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	<title>FURIOS Online &#187; Präsidentenwahl</title>
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	<description>Studentisches Campusmagazin an der FU Berlin</description>
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		<title>+++ Peter-André Alt zum neuen FU-Präsidenten gewählt +++</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 01:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Als einziger verbliebener Kandidat ist der Literaturwissenschaftler Peter-André Alt zum Präsidenten der Freien Universität gewählt worden. Neue Erste Vizepräsidentin ist Monika Schäfer-Korting.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als einziger verbliebener Kandidat ist der Literaturwissenschaftler Peter-André Alt zum Präsidenten der Freien Universität gewählt worden. Neue Erste Vizepräsidentin ist Monika Schäfer-Korting.</strong></p>
<p><a href="http://www.fu-berlin.de/presse/fup/2010/fup_10_139/index.html">Peter-André Alt wurde am Mittwoch vom erweiterten Akademischen Senat erwartungsgemäß zum neuen Präsidenten der FU gewählt.</a> Der 49-Jährige konnte im ersten Wahlgang 37 von 50 Stimmen auf sich vereinen. Ebenfalls im ersten Anlauf wurde die Pharmazeutin Monika Schäfer-Korting, die 35 Stimmen erhielt, zur Ersten Vizepräsidentin gewählt. Bei beiden Abstimmungen gab es keine Gegenkandidaten.</p>
<p>Alt folgt dem Erziehungswissenschaftler Dieter Lenzen ins Amt, der Anfang diesen Jahres an die Spitze der Universität Hamburg wechselte. Nach der Wahl sprach Alt von großen Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die Freie Universität zukämenund kündigte an, sich seiner neuen Aufgabe mit »viel Ernst und Einsatz«  widmen zu wollen. In einem Interview mit <a href="http://www.fu-berlin.de/campusleben/campus/2010/100512_interview_p_alt/index.html">»campus.leben«</a>, dem Online-Magazin der FU, erklärte Alt zudem die Lehre an der Universität verbessern zu wollen.</p>
<p>Die Wahl war im Vorfeld besonders von Seiten der Studierendenschaft, als nicht transparent und undemokratisch kritisiert worden.</p>
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		<title>Rückzug der Niemals-Präsidentin</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 16:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Furioser Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Raúl Rojas wirft auch Christiane Lemke im Kampf um die FU-Präsidentschaft  das Handtuch. Die Inszenierung eines Präsidentschaftswahlkampfes, der keiner ist, erlebt ihren peinlichen Höhepunkt. Carolin Benack kommentiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Nach Raúl Rojas wirft auch Christiane Lemke im Kampf um die FU-Präsidentschaft  das Handtuch. Die Inszenierung eines Präsidentschaftswahlkampfes, der keiner ist, erlebt ihren peinlichen Höhepunkt. <em>Carolin Benack</em> kommentiert.</strong></p>
<p><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-2570" title="freitagskommentar" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/04/freitagskommentar1.jpg" alt="" width="450" height="275" /><span id="more-2560"></span><br />
</strong></p>
<p>Romeo und Julia müssen sterben, Richter Adam muss überführt werden, Mutter Courage muss den Regimenten hinterher ziehen. So ist das mit Theaterstücken. Noch bevor sie überhaupt auf die Bühne kommen, ist das Ende niedergeschrieben. Und so ist es auch mit der Präsidentschaftswahl an der FU.</p>
<p style="text-align: left;">Bereits seit der Akademische Senat am 10. März die drei Kandidierenden bekannt gegeben hat, hagelt es Kritik. Der Vorwurf: Die Wahl sei nur eine reine Farce. Denn schon im Vorfeld hätten sich die Professoren auf das „Präsidenten-Paket“ Peter-André Alt und Monika Schäfer-Korting als Vize geeinigt.</p>
<p style="text-align: left;">In der Folge trat erst Raúl Rojas ab. Jetzt ließ auch Christiane Lemke ihre Kandidatur fallen und lieferte damit den endgültigen Beweis, dass das Auswahlverfahren längst entschieden ist. Von Anfang an war es ein aussichtsloses Unterfangen gewesen, in das sich die Professorin aus Hannover da begeben hatte. Ohne den Rückhalt einer speziellen politischen Gruppe im akademischen Senat und die nötigen Seilschaften in der FU Landschaft war sie von vornherein zur Statistin degradiert.</p>
<p style="text-align: left;">Und so ist ihr Rückzug lediglich die Umgehung einer vorprogrammierten Niederlage, wenn sie auch offiziell den ihr angebotenen Max-Weber-Lehrstuhl an der New York University vorschiebt, angeblich ihr „Traumjob“. Man hört geradezu das Zähneknirschen in dieser Bezeichnung. Jemand, der sich gerade für das Amt der Präsidentin einer Universität  beworben hat, würde dem wohl kaum einen Forschungsstuhl vorziehen.</p>
<p style="text-align: left;">Letztlich steht so nur noch der Wunschkandidat auf der Bühne – Peter-André Alt. Einen wirklichen Gefallen hat der Akademische Senat mit dieser Demonstration von Festgefahrenheit und Unfairness ihm jedoch nicht getan. Denn der Makel, ohne ernsthafte Konkurrenz ins Amt gehievt worden zu sein, wird dem Helden dieses Stückes, der sowieso schon genug mit dem Prädikat „Lenzen-Zögling“ zu kämpfen hat, weiter anhaften. Und so einen guten Auftakt der studentisch-präsidialen Beziehungen verhindern.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;"><img src="file:///C:/Users/Caro/AppData/Local/Temp/moz-screenshot.png" alt="" /></div>
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		<title>+++Christiane Lemke zieht Kandidatur zurück. Einspruch von Studierenden+++</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 08:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Politikwissenschaftlerin folgt dem Ruf an die New York University. Einziger Kandidat für die FU-Präsidentenwahl ist nun Peter-André Alt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Politikwissenschaftlerin folgt dem Ruf an die New York University. Einziger Kandidat für die FU-Präsidentenwahl ist nun Peter-André Alt.</strong></p>
