein, überhaupt nicht. Mich zumindest nicht." class="shutterset_4x240000-furios-04" >
				<img title="Isabel und Daniel: »Wie ein Ehepaar«" alt="Isabel und Daniel: »Wie ein Ehepaar«" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/thumbs/thumbs_dn1_0083_05.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-171" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/dn1_0083_13.jpg" title="&lt;strong&gt;Die Zwillinge haben gemeinsam an der FU Veterinärmedizin studiert, zusammen gewohnt und schreiben nun ihre Doktorarbeiten in Erlangen.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;

&lt;strong&gt;Sebastian:&lt;/strong&gt; Naja, wir kennen uns eben seit unserer Geburt … oder kurz danach, Florian ist zwölf Minuten älter. — &lt;strong&gt;Florian:&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; Ja, und das fand ich früher immer ganz toll. Aber inzwischen hab ich ein paar graue Haare mehr.&lt;/em&gt; — Wir sind zusammen zur Schule gegangen. Danach haben wir an der FU Veterinärmedizin studiert, und dann in Potsdam Biologie. — &lt;em&gt;Mittlerweile machen wir unsere Doktorarbeiten in Erlangen. Zwar auch im gleichen Institut, aber wir haben schon darauf bestanden, dass es unterschiedliche Themen sind.&lt;/em&gt; — Ja, da wollte jeder sein eigenes Ding machen. Er weiß gar nicht so genau, was ich mache und umgekehrt. — &lt;em&gt;In der Schule hatten wir einen großen gemeinsamen Freundeskreis. Das hat sich aber geändert, als wir studiert haben.&lt;/em&gt; — Stimmt, inzwischen hat jeder seine eigenen Freunde. — &lt;em&gt;Wir haben immer zusammen in einer Wohnung gelebt, aber der Drang, auseinander zu ziehen, war da.&lt;/em&gt; — Schon seit dem Abitur und auch trotz unserer Gehbehinderung. — &lt;em&gt;Es war aber schwierig zwei geeignete Wohnungen zu finden, die dann auch noch behindertengerecht sein mussten.&lt;/em&gt; — Ja, alle haben immer gesagt: »Das schaffen die doch nie.« — &lt;em&gt;Das hat jeden eigenständiger gemacht. Aber mit dem Kopf durch die Wand wollen wir immer noch beide!&lt;/em&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;" class="shutterset_4x240000-furios-04" >
				<img title="Florian und Sebastian: »Mit dem Kopf durch die Wand« " alt="Florian und Sebastian: »Mit dem Kopf durch die Wand« " src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/thumbs/thumbs_dn1_0083_13.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-172" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/dn1_0083_20.jpg" title="&lt;strong&gt;Die beiden Professoren lernten sich kennen, als sie noch Studentin und er schon Professor war. Heute sind sie verheiratet und am OSI.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;

&lt;strong&gt;Tanja Börzel: &lt;/strong&gt;Zum ersten Mal traf ich ihn Weihnachten 1993 an der Uni Konstanz. Ich kam aus Kanada, musste meine Diplomarbeit schreiben und hatte plötzlich diesen jungen Professor vor mir. — &lt;strong&gt;Thomas Risse:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Ich bot ihr eine Promotionsstelle an, aber sie lehnte ab.&lt;/em&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;—&lt;em&gt; &lt;/em&gt;Wir sahen uns erst drei Jahre später wieder, in Florenz. — &lt;em&gt;Sie zeigte mir die Stadt.&lt;/em&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;— Das war so ein Ebenenwechsel. — &lt;em&gt;Dann ging alles recht schnell, wir machten sofort alles öffentlich und heirateten im folgenden Jahr.&lt;/em&gt;

Beim Auswahlverfahren an der FU hatte ich nie das Gefühl, dass ich hier als »Familienticket« behandelt werde. Die Stelle wurde nicht extra geschaffen um mich an die FU zu holen. — &lt;em&gt;Ich war zunächst der Meinung, dass das zu früh kommt und sie sich gar nicht bewerben sollte. Ein Kollege hatte ihr dazu geraten. Wir hatten aber auch beide ein Angebot von der LSE – das hat ihrer Verhandlungsposition sicher nicht geschadet.&lt;/em&gt;

Wir sind beide sehr engagiert im Beruf und haben eine starke Durchsetzungskraft, aber wir sind nicht immer einer Meinung – es kracht auch mal. — &lt;em&gt;Mit Partnern, die nichts mit Politikwissenschaft zu tun haben, wäre es viel schwieriger Beruf und Privates zusammenzubringen.&lt;/em&gt; — Die Übergänge verschwimmen zwar, aber vieles wird auch einfacher. Ich habe unheimlich viel von ihm gelernt. — &lt;em&gt;Und ich von ihr.&lt;/em&gt;" class="shutterset_4x240000-furios-04" >
				<img title="Tanja Börzel und ThoMas Risse: »Wir sind beide heftig« " alt="Tanja Börzel und ThoMas Risse: »Wir sind beide heftig« " src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/4x240000-furios-04/thumbs/thumbs_dn1_0083_20.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class='ngg-clear'></div>
 	
</div>


]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/4x2-aus-40000/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Bermudadreieck der FU</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/das-bermudadreieck-der-fu/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/das-bermudadreieck-der-fu/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 22:39:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 04]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=3036</guid>
		<description><![CDATA[In Lankwitz kann man meditieren, Cordhosen tragen und seine Hobbys Wissenschaft werden lassen. FURIOS hat sich far far away mal umgesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Lankwitz kann man meditieren, Cordhosen tragen und seine Hobbys Wissenschaft werden lassen. FURIOS hat sich far far away mal umgesehen.</strong></p>
<p><em>Von Claudia Schumacher und Tanja Goldbecher. Illustrationen: Pia Bruer</em></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-large wp-image-3037 aligncenter" title="Geistercampus Lankwitz" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/1_5-470x338.jpg" alt="" width="470" height="338" /></p>
<p>Es ist schon wieder eine Weile her und fast vergessen, da war dieser Hilferuf aus Lankwitz. FURIOS fuhr hin. Es dauerte eine Weile, bis wir im seltsamen Gebäude-Buchstaben-Labyrinth das richtige Haus gefunden hatten. Ahh! L. Endlich da. Und dann ging es nach oben, in einem schäbigen Lastenaufzug. Wir stiegen ein in den Osten im Westen: dubiose Grünpflanzen, abgetretene Teppiche und ein paar orange-braune Geschmacklosigkeiten an der Wand. Zwei von insgesamt drei Menschen, die wir antrafen, trugen Cord-Schlaghosen und Hornbrillen – wobei: Da hatten die Glück, das ist ja jetzt wieder in. Im Sekretariat hing ein gerahmtes Häkelbild, ein Sonnenuntergang. Schließlich begrüßte uns der sympathische Emeritierte in seinem Büro.</p>
<p>Der Medienforscher, der uns stark an Alfred Biolek erinnerte, sprach über sein Lebenswerk. Er hatte pädagogisch im Bereich E-Learning viel geleistet. Auch ein persönliches Interesse hatte er nebenbei mit der Forschung verbunden und den Medienbegriff auf menschliche Medien ausgeweitet. Da waren dann Hellseher und ähnlich Begabte in seinen Vorlesungen. Als er schließlich in den Ruhestand trat, sollte kein Neuer seinen Platz einnehmen. Erklären konnte er sich das nicht. Aber er orakelte, dass ein ranghoher Professor, ebenfalls Erziehungswissenschaftler und medienaffin, die Stelle eventuell blockiere, weil er sie selbst gern in absehbarer Zukunft womöglich bekleiden wolle. Ob wir nicht darüber berichten wollten? Lankwitzer Intrigen. So richtig hat die Story bei uns nie reingepasst.</p>
<p>Aber als Aufhänger für eine Campus-Lankwitz-Reportage hat das Treffen doch einige Symbolkraft. Schon lange ist Lankwitz ein Bermudadreieck für Professoren. Die Publizistik wäre dort beinahe gestorben. Am Ende waren es noch vier Professoren für 2500 Studenten. 2006 schrieb die Süddeutsche Zeitung über Lankwitz: »Wer sich in diese triste Dependance der Freien Universität wagt, gewinnt den Eindruck, hier breche eine Hochschule bald zusammen. Baulich, mental, finanziell. Sie steht abseits, wenn Rektoren, Studenten und Wissenschaftler vom Aufstieg in die erste akademische Weltliga träumen.« Zumindest was das Stiefkind Publizistik anging, erbarmte sich das FU-Hauptquartier schließlich und nahm es an seine Dahlemer Brust, wo es sich mittlerweile erholen konnte. Zurück in Lankwitz blieben die Geologen, die Geographen, die Meteorologen und ein paar kleinere Forschungsprojekte.</p>
<p>Es gibt kaum Studenten, die zwischen den Häusern A und P umher eilen. Anzahl der Fahrräder auf dem gesamten Campus: 4. Anzahl der Freizeitangebote und WG-Suchzettel an den Pinnwänden in Haus L: 0. Wir hören unser eigenes Echo in den Fluren verhallen. Es ist seltsam, aber die Geowissenschaftler scheinen sich hier wohlzufühlen. Dass es 1,5 Stunden vom durchschnittlichen Berliner Szeneviertel nach Lankwitz braucht, stört hier niemanden. Der gewissenhafte Geowissenschaftler wohnt ohnehin gern abseits, in der Natur. Wegen der Gesteinsproben. Geographiestudent Martin Theilich versichert uns, Lankwitz sei seine »Insel des Friedens«. Und Dr. Thomas Traute, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Hydrogeologie stimmt mit ein: »Zum Arbeiten und Forschen ist die Atmosphäre in Lankwitz genau richtig.« Auch Miriam Paprotzki, sechstes Semester Geographie, findet den Campus Lankwitz besser als Dahlem, weil er nicht so »überlaufen und riesig« sei.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3038" title="Geistercampus Lankwitz" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/2_4-470x338.jpg" alt="" width="470" height="338" /></p>
<p>Das ist dann doch sehr viel Lob für einen Ort wie Lankwitz. Sperrige Betonklötze, das Innere haben wir ja schon erwähnt. Okay: Vor einigen Jahren hat ein Landschaftsarchitekt den Geologen die Grünflächen aufgehübscht. Dabei sprangen auch ein geologischer Lehrpfad und eine Sammelstation für Regenwasser raus. Jedem das seine. Und dann sind da noch Hügel und viele Bäume und ein Fußballplatz. Ja, das gefällt dann sogar uns Besuchern aus der Großstadt. Aber es bleibt dabei, aus einem Bauern wird kein Model. Also: Haben hier alle Angst, die Wahrheit zu sagen? Angst davor, dass dieses Biotop für Wahrsager und angehende Kachelmänner geschlossen werden könnte?</p>
<p>Zumindest wäre das eine rationale Erklärung. Seit die FU in den 80ern nach Lankwitz ausrutschte, versucht sie diesem plumpen Faux-Pas einen Sinn zu verleihen. Mitte der 90er liebäugelte sie damit, ihr lautes Politikinstitut nach Lankwitz abzuschieben. Frei nach dem Ruf des Kinderhassers Richtung Spielplatz: »Ruhe da draußen!« Aber weil das OSI nicht nur laut, sondern auch furchtbar gescheit und vorzeigbar ist, haben die entscheidenden Herren es dann doch bei sich behalten. Also heute geht jetzt halt in Lankwitz wirklich gar nichts. Wenn die Pressestelle der FU zum Thema Lankwitz esoterisch antwortet: »Alles ist möglich«, dann meint sie wahrscheinlich nicht: Lankwitz ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Sondern dass sie es sich vorbehält, den Laden samt neuer teurer Regensammelrinne dem Erdboden gleich zu machen. Oder dass sie die Häuser A bis L für ein groß angelegtes Altenpflege-Resort an ein expandierendes Altenpflege-Privatunternehmen verkaufen wird. Die Alten sind schließlich Deutschlands Zukunft – das muss auch die FU langsam einsehen.</p>
<p>Wir werden immer mürrischer. Aber wir haben eine Verabredung: Es gibt Kaffee! Im Café Flugschotter, welches von der Fachschaftsinitiative betrieben wird, lässt sich Jon Richter genüsslich auf die Couch fallen. Sonst ist niemand da. Zur Zeit des Bildungsstreiks sei im Café mehr los gewesen, berichtet der Geographiestudent. Er zeigt auf einen mit leeren Flaschen gefüllten Einkaufswagen. »Lost in Lankwitz« fühle er sich aber nicht. Alle wichtigen Einrichtungen seien vor Ort und schnell zu erreichen, lediglich der Weg nach Dahlem nehme viel Zeit in Anspruch.</p>
<p>Wir gehen dann mal wieder. Aber Halt: Da ist noch Herr Saygin Ahmet, der Hausmeister. Seit 36 Jahren ist er hier schon beschäftigt und die Pensionierung steht kurz bevor. Früher teilte er sich die Arbeit mit 20 anderen Arbeitern, inzwischen ist er allein für die Instandhaltung zuständig. Als Herr Ahmet Autofahrer durch die Schranke winkt, sagt er mit einem Lächeln und Blick auf die nahende Pensionierung: »Ich würde aber auch noch länger bleiben!« Wir sind dann mal weg.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2821" title="Bonusmaterial zum Heft" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/heft-bonus.jpg" alt="" width="100" height="100" />» <a href="http://www.furios-campus.de/2010/06/07/die-ruhe-in-bildern/">Die Ruhe in Bildern: Bilderstrecke zum Lankwitz-Artikel</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/das-bermudadreieck-der-fu/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zertrümmerte Hotelzimmer und Uni-Lektüre</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/zertrummerte-hotelzimmer-und-uni-lekture/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/zertrummerte-hotelzimmer-und-uni-lekture/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 22:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 04]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=3030</guid>
