
Subjektiv und schonungslos: Die Plakatkritik der FURIOS.
Diesmal: Liberale Hochschulgruppe
Fünf Gründe gibt es laut der Liberalen Hochschulgruppe, kurz LHG, bei der Stupa-Wahl für sie zu stimmen. Na, immerhin. Hinter knackigen Versprechen wie „Wir powern vor Ort“ und „Wir wollen Service bieten“ verbergen sich schräge und doch zukunftsweisende Ideen wie ein virtueller Kummerkasten und Erstsemester-Infohefte. Wen das nicht überzeugt, der weiß wohl nicht worauf es bei Hochschulpolitik wirklich ankommt!
Die Mitglieder der LHG wissen das nach eigener Auskunft sehr genau. Auch wenn sie nicht, wie man vermuten könnte, einer Partei nahe stehen. Das wird auf dem Wahlflyer explizit (Verdammt noch eins! Nix FDP!) klargestellt. Trotzdem spricht aus ihrem aktuellen Werbeblatt die Professionalität der „ganz Großen“: Da lächeln die patent-hohlen Gesichter der Kandidaten auf den Wähler herab, mindestens so gekonnt wie auf Landtagswahlplakaten. Auch das Layout sieht aus, wie von den Mitarbeitern einer öffentlichen Stelle gefertigt – das sind meist zweitklassige PuK-Absolventen, die dann drittklassige PR-Berater werden. Also alles schön bunt und im Design wie eine Couch aus den frühen Neunzigern.
Für die, die es auf dem Flyer überlesen haben: Die LHG ist gegen Studiengebühren und steht somit auch in diesem Punkt den anderen Listen in nichts nach. Prima. Kein