<p>Christiane Lemke hat laut Informationen des <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/fu-studenten-wollen-wahl-anfechten/1803878.html;jsessionid=DF5B191F0CE442C91C0F37EFBF9450AC">„Tagesspiegel“</a> ihre Kandidatur um das Präsidentenamt an der FU zurückgezogen. Damit ist der <a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/29/ich-habe-mich-uber-rojas-geargert/">Germanist Peter-André Alt</a>, der schon im Vorfeld als Favorit galt, der einzige verbleibende Bewerber.</p>
<p>Als Begründung für die Entscheidung nannte Lemke die Berufung an die New York University, wo sie einen Lehrstuhl für deutsche und europäische Studien übernehmen werde. Ohnehin seien ihre Chancen auf die FU-Präsidentschaft „nicht ganz klar“ gewesen.</p>
<p>Vertreter der Studierendenschaft legten indes Einspruch beim Wahlvorstand der FU ein. Sie sehen den gesamten Vorgang, mit dem die Kandidaten für die Wahl am 12. Mai gefunden wurden, einer illegitime Einflussnahme ausgesetzt.</p>
<p><em>(red)</em></p>
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		<title>»Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben.«</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 09:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hannoveraner Politikprofessorin Christiane Lemke bewirbt sich um das Präsidentenamt an der FU. Im Interview sprach sie mit FURIOS-Online über Ihre Pläne für die Zukunft der Universität, die Exzellenzinitiative und ihre Schlafgewohnheiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hannoveraner Politikprofessorin Christiane Lemke bewirbt sich um das Präsidentenamt an der FU. Im Interview sprach sie mit FURIOS-Online über ihre Pläne für die Zukunft der Universität, die Exzellenzinitiative und ihre Schlafgewohnheiten.</p>
<div id="attachment_2514" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-large wp-image-2514" title="Lemke" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/04/Lemke-470x279.jpg" alt="" width="470" height="279" /><p class="wp-caption-text">Möchte wieder an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren: Politik-Professorin Christiane Lemke. Foto: Tobias Heimbach</p></div>
<p><em>Das Interview führten Jonas Breng und Tobias Heimbach.</em></p>
<p><em><strong>Frau Lemke, Sie sind ein verlorenes Kind der FU, haben hier studiert und lange gearbeitet. Ist es nun das Heimweh, das Sie wieder nach Berlin holt oder zieht Sie der Posten in die Hauptstadt?</strong></em></p>
<p>Ich beschäftige mich seit Längerem mit Hochschulpolitik und bin an meiner Heimatuniversität in Hannover in verschiedenen Gremien und in Leitungsfunktion tätig. Ich habe 16 Jahre an der FU gearbeitet, sowohl meine Promotion als auch meine Habilitation hier erworben. Ich kenne die Universität sehr gut und habe nachwievor gute Kontakte hierher. Wenn Sie mich fragen welche deutsche Hochschule mich reizen würde, dann ist es wirklich die FU. Es geht nicht darum irgendwo als Präsidentin eine Universität zu leiten, sondern in erster Linie nach Berlin zurückzukehren. „Circular biography“ nennt man das glaube ich (lacht).</p>
<p><em><strong>Man räumt Ihnen bisher allenfalls Außenseiterchancen ein. Auf wessen Stimmen hoffen Sie?</strong></em></p>
<p>Mein Vorteil ist es, dass ich keiner politischen Gruppe im Akademischen Senat angehöre. Ich würde gern mit allen Gruppen arbeiten, sowohl mit den hochschulpolitischen Gruppierungen, als auch den Statusgruppen. Darin sehe ich eine große Chance, denn als Außenstehende kann ich bestimmte Dinge kritischer sehen. Ich möchte zuhören was die einzelnen Gruppen zu sagen haben und gemeinsame Vorstellungen für die nächsten vier Jahre entwickeln. Das ist eine große Gelegenheit für mich, aber auch für die Freie Universität.</p>
<p><em><strong>Sie sind die einzige externe Bewerberin. Haben Sie überhaupt noch den notwendigen Einblick in die Strukturen und Probleme der Uni?</strong></em></p>
<p>Ich habe vom Akademischen Senat und vom Kuratorium umfangreiche Informationsmaterialien erhalten. Das umfasst Haushaltspläne, Berichte, Stellungnahmen und Expertisen. Auf dieser Ebene habe ich daher einen sehr guten Einblick über die Strukturen, die Entscheidungsprozesse und die Problemzonen der Uni.</p>
<p><em><strong>Was wissen Sie über das Verhältnis zwischen Studierenden und dem ehemaligen Präsidenten Lenzen?</strong></em></p>
<p>Präsident Lenzen hat viel für die FU getan, er hat sie gemeinsam mit seinem Stab sehr gut für die Exzellenzinitiative aufgestellt und auch die Umstrukturierung der Forschung stark vorangetrieben. Er hat Managerqualitäten gezeigt, jedoch ist mir aufgefallen, dass er einen sehr autokratischen Führungsstil gepflegt hat. Er hatte nicht den Kontakt zu den Studierenden, den es braucht, gerade wenn man eine große Studienreform umsetzen will. Ich finde, dass man in dieser Phase über das normale Maß hinaus den Kontakt pflegen muss. Das aber ist nicht passiert, das ist eine Frage des Führungsstils. Ich glaube besonders an diesem Punkt würde ich mich sehr unterscheiden.</p>
<p><em><strong>Gerade der Kommunikationsstil Lenzens war für viele am Campus ein rotes Tuch. Wie könnte man den erstickten Dialog zwischen Präsidium und Studierenden wiederbeleben?</strong></em></p>
<p>Die Studierenden sind die Seele der Universität. Die Lehre ist ebenso wie die Nachwuchsausbildung sehr wichtig. Ich würde daher eher einen kooperativen Führungsstil pflegen. Es gibt ja durchaus eine Reihe von Kommunikationsmöglichkeiten mit den Studierenden, wie etwa die Gremien, in denen man den Studierenden sehr viel mehr zutrauen und zuhören  sollte.</p>
<p>Die zweite Kommunikationsform sind offene Foren. Ich habe mit Interesse von dem Runden Tisch an der FU erfahren. Man sollte ein offenes Forum weiterführen, indem man die Probleme der Studienreform mit den Bachelor– und Masterstudierenden bespricht, die dort ihre Erfahrungen einbringen können, um gemeinsam Möglichkeiten entwickelt wie man die Bologna-Reform besser umsetzen kann.</p>