		<description><![CDATA[Sie leben unter uns, getarnt als Juristen, Chemiker, Bauingenieure, Politiker und Rechtspflegerinnen, doch eigentlich wollen sie nur eins: auf der Bühne stehen und Musik machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie leben unter uns, getarnt als Juristen, Chemiker, Bauingenieure, Politiker und Rechtspflegerinnen, doch eigentlich wollen sie nur eins: auf der Bühne stehen und Musik machen.</strong> <em>Von Christian Güse</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<div id="attachment_3031" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-3031" title="Slippery Damage" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_7209-470x313.jpg" alt="" width="470" height="313" /><p class="wp-caption-text">Foto: Alexander Ziegler</p></div>
<p>Rosafarbenes Poloshirt, geknoteter Kaschmirpulli über den Schultern und dazu eine schnöselige Attitüde – so sieht der Stereotyp des Jurastudenten aus. Mit Röhrenjeans und Chucks passt Felix nicht in das Klischee, erst recht nicht als Gitarrist der Rockband »Slippery Damage«. Mit Schlagzeuger Max studiert er an der Freien Universität.</p>
<p>Die Verbindung von Jura und Rockerdasein findet Felix gar nicht schlecht. »Wenn das Hotelzimmer in Trümmern liegt, ist das Jurastudium das Beste, was man in diesem Augenblick gebrauchen kann«, erklärt er grinsend. Gegründet hat sich die Band um Frontfrau Leila Bekri zu Schulzeiten, vor sechs Jahren. Sie hat das übliche Bandschicksal durchlaufen, mit Auftritten, Wettbewerben und Ab- und Zuwanderungen diverser Mitglieder. Heute spielen Felix, Leila und Max ihren grungigen Alternativ-Rock zusammen mit Zweitgitarrist Stefan und Bassist Fischa. Die EP »Solid Cure« haben sie im letzten Jahr aufgenommen. Diesen Sommer wird sie von der Band im Tourbus durch Deutschland gekarrt.</p>
<p>Ihrer Musik hört man ein bisschen frühe »Guano Apes« an. Eine Vermutung liegt nahe und wird bestätigt. »Slippery Damage« speisen ihren Sound aus der Ära, als Rock noch ehrlich war und man ungestraft zerrissene Jeans und Lederjacke tragen durfte: den späten 80ern. Damit liegen sie nicht im Trend der Indie-Spaßbands. Dafür wecken sie selten gewordene Assoziationen zu den großen Zeiten von Pearl Jam &amp; Co. Das leistet auch Leilas raue Stimme, die zwar tonal mal daneben liegt, den Titel »Rockröhre« aber noch ohne Schamesröte tragen kann.</p>
<p>Die Semesterferien nutzt »Slippery Damage« oft für Proben, Albumaufnahmen und Konzerte statt für Hausarbeiten und Klausuren. »Es kommt schon zum Prioritätengewürfel«, gibt Max zu. Nach Auftritten bis in die frühen Morgenstunden wird auch mal eine Vorlesung sausen gelassen. Dieses Opfer müsse man für eine tolle Show und neue Fans eben bringen, meint Max. Die Aufgaben des Alltags nehmen aber alle fünf immer noch ernst. Statt in der Seminarpause ein kühles Blondes zu schlürfen, bereiten sie sich auf den nächsten Kurs vor. Nur mit Zeitmanagement klappt der Spagat zwischen Studium und Musik.</p>
<p>Für »Slippery Damage« ist der ganz große Durchbruch eine Option, die bedacht sein will. Studium oder volles Rohr Risiko? »Die Wahl zwischen Leidenschaft und Vernunft ist verdammt schwer – aber ich glaube, letztlich wird eher die Leidenschaft gewinnen«, sagt Max. Na klar! Wem der Rock-Olymp winkt, der schmeißt den Gemeinsinn über Bord.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2821" title="Bonusmaterial zum Heft" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/heft-bonus.jpg" alt="" width="100" height="100" />» <a href="http://www.furios-campus.de/2010/06/07/slippery-damage-song-my-kingdom/">Reinhören in “Slippery Damage”</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/16/zertrummerte-hotelzimmer-und-uni-lekture/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwischen Shuttlebus und Reinraum</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/zwischen-shuttlebus-und-reinraum/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/zwischen-shuttlebus-und-reinraum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 09:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2911</guid>
		<description><![CDATA[Wenn Gummibärchen alle gleich aussehen und Chemiker Currywürste grillen: Nils Ludwig und Linn Voß erlebten die Lange Nacht der Wissenschaften.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Gummibärchen alle gleich aussehen und Chemiker Currywürste grillen: Nils Ludwig und Linn Voß erlebten die Lange Nacht der Wissenschaften.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2930" title="Bus zur LNdW" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/5R4O9705-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><strong><a href="http://www.furios-campus.de/2010/06/14/fahren-sie-auch-nach-steglitz/">„Fahren Sie auch nach Steglitz?“</a></strong></p>
<p>Psychoaktive Pflanzen, die Chemie der Currywurst und fußballspielende Roboter – Nils Ludwig war Busguide bei der 10. Langen Nacht der Wissenschaften. Ein schaukelnder Erfahrungsbericht.</p>
<div class="clear"></div>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2936" title="LNdW TU Berlin" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/LNdW_2010_1423-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><strong><a href="http://www.furios-campus.de/2010/06/14/im-zaubertrankkeller-von-harry-potter/">„Im Zaubertrankkeller von Harry Potter“</a></strong></p>
<p>Facebook-Graphen, sezierte Paprika und Gummibärchen unter Schwarzlicht – Linn Voß besuchte die 10. Langen Nacht der Wissenschaften. Ein schauriger Erfahrungsbericht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/zwischen-shuttlebus-und-reinraum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Fahren Sie auch nach Steglitz?“</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/fahren-sie-auch-nach-steglitz/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/fahren-sie-auch-nach-steglitz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 09:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2910</guid>
		<description><![CDATA[Psychoaktive Pflanzen, die Chemie der Currywurst und fußballspielende Roboter – Nils Ludwig war Busguide bei der 10. Langen Nacht der Wissenschaften. Ein schaukelnder Erfahrungsbericht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Psychoaktive Pflanzen, die Chemie der Currywurst und fußballspielende Roboter – <em>Nils Ludwig</em> war Busguide bei der 10. Langen Nacht der Wissenschaften. Ein schaukelnder Erfahrungsbericht.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_2930" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-2930 " title="Bus zur LNdW" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/5R4O9705-470x313.jpg" alt="" width="470" height="313" /><p class="wp-caption-text">Foto: Thomas Oberländer/LNdW</p></div>
<p><strong>14:00 Uhr, gefühlte 30 °C im Schatten.</strong> Zunächst ist braves Abwandern der Stationen des Shuttlebusses, in dem ich heute als Tourguide dienen soll, angesagt. Danach überrascht mich ein Test zur Langen Nacht der Wissenschaften. Aufgrund meiner fehlenden Vorbereitung gehe ich natürlich ohne Prämie ins darauffolgende Briefing. Hier wartet eine Hiobsbotschaft auf mich: Nachdem bereits eine Busguide-Kollegin wegen einer Lebensmittelvergiftung ausgefallenen ist, ist nun auch eine zweite abgesprungen. Meine Hoffnungen auf Pausen schwinden. Also heißt es auf Vorrat Obst, Kekse und Flüssigkeiten zu sich zu nehmen, die freundlicherweise von unserer Teamleitung zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p><strong>16:30 Uhr.</strong> Wir werden den Bussen zugeteilt. Für jede der drei Sonderbuslinien (Blau, Pink und Grün) gibt es jeweils fünf Minibusse, welche Platz für ungefähr zwölf Fahrgäste haben. Mein Busfahrer erweist sich als der beste Busfahrer in ganz Berlin. Er erzählt mir von seinem Sohn und sorgt sich um mein Wohlbefinden, nachdem ich vier Stunden ohne etwas zu trinken geredet hatte. Wir reden zwischendrin über Gott und die Welt und geduldig hält er mit mir auch nachts noch an jeder der auf unserer Karte verzeichneten Haltestellen.</p>
<p><strong>17:00 Uhr.</strong> Offizieller Beginn der Langen Nacht der Wissenschaften. Ich stelle mich auf anstürmende Menschenmassen ein. Was passiert? Immerhin zwei Passagiere steigen ein. Auch gut, so bleibt mehr Zeit, um die Veranstaltungen der einzelnen Institute zu erklären und den Busfahrer mit der Route vertraut zu machen.</p>
<p>Highlights der 30 minütigen Tour sind die Herstellung von Speiseeis mit flüssigen Stickstoff im Fachbereich Physik und das Team fußballspielender Roboter des Informatik-Institutes. Auch die  Führung durch den botanischen Garten zu psychoaktiven Pflanzen und die Analyse zu Musik in Woody-Allen-Filmen am Institut für Theaterwissenschaften klingen spannend.</p>
<p>Als ein Publikumsmagnet entpuppt sich das Institut für Prähistorische Archäologie. Dort kann man unter anderem in den Genuss von Brot, gebacken im Steinzeitofen, kommen. Die Kinder interessieren sich allerdings mehr für den Kampf mit Plastikschwertattrappen.</p>
<p>Letzter und alles überragender Höhepunkt meiner „blauen“ Tour ist das Institut der Chemie und Biochemie. Hier kann man Experimenten mit brennenden Seifenblasen und explodierendem Mehl und einem Vortrag zur faszinierenden Chemie der Currywurst mit anschließenden Würstchengrillen beiwohnen.</p>
<p><strong>23:00 Uhr.</strong> Fahrgäste stellen keine Fragen mehr zu den Veranstaltungen, sondern nur noch danach, ob der Bus denn auch zur S-Bahn in Steglitz fährt. Langsam dämmert mir, dass wir zum Zubringer für die BVG- Haltestellen werden. Am liebsten würde ich den Bus verlassen und mir selbst so einiges ansehen, vor allem den Vortrag im Fachbereich der Rechtswissenschaft über spannende Fehlentscheidungen deutscher Gerichte. Doch die meisten Institute sind schon geschlossen, immerhin wird im meteorologischen Institut noch gegrillt. Statt mich mit Würstchen zu versorgen, drehe ich pflichtbewusst meine Runden im Bus, der ab 0.00 Uhr allerdings leer bleibt. Trotzdem ein ereignisreicher Einsatz, bei dem ich mir teilweise wie ein Marktschreier auf einem Volksfest vorkam. Nächstes Jahr wieder – dann aber lieber als Besucher!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/fahren-sie-auch-nach-steglitz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Im Zaubertrankkeller von Harry Potter“</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/im-zaubertrankkeller-von-harry-potter/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/im-zaubertrankkeller-von-harry-potter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 09:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2920</guid>
		<description><![CDATA[Facebook-Graphen, sezierte Paprika und Gummibärchen unter Schwarzlicht – Linn Voß besuchte die 10. Langen Nacht der Wissenschaften. Ein schauriger Erfahrungsbericht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Facebook-Graphen, sezierte Paprika und Gummibärchen unter Schwarzlicht – <em>Linn Voß</em> besuchte die 10. Langen Nacht der Wissenschaften. Ein schauriger Erfahrungsbericht.</strong></p>
<p><span style="font-weight: normal;"> </span></p>
<div id="attachment_2936" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-2936" title="LNdW TU Berlin" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/LNdW_2010_1423-470x316.jpg" alt="" width="470" height="316" /><p class="wp-caption-text">Foto: David Ausserhofer/LNdW</p></div>
<p>Unter der mintgrünen Haube beginnt man sofort zu schwitzen, der Mundschutz juckt. Man würde sich gerne kratzen oder kurz hinsetzen, aber das geht jetzt nicht mehr. Nichts berühren, die Gefahr vor Keimen ist zu groß. Und Keime dürfen auf keinen Fall in den „Reinraum“ gelangen. Der Reinraum ist ein Labor des Charité-Standorts Benjamin Franklin, in dem unter sterilen Bedingungen gearbeitet werden kann. Heute ist er für die neugierigen Besuchern der Langen Nacht der Wissenschaften geöffnet. Diese sind inzwischen unter den grünen Einmal-Wegwerf-Kitteln verschwunden und nur noch anhand von Größe und Augenfarbe zu unterscheiden. In Vierer-Grüppchen passieren sie die verschiedenen Schleusen, um im hintersten und beinahe reinen Raum einer Medizinisch-technischen Assistentin bei der Untersuchung von Stammzellproben zuzuschauen. Die Stammzellsuspensionen werden keimfrei zum Transport verpackt und in alle Welt versandt. Eine Knochenmarkspende aus Berlin kann innerhalb von 72 Stunden bis nach Australien gebracht werden, erzählt die MTA, notfalls dürfe sie dafür sogar den gesamten Luftraum sperren.</p>
