Während Obama sein Amt antritt (um 16:00 Uhr am Kennedy-Institut live übertragen) und sich George W. Bush von seiner letzten Nacht als Präsident erholt, bleibt im Studierendenparlament der Freien Universität alles beim Alten. Die Koalition aus Fachschaftsinitiativen und offenen Listen wurde bestätigt. Ein Achtungserfolg gelang den Grünen, die auf Anhieb fünf Sitze erzielten.
Wie geht es weiter? Das Schnüren der Koalition wird wohl auch in diesem Jahr hinter verschlossenen Türen stattfinden. Damit der AStA von einem «Auftrag der Wähler_innen» sprechen kann, sollte er gegenüber den Wählern kommunizieren, von welchen Listen er getragen wird. FURIOS behält die “Liste der Listen” auf dem Laufenden!
Fünf Gründe gibt es laut der Liberalen Hochschulgruppe, kurz LHG, bei der Stupa-Wahl für sie zu stimmen. Na, immerhin. Hinter knackigen Versprechen wie „Wir powern vor Ort“ und „Wir wollen Service bieten“ verbergen sich schräge und doch zukunftsweisende Ideen wie ein virtueller Kummerkasten und Erstsemester-Infohefte. Wen das nicht überzeugt, der weiß wohl nicht worauf es bei Hochschulpolitik wirklich ankommt! (weiterlesen…)
Subjektiv und schonungslos: Die Plakatkritik der FURIOS.
Diesmal: “Bachelor-Liste”
Unauffällig und grau ist das Bachelor-Studium. So auch das Plakat der Bachelor-Liste. Ist das Programm? „wir treten ein für eine studierendenfreundliche Organisation des Bachelor“, heisst es da zuerst. Aber was soll denn das bedeuten? Klausuren nur mit 2/3 Mehrheit? (weiterlesen…)
Seltsam, wen die (Kunst-)Historiker für sich kämpfen lassen: einen tobenden Kindskopf im Knackistreifenshirt, der die linke Faust zum Kampf erhebt. Und dann schaut man ein zweites Mal hin und erkennt: Das ist Calvin! Calvin, der kleine Rotzlöffel aus dem Comic-Strip „Calvin und Hobbes“. Aber was macht er da?
In seiner bunten Comicwelt schmeißt er mit Essen um sich, donnert gegen die Wirtschaft und vergrault mittels Klugscheißerei und anderen Aufsässigkeiten seine Nächsten. Politisch betrachtet ist Calvin wohl ein Anarchist. Organisiert ist er lediglich für eine Sache: die Frauendiskriminierung. Aber die, das muss man ihm lassen, verfolgt er mit Nachdruck. Versammlungen seines selbst gegründeten Vereins „G.R.O.S.S.“ („Get Rid Of Slimy girlS“) verpasst er nie. Jetzt ist er, in der Rolle des linken Grölers, das Plakatmaskottchen der Historiker. Eine interessante Wahl.
Aber für was schreit Calvin eigentlich? Soll er den Slogan übertönen? Basisdemokratisch und parteiunabhängig – da zeigen sich die Historiker nicht gerade erfrischend anders. Schlimmer noch: ohne jeden Hauch krimineller Energie. Das enttäuscht. Man darf doch erwarten, dass die FSI was auf den selbstgewählten Namen hält. „Koser Nostra“ ist ja mehr als ein maues Wortspiel (die Historiker sitzen in der Koserstraße), immerhin eine Hommage an die „Kosher Nostra“, den jüdischen Verbrecherverein im New York des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Politisch irritierende Selbsteinschätzung zweifellos, etwas hybrisch obendrein. Und basisdemokratisch? Da hätte der Namenspate höchstens dreckig gelacht. Doch aller Schizophrenie zum Trotz bleibt die Verheißung großer Taten, kühler Brillanz und mondänen Glamours. Sex, Drogen und Jazz wären das Mindeste. Doch was kriegen wir stattdessen? Einen Rotzlöffel. Und der wirkt plötzlich, gemessen an diesen Erwartungen, ganz schön spießig.
Wie riet doch der gute alte Terry? „Sie haben weder besondere Fähigkeiten noch irgendwelche speziellen Talente? Vielleicht sollten Sie sich als Lehrer versuchen!“ Zumindest dieses etwas sonderbare Plakat bestätigt das Zitat. (weiterlesen…)
Wie an einer amerikanischen High School Wahlkampf gemacht wird:
FrontRunners heisst der neue Film und erscheint in den deutschen Kinos demnächst wahrscheinlich nicht. Daraus lernen lässt sich immerhin: Wer oben an einer Treppe Flyer verteilt, wirkt a) unterbewusst überlegen und kann b) seine Flugblätter deshalb effizineter verteilen, weil die, die von unten kommen, müde und erschöpft sind. (tf)
Subjektiv und schonungslos: Die Plakatkritik der FURIOS.
Diesmal: “AusländerInnen-Liste”
„Chancengleichheit auf allen Ebenen“ fordert die „AusländerInnen-Liste“. Für ihren Flyer scheint das aber nicht zu gelten. Schwarze Silhouette vor bunten Streifen. Wieso möchte eine Liste gesichtslos sein? Lädt das zur Identifikation ein? Da bin ich raus aus der Chancengleichheit. Und zwar in Punkto Verstehen. (weiterlesen…)
Was wohl der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband dazu sagen würde, käme ihm zu Ohren, dass ihr den Repräsen-Tanz gar so furchtbar schmäht und euren Wahlkampf dem Subs-Tanz verschrieben habt? Ob Samba, Rumba oder Cha-Cha-Cha, es tanzt die ganze Welt – wieso ausgerechnet wollt ihr Lenzen seines Spaßes berauben, der auch sonst einen flotten Rhythmus vorzugeben weiß und gerne sähe, dass alles nach seiner Pfeife tanzt? (weiterlesen…)
Ihr kocht den besten Kaffee auf dem Campus und macht in eurem Laden multikulturelle Musik. Ja, ich komme immer wieder gerne zu euch, auch wenn ich weder Russisch, Kurdisch, Türkisch, Arabisch, Hebräisch oder Swahili beherrsche und mit meinem Deutsch nichts zum gewünschten Kauderwelsch beitragen kann. (weiterlesen…)