<p>Der dritte Punkt ist, dass Präsidenten früher stets eine offene Sprechstunde für einzelne Studierende oder auch bestimmte Gruppen angeboten haben. Das würde ich auch so halten.</p>
<p><em><strong>Heißt das sie möchten die studentische Mitbestimmung in den Gremien stärken oder die Zusammenarbeit nur über eine bessere Kommunikation verbessern?</strong></em></p>
<p>Ich denke, dass die Studierenden auf der Fachbereichs– und Institutsebene gut vertreten sind und auch in den Studienkomissionen eine wichtige Stimme haben. Ich habe jedoch mit großem Erstaunen gehört, dass auf der zentralen Ebene Einfluss genommen wird, darauf welche Studierende in den zentralen Gremien vertreten sind. Ich finde das sehr befremdlich, denn die Studierenden müssen selber ihre Vertreter bestimmen können.</p>
<p><em><strong>Rojas und Alt sind sich uneins über das Gedankenexperiment einer Fusion von TU und FU. Wie stehen Sie dazu? Illusorisches Luftschloss oder innovative Zukunftsperspektive?</strong></em></p>
<p>Es hat diese Ideen der Zusammenlegung der Berliner Universitäten ja schon in den 90er Jahren gegeben. Zum Glück sind sie dann ganz schnell wieder fallen gelassen worden. Ich kann hier aus meiner Erfahrung an der University of North Carolina und  Harvard sprechen, dass eine große Stadt wie Berlin mit dem interessanten Umfeld und den vielen außeruniversitären Einrichtungen sehr gut mehrere Universitäten verkraften kann. Die Vielfalt der vier Universitäten sollte angesichts der Breite des Wissenschaftsspektrums durchaus erhalten werden. Was man in Zukunft allerdings überlegen muss, ist wo die Hochschulen stärker kooperieren können. Nicht jede Hochschule muss das gleiche Fächerspektrum anbieten. Ich würde gern die fächernahe Kooperation stärken und auch die Profilierung unterschiedlicher Bereiche an den Hochschulen vorantreiben. Dennoch soll die FU Volluniversität bleiben.</p>
<p><em><strong>Einige am Campus befürchten, dass die FU den Exzellenzstempel verlieren könnte. Muss alles dafür getan werden, damit dieses Etikett auch in Zukunft weiter geführt werden kann?</strong></em></p>
<p>Die Finanzierung der Hochschulen wird ja vor allem durch die staatliche Grundversorgung gesichert. Aus den Haushaltberichten der letzten zehn Jahre geht jedoch hervor, dass die Lage dramatisch schlecht ist: Die  Zuwendungen von staatlicher Seite stagnieren oder nehmen zum Teil sogar ab. Ich sehe auch aufgrund der Situation in anderen Bundesländern und auch aufgrund der Finanz– und Wirtschaftskrise keine großen Chancen, den Senat in Berlin dazu zu bewegen viel mehr für die vier Berliner Universitäten auszuschütten. Daher sind wir immer mehr darauf angewiesen Drittmittel wie z.B. über die Exzellenzinitiative anzuwerben. Von daher würde ich sagen, wir sollten alles daransetzten in der dritten Runde der Exzellenzinitiative erfolgreich dabei zu sein.</p>
<p><em><strong>Sie waren schon mehrfach an renommierten US-Unis wie Harvard. Was müsste Ihrer Meinung nach passieren, dass die FU der internationalen Konkurrenz standhalten kann?</strong></em></p>
<p>Harte Arbeit, über einen längeren Zeitraum. Harvard und andere Spitzenuniversitäten haben sich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt. Man muss dazu die internen Netzwerke aufbauen und auch den wissenschaftlichen Nachwuchs anziehen und gut behandeln. Einer der größten Unterschiede zwischen den Hochschulen in Amerika und Deutschland ist die bessere Betreuungsrelation in den USA. Dort kann man sehr viel einfacher auch schon im B.A.-Studium die Studierenden an Forschungsprojekten beteiligen.</p>
<p><em><strong>Die anderen Kandidaten scheinen über mehr Erfahrung bezüglich Leitungsverantwortung zu verfügen. Was haben Sie in diesem Bereich zu bieten?</strong></em></p>
<p>Ich habe sehr gründliche Erfahrung im Bereich von Institutsleitung gesammelt und war unter anderem Direktorin des Niedersächsischen Landtages, wo ich alle Verwaltungsbereiche von Haushalt, Personal und PR geleitet habe.</p>
<p>Ich sehe einen großen Vorteil darin, dass ich den Verwaltungsbereich sehr gut kenne und dafür auch ein Händchen entwickelt habe. Dadurch habe ich gelernt in Konfliktsituationen zu vermitteln. Darüber hinaus habe ich in dieser Position mit allen politischen Fraktionen gearbeitet, kenne also auch die Logik des politischen Arbeitens. Das wird mir mit Sicherheit auch bei den Verhandlungen mit dem Berliner Senat helfen.</p>
<p><em><strong>Gesine Schwan ist der Überzeugung, dass der Präsidentenposten an der FU so anspruchsvoll ist wie der des Bundespräsidenten ist. Wie viel Schlaf brauchen Sie?</strong></em></p>
<p>(lacht). Ich stehe gern um sechs Uhr auf und bin dann oft schon um sieben im Büro, weil ich zu dieser Zeit am ungestörtesten Arbeiten kann Ich halte mich mit Fahrradfahren fit und verfüge über eine sehr gute Kondition. Ich bin lange Arbeitstage gewohnt, habe auch über 20 Jahre lang die Arbeit und Familie vereinen können. Ich arbeite sehr strukturiert und trinke übrigens keinen Alkohol.</p>
<p><em><strong>Das klingt ja fast langweilig.</strong></em></p>
<p>Naja, ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben. (lacht)</p>
<p><em><strong>Wie würden Sie ihre Rolle als Präsidentin der FU interpretieren: Menschelnde Professorin oder knallharte Uni-Managerin?</strong></em></p>
<p>Ich bin in erster Linie Wissenschaftspersönlichkeit und sehe mich vor allem als Forscherin. Dennoch denke ich, dass ein professionelles Management einer so großen Hochschule wie der FU gut zu Gesicht steht. Ich bin der Überzeugung, dass man knallhartes Management durchaus mit einer menschlichen Herangehensweise verbinden kann. Dass ich umgänglich und freundlich bin wissen alle, die mit mir zusammenarbeiten. Fairness, Transparenz und Offenheit sind Grundprinzipien meiner Arbeit und das möchte ich auch gern weiter so praktizieren.</p>