<p>Wenn man nicht gerade im Wegwerf-Kittel durch sterile Räume spaziert, kann man auch einmal ein Darmbakterium sein. Im Foyer des Charité-Hauptgebäudes am Campus Benjamin Franklin ist ein begehbarer Darm aufgebaut &#8211; inklusive Polypen und entzündeter Schleimhaut. Nun ja, da spielt man dann doch lieber Chirurg. Paprikakerne mit Hilfe von Operationsbesteck entfernen ist eine Herausforderung und bringt sowohl große als auch kleine Besucher ins Schwitzen. An der Spitze eines sehr feinen Operationsbestecks befindet sich eine Kamera, die das Innere einer Paprika an einen neben dem Operationstisch stehenden Fernseher überträgt.</p>
<p>Nach Paprikasezierung und unappetitlicher Darmbegehung kann man sich nun mit etwas leichterer Kost beschäftigen: Wer kennt wen auf facebook? Und wer hat die meisten gemeinsamen Freunde? Die TU hat es ausgerechnet. In einem Vortrag wurden die Beziehungen in Netzwerken mathematisch beschrieben. Die entstehenden Graphen könnten beinahe als Moderne Kunst durchgehen. Wer altersbedingt noch keinen facebook-Account hat, bevorzugt den kleinen schummrigen Raum im Ernst-Ruska-Gebäude der TU. Hier sieht es aus wie in einem Alchemistenlabor oder, nach Aussage eines jungen Besuchers, „wie im Zaubertrankkeller von Harry Potter“. Auf den langen Tischen sind Flaschen mit unter UV-Licht fluoreszierenden Flüssigkeiten aufgereiht. Wer möchte, kann Gummibärchen unter die Schwarzlichtlampe halten, um zu erkennen, dass sie hier alle gleich aussehen, nämlich weiß-bläulich schimmernd. Ob die kleinen Forscher dabei wirklich viel über Fluoreszenz lernen, ist angesichts des verwendeten Fachvokabulars zu bezweifeln. Kaum ein Sechsjähriger kennt sich schließlich mit Energieniveaus, Nanometern und konvexen Prismen aus. Spaß haben die Kleinen aber offensichtlich trotzdem dabei.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/14/im-zaubertrankkeller-von-harry-potter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bombengrüße aus Bagdad</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/bombengruse-aus-bagdad/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/bombengruse-aus-bagdad/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 21:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2896</guid>
		<description><![CDATA[Dahlem befindet sich in Aufruhr. Die irakische Botschaft zieht in die Pacelliallee. Auch FU-Studenten sollten besorgt sein, finden Linn Voss und Angelina Scheck im Montagskommentar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dahlem befindet sich in Aufruhr. Die irakische Botschaft zieht in die Pacelliallee. Auch FU-Studenten sollten besorgt sein, finden <em>Linn Voss</em> und<em> Angelina Scheck</em> </strong><strong>im Montagskommentar.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2897" title="montagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/montagskommentar.jpg" alt="" width="450" height="275" /></p>
<p>Beschaulich war das Leben in der Villenhochburg Dahlem, doch nun ereilt uns die Bedrohung aus Nahost. Nicht die Mafia, nicht die Illuminaten, nein, schlimmer – der Schatten der irakischen Botschaft verdunkelt die Sonne nahe der Silberlaube. Die Republik Irak kaufte vor kurzem eine prunkvolle Villa in der Pacelliallee, um dorthin mit ihrer Vertretung umzuziehen. Das bisherige Gebäude in Zehlendorf sei nach Angaben des Botschaftssprechers Musawy „alt und verrottet“ und so wurde die neue Residenz am 22. April eröffnet. Unklar ist jedoch bisher, wie genau das Gebäude genutzt werden darf, da Anwohner bereits Beschwerden und Klagen eingereicht haben. Sie befürchten eine Gefährdung von Leib, Leben und Immobilienpreisen durch eventuelle Anschläge. Verständlich – immerhin werden die Selbstmordattentäter gleich mitgeliefert und sind im siebenstelligen Kaufpreis der Villa enthalten.</p>
<p>Man munkelt, dass erst vor kurzem ein Ausbildungslager für Terroristen eingerichtet worden sei, die zu Trainingszwecken unter Anleitung von als Botschaftern getarnten Agenten auf wehrlose Gartenzwerge schießen. Engagiert ergreifen die Anwohner die Initiative und verlassen sich nicht auf das qualitativ minderwertige Sicherheitspersonal der dubiosen Iraker, sondern errichten unüberwindbare Mauern in ihren Köpfen zum Schutz vor interkulturellem Austausch. Als gute Bürger wenden sie sich an die Justiz mit dem Argument, der Betrieb einer Botschaft widerspreche der Nutzung der Gegend um die Pacelliallee als reines Wohngebiet. Bei so viel Einsatz ist es nachvollziehbar, dass die Kapazität nicht ausreicht, um die bereits in genau diesem Wohngebiet befindlichen Botschaften des Omans und Marokkos zu bemerken. Viel vertrauenswürdiger für dort wohnende Vorstandsvorsitzende, Banker und Manager ist natürlich der ehemalige Mieter: die Göttinger Gruppe, eine der größten „Kapitalanlagengesellschaften“. Sie musste 2007 aufgrund zwielichtiger Geschäfte auf dem grauen Kapitalmarkt Insolvenz anmelden.</p>
<p>Hoffen wir also, dass die selbstlosen Anwohner mit ihren Klagen bald Erfolg haben, denn sonst sinken laut mathematischer Vorhersage eines dort beheimateten Bankers neben den Immobilienpreisen auch die Überlebenschancen um 5-35%. Bis dahin empfehlen wir Studierenden das Anlegen schusssicherer Westen beim Verlassen der U-Bahn, „denn schließlich bleiben im Falle eines Schusswechsels die Kugeln nicht im Gartenzaun stecken“.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/bombengruse-aus-bagdad/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Ruhe in Bildern</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/die-ruhe-in-bildern/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/die-ruhe-in-bildern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial 04]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 04]]></category>
		<category><![CDATA[Fotostrecke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2829</guid>
		<description><![CDATA[<img class="size-full wp-image-2821 alignleft" title="Bonusmaterial zum Heft" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/heft-bonus.jpg" alt="" width="100" height="100" />Ein fotografischer Streifzug über den Campus Lankwitz, das Bermuda-Dreieick der FU, von Martin Knispel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2821 alignleft" title="Bonusmaterial zum Heft" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/heft-bonus.jpg" alt="" width="100" height="100" />Ein fotografischer Streifzug über den Campus Lankwitz, das Bermuda-Dreieick der FU, von Martin Knispel.</p>
<div style="clear: both;">
<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-15-2829">


	
	<!-- Thumbnails -->
		
	<div id="ngg-image-166" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/sammelschild.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="sammelschild" alt="sammelschild" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_sammelschild.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-162" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/dsc_0072.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="dsc_0072" alt="dsc_0072" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_dsc_0072.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-163" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/fahrrad1.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="fahrrad1" alt="fahrrad1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_fahrrad1.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-164" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/grill.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="grill" alt="grill" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_grill.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-165" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/pinnwand.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="pinnwand" alt="pinnwand" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_pinnwand.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-167" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/steinmauer.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="steinmauer" alt="steinmauer" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_steinmauer.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 		
	<div id="ngg-image-168" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/typ-auf-mensa.jpg" title=" " class="shutterset_die-ruhe-in-bildern" >
				<img title="typ-auf-mensa" alt="typ-auf-mensa" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/gallery/die-ruhe-in-bildern/thumbs/thumbs_typ-auf-mensa.jpg" width="200" height="200" />
			</a>
		</div>
	</div>
	 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class='ngg-clear'></div>
 	
</div>

</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/die-ruhe-in-bildern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Slippery Damage-Song &#8220;My Kingdom&#8221;</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/slippery-damage-song-my-kingdom/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/slippery-damage-song-my-kingdom/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial 04]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 04]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2817</guid>
		<description><![CDATA[
Slippery Damage &#8211; My Kingdom
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2821 alignleft" title="Bonusmaterial zum Heft" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/heft-bonus.jpg" alt="" width="100" height="100" /></p>
<p><a class="wpaudio" href="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/02-My-Kingdom.mp3">Slippery Damage &#8211; My Kingdom</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/07/slippery-damage-song-my-kingdom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
<enclosure url="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/02-My-Kingdom.mp3" length="11282313" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Müntefering meckert über Medien</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/06/03/muntefering-meckert-uber-medien/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/06/03/muntefering-meckert-uber-medien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 01:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2720</guid>
		<description><![CDATA[Normalerweise wird das Verhältnis von Politik und Medien am OSI aus akademischer Sicht betrachtet. Wie es dagegen im politischen Alltag aussieht, erklärte der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering bei seinem Besuch am Dienstag. Von Patrick Nickol.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Normalerweise wird das Verhältnis von Politik und Medien am OSI aus akademischer Sicht betrachtet. Wie es im politischen Alltag aussieht, erklärte der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering bei seinem Besuch am Dienstag. <em>Von Patrick Nickol.</em></strong></p>
<div id="attachment_2723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><strong><em><img class="size-large wp-image-2723" title="Münte" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/06/Münte1-470x301.jpg" alt="" width="470" height="301" /></em></strong><p class="wp-caption-text">Fordert gegenseitigen Respekt von Politikern und Journalisten: Franz Müntefering, Foto: Filip Tuma</p></div>
<p style="text-align: left;"><strong> </strong>&#8220;Wissenschaftlichen Ansprüche&#8221; wolle er an seinen Vortrag „Ohne Koch und Ohne Kellner“ nicht erheben, das stellte Franz Müntefering gleich am Anfang klar, vielmehr versprach er eine rein subjektive Darstellung seiner Erfahrungen aus 45 Jahren  politischer Aktivität. Dem Titel entsprechend begann der 70-Jährige das persönliche Plauderstündchen mit der Einschätzung, dass Politik und Medien in einem symbiotischen, aber keineswegs in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stünden und demzufolge einander  brauchen. Im Umgang miteinander forderte er von beiden Seiten Augenmaß sowie den nötigen Respekt: „Die Politik muss Dinge ansprechen und Journalisten müssen bitteschön versuchen, dass was man sagt auch zu verstehen, so wie man es meint.“</p>
<p>Kritisch äußerte sich Müntefering auch über die Kurzatmigkeit und Schnelllebigkeit, in welcher sich sowohl Politik als auch Medien befänden. So denke heute niemand mehr ausreichend darüber nach, was er sage beziehungsweise was er schreibe. Die Mangelnde Fähigkeit im „Heute“ Grundsteine für die nächsten 20 Jahre zu legen und die Idee „Nach mir die Sintflut“, verurteilte er als „eine der größten Sünden unserer Zeit“.</p>
<h4>Medien und Privatsphäre</h4>
<p>In der anschließenden Diskussionsrunde stellte sich Müntefering dann den Fragen der Studenten. Rücktritte von Politikern durch Druck seitens der Medien &#8211; wie im aktuellen Fall von Horst Köhler &#8211; hielt er für unwahrscheinlich. Als Politiker solle man sich &#8220;vorab darüber Gedanken machen&#8221;, was man sagen wolle. Speziell Spitzenpolitiker sollten wissen, dass alles, was sie sagen im selben Moment geschrieben und wenig später auch kommentiert werde.</p>