<p><em><strong>Zur letzten Frage: Wo fühlen Sie sich ihren Mitkonkurrenten überlegen?</strong></em></p>
<p>Mein großer Vorteil ist die Unabhängigkeit, die ich mitbringe. Ich bin bereit mit allen politischen Gruppen und den Statusgruppen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu überlegen wie die nächsten Jahre ausgestaltet werden können. Ein weiterer Vorteil ist meine große internationale Erfahrung. Ich habe in den USA nicht nur geforscht, sondern auch in Harvard eine ordentliche Professur mit allen Rechten und Pflichten bekleidet. Diese Internationalität möchte ich gern in die Arbeit an der internationalen Netzwerkuniversität einbringen. Außerdem bin ich authentisch.</p>
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		<item>
		<title>Alte Apparatschiks statt frischer Ideen</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/04/05/alte-apparatschiks-statt-frischer-ideen/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 11:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Akademischer Senat]]></category>
		<category><![CDATA[dienstagskreis]]></category>
		<category><![CDATA[FU-Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[liberale aktion]]></category>
		<category><![CDATA[peter-andré alt]]></category>
		<category><![CDATA[Raúl Rojas]]></category>
		<category><![CDATA[Universitätspräsident]]></category>
		<category><![CDATA[vereinte mitte]]></category>

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		<description><![CDATA[Rojas Rückzug zeigt: An der FU regiert die Politik, nicht die Idee. Ein Kommentar von Tin Fischer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rojas Rückzug zeigt: An der FU regiert die Politik, nicht die Idee. Ein Kommentar von Tin Fischer.</strong></p>
<div id="attachment_2504" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-full wp-image-2504" title="osterpredigt1" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/04/osterpredigt1.jpg" alt="" width="470" height="330" /><p class="wp-caption-text">Illustration: David Goldwich</p></div>
<p>Die Osterpredigt des Papstes war eine Rockshow im Vergleich zu dem, was am Donnerstag im Henry-Ford-Bau stattfand und sich «Anhörung der Kandidaten für das Präsidium» nannte. Kaum zu glauben, dass es um die Zukunft einer Universität ging.</p>
<h4>Hier regieren nicht die Ideen…</h4>
<p>Dem Alphabet folgend war zuerst Peter-André Alt an der Reihe. Alt ist ein feiner und fähiger Kerl, aber sein Zukunftskonzept für die FU war so ambitioniert wie der Maibummel einer Kirchgemeinde. In der Lehre etwa solle die FU Platz 1 werden. Oha! Das ließ aufhorchen, bis sich herausstellte: Gemeint war Platz 1 in Berlin. Aber Alt hatte Glück: Christiane Lemke konnte ihn noch unterbieten. Sie sehe die FU in Zukunft als «internationale Netzwerkuniversität». Das ist ungefähr so innovativ, wie wenn der Papst die Zukunft des Katholizismus im Christentum sieht.</p>
<p>Begeistern konnte an diesem Nachmittag einzig Raúl Rojas. Als einziger legte er ein Konzept vor, das weiter als bis zur nächsten Exzellenzrunde reicht. Sein Plan ist bekannt: FU und TU zusammenführen. Erstens, weil es ist im 21. Jahrhundert nur noch absurd ist, die technischen Wissenschaften von den Humanwissenschaften zu trennen. Zweitens, weil jede Berliner Universität für sich ein armer Regionalverein ist. An dem Vorschlag kann man einiges kritisieren. Aber jeder Außenstehende hätte nach den Vorträgen Rojas wenigstens den Hauch einer Chance auf die Präsidentschaft eingeräumt. Doch die Freie Universität funktioniert anders. Hier regiert nicht die Idee, sondern der politische Apparat. Und der hat sich längst auf Alt geeinigt.</p>
<h4>… sondern die Mailinglisten?</h4>
<p>Der Akademische Senat, der den Präsidenten wählt, wird von drei Professorengruppen regiert: Der bürgerlichen Vereinten Mitte, dem sozialliberalen Dienstagskreis und der Liberalen Aktion. Was politische Vorlieben mit Wissenschaft und der Zukunft der FU zu tun haben, weiß allenfalls der liebe Gott. Aus Bequemlichkeit und Opportunität hält man das an der FU trotzdem so. Wo sich Gruppen um eine politischen Idee organisieren, brauchen sie sich nicht um eigene Ansätze zu kümmern und können sich auf die Postenverteilung konzentrieren. Falls mal jemand fragt, rechtfertigt die Liberale Aktion ihre Existenz einfach damit, dass es an der FU Linke gibt, und der Dienstagskreis seine umgekehrt mit der Liberalen Aktion. Ideen für die Zukunft der FU bringt das keine hervor. Der Vatikan ist der reinste Think Tank im Vergleich zur Vereinten Mitte. Ihre Pläne für die Zeit nach der Exzellenz sind ein so gut gehütetes Geheimnis, dass man davon ausgehen kann, dass sie nicht existieren.</p>
<p>Die Professorengruppen sollen sich mit ihren Vertretern Philip Kunig, Hajo Funke und Paul Nolte endlich in die Öffentlichkeit stellen und sagen, welche Ideen sie in den letzten 10 Jahren hervorgebracht haben und welche sie für die nächsten 10 Jahre erwägen. Das Podium Ende April wäre eine gute Gelegenheit dazu. Falls sie dazu nicht in der Lage sind, können sich die Gruppen getrost auflösen und ihre Mitglieder den Bezirkssektionen ihrer Parteien beitreten. Wenn sie, wie Alt betont, eigentlich nicht mehr als Mailinglisten sind, wäre das weder ein großer Aufwand noch ein Verlust.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>+++Meldung+++ Rojas zieht Kandidatur zurück. Zweikampf zwischen Lemke und Alt</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/04/02/meldung-rojas-zieht-kandidatur-zuruck-zweikampf-zwischen-lemke-und-alt/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 10:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kandidaten für die Wahl am 12. Mai stehen fest: Die Politikwissenschaftlerin Christiane Lemke und der Germanistik-Professor Peter André Alt gehen ins Rennen um das höchste Amt an der FU]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Kandidaten für die Wahl am 12. Mai stehen fest: Die Politikwissenschaftlerin Christiane Lemke und der Germanistik-Professor Peter André Alt gehen ins Rennen um das höchste Amt an der FU</strong></p>
<p>Peter-André Alt und Christiane Lemke sind für die Wahl um das Amt des FU-Präsidenten nominiert. Zwar ist Lemke nicht vom Kuratorium gewählt worden, erhielt aber die nötigen Stimmen durch den Akademischen Senat. Der <a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/09/raul-rennt/">Informatiker Raúl Rojas </a>zog seine Kandidatur überraschend zurück, obwohl er vom Kuratorium aufgestellt wurde.  Laut „Tagesspiegel“, wolle er der FU einen zermürbenden Wahlkampf ersparen. Im Übrigen sehe er nur geringe Chancen auf einen Erfolg. Rojas hatte im Vorfeld mit spektakulären Plänen wie der Fusion von TU und FU für Aufsehen gesorgt.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/29/ich-habe-mich-uber-rojas-geargert/">Als aussichtsreichster Bewerber für die Wahl am 12. Mai gilt nun der Germanist Peter André Alt</a>, dem gegenüber seiner verbleibenden Konkurrentin  Christiane Lemke aus Hannover der größere Rückhalt im erweiterten Akademischen Senat nachgesagt wird, der den Präsidenten wählt.</p>
<p style="text-align: left;"><em>(red)</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schiller vs. Fussballroboter</title>
		<link>http://www.furios-campus.de/2010/03/31/schiller-vs-fussballroboter/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 00:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wettlauf um das Präsidium ist in vollem Gange. Heute stellen sich die Kandidaten dem Akademischen Senat vor. FURIOS vergleicht vorab ihre Programme!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-2477" href="http://www.furios-campus.de/2010/03/31/schiller-vs-fussballroboter/skulptur/"><img class="size-large wp-image-2477 alignnone" title="Wettlauf" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/03/skulptur-470x317.jpg" alt="" width="470" height="317" /></a></p>
<p>Kandidat Rojas mit Unterstützern auf dem Campus.</p>
<p><strong>Der Wettlauf um das Präsidium ist in vollem Gange. Heute stellen sich die Kandidaten dem Akademischen Senat vor. FURIOS vergleicht vorab ihre Programme!</strong></p>
<p><em>Hinweis: Die Vorträge im Akademischen Senat sind öffentlich. Sie beginnen heute Mittwoch um 15:30 Uhr im HS A im Henry Ford-Bau.</em></p>
<p>«Ich verliere selten», sagte Raúl Rojas nach dem Interview. So klingt also einer, dem man nur 10 % Siegeschancen nachsagt. Vieles spricht dafür, dass nicht er, sondern Peter-André Alt der nächste FU-Präsident wird. Die politischen Gruppierungen im Akademischen Senat (AS) haben sich auf Alt geeinigt. Doch Rojas hat sie herausgefordert: «Zuerst muss man die Programme diskutieren, dann erst die entsprechenden Köpfe suchen!»</p>
<p>Unterschiedlicher könnten die Köpfe Alt und Rojas nicht sein. Alt der stille Schiller-Forscher, der sich in sämtlichen Gremien der FU verdient gemacht hat. Rojas der Trainer von Fussballrobotern, der das heimliche Aushängeschild der Freien Universität ist. <strong>Aber wie unterscheiden sich ihre Programme? </strong>Rojas hat seines bereits publik gemacht. Alt hat im Interview mit FURIOS darüber gesprochen. Über das Programm der dritten Kandidatin, Christiane Lemke, werden wir noch berichten.</p>
<h2>Studentischer Dialog</h2>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Unter Präsident Lenzen war der <strong>Dialog mit den Studenten</strong>, vor allem mit den studentischen Vertretern, vergiftet. Damit dürfte es vorbei sein. Ob Rojas oder Alt: die Zeichen stehen auf Dialog. Beide betonen, dass sie mit den Studenten – und den Mitarbeitern – das Gespräch suchen werden. Beide wollen eine regelmässige Sprechstunde einrichten und an den Fachbereichen mit den Studenten direkt kommunizieren. Das dringendste Problem ist natürlich <strong>Bologna</strong>. Und auch hier sind die Unterschiede klein. Beide halten an der Trennung zwischen BA und MA fest, <strong>Alt</strong> plädiert allerdings für einen <strong>achtsemestrigen Bachelor</strong> in den Geisteswissenschaften. Beide wollen die Reform reformieren und die Studienpläne weniger starr gestalten. <strong>Rojas</strong> fordert sogar den <strong>Ausstieg aus dem Akkreditierungsprozess</strong>.</span></strong></p>
<h2>Zukunftskonzept</h2>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Der wichtigste Unterschiede liegen im <strong>Zukunftskonzept</strong>. Unter Lenzen wurde die FU zu einer «Internationalen Netzwerkuniversität» entwickelt. Damit war sie im Exzellenzwettbewerb erfolgreich. Was aber auch der Exzellenzstatus nicht geändert hat: Die Freie Universität ist und bleibt arm. Sie braucht, um international erfolgreich zu sein, <strong>schlagkräftige Partner.</strong> Die Frage ist: welche?</span></strong></p>
<p><strong>Rojas Vorschlag:</strong> «Die Kräfte der Berliner Universitäten bündeln. Für ein Zusammengehen mit der HU sind die Ängste zu gross, weil das zu Sparmassnahmen durch den Senat führen könnte. Die TU hingegen ist komplementär.» Er will <strong>FU und TU</strong> zusammenführen und meint: «Wir hätten mit einem Schlag die beste Uni Deutschlands. Sie wäre so gut wie Stanford.» Rojas Vorbilder sind Institutionen wie das Earth Institute an der Columbia University, das sich mit globalen Zukunftsfragen beschäftigt, etwa wie der Verkehr in den nächsten Jahrzehnten funktionieren wird. Für solche Fragen braucht es Ingenieure genauso wie Geografen, Sozialwissenschaftler oder Juristen. Gemeinsam hätten sie FU und TU alle. Der Vorschlag ist ambitioniert – und birgt Gefahren. FU und TU haben unterschiedliche Kulturen. Ein überbordender Verwaltungsapparat könnte entstehen. Ausserdem ist der das Konzept für viele Fachbereiche, vor allem für die Geisteswissenschaften, wenig attraktiv.</p>