<p>Auch auf schlechte Erfahrungen mit der Presse und negative Berichterstattung um seine Person kam Müntefering zu sprechen. Er gab zwar zu ein gewisses Interesse am Privatleben von Politikern nachvollziehen zu können, so lange es um politische Belange und das Wohl Deutschlands gehe. Das gezielte Ausspionieren der Privatsphäre, wie er es bereits erlebte, erachte er hingegen als „randständig“.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/06/03/muntefering-meckert-uber-medien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blauer Dunst weicht blauem Dach</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/05/04/blauer-dunst-weicht-blauem-dach/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/05/04/blauer-dunst-weicht-blauem-dach/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 11:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2584</guid>
		<description><![CDATA[Seit Beginn des Semesters wird auf den Dächern der Silberlaube gebaut. Diese Woche wird deshalb die Außenterrasse des Pi geschlossen. Ein Kommentar von Yulian Ide.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit Beginn des Semesters wird auf den Dächern der Silberlaube gebaut. Diese Woche wird deshalb die Außenterrasse des Pi geschlossen. Ein Kommentar von <em>Yulian Ide</em>.</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-2585" title="Montagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/05/montagskommentar.jpg" alt="" width="450" height="275" /><br />
</strong></p>
<p>Seit sich Schnee und Minusgrade in den Sommerschlaf verabschiedet haben, die Hosen und Röcke kürzer, die Tage aber länger werden, versammeln sich die Studenten vermehrt in den Innenhöfen und auf den Dächern der Universität. Während im Winter nur die eisernsten Raucher leidig durch die beschlagenen Fenster nach drinnen geschaut haben, wird die halbe Stunde zwischen den Vorlesungen nun wieder gemeinschaftlich im Freien zelebriert.</p>
<p>Einen Spitzenplatz unter den liebsten Außenbereichen der FU-Studenten nimmt dabei die Terrasse des Pi-Cafés ein. Mit zurückhaltendem Interesse haben die Gäste des selbstverwalteten Cafés das langsame Vorrücken der blauen Styroporplatten zur Kenntnis genommen, die die Arbeiter flächendeckend auf den Dächern verlegen. Vor einer Woche sah man sich plötzlich mit einem provisorischen Zaun konfrontiert, der die Terrasse halbiert. Auf der einen Seite machen die Bauarbeiter Mittagspause, während auf der anderen Seite Studenten bei einer Tasse Kaffee Vokabeln lernen.</p>
<p>Beginnend mit der ersten Maiwoche werden die Bauarbeiten auf die gesamte Terrasse ausgeweitet. Die blauen Platten werden zur Wärmeisolierung auf dem Dach der Silberlaube verlegt und später mit Kies überschüttet. Im Pi geht man von 3 Wochen ohne Terrasse aus und befürchtet ausbleibende Kundschaft. Die Bauarbeiter hingegen kalkulieren bereits den gesamten Mai für ihre Arbeit ein.</p>
<p>Das studentische Café hat sich mit seiner Sorge um die Abwanderung der Studenten an die Universitätsverwaltung gewandt, stieß aber auf taube Ohren. Eine Kompromisslösung – wie beispielsweise die Tür im Treppenaufgang zu einem bereits fertigen Teil des Daches zu öffnen – stand offenbar nicht zur Debatte. Der Außenbereich bleibt geschlossen. Vor einem Dilemma stehen nun wir – die Besucher des Pi. Der durchschnittliche Geisteswissenschaftler empfindet die Wahl seines Cafés in der Silberlaube als identitätsstiftend. Das alternative Lebensmodel eines Philologen spiegelt sich in seinem Freizeitverhalten wieder: Mit der Zahl Pi weiß ich zwar herzlich wenig anzufangen, allerdings ist hier der Kaffee stark genug, um die allmorgentliche Angela Merkel in mir in eine Gülcan Kamps zu verwandeln; es gibt genügend Raucher, die man in Zeiten großer Not um Blättchen und Filter anhauen könnte; die ganze Szenerie wird musikalisch begleitet von Billy Talent und den Killers. Ich könnte nun Freundschaft schließen mit den Salsa-Klängen im Sportler-Café. Oder im Kauderwelsch paradoxerweise Fair-Trade-Kaffee aus Plastikbechern trinken. Vermutlich werde ich aber weiterhin im Pi sitzen, unfairen Kaffee trinken, heimlich auf der Toilette rauchen und mir vorstellen, es sei Winter.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/05/04/blauer-dunst-weicht-blauem-dach/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vertreibung aus dem Paradies</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/02/17/vertreibung-aus-dem-paradies/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/02/17/vertreibung-aus-dem-paradies/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 23:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2369</guid>
		<description><![CDATA[95 Tage lang haben Studierende die Besetzung des Hörsaals 1A aufrechterhalten. Doch am frühen Morgen des Valentinstags beendete das Präsidium den Streik unter Polizeieinsatz. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>95 Tage lang haben Studierende die Besetzung des Hörsaals 1A aufrechterhalten. Doch am frühen Morgen des Valentinstags beendete das Präsidium den Streik unter Polizeieinsatz. </strong><em>Von Max Krause</em></p>
<div id="attachment_2371" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img class="size-large wp-image-2371" title="Hörsaal1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/Hörsaal1-469x352.jpg" alt="" width="469" height="352" /><p class="wp-caption-text">Als wäre nie etwas gewesen: Die Silberlaube nach der Räumung, Foto: Max Krause</p></div>
<p>Am Mittwochabend war das Ende der Besetzung abzusehen. Vertreter des Präsidiums erschienen im Hörsaal und erklärten, die Streikenden seien im Hörsaal nicht länger geduldet. Bis Donnerstag, 14 Uhr, sollten die Besetzer ihre Stellung räumen, ein kleiner Ausweichraum stehe zur Verfügung. Die Besetzenden entschieden, den Forderungen des Präsidiums nicht nachzugeben und den Hörsaal weiterhin okkupiert zu halten.</p>
<p>Bis zum frühen Sonntagmorgen harrten die Studierenden noch aus, dann war es der Universitätsleitung offenbar genug: Um sechs Uhr morgens standen Beschäftigte der privaten Sicherheitsfirma Securitas vorm Hörsaal, um die 10 Besetzer, die die Stellung hielten, aus ihrem Wohnzimmer zu vertreiben. Doch die zeigten sich zuerst wenig beeindruckt und es dauerte weitere drei Stunden, bis der Hörsaal von einem massivem Polizeiaufgebot geräumt wurde.</p>
<h4>Klausuren als Vorwand?<strong><br />
</strong></h4>
<p>Die Polizei nahm Personalien und Fingerabdrücke der Besetzenden, dann wurden sie für mehrere Stunden in Gewahrsam genommen und erst am frühen Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Präsidium erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruch.</p>
<p>Warum man sich nach drei Monaten der Duldung schließlich dazu entschieden hat, die Besetzung durch die Polizei zu beenden, ist indes ungewiss. Laut Präsidium werde der Raum für Prüfungen benötigt. Tatsächlich fanden am Montag wieder Klausuren statt. Es ist allerdings fraglich, wie dringend der Hörsaal tatsächlich benötigt wird.</p>
<h4>Erneute Konfrontation</h4>
<p>Vertreter der Besetzenden vermuten ein anderes Motiv hinter der Aktion: Es sei den Verantwortlichen klar gewesen, dass am Wochenende viele Streikende nach Dresden gefahren waren, um den dortigen Naziaufmarsch zu blockieren. Das Präsidium habe gezielt diesen Moment der Schwäche ausnutzen wollen. In einer Pressemitteilung erheben die Bildungsstreiker den Vorwurf, man habe „das Engagement für Toleranz und Demokratie der eigenen Studierenden“ ausgenutzt.</p>
<p>Der  Bildungsstreik hat in diesem Semester konstruktiv einiges zur Verbesserung der Situation an der Universität beigetragen. Es ist überaus schade, dass er in einer solchen Konfrontation enden muss, nachdem sich Universitätsleitung und Studierende am Runden Tisch aufeinander zu bewegt hatten. Das Präsidium täte gut daran, die Anzeige wegen Hausfriedensbruchs fallen zu lassen, um den Konflikt zu entschärfen. Doch auch die Studierenden sollten sich nicht in Unterstellungen verlieren. Der Erfolg des Bildungsstreiks darf nicht von solchen Streitereien überschattet werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/02/17/vertreibung-aus-dem-paradies/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Karma-Food für Besseresser</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/02/05/karma-food-fur-besseresser/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/02/05/karma-food-fur-besseresser/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 17:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[mensa I]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[veggie no. 1]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2322</guid>
		<description><![CDATA[Tofu statt Rinderbraten, Grünkernbratling statt Currywurst. Die wiedereröffnete Mensa I setzt auf „öko“. Image-Politik mit grünem Anstrich, findet Nick Flamang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tofu statt Rinderbraten, Grünkernbratling statt Currywurst. Die wiedereröffnete Mensa I setzt auf „öko“. Image-Politik mit grünem Anstrich, findet Nick Flamang.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2323" title="freitagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/02/freitagskommentar.jpg" alt="" width="450" height="275" /></p>
<p>Seit dem 11. Januar kann man sich in der Van’t-Hoff-Straße endlich wieder mit Essen versorgen: Die Mensa I öffnete mit dreimonatiger Verspätung ihre Pforten, neuerdings rein vegetarisch. Ausgerechnet unter der Bibliothek der Juristen und in direkter Nachbarschaft zum Wirtschaftswissenschaftlichen Institut soll also das neue Mekka des politisch korrekten Essens liegen. Nur, dass von „Mekka“ angesichts der drastischen Verkleinerung der Räumlichkeiten nicht wirklich die Rede sein kann: Ohne die beiden als Bibliothek genutzten oberen Stockwerke wirkt die Mensa so großzügig wie eine durchschnittliche Schulcafeteria. Eine echte Entlastung für die seit Monaten zu Stoßzeiten gänzlich überfüllte Mensa II bedeutet die Wiedereröffnung also nicht.</p>
<p>Wer aus Frust über das Gedränge in der Silberlaube trotzdem ins &#8220;Veggie No. 1&#8243; ausweicht, bekommt wenig kulinarischen Mainstream geboten, stattdessen Gerichte wie Tofutaler mit Champignons oder Getreidebolognese. Neben dem Essen ist auch die Infrastruktur offensichtlich nicht auf Massen ausgelegt: Kein eigenständiges Befüllen der Teller, zwei Kassen, Getränke nur in Flaschen. Dafür bedient seit der Wiedereröffnung ein angeschlossenes Café ebenfalls die Wünsche nach einer besseren Welt und lässt Biosnacks und Fairtrade-Kaffee die Hauptrollen spielen. Alles ganz nett, an der ohnehin konsumbewussten FU allerdings nichts Neues.</p>
<p>Die begrüßenswerte Fortsetzung des Trends zu mehr Bio und Fairtrade verblasst leider angesichts der „Größe“ der neuen Veggie-Hochburg. Gut gemeinte Ansätze werden damit ad absurdum geführt. Die „erste vegetarische Mensa Deutschlands“ scheint vor allem dem Zweck zu dienen, von der Kritik an der enormen Platzreduzierung und dem dürftigen Angebot vegetarischer Gerichte in Mensa II abzulenken. Aus einer guten Idee wird damit nur eine Imagekampagne: Dieser Verdacht des Greenwashings verleiht dem Veggie No. 1 leider einen etwas faden Beigeschmack. Gut fürs Karma ist es vermutlich trotzdem.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/02/05/karma-food-fur-besseresser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FURIOS hält die Klappe (Teil 2)</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/01/10/furios-halt-die-klappe-teil-2/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2010/01/10/furios-halt-die-klappe-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 19:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Videoblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1932</guid>
		<description><![CDATA[Wir haben wieder eure Stimmen zum Bildungsstreik auf dem Campus eingefangen. Teil 2 des Videoblogs.<br/>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="471" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8637442&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=ff0179&#38;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="471" height="353" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8637442&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=ff0179&#38;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben wieder eure Stimmen zum Bildungsstreik auf dem Campus eingefangen. Teil 2 des Videoblogs (<a href="http://www.furios-campus.de/2009/12/18/furios-halt-die-klappe/">erster Teil</a>).</p>