<p><strong>Alt hingegen</strong> sieht in den <strong>Max-Planck-Instituten</strong> in Dahlem den idealen Partner. Sie sind finanziell hervorragend dotiert und liegen in direkter Nachbarschaft. Ihr Problem ist, dass sie keinen eigenen Nachwuchs haben – den hätte die FU. Deshalb will Alt vor allem auf die Nachwuchsförderung setzen, wie er im Interview mit FURIOS Online sagt. Das Vorhaben hat aber ebenfalls Knackpunkte. Das Interesse der Max-Planck-Institute an der FU ist wesentlich kleiner als das der FU an ihnen. Der wissenschaftliche Nachwuchs findet auch ohne die FU den Weg zu den MPIs. Tonangebend in dieser Partnerschaft wäre nicht die FU.</p>
<p>Ob TU oder MPI, am Ende heisst der neue Partner der FU vielleicht auch einfach: CL – Christiane Lemke.<strong> FURIOS bleibt dran! </strong><em>(red)</em></p>
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		<title>„Ich habe mich über Rojas geärgert“</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 11:54:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Peter-André Alt geht als Favorit ins Rennen um die Präsidentschaft der FU. Mit FURIOS sprach er darüber, wie er den Kontakt zu den Studenten pflegen möchte und weshalb er sich nicht auf einen Wahlkampf einlassen will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Peter-André Alt geht als Favorit ins Rennen um die Präsidentschaft der FU. Der Professor für Neuere Deutsche Literatur und Direktor der Dahlem Research School sprach im Interview mit FURIOS darüber, wie er den Kontakt zu den Studenten pflegen möchte und weshalb er sich nicht auf einen Wahlkampf einlassen will.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-2468" title="Furios 018" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/03/Furios-018-470x352.jpg" alt="" width="470" height="352" /></p>
<p><em>Peter-André Alt in seinem Büro zwischen Lenin und Kafka. </em><em>Foto: Julia Levenson</em></p>
<p><em>Das Interview führten Carolin Benack und Tin Fischer</em></p>
<p><em><strong>Viele halten Sie bereits für den neuen Präsidenten der FU. Haben Sie schon den Umzugswagen bestellt?</strong></em></p>
<p>Umzugswagen? Warum?</p>
<p><em><strong> Damit der Ihre Sachen ins Präsidium bringt.</strong></em></p>
<p>Achso. (lacht) Dafür braucht man keinen Umzugswagen.</p>
<p><strong><em>Warum sind so viele der Meinung, dass Sie Präsident werden?</em></strong><em> </em></p>
<p>Das müssen Sie diese ›vielen‹ fragen. Es liegt natürlich etwas näher, weil ich an der FU in den letzten Jahren schon in verschiedenen Bereichen Verantwortung übernommen habe. Ich war Dekan und Studiendekan, habe dann während des Exzellenzwettbewerbes eine Graduiertenschule für die FU eingeworben und die Dahlem Research School übernommen. Dadurch habe ich nicht nur meinen eigenen Fachbereich, sondern auch andere Fächer besser kennen gelernt.</p>
<p><strong><em>Sie gelten als Vertrauter des ehemaligen Präsidenten Dieter Lenzen. Wie nah stehen Sie ihm?</em></strong><em> </em></p>
<p>Ich habe die Zusammenarbeit mit ihm immer als anregend empfunden. Mit ihm in kleiner Runde zusammen zu sitzen, war für mich inspirierend, denn er hat wirklich gute Ideen entwickelt. In der Regel hat es sich aber um sehr kurz bemessene Kontakte gehandelt, weshalb ich nicht das Gefühl habe, ihn wirklich gut zu kennen. Ob man das nun Vertrauter nennen kann?</p>
<p><strong><em>Angenommen Sie werden Präsident: Was werden Sie anders machen als Ihr Vorgänger?</em></strong><em></em></p>
<p>Ich denke, dass in der Universität ein Wunsch nach mehr Kommunikation besteht. Es ist wichtig, dass Entscheidungen, die Hochschule betreffend, auf einer breiteren Ebene diskutiert werden. In den letzten Jahren ist das zu selten geschehen.</p>
<p><strong><em>Dieter Lenzen pflegte kaum den Kontakt zu den Studierenden. Wie werden Sie das halten?</em></strong><em></em></p>
<p>Es hat mir niemals eingeleuchtet, dass das Präsidium keine Sprechstunden anbietet. Nicht nur der Präsident, sondern auch die Vizepräsidenten sollten regelmäßig erreichbar sein, wie das ordentliche Professoren sein müssen. Generell muss man den Kontakt zu den Fachbereichen und ihren Fachschaften halten. Ich finde aber auch, dass man den Bezug zum eigenen Beruf, nämlich dem des Hochschullehrers, nicht verlieren sollte. Deshalb würde ich versuchen, wenigstens alle zwei Semester eine Lehrveranstaltung zu halten.</p>
<p><strong><em>Ihr Herausforderer Raúl Rojas hat sein Wahlprogramm im Internet veröffentlicht. Er schreibt, dass er die Kompetenzen nach unten verteilen und weniger im Präsidium konzentrieren möchte. Wie würde Ihre Politik aussehen?</em></strong><em></em></p>
<p>Wir haben an der FU, im Vergleich zu anderen Universitäten, bereits eine Struktur, in der die Fachbereiche sehr stark sind, allein schon dadurch, dass sie ihr Budget selbst verwalten können. Daher sehe ich von der rechtlichen Seite her nicht, dass wir in der Hochschulleitung Kompetenzen haben, die eigentlich in die Fachbereiche gehören. Das Präsidium muss eine Entscheidungsinstanz sein, die Fachbereiche müssen da Kompetenzen haben, wo sie auch fachlich und organisatorisch zuständig sind. Wichtig dabei ist, dass man sich wechselseitig respektiert. Das zeigt sich vor allem in den Zielvereinbarungen. In den letzten Jahren wurden diese Vereinbarungen zu stark von der Hochschulleitung vorgegeben. Das hat große Konflikte heraufbeschworen, ich war selbst verärgert, als uns Vorgaben auf den Tisch geknallt wurden und wir dann unsere Pflicht tun mussten. Ich stehe dafür, dass Zielvereinbarungsgespräche wieder das werden, was sie einmal waren: ein gemeinsamer Klärungsprozess zur Bestimmung zukünftiger Aufgaben.</p>
<p><strong><em>Rojas schlägt auch vor, die TU und die FU zu fusionieren. Was halten Sie davon?</em></strong><em></em></p>
<p>Ich halte von dem Vorschlag gar nichts. Ich sehe nicht, wie aus einem gigantischen Tanker, der durch solche Fusion entstünde, eine erquickliche Einrichtung werden soll. Es gibt aus guten Gründen keine Universität dieser Breite in Deutschland, denn in ihr würden keine Synergien entstehen, sondern sich aufblähende Verwaltungsstrukturen. Außerdem wäre es illusionär zu glauben, dass man so etwas realisieren kann, ohne dabei unter dem Druck der Politik gleich Rationalisierungskonzepte mitzuliefern, die dann Studien – und Arbeitsplätze kosten.</p>
<p><strong><em>Wo sehen Sie denn die FU in fünf Jahren?</em></strong><em></em></p>
<p>Mein Zukunftskonzept setzt vor allem auf Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu ist sicherlich eine bessere Zusammenarbeit der Universitäten, gerade auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, unabdingbar. Ich denke dabei aber auch an die Max-Planck-Institute, von denen sich ja vier in unserer unmittelbaren Umgebung befinden. Die Institute verfügen über starke Ressourcen in der Forschung und üppige Etats, dafür bieten wir ihnen etwas, was sie in dieser Zahl nicht haben: glänzenden Nachwuchs. Deswegen plädiere ich für einen Forschungscampus Dahlem. (überlegt) Den könnte man „FC Dahlem“ nennen.</p>
<p><strong><em>Wird das Ihr Wahlslogan?</em></strong><em></em></p>
<p>(lacht) Ja, das können Sie gerne schreiben. Nur: als Label von mir, bitte.</p>
<p><strong><em>Noch einmal zur Ausgangsfrage: Warum sollten die Max-Planck-Insitute mit der Freien Universität kooperieren? Allein wissenschaftlichen Nachwuchs anzubieten ist doch ziemlich wenig.</em></strong><em></em></p>
<p>Das stimmt, es wird nicht ganz einfach werden, die Max-Planck-Institute ins Boot zu holen. Neben dem Nachwuchs ist ein wichtiges Thema dabei das Promotionsrecht. Nur Universitäten dürfen den Doktorgrad verleihen, die Max-Planck-Institute hätten dieses Recht aber auch gern. Ich plädiere nicht dafür, das Promotionsrecht aus der Hand zu geben, aber ich denke, dass man eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung finden kann.</p>
<p><strong><em>Auf seiner Website impliziert Professor Rojas, dass er sich ums Präsidentenamt bewirbt, weil er die anderen Kandidaten für ungeeignet hält. Fühlen Sie sich von dieser Aussage  angegriffen?</em></strong><em></em></p>
<p>Es hat mich schon geärgert, dass er gesagt hat, er sähe keine wissenschaftlich qualifizierten Bewerber. Das finde ich unhöflich, schließlich verfüge ich über wissenschaftliches Renommee und möchte nicht, dass mir das von einem fachfremden Kollegen abgesprochen wird. Umgekehrt würde ich so etwas nie über ihn sagen.</p>
<p><strong><em>Werden Sie mit einer eigenen Wahlkampagne antworten?</em></strong><em></em></p>
<p>Nein, ich führe keinen Wahlkampf. Ich sehe das Amt des Präsidenten als ein Amt, in das man nach einem Wahlakt berufen wird, ohne dass es primär politisch definiert ist. Wer eine Hochschule leiten möchte, sollte zuallererst über wissenschaftliche Qualifikation verfügen — sie ist es, die die Voraussetzung für das Ansehen eines Präsidenten schafft. Wir sind keine Politiker, die um Ämter kämpfen. Für mich stimmt dieser Vergleich mit der Politik daher nicht.</p>
<p><strong><em>Viele Studierenden sind aber daran interessiert, die Kandidaten und ihre Wahlprogramme kennen zu lernen. Hätten sie nicht einen ordentlichen Wahlkampf verdient?</em></strong><em></em></p>
<p>Am 31.März findet eine Sitzung des Akademischen Senats statt, in der die Kandidaten ihre Konzepte vorstellen; die anschließende Diskussion findet ohne Öffentlichkeit statt. Einen Tag vorher wird auf meiner Website ein Zehn-Punkte-Programm publiziert, das die wesentlichen Werte und Ziele benennt, die mir in der Funktion des Präsidenten wichtig wären. Sollte man mich zur Wahl vorschlagen, würde ein ausführlicherer ›Wahlbrief‹ folgen.</p>
<p><strong><em>Nehmen wir an, wir hätten eine basisdemokratische Universität und die Studierenden würden ihren Präsidenten selbst wählen. Wie hieße der neue Präsident der FU?</em></strong><em></em></p>
<p>Wenn man eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent hätte, würde man wohl mich wählen.</p>
<p><strong><em>Warum?</em></strong><em></em></p>
<p>Weil ich insgesamt das in sich durchdachtere Konzept biete.</p>
<p><strong><em>Kennen Sie denn das Konzept von der dritten Kandidatin, Professor Lemke?</em></strong><em></em></p>
<p>Nein, überhaupt nicht.</p>
<p><strong><em>Herr Alt, noch eine letzte Frage: Warum sind Sie der beste Kandidat fürs Präsidentenamt?</em></strong><em></em></p>
<p>(lacht) Das ist eine Wahlkampffrage. Aber gut. Von denen, die zur Wahl stehen, habe ich die beste Kenntnis der Universität. Und ich glaube, dass ich mit dieser Grundlage am ehesten in der Lage bin, die Probleme, die es gibt, und die, die auf uns zukommen, zu lösen.</p>
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		<title>+++ Aktuell: 3 Kandidaten für Präsidentenamt nominiert +++</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 21:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Alt, Lemke und Rojas im Rennen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der <a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/09/raul-rennt/">kleinen Sensation</a> ist eine etwas grössere geworden: Gestern noch richtete der Informatikprofessor Raúl Rojas die Seite www.running-for-president.de ein, weil er befürchtet hatte, bei der Wahl des neuen FU-Präsidenten nicht berücksichtigt zu werden. Heute hat der Akademische Senat der Freien Universität getagt und Rojas wurde, zusammen mit dem FU-Germanisten Peter-André Alt und der Hannoveraner Politologin Christiane Lemke, für die Wahl nominiert. Am 31. März werden sie sich den entsprechenden Gremien vorstellen. Am 12. Mai soll die Wahl stattfinden. Insgesamt hatten sich 14 Personen beworben. Dies wurde FURIOS von mehreren Quellen bestätigt und ist auch bei <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3053719">Tagesspiegel Online</a> nachzulesen.</p>