<p>Zusammengestellt von Eva Jirjahlke, Konstanze Renken, Julia Levenson, Lilli Williams, Marlene Göring und David Goldwich. Animation von Chris McBride.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="471" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8637442&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="471" height="353" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8637442&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/8637442">FURIOS hält die Klappe (Teil 2)</a> from <a href="http://vimeo.com/furios">FURIOS Campusmagazin</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2010/01/10/furios-halt-die-klappe-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FURIOS hält die Klappe</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/12/18/furios-halt-die-klappe/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/12/18/furios-halt-die-klappe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 11:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Videoblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1711</guid>
		<description><![CDATA[Zuletzt hat sogar (Ex-)Präsident Lenzen eingesehen: Die Uni kann nur gemeinsam mit den Studierenden reformiert werden. Auch der Akademische Senat hat reagiert und einen „Runden Tisch“ beschlossen, an dem Studenten mitdiskutieren können. FURIOS hält dazu die Klappe – für euch! In unserem Videoblog haben wir die Stimmen auf dem Campus eingefangen.<br/>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="468" height="351" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8256861&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=ff0179&#38;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="468" height="351" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8256861&#38;server=vimeo.com&#38;show_title=1&#38;show_byline=1&#38;show_portrait=0&#38;color=ff0179&#38;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuletzt hat sogar (Ex-)Präsident Lenzen <a href="http://www.fu-berlin.de/campusleben/campus/2009/091012_semesterstart/index.html">eingesehen</a>: Die Uni kann nur gemeinsam mit den Studierenden reformiert werden. Auch der Akademische Senat hat reagiert und einen „Runden Tisch“ beschlossen, an dem Studenten mitdiskutieren können. FURIOS hält dazu die Klappe – für euch! In unserem Videoblog haben wir die Stimmen auf dem Campus eingefangen.<span id="more-1711"></span></p>
<p>Zusammengestellt von Eva Jirjahlke, Konstanze Renken, Julia Levenson, Lilli Williams, Marlene Göring und David Goldwich. Animation von Chris McBride.</p>
<p><a href="http://www.furios-campus.de/2010/01/10/furios-halt-die-klappe-teil-2/">Zum 2. Teil</a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="468" height="351" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8256861&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="468" height="351" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8256861&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/8256861">FURIOS hält die Klappe (Teil 1)</a> from <a href="http://vimeo.com/furios">FURIOS Campusmagazin</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/12/18/furios-halt-die-klappe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Geist aus der Maschine</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/12/14/der-geist-aus-der-maschine/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/12/14/der-geist-aus-der-maschine/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Breng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 03]]></category>
		<category><![CDATA[Heft]]></category>
		<category><![CDATA[geist aus der maschine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2038</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Bücher lesen und Hausarbeiten schreiben – das war einmal. Denn die Erfindung eines Berliner Informatikers wird die akademische Welt revolutionieren. Ihr Name: Ghostwriter-Bot.</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bücher lesen und Hausarbeiten schreiben – das war einmal. Denn die Erfindung eines Berliner Informatikers wird die akademische Welt revolutionieren. Ihr Name: Ghostwriter-Bot.</strong></p>
<p><em>Von Moritz Leetz — Illustration: Jonathan Schmidt</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2039" title="Ghost-Bot" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/Ghost-Bot-Werbung.jpg" alt="" width="470" height="467" /></p>
<p><em>Ghost-Bot erfüllt den Traum aller Studierenden: Hausarbeiten schreiben ohne Bücherwälzen.</em></p>
<p>Mit fliegenden Fingern tippt Markus Schülting auf der Tastatur herum. Ein letztes Mal überprüft er die Eingabemaske »Fragestellung-These-Ergebnis«, ehe er mit erschöpftem Grinsen auf einen roten Button drückt: »Text erstellen«. Vier Stunden später spuckt der Drucker eine fertige Sechs-Seiten-Hausarbeit zum Thema »Kants Einfluss auf das Geschichtsdenken Schillers« aus, ohne dass Markus dafür auch nur eine Zeile Text gelesen hat – geschweige denn geschrieben.</p>
<p>Studentische Wunschvorstellung? Futuristische Spielerei? Keineswegs. Der »Ghostwriter-Bot,« oder kurz einfach »Ghost-Bot«, wie ihn Programmierer Michael Härtel liebevoll nennt, hat durchaus das Potential, die akademische Welt zu revolutionieren. Härtel – Ende 30, schütteres Haar – nippt an seinem Chai Macchiato. Er ist Chef-Programmierer beim Berliner Unternehmen »LogiPro« und der geistige Vater des Textes aus der Maschine. Der Bot funktioniere fast genauso wie ein menschlicher Ghostwriter, erklärt der studierte Informatiker. In eine Vielzahl von Eingabemasken müsse der User den logischen Verlauf seiner Arbeitsthese eingeben, dazu eine Gliederung in Form von Schlüsselwörtern. Anschließend scannt das Programm die recherchierte Literatur mit Hilfe eines fortschrittlichen Texterkennungsprogramms und lässt den Bot die Daten verarbeiten. Mit »erfreulich geringem« Fehleranteil: Nur etwa bei einem von 500 Zeichen verschluckt sich das Programm. Besonders stolz ist Härtel auf die Logik-Algorithmen: »Dass der Bot es nicht nur schafft, Texte zu erkennen, sondern sie auch zu verstehen und aus den gewonnenen Informationen etwas Neues zu kreieren, ist auf dem freien Markt bisher einmalig.«</p>
<p>Ist sich das Programm bei einem seiner Zwischenergebnisse nicht sicher, stellt es den User vor die Wahl, sich für einen Gedankenweg zu entscheiden. »Ist etwas mühsam«, meint Markus, der als einer der ersten das Programm testen durfte. »Insgesamt war ich bestimmt drei Stunden mit Scanfehlern und Verständnisnachfragen beschäftigt.« Auch mit der Stilistik hapert es noch. Per Regler kann man den Stil zwischen »universitär« und »essayistisch« variieren. Zu nah an »universitär« dürfe man den aber nicht lassen, erklärt der Proband. Ansonsten käme statt »Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln« am Ende heraus: »Das Volumen subterraner Knollengewächse ist reziprok proportional zum Intelligenzquotienten des erzeugenden Agrarökonomen.«</p>
<p>Noch steckt das Programm also in den Kinderschuhen. »Bis jetzt kann man nur Texte für philosophische Institute damit schreiben«, gesteht Programmierer Härtel. Später seien aber Applikationen für andere Geisteswissenschaften wie Germanistik oder auch für Sozialwissenschaften geplant. Auch zu komplexe Fragestellungen, deren Beantwortung eine hohe Seitenzahl benötigt, überfordern das Programm noch. Eine Magisterarbeit kann der »Ghost-Bot« nicht schreiben, aber für einen Portfolio-Essay reicht es allemal. Um eventuelle urheberrechtliche Streitigkeiten über die erzeugten Texte macht sich Härtel keine Gedanken. »Auf der juristischen Seite sehe ich eigentlich keine Probleme. Schließlich stammt die Arbeitsthese und das eingegebene Untersuchungsvorgehen vom Benutzer.« Ohne eigenes Nachdenken kommt der Student der Zukunft also nicht aus – ohne Lesen und Schreiben aber schon.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/12/14/der-geist-aus-der-maschine/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von gutem Regieren und blutigen Federn</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/12/14/von-gutem-regieren-und-blutigen-federn/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/12/14/von-gutem-regieren-und-blutigen-federn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 22:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[FURIOS 03]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=2030</guid>
		<description><![CDATA[Der Sonderforschungsbereich (SFB) 700 ist ein rotes Tuch für viele Studenten am Otto-Suhr-Institut. Vorwurf: Kriegsforschung. Was steckt dahinter? Christina Peters begab sich auf Spurensuche.

Im Mittelpunkt des Verdachts auf eingebette Forschung: Thomas Risse und der Sonderforschungsbereich 700. Foto: Cora-Mae Gregorschewski
Was haben Afghanistan und Neukölln gemeinsam? Beide gehören zum Spezialgebiet des SFB 700, einem von der Deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Sonderforschungsbereich (SFB) 700 ist ein rotes Tuch für viele Studenten am Otto-Suhr-Institut. Vorwurf: Kriegsforschung. Was steckt dahinter? Christina Peters begab sich auf Spurensuche.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2031" title="Rezensionsreportage: SFB 700" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/01/rezensionsreportage.jpg" alt="" width="470" height="313" /></p>
<p><em>Im Mittelpunkt des Verdachts auf eingebette Forschung: Thomas Risse und der Sonderforschungsbereich 700. </em><em>Foto: Cora-Mae Gregorschewski</em></p>
<p>Was haben Afghanistan und Neukölln gemeinsam? Beide gehören zum Spezialgebiet des SFB 700, einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragenen Think Tank an der FU. Seit der Gründung 2006 beschäftigen sich dort Sozialwissenschaftler mit dem Thema »Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit«. Im Zentrum steht die Frage: Wie stellt man Governance, also Regierungsleistungen wie Wohlfahrt und Sicherheit, zur Verfügung, wenn die Regierung es nicht kann?</p>
<p>Um die Antworten kümmern sich 95 Mitarbeiter in derzeit 20 Teilbereichen. 2007 erschien ein erster Sammelband mit dem Titel »Regieren ohne Staat?« Die Einleitung warnt vor Fehlschlüssen: Die Orientierung am »Idealbild des entwickelten und demokratischen Wohlfahrtsstaates westlicher Prägung« sei falsch. Vielmehr müsse eine Regierungsform gefunden werden, in der kein »bestimmtes – von westlichen Vorgaben geprägtes – Skript die Vorgabe« bilde. Nur so könne »dem Verdacht begegnet werden, es gehe bei ›Good Governance‹ letztlich um eine neue Form des westlichen Imperialismus und Kolonialismus.«</p>
<p>Dass die Autoren diesem Verdacht von Beginn an vorgreifen, zeigt: Sie sind sich der Brisanz ihrer Arbeit bewusst. Eine ihrer Forderungen: Wenn der Staat nicht für das Wohlergehen der Bevölkerung sorgen kann, müssen es eben andere tun. Vom Warlord über das transnationale Unternehmen bis hin zum Eingreifen anderer Staaten reiche dabei das Spektrum der Partner, heißt es. Eigene Interessen dürften durchaus verfolgt werden. Doch wie bindet man diese Akteure an »materielle und formelle Standards des Regierens«? Darauf hat keiner der Autoren des Bandes eine Antwort. Zur Not müssten Grundrechte eben durch militärisches Eingreifen gesichert werden. Und wo bleibt die Selbstbestimmung?</p>
<p>»Ich persönlich rede nicht gerne von Demokratie«, sagt SFB-Sprecher Thomas Risse, Professor für Internationale Beziehungen am OSI. Natürlich sei das Ziel die Hilfe zur Selbsthilfe. »Aber man muss vorsichtig mit diesem Elektoralismus sein, um jeden Preis Wahlen abhalten zu wollen. Wir haben bereits eine Fülle an defekten Demokratien«, warnt er.</p>
<p>Fragt man OSI-Studierende nach dem SFB, reagieren viele mit rollenden Augen. Die Kritik von links ist deutlich: Der Begriff Governance sei antidemokratisch, weil er die Offenheit eines demokratischen Systems von vornherein beschneide und eine »Managementgesellschaft« schaffe, urteilt etwa die »AG Paul Revere«. In einer 2009 veröffentlichten Broschüre werfen die Antimilitaristen dem SFB vor, er propagiere Neokolonialismus und die bloße Ökonomisierung von Regionen für die Interessen westlicher Akteure. Der Titel der Broschüre ist bezeichnend: »Failing Sciences. Embedded Stakeholders. Wider den SFB 700«.</p>
<p>Und dann ist da noch die Sache mit Afghanistan. Im Herbst 2007 erstellten die Wissenschaftler Jan Koehler und Christoph Zürcher ein vom Bundesverteidigungsministerium in Auftrag gegebenes Papier über die zivil-militärische Zusammenarbeit in Nord-Ost-Afghanistan. Daneben arbeiteten beide an thematisch passenden Afghanistan-Studien für den SFB. Die Kritiker sahen ihren Verdacht auf Kriegsforschung bestätigt. Prof. Risse wiegelt ab: »Im Rahmen des SFB gibt es keine Auftragsforschung. Zu privater Forschung kann ich mich nicht äußern. Aber ich finde es gut, wenn Ergebnisse des SFB der Politik zugute kommen. Es kann nicht die Aufgabe eines Politikwissenschaftlers sein, sich neutral und rein halten zu müssen.« Eine solche Haltung provoziert Proteste: Neben zerfetzte, blutrot bespritzte Kissen stellten SFB-Gegner einen Papp-Risse in den Eingang des OSI. Ihr Kommentar: »Wer eingebettete Forschung betreibt, muss Federn lassen.«</p>