<p>Zwar berichtet der Tagesspiegel, dass die beiden Kandidaten Rojas und Lemke «lediglich Außenseiterchancen» hätten. Spitzenkandidat bleibt Peter-André Alt. Auch Matthias Bartelt, studentischer Vertreter im erweiterten Akademischen Senat und intimer Kenner der FU-Politik, ist skeptisch bezüglich den Chancen von Rojas und Lemke. Mathias glaubt, dass mit der 3er-Nominierung teilweise wohl nur «der Schein gewahrt werden soll, dass es sich nicht um ein 1er-Ticket handelt» – will heißen: die Wahl von Alt steht längst fest. Dieser hat sich für das Amt bereits seit längerer Zeit in Position gebracht und gilt als Vertrauter des früheren Präsidenten Lenzen, der die FU in Richtung Hamburg verlassen hat. <a href="http://www.furios-campus.de/2010/03/09/raul-rennt/">Gegenüber FURIOS hat Rojas jedoch angekündigt</a>, dass er einen offenen Wahlkampf führen möchte, in dem nicht mehr nur im Hintergrund über Personen entschieden, sondern öffentlich über Programme und Inhalte diskutiert wird. Ob die beiden anderen Kandidaten diesem Schritt folgen werden, steht offen. Matthias Bartelt zumindest erwartet es nicht: «Ich denke nicht, dass sich Alt auf einen öffentlichen Wahlkampf einlassen wird. Dafür ist er nicht der Typ.» <em>(tin)</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Raúl rennt: Informatiker Rojas bewirbt sich um FU-Präsidium</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentenwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Sensation: Raúl Rojas, Vater der FU-Fussballroboter und heimliches Aushängeschild der Universität, kandidiert für das Präsidium. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-large wp-image-2438 alignnone" title="presidial" src="http://www.furios-campus.de/wp-content/uploads/2010/03/presidial-470x290.jpg" alt="" width="470" height="290" /></p>
<p>Noch rennt er am Präsidium vorbei. Kommt er bald rein? Informatiker Raúl Rojas.</p>
<p>Foto: running-for-president.de</p>
<p><strong>Eine kleine Sensation: Raúl Rojas, Vater der Fussballroboter und heimliches Aushängeschild der FU, kandidiert für das Präsidium. </strong></p>
<p><em>von Tin Fischer</em></p>
<p>So sieht man Professoren selten und Informatiker wahrscheinlich nie: Auf seiner Website «<a href="http://www.running-for-president.de/">Running for President</a>» joggt Raúl Rojas, Professor für Informatik an der FU Berlin, über den Dahlemer Campus. Sein Lauf hat ein Ziel: Rojas kandidiert für das Präsidium der Freien Universität. Das hat er heute öffentlich gemacht.</p>
<p>Dass ein Kandidat für das Präsidentenamt einer Universität öffentlich Wahlkampf macht, ist mehr als ungewöhnlich. Und noch dazu so kurzfristig. Schon morgen wird im Akademischen Senat eine Vorauswahl getroffen, ein Drittel der Stimmen ist erforderlich. Die Namen der Kandidaten sind nicht offiziell bekannt. Aber man darf vermuten, dass die Shortlist im Hintergrund bereits gemacht wurde – und dass der Aussenseiter Rojas nicht drauf steht.</p>
<p>Deshalb ist er mit seiner Kandidatur – und einem Wahlprogramm – an die Öffentlichkeit gegangen. «Ich würde es begrüßen, wenn wir einen öffentlichen Wahlkampf hätten», sagt er gegenüber FURIOS Online. Und betont: «Aber nicht um Personen! Ich strebe nicht an, dass man über mich redet. Ich möchte, dass man über die Universität redet.»</p>
<p>Sein Ziel ist, eine Kommission einzurichten, in der offen und «ohne Tabus» über die Zukunft der Freien Universität diskutiert wird. Dabei schlägt er nicht nur vor, universitätsintern die Verantwortung von oben nach unten zu verteilen und ständigen Kontakt mit den Studenten zu halten («damit diese nicht wie Geysire regelmäßig explodieren»). Auch über sensible Fragen will er reden, etwa wie viele Sozial– und wie viele Naturwissenschaften die FU haben soll. Sein <a href="http://www.running-for-president.de/">Wahlprogramm</a> stellt er – anders als seine Mitbewerber – online.</p>
<p>Ein Student habe ihn gefragt, ob sie jetzt T-Shirts mit seinem Gesicht drucken sollen. «Um Gotteswillen: Nein!», habe er gesagt. Aber klar ist: Wenn nicht gerade Semesterferien wären, würde man heute die ersten «Rojas for President»-T-Shirts im Obama-Style auf dem Campus sehen. Der Mexikaner ist populär, nicht nur unter Studenten. Er gilt als unkonventioneller Denker und erfolgreicher Wissenschaftlicher – und als das heimliche Aushängeschild der FU. Er hat mit berlinerisch beschränktem Budget <a href="http://www.furios-campus.de/2009/07/09/robocup/">Fußballroboter</a> entwickelt, die an der Weltspitze mitspielen, und arbeitet an einem <a href="http://www.furios-campus.de/2009/11/03/iphone-auto/">Auto, das sich selbst steuert</a>. Zugleich hat er immer wieder nach neuen Unterrichtsformen gesucht.</p>
<p>Aber am wichtigsten für die FU, die in ihrer Vergangenheit immer wieder von politischen Grabenkämpfen gelähmt wurde: Rojas lässt sich in einem Links-Rechts-Schema nicht klar festlegen. Der ehemalige Präsident der FU, Dieter Lenzen, galt als wirtschaftsaffiner Vertreter einer unternehmerisch geführten Universität. Auch Rojas hält seine Studenten dazu an, <a href="http://www.furios-campus.de/2009/06/01/die-unternehmenslustigen/">Unternehmen zu gründen</a> — damit ihre Ideen sozial nutzbar werden. Zugleich hat er zusammen mit linken Schwergewichten des Otto-Suhr-Instituts Bücher zur internationalen Schuldenkrise veröffentlicht. Er gilt als disziplinierter Pusher, der aber zugleich die Verschulung der Bologna-Studiengänge kritisiert. Wenn er jetzt den Dialog fordert, dann ist das auch ein Bruch mit Lenzen, der die Freie Universität nach vorn gebracht hat, indem er zermürbenden Diskussionen ausgewichen ist. Rojas hätte als einer der wenigen das Profil, sie zu führen. Nicht zuletzt deshalb, weil er Außenseiter und nicht die politisch-akademischen Seilschaften an der FU verwickelt ist. Bei der Vorauswahl morgen ist das allerdings ein Nachteil.</p>
<p><strong>So oder so: FURIOS bleibt dran! </strong></p>
<p><strong>Gewählt wird voraussichtlich am 12. Mai. </strong></p>
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