<p>Die Debatte wird weitergehen: Das Projekt SFB 700 ist auf zwölf Jahre angelegt. Prof. Risse kündigt an: »Neuerdings gilt unser Interesse den Problemen von Governance-Konzepten beim Aufeinandertreffen mit den kulturellen Gegebenheiten vor Ort.« Der nächste vom SFB ausgewiesene Raum begrenzter Staatlichkeit liegt übrigens in Neukölln. Ob das Aufeinandertreffen da von gegenseitiger Sympathie geprägt sein wird, bleibt abzuwarten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/12/14/von-gutem-regieren-und-blutigen-federn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Fieberwahn</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/11/11/im-fieberwahn/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/11/11/im-fieberwahn/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 23:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1548</guid>
		<description><![CDATA[Die Schweinegrippe macht auch vor der FU nicht Halt. Das Präsidium hat bereits erste Vorsorgemaßnahmen getroffen. Doch um der Seuche Herr zu werden, ist das längst nicht genug. Dafür gibt es letztlich nur eine Möglichkeit, meinen Max Krause und Nick Flamang. Eine Glosse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1549" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-full wp-image-1549" title="schweinegrippe1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/11/schweinegrippe1.jpg" alt="Schweine verboten." width="470" height="298" /><p class="wp-caption-text">Schweine verboten! Gilt das nur für das neue Grippevirus oder auch für die Schnitzel in der Mensa?</p></div>
<p><strong>Die Schweinegrippe macht auch vor der FU nicht Halt. Das Präsidium hat bereits erste Vorsorgemaßnahmen getroffen. Doch um der Seuche Herr zu werden, ist das längst nicht genug. Dafür gibt es letztlich nur eine Möglichkeit, meinen Max Krause und Nick Flamang. Eine Glosse.</strong></p>
<p><em>Collage: David Goldwich</em></p>
<p>Die Pandemie kommt. Unaufhaltsam verbreitet sich das neue A H1N1-Virus. Doch die Freie Universität tritt der teuflischen neuen Influenza entschieden entgegen: Eine Pandemie-Arbeitsgruppe wurde eingerichtet und ein Pandemie-Beauftragter benannt. Frank Rosendahl heißt der frisch gekürte oberste Seuchen-Bekämpfer an der FU. In der letzten Woche wandte er sich erstmals direkt an die Studierenden, per Mail. Darin kündigte er an, regelmäßig „tagesaktuelle Nachrichten“ zur Schweinegrippe zu sammeln und sie online zu veröffentlichen. Zudem pries Rosendahl einen Leitfaden zur Prävention an. Dringend empfohlen wird, eine Schutzmaske zu tragen (regelmäßig wechseln nicht vergessen!), die Hände ungefähr dreißigmal am Tag zu desinfizieren und von anderen Menschen einen Abstand von zwei Metern zu wahren. Die Benutzung fremder Gebrauchsgegenstände sollte vermieden werden und Händeschütteln ist selbstverständlich nicht erlaubt.</p>
<h4>Eine zweite Spanische Grippe?</h4>
<p>Und der Mann hat recht. Nur wenn wir der Ansteckung aktiv vorbeugen, kann eine Ausbreitung des Virus verhindert werden. Ansonsten droht uns womöglich ein Horrorszenario, das seinesgleichen suchte: eine zweite Spanische Grippe. Zwischen 1918 und 1920 raffte diese Pandemie circa 50 Millionen Menschenleben dahin und infizierte 500 Millionen Menschen: ein Drittel der damaligen Weltbevölkerung. Rechnet man die Zahlen der Spanischen Grippe, die auch von einem Influenza Subtyp A H1N1 ausgelöst wurde, auf die heutige Zeit hoch, erhält man erschreckende Ergebnisse: Über 2,2 Milliarden Menschen könnten infiziert werden, bis zu 200 Millionen Todesopfer scheinen möglich! Wer will daran schon die Schuld tragen, nur weil er sich nicht die Hände gewaschen hat?</p>
<h4>Das PanPack &#8211; gerüstet für alle Fälle</h4>
<p>Gerade notorischen Verharmlosern muss entschieden entgegengetreten werden. So wie dem neuen Gesundheitsminister Philipp Rösler, der jüngst erklärte, die herkömmliche saisonale Grippe stelle eine größere Gefahr dar als das A H1N1-Virus. Oder Wolf-Dieter Ludwig, Chef der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, der die Berichterstattung über die Schweinegrippe als „Inszenierung, mit der die Pharmakonzerne schlichtweg Geld verdienen wollen“ bezeichnete. Zum Glück aber gibt es ja die FU und ihren Pandemie-Beauftragten Frank Rosendahl. Sie nehmen die Prävention ernst. Detaillierte Evakuierungspläne liegen in der Schublade. Für den Worst Case ist sogar ein „PanPack“ (Abkürzung für <strong>Pan</strong>demie-<strong>Pack</strong>ung) vorgesehen, das Desinfektionsmittel, einen Mundschutz sowie eine Brillenträgermaske enthält.</p>
<h4>Letzte Lösung: Macht die Uni dicht!</h4>
<p>Allenthalben gibt es bereits den ersten bestätigten Schweinegrippe-Fall an der FU. Ein Mitarbeiter hat sich angesteckt. Reichen die Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen am Ende also doch nicht aus?  Wohl kaum. Denn ein Mindestabstand von zwei Metern kann in der Uni genauso wenig gewährleistet werden, wie das regelmäßige Lüften von Räumen. Auch der Kontakt zu allgemeinen oder fremden Gebrauchsgegenständen ist unvermeidlich. Man denke nur an Anwesenheitslisten. Vielleicht bleibt zum Schluss deshalb doch nur eine Alternative: Die Schließung der Uni. Natürlich nur vorübergehend.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/11/11/im-fieberwahn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einmal so richtig dazugehören</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/11/04/einmal-so-richtig-dazugehoren/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/11/04/einmal-so-richtig-dazugehoren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1523</guid>
		<description><![CDATA[Autorin Carolin Benack ist neu an der FU.  Das wird sie auch erst mal bleiben: Wie für viele andere gab es für die Nordamerika-Studentin in diesem Jahr keine feierliche Einführung in den Unibetrieb.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autorin <em>Carolin Benack</em> ist neu an der FU.  Das wird sie auch erst mal bleiben: Wie für viele andere gab es für die Nordamerika-Studentin in diesem Jahr keine feierliche Einführung in den Unibetrieb.</strong></p>
<div id="attachment_1524" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><strong><strong><img class="size-large wp-image-1524" title="LieblingsfotoDSC_2765" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/11/LieblingsfotoDSC_2765-470x312.jpg" alt="Elite-Tasche: Nicht für jeden!" width="470" height="312" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Elite-Tasche: Nicht für jeden!</p></div>
<p><strong></strong><span id="more-1523"></span></p>
<p><em>Text:  Carolin Benack</em>, <em> Foto: Cora-Mae Gregorschewski</em></p>
<p>Überall grinsen sie mich an. Ganz besonders morgens in der U3. Und vor der Mensa. Und in den Gängen der Rost – und Silberlaube. Und vorm OSI (drinnen gibt es wahrscheinlich noch mehr von ihnen). Und sowieso überall.</p>
<p>Nur im John F. Kennedy Institut kann ich das höhnische Grinsen der tollen FU-Taschen noch umgehen. Schließlich haben die armen Nordamerika-Erstis in diesem Jahr keine Immatrikulationsfeier, nicht einmal eine dezentrale. Und das bedeutet keine tolle FU-Tasche. Dabei grinsen sie mich ja nur so höhnisch an, weil sie um mein inneres Bedürfnis wissen, auch eine von ihnen zu besitzen. Nicht nur, um der reinen Besitztumsvermehrung Willen, sondern auch, um endlich dem gemeinen Pöbel meinen Status als Exzellenz-Studentin unter die Nase reiben zu können. Also keine tolle FU-Tasche dieses Jahr. So ein Mist.</p>
<p>Wie es scheint, bin ich nicht die einzige mit diesem Problem, denn ein großer Nachteil der neu eingeführten dezentralen Immatrikulationsfeiern (abgesehen von der ungerechten Taschenverteilung), ist die Tatsache, dass nicht jedes Institut das bisher hinbekommen hat. Ergo, für viele Erstsemester keine ordentliche Begrüßung.</p>
<h2>Freundschaft!</h2>
<p>Nun tut diese Tatsache der Begründung des Präsidiums für die neue Maßnahme nicht gerade gut, könnten doch so die Studenten und Studentinnen angeblich „ihr neues universitäres Umfeld noch schneller kennenlernen und rasch persönliche Kontakte zu den Personen am Fachbereich knüpfen“. Hoffen wir, dass zumindest die, die eine Feier hatten, Kontakte knüpfen konnten. Schließlich werden sie in den nächsten drei Jahren keine Gelegenheit mehr dazu bekommen. Denn dann werden sie von einem Seminarraum zum anderen hetzen und bis in die Nacht über Büchern hocken.</p>
<h2>Angstschweiß im Präsidium?</h2>
<p>Da scheint die, wenn auch tendenziell egozentrische, Erklärung des ASta einleuchtender. Danach wurde die Immatrikulationsfeier aufgrund der (natürlich vom ASta selbst organisierten) Proteste in den letzten Jahren dezentralisiert. So eine Blamage wie letztes Jahr vor Herrn Köhler kann Prof. Dr. Lenzen sich schließlich nicht noch einmal leisten. Genauso wenig wie das Honorar der potenziellen Festredner, das wohl angesichts des zu erwartenden Mobs um einiges gestiegen sein dürfte.</p>
<p>Was also haben die Erstsemester jetzt von den dezentralen Immatrikulationsfeiern? Im besten Fall eine Tasche und einen noch halbwegs interessanten Festvortrag. Doch selbst das kann das Fehlen einer unheimlich wichtigen Sache nicht wettmachen: das Gefühl, endlich an der Uni angekommen zu sein, wenn man zum ersten Mal das Flair studentischer Auflehnung zu spüren bekommt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/11/04/einmal-so-richtig-dazugehoren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>18</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fahren wie Bond, aber hoffentlich besser</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/11/03/iphone-auto/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/11/03/iphone-auto/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 17:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[autonomes auto]]></category>
		<category><![CDATA[iphone]]></category>
		<category><![CDATA[rojas]]></category>
		<category><![CDATA[spirit of berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1495</guid>
		<description><![CDATA[Zwischen Rüstungs- und Autoindustrie: Mit der Entwicklung autonom gesteuerter Fahrzeuge bewegt sich die Freie Universität in einem umkämpften Gebiet. Gestern präsentierte sie der Presse das erste Auto, das per iPhone gesteuert werden kann – für zivile Zwecke. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-large wp-image-1499" title="Spirit of Berlin" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/11/2009-11-02_IMG_8240-470x352.jpg" alt="Spirit of Berlin" width="470" height="352" /></p>
<p><em>Medienstar: Spirit of  Berlin, das ferngesteuerte Auto auf dem Flughafen Tempelhof. </em></p>
<p><strong>Zwischen Rüstungs- und Autoindustrie: Mit der Entwicklung autonom gesteuerter Fahrzeuge bewegt sich die Freie Universität in einem umkämpften Gebiet. Gestern präsentierte sie der Presse das erste Auto, das per iPhone gesteuert werden kann – für zivile Zwecke. </strong></p>
<p><em>von Tin Fischer </em><strong><br />
</strong></p>
<p>Der stillgelegte Flughafen Tempelhof ist zur Zeit eine Spielwiese für Zukunftsvisionen. Im Vergleich zum <a href="http://www.the-berg.de/">1000-Meter hohen Berg</a>, den hier ein Architekt errichten will, wirkte die Präsentation eines Autos, das mit dem iPhone gesteuert werden kann, zwar wie Kinderkram. Ein Blick in die Zukunft des Strassenverkehrs war es aber allemal:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oHDwKT564Kk&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/oHDwKT564Kk&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Gas geben, Steuern, Bremsen, durch die Windschutzscheibe blicken und Fehlerprotokolle anzeigen kann das iPhone der FU-Informatiker. Ein Meilenstein ist das zwar nicht. Aber weil die Presseabteilung «Autofahren wie James Bond» angekündigt hatte, kamen die Journalisten zahlreich. Dabei bräuchte das Auto längst keinen James Bond mehr. Bereits seit zwei Jahren kann es sich selbst steuern. Es erkennt andere Fahrzeuge, Verkehrszeichen und bald auch Fussgänger und Ampeln. Theoretisch könnte es sich alleine durch den Strassenverkehr bewegen, in 20 Jahren vielleicht sogar unfallfrei (was gegenüber James Bond ein echter Fortschritt wäre).</p>
<h4>Krieg als Teststrecke?</h4>
<p>In der Zwischenzeit lässt sich die Technologie in kleinerem Rahmen einsetzen. Busfahrer haben Schwierigkeiten, nicht zu nah und nicht zu weit vom Randstein anzuhalten. Eine automatische Steuerung könnte den Haltevorgang übernehmen. Putzfahrzeuge bewegen sich nur langsam durch den Verkehr. Sie könnten bald ohne Fahrer auskommen.</p>
<p>Das grösste Interesse hat allerdings die Rüstungsindustrie. Ob für autonom gesteuerte Panzer oder unbemannte Hilfsgüter-Konvois, sie arbeitet intensiv an der Technologie. Dabei könnten Kriege einmal mehr zur unschönen Teststrecke für den Zivilverkehr werden, denn die beiden grössten nicht-technischen Probleme autonomer Fahrzeuge – die soziale Akzeptanz und die Haftungsfrage (wer ist schuld, wenn ein autonomes Fahrzeug einen Unfall baut?) – stellen sich im Krieg nicht. Vor zwei Jahren nahm das Team der Freien Universität in Kalifornien an einem Wettrennen autonom gesteuerter Fahrzeuge teil. Gesponsert hatte das Rennen das Amerikanische Verteidigungsministerium.</p>
<p>Wie gehen die Informatiker um Professor Raúl Rojas, die an der Technologie arbeiten, mit diesem Forschungsumfeld um? Für die nächsten zwei Jahre wird ihr Projekt mit 2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Während die Münchner Universitäten TU und LMU zumindest mit der Bundeswehr zusammenarbeiten, halten sich die FU-Informatiker von militärischen Geldern fern. «Wir wollen keine Fahrzeuge entwickeln, die später Kriege führen», sagt einer der Doktoranden. Die Rüstungsindustrie selbst hält sich aus den Universitäten sowieso raus.</p>
<h4>Weniger Autos, gleich viele Kilometer</h4>
<p>Bleibt die grundsätzliche Frage, warum eine Universität ein Produkt entwickelt, an dem bereits die Automobilindustrie arbeitet. «Wir verfolgen andere Ziele», sagt Rojas. «Die Konzerne denken kurzfristiger und haben andere Interessen.» Anders als die Autokonzerne wolle er mit seinem Team den Autoverbrauch senken. Autonom gesteuerte Autos könnten wie Taxis funktionieren: man bestellt sie sich vor sein Haus und entlässt sie am Zielort wieder in die Autonomie. Das senkt zwar nicht die Kilometerzahl, aber zumindest könnten sich mehrere Personen ein Auto teilen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/11/03/iphone-auto/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Keineswegs vorstaatlich: Schäuble an der Freien Universität</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/10/20/keineswegs-vorstaatlich-schauble-an-der-freien-universitat/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/10/20/keineswegs-vorstaatlich-schauble-an-der-freien-universitat/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 13:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schäuble]]></category>
		<category><![CDATA[Schäuble-Gegner]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[vorstaatlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1440</guid>
		<description><![CDATA[Innenminister Schäuble sprach an der FU über Sicherheit und Freiheit. Verlassen konnte er die Veranstaltung nur unter Polizeischutz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Innenminister Schäuble sprach an der FU über Sicherheit und Freiheit. Verlassen konnte er die Veranstaltung nur unter Polizeischutz.</strong></p>
<div id="attachment_1441" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-full wp-image-1441" title="schaeuble_fu2" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/10/schaeuble_fu2.jpg" alt="Securitas vs. Libertas: Schäuble an der FU Berlin" width="470" height="470" /><p class="wp-caption-text">Securitas vs. Libertas: Schäuble an der FU Berlin</p></div>
<p><em>Text: Christina Peters       Illustration: David Goldwich</em></p>
<p>„Was ist Sicherheit ohne Freiheit?“ Unter diesem Titel begann am Montag die Ringvorlesung „Der internationale Terrorismus als Herausforderung des Rechts“ an der juristischen Fakultät der FU Berlin. Der geladene Redner war Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Mäße man den Erfolg der Veranstaltung an der Zahl der Anwesenden, so hätten die Organisatoren allen Grund zur Freude gehabt: Knapp 400 Leute füllten den Hörsaal, zahlreiche weitere belagerten Türen und Fenster. Doch der erste Buhruf erklang bereits zu den einführenden Worten von Prof. Dr. Philip Kunig und Schäubles Stimme ging zunächst in lautem Gejohle unter. Die Schäuble-Gegner waren zahlreich erschienen und hatten diverse Störaktionen vorbereitet.</p>
<p><strong>Gefahren gehen nie vom Staat aus?</strong></p>
<p>In seinem Vortrag verteidigte Schäuble die Eingriffe in individuelle Rechte als notwendigen Schutz des demokratischen Gemeinschaftsgefühls. Es gäbe keine Freiheit ohne Sicherheit, sagte er, und berief sich auf die Staatstheorie des englischen Philosophen Thomas Hobbes und dessen Naturzustand, den er „keineswegs vorstaatlich“ nannte. Gefahren gingen im Rechtsstaat nie vom Staate aus, vielmehr sei durch die historische Entwicklung Deutschlands hierzulande ein Grundmisstrauen gegen das Parlament vorhanden. Man solle „mit dem Unsinn“ aufhören, den Staat unter Generalverdacht zu stellen. Jede Maßnahme sei erforderlich und durch demokratische Kontrolle legitimiert. Letztlich kam er zu dem Schluss , dass der letzten Regierung die Balance zwischenFreiheitsrechten und Sicherheit „ganz gut gelungen“ sei.</p>
<p><strong>Verwässerte Diskussion</strong></p>
<p>Der Vortrag wurde kontinuierlich durch Zwischenrufe und Proteste unterbrochen, die Schäuble mit grimmiger Miene teils ignorierte, teils beantwortete. Die anschließende Diskussionsrunde enttäuschte: Antworten waren thematisch verwässert und verallgemeinert. So verwies Schäuble etwa bei einer Frage nach der Rechtmäßigkeit der Weiterleitung von Personendaten an die USA auf die Unangemessenheit, vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte das amerikanische Rechtsempfinden zu kritisieren.  Das erschienene Publikum erstreckte sich von Interessierten verschiedener Fachbereiche über die Kader von Fachschaftsinitiativen und AStA bis hin zu einer Delegation der Piratenpartei inklusive ihres bekanntesten Exponenten, Ex-SPD-Abgeordnetem Jörg Tauss. Unterdessen wurde vor den Türen und Fenstern des Hörsaals laut gegen Schäuble und den „Bullenstaat“ demonstriert, Sprechchöre, Trommelkonzerte und sogar eine Abseilaktion lenkten immer wieder ab und wurden schließlich von einem Polizeieinsatz unter Blaulicht beendet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/10/20/keineswegs-vorstaatlich-schauble-an-der-freien-universitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Steinmeier ohne Studenten</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/07/11/steinmeier-ohne-studenten/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/07/11/steinmeier-ohne-studenten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 10:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1261</guid>
		<description><![CDATA[Stell dir vor es ist Wahlkampf an der Uni und kein Student geht hin. Wie Frank-Walter Steinmeier einer Seniorenrunde im Campus-Hotel der FU vorlas.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stell dir vor es ist Wahlkampf an der Uni und kein Student geht hin. Wie Frank-Walter Steinmeier einer Seniorenrunde im Campus-Hotel der FU vorlas.</strong></p>
<p><img src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/07/freitagskommentar.png" alt="freitagskommentar" title="freitagskommentar" width="450" height="275" class="alignnone size-full wp-image-1194" /></p>
<p><em>Von Tobias Heimbach</em></p>
<p>Der Wahlkampf erreicht die Uni nun doch. Am Donnerstag, den 9.7.2009, hat sich Frank-Walter Steinmeier im Campus Hotel angekündigt, dem neuen Schmuckstück der FU. Superwahljahr 2009 bedeutet Stimmenfang und Steinmeier liest aus seinem Buch „Mein Deutschland. Wofür ich stehe“. Für den promovierten Juristen ist es quasi ein Heimspiel, er wohnt ganz in der Nähe in Zehlendorf.</p>
<p>Passend zum universitären Umfeld berücksichtigt der Kanzlerkandidat der SPD die akademische Viertelstunde und betritt um 18:17 Uhr mit betont guter Laune den Raum. Nach einer kleinen Vorrede seines heutigen Sidekicks und SPD-Kandidaten für den Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf Klaus-Uwe Benneter, der ihn aus Versehen mit „Franz-Walter“ anspricht, beginnt Steinmeier die Lesung.</p>
<h4>Eine Seniorenleserunde</h4>
<p>Er betont nur sein Buch vorstellen und keinen Wahlkampf betreiben zu wollen. Etwas unglaubwürdig, aber wer will es ihm verübeln angesichts der aktuellen Umfragewerte. Bei näherer Betrachtung des Publikums fällt auf, dass es neben einigen gelangweilten Medienvertretern nur eine Handvoll jüngerer Leute anwesend sind. Grauhaarige „Best Ager“ bestimmen die Szenerie. Bei einem Besuch direkt auf dem Campus einer Universität erstaunt es doch so wenige junge Menschen zu sehen.</p>
<h4>Gute Ansätze</h4>
<p>Wieso gelingt es Steinmeier nicht mehr junge Leute anzuziehen? Das Wahlprogramm enthält durchaus Punkte, die Studenten ansprechen sollen: mehr Geld für Bildung, eine Erweiterung des BAföG, keine Studiengebühren und ein vages Bekenntnis zu einer paritätischen Besetzung der universitären Gremien. Jedoch wird auch die Exellenzinitiative als „sozialdemokratisches Erfolgsprojekt“ angepriesen. Wie das Gros der Studenten dazu steht, ist hinlänglich bekannt, aber es wird sicherlich nicht der Grund gewesen sein die Veranstaltung nicht zu besuchen. Auch die alte Leier von der Politikverdrossenheit der jungen Generation zählt nicht. An der FU gibt es viele politikinteressierte Studierende.</p>
<h4>Nichts getan und nichts versucht</h4>
<p>Alles in allem bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Die Lesung sollte keine Wahlkampfveranstaltung sein. Gleichzeitig trug Steinmeier sein Wahlkampfbuch vor. Die Lesung richtete sich nicht unbedingt an Studenten. Aber der Campus wird als Veranstaltungsort gewählt. Zwar lagen einige Flyer an der Uni aus, wenn Steinmeier mit dem gleichem Aufwand für seine Partei wirbt, wie für sein Buch, dann kriegen wir gar nicht mit, dass die SPD überhaupt zur Wahl antritt.</p>
<p>Dass die Sozialdemokraten wenig junge Wähler für sich gewinnen können ist kein Geheimnis. Die Überalterung der Partei trägt ihr übriges dazu bei. Umso dringender hätte Steinmeier die Studenten in seine Veranstaltung locken müssen. Hat er nicht getan, hat er nicht versucht. Ja, wofür steht das nun, Herr Steinmeier?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/07/11/steinmeier-ohne-studenten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein verdammt guter Torwart</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/07/09/robocup/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/07/09/robocup/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 12:47:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[fumanoids]]></category>
		<category><![CDATA[graz]]></category>
		<category><![CDATA[robocup]]></category>
		<category><![CDATA[roboterfussball]]></category>
		<category><![CDATA[rojas]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1197</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem 2. Platz an der Weltmeisterschaft der Fussball-Roboter: Greta Hohl über Informatiker, die auf der Trainerbank so emotional werden wie Christoph Daum. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Roboter der Freien Universität kämpften sich bis fast an die Weltspitze: Im Fussball! Wir sprachen mit der Informatik-Studentin Greta Hohl über Roboter, die sich einfach nicht aufregen können – und Programmierer, die explodieren wie Christoph Daum.<br />
</strong><span id="more-1197"></span></p>
<p>Vergangene Woche fand in Graz der &#8220;<a href="http://www.robocup2009.org/">RoboCup 2009</a>&#8221; statt, die Weltmeisterschaft der Fussballroboter. In der Kategorie &#8220;menschenähnlich&#8221; spielte sich die &#8220;<a href="http://fumanoid.mi.fu-berlin.de/">FUmanoids</a>&#8221; der Freien Universität auf den 2. Platz! Greta Hohl studiert Informatik im 10. Semester und ist für das Spielverhalten der &#8220;FUmanoids&#8221; zuständig. Mit FURIOS sprach sie über gute Taktik, bittere Niederlagen, emotionale Trainer und gleichgültige Roboter.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1208" title="robocupfinale" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/07/robocupfinale.jpg" alt="robocupfinale" width="470" height="312" /></p>
<p><em>Finalspiel in Graz: Unglaublich schneller Torwart. &#8211; © <a href="http://www.presse.tugraz.at/gallery.htm#RoboCup2009">TU Graz</a> / Lunghammer</em></p>
<p><em>Das Interview führte Tin Fischer.</em></p>
<p><strong>Eine 11:1-Niederlage im Finalspiel der Weltmeisterschaft: Das ist das bitterste, was man sich vorstellen kann. Ich meine: 11:1! Ihr fühlt euch bestimmt ziemlich mies&#8230;</strong></p>
<p>Normalerweise wäre das wohl der Fall. Hier aber überhaupt nicht, weil uns die Gegner [die "Darmstadt Dribblers"] dermassen überlegen waren, dass es eigentlich für uns eine Ehre war, überhaupt gegen sie zu spielen. Das ist ein Team, das seit fünf oder sechs Jahren dabei ist, mit 30 Personen am Werk. Wir hingegen haben erst dieses Jahr eine Mannschaft von 10-15 Leuten bilden können. Insofern sind wir sehr schnell aufgestiegen!</p>
<p><strong>Ich habe gelesen, dass die Darmstädter einen verdammt guten Torwart haben&#8230;</strong></p>
<p>Ja, der ist unglaublich!</p>
<p><strong>Ich verstehe nicht wirklich viel von Fussball. Wie muss man sich einen solchen Torwart vorstellen?</strong></p>
<p>Im Allgemeinen ist das beim Roboterfussball so, dass sich der Torwart hinfallen lässt, wenn der Ball auf ihn zukommt. Einige haben auch die Möglichkeit, langsamen Bällen entgegen zu gehen. Der Darmstädter Torwart hat das alles unglaublich schnell gemanaged. War fähig raus zu kommen, hat immer sehr intelligent reagiert. War sehr flott am Ball&#8230;</p>
<p><strong>&#8230; aber ein Torwart macht noch nicht 11 Treffer!</strong></p>
<p>Genau, aber: er hat den Ball abgewehrt, ihn zur Seite raus geschmissen, sodass er an uns abgeprallt ist. Und dann waren die Feldspieler flott am Ball und haben die Tore gekickt. Das war für uns ein Nachteil, da wir recht aggressiv nach vorne gespielt haben, zwar auch ganz gut durchgekommen sind, aber vom Torwart blockiert wurden. Und nachher war unser Tor halt frei.</p>
<p><strong>Mit der Saison seid ihr aber insgesamt sehr zufrieden.</strong></p>
<p>Ja, absolut. Das Halbfinale war sehr knapp. Das lag aber auch teilweise am Schiedsrichter. Es wurde viel gegen uns gepfiffen&#8230;</p>
<p><strong>&#8230; ach komm, das sagen alle!</strong></p>
<p>Na ja! Wir haben grad das Video nochmals angekuckt. In zwei Fällen hätte uns ein Tor zugesprochen werden müssen!</p>
<p><strong>Wird man da emotional, so wie im richtigen Fussball?</strong></p>
<p>Oh ja, sogar noch stärker als im richtigen! Die Roboter können sich ja nicht aufregen, die spielen einfach weiter. Ich bin dann die letzte Person, die sich aufregen und demonstrieren kann!</p>
<p><strong>Du springst dann von der Bank auf wie Christoph Daum?</strong></p>
<p>Ja! Hab ich auch gemacht in diesem Spiel!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-1220" title="team2009" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/07/team2009.jpg" alt="team2009" width="400" height="300" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Robocupper der FU Berlin – Foto: <a class="urllink" rel="nofollow" href="http://www.dkriesel.com">David Kriesel</a>.</em></p>
<p><strong>Ein anderes Thema: Die Teams beim RoboCup kommen von überall auf der Welt. Spielen chinesische und amerikanische Roboter eigentlich anders als deutsche?</strong></p>
<p>Es ist eher anders herum: Die Mannschaften gleichen sich Jahr für Jahr an, weil jeder neue Ideen einbringt und wenn eine Idee gut funktioniert, übernehmen das die Mannschaften gerne. Es gibt deshalb keinen Plagiatsvorwurf. Es ist eher so, dass man sich von den anderen inspirieren lässt.</p>
<p><strong>Werden innovative Körperteile auch mal verboten?</strong></p>
<p>Also wir hatten in diesem Jahr so genannte Doppelknie und hatten dadurch die Möglichkeit, die Knie nach hinten durchzubiegen. Das war nicht verboten. Wir hatten dadurch den Vorteil, sehr schnell rückwärts laufen zu können. Für das nächste Jahr wurde das natürlich gleich untersagt. Mit dem Argument: „Unmenschliche Bewegung“.</p>
<p><strong>Ein sehr humanistisches Urteil. Das bringt uns zu einem anderen wichtigen Thema: Fairplay! Kriegen Roboter eigentlich auch rote Karten?</strong></p>
<p>Der Roboter nicht. Aber wenn ein Roboter absichtlich schupst oder mit seiner Schussbewegung gegen die Gelenke eines anderen schlägt, dann kann das Team schon eine gelbe Karte kriegen.</p>
<p><strong>Ihr habt fair gespielt?</strong></p>
<p>Wir haben fair gespielt. Es ist viel schöner, wenn die Roboter sich ausweichen und ein schönes Spiel spielen. Es ist unschön, wenn der Robothandler ständig aufs Spielfeld rennen und zwei Roboter trennen muss, dass sie sich nicht gegenseitig kaputt machen.</p>
<p><strong>Euer Team gilt in Sachen Finanzen nicht gerade als Real Madrid. Ihr seid ziemlich spärlich ausgestattet. Wie steht es zur Zeit um die Finanzierung?</strong></p>
<p>Das stimmt. Letztes Mal war es noch viel viel spärlicher. Wir hatten mit den Teilen der alten Roboter die neuen gebaut und hatten kaum Geld zur Verfügung. Dieses Jahr wurden wir von AG-Geldern der Freien Universität unterstützt. Wir konnten mehrere Leute beschäftigen. Aber wir sparen an jedem einzelnen Motor. Keiner wird getauscht solang er noch irgendwie atmet und durchhält.</p>
<p><em>Mehr über die &#8220;FUmanoids&#8221; gibt es unter <a href="http://fumanoid.mi.fu-berlin.de/">http://fumanoid.mi.fu-berlin.de/</a></em></p>
<p><em>Die Gruppe ist auch stets auf der Suche nach Sponsoren! </em></p>
<p><em>Die fussballspielenden Roboter um den Informatikprofessor Raúl Rojas sind auch Thema im Artikel «<a href="http://www.furios-campus.de/2009/06/01/die-unternehmenslustigen/">Die Unternehmenslustigen</a>» in unserer aktuellen Ausgabe! </em></p>
<p><em>«RoboCup» gibt es natürlich auch als Film:<br />
</em></p>
<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/VaXtnqjk4Bc&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/VaXtnqjk4Bc&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/07/09/robocup/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Total abgedreht</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2009/07/02/total-abgedreht/</link>
		<comments>http://www.furios-campus.de/2009/07/02/total-abgedreht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 01:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Gegendarstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Imagefilm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.furios-campus.de/?p=1156</guid>
		<description><![CDATA[Die FU hat einen verkitschten Film über sich selbst gedreht. Jetzt haben drei Studenten einen Gegenfilm gemacht. Unser Autor will trotzdem einen eigenen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die FU hat einen verkitschten Film über sich selbst gedreht. Jetzt haben drei Studenten einen Gegenfilm gemacht. Unser Autor will trotzdem einen eigenen. <span id="more-1156"></span></strong></p>
<p><a href="http://www.fu-berlin.de/presse/videoarchiv/index.html"><img class="alignnone size-full wp-image-1167" title="fu-image" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2009/07/fu-image.png" alt="fu-image" width="358" height="218" /></a></p>
<p><em>von Tin Fischer </em></p>
<p>Da war zunächst dieser Imagefilm über die Freie Universität. Das <strong>Drehbuch</strong> hat die Kommunikationsstelle der FU geschrieben. Das <strong>Budget</strong> dürfte um die 50‘000 Euro betragen haben. <strong>Hauptdarsteller</strong> ist FU-Präsident Dieter &#8220;Who Else?&#8221; Lenzen. Die <strong>Nebenrollen</strong> werden von Professoren besetzt. Als bezahlte <strong>Statisten</strong> dienten 70 Studenten. <strong>Kostüme</strong> gibt es im Film keine. FU-Studenten tragen ja auch im Alltag nichts anderes als FU-T-Shirts. <strong>Rührendste Szene</strong> ist Minute 7, als Rechtsprofessor Kunig beim Reden spicken muss; es geht um das Wort «Internationalität». <strong>Grösste Kitschszene</strong> ist eine Professorin, die gerade mal 6 Studenten betreut (siehe oben). <strong>Bester Spruch</strong> kommt von Stanislav &#8220;Matrikelnummer 1&#8243; Kubicki über die ersten Tage der FU: «Wir wollten frei und politisch unabhängig studieren!»</p>
<p><object width="400" height="290" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5236964&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5236964&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /></object></p>
<p>So was lässt man sich an der FU natürlich nicht sagen. Prompt ist eine <a href="http://vimeo.com/5236964">Gegendarstellung</a> erschienen! <strong>Produziert</strong> von «Caspa», «Joerg» und «Frans» (mehr wollen sie nicht verraten). Sie sind der Meinung, dass der Imagefilm nur die schönen Seiten ihrer Universität zeigen würde und dass es mit dem freien studieren an der FU nicht weit her sei. <strong>Budget</strong> hatten sie keines. Ehrenamtliche<strong> Hauptdarsteller</strong> sind die allesamt emeritierten Polit-Professoren Peter Grottian, Wolf-Dieter Narr und Bodo Zeuner (Reihenfolge alphabetisch; politisch sortiert wären sie alle auf einem Haufen links außen). <strong>Schönste Szene</strong> ist Wolf-Dieter Narrs Ausführung über die Ekstase, die körperliche Lust und die Freiheit. <strong>Jawohl!-ruf-Passage</strong> ist Minute 15: Grottian sagt, das Bologna-System sei eine «Pizzabäckerei des Menschen» und würde keine urteilsfähigen Menschen produzieren.</p>
<p>Das meiste <strong>Kürzungspotential</strong> hätten Grottians schwülstige i&#8217;s und e&#8217;s und o&#8217;s gehabt in Sätzen wie: «Die Freie Universiteeet ist leiiiider ein Musterbeispiel daaafüüüür, wie die Füüührungsgremien dieser Universiteeeet den Versuch machen, diese Universität nur noch als Unterneeeeehmensuniversität zu definieren. Und eine Unterneeeeehmensuniversität hat zunächst einmal sehr stark die Vorstellung, dass sie ökonoooomische Interessen bedient. Dass sie weitgeeeeeehend Brücken baut zur Okonimieeeee, um die Interessen der Ökonomie zu bedienen.» Vielleicht hätte man die i&#8217;s und e&#8217;s und o&#8217;s zugunsten von ein paar Antworten einsparen können. Warum soll eine unternehmerisch organisierte Universität zwingend Brücken zur Ökonomie aufbauen? Bedingt sich das gegenseitig? Und wenn ja: Wie kommt es, dass ich an meinem Institut noch nie auch nur eine einzige Lotterbrücke zur Ökonomie entdeckt habe, die FU aber angeblich an nichts anderem bauen soll?</p>
<h4>Mein Film über mangelnde Anarchie</h4>
<p>Mir scheint, dass ich an keiner der beiden Universitäten studiere. Denn <em>mein</em> Film über die Freiheit an der Freien Universität würde mit einem scheißlangweiligen Referat von 90 Minuten beginnen, weil man an meiner Freien Universität die längste Zeit mit unterirdisch schlechten Referaten verschwendet. Danach würde ein Student das Prinzip der «Freiheit der Lehre» erklären: Es handle sich dabei, würde er verraten, um einen geheimen Nichtangriffspakt zwischen Dozenten und Studenten. Die Dozenten würden die Studenten mit Referaten den Unterricht bestreiten lassen, dafür werden die Studenten für nichts kritisiert und mit guten Noten ruhig gestellt. Nennen würde man das «forschungsorientiertes Lernen». Schnitt.</p>
<p>Danach würde der Liberale Ralf Dahrendorf zu diesem Problem befragt. «Die Unis haben viel zu lange trotz Verzehnfachung der Studenten und auch der Lehrenden eine Ideologie gepflegt, die gar nicht mehr dahingehört», würde er sagen. «Das, was man so Humboldt nennt.» (Eigentlich ist Dahrendorf tot. Aber er hat das mal dem <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,585616-2,00.html">UniSPIEGEL</a> gesagt.) An dieser Stelle würde der Interviewer aufschrecken: Was habe Dahrendorf gegen Humboldt, die Einheit von Forschung und Lehre?! «Gar nichts. Abstrakt sagt mir die Idee sogar sehr zu. Aber konkret bringt es unlösbare Probleme, wenn man die Hochschulen so weit öffnet. Wie wollen Sie das denn heute machen, wenn man diese Riesenzahlen von Studenten hat?»</p>
<p>Aus diesem Grund würde mein Film der Frage nachgehen, warum die Bologna-Reform hier scheitert. Hauptdarsteller<strong> </strong>wären drei Professorinnen und Professoren. Eine, die noch immer vom Erfolg beim Exzellenzwettbewerb berauscht ist und nicht glauben kann, dass ein BA/MA-Studiengang an der Freien Universität noch so etwas wie Mängel aufweisen könnte. Einen, der ständig wiederholt, dass er «schon immer gegen diese Reform» war und jetzt alles dafür tut, damit sie auch wirklich scheitern wird. Und einen, der bei jedem Verbesserungsvorschlag fürchtet, er könnte gegen eine höhere Instanz oder gar eine EU-Norm verstossen. Für die restliche Zeit würden diese Professoren dabei gefilmt, wie sie Verbesserungen der Bologna-Studienpläne ausarbeiten sollten. Es würde ein ziemlich langer, langweiliger und aufschlussreicher Film über die FU.</p>
<p><em>Weitere Beiträge zum Thema im <a href="http://www.lhg-berlin.com/fu/news/2009/06/21/anmerkungen-zu-einer-filmischen-gegendarstellung/">Blog der LHG</a> und bei der <a href="http://www2.hu-berlin.de/unauf/content/view/3481/114/">UnAuf der HU</a>. </em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.furios-campus.de/2009/07/02/total-abgedreht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- This site's performance optimized by W3 Total Cache. Dramatically improve the speed and reliability of your blog!

Learn more about our WordPress Plugins: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Page Caching using disk (user agent is rejected)
Database Caching 12/26 queries in 0.049 seconds using disk

Served from: userpage.spline.inf.fu-berlin.de @ 2010-09-09 02:31:12 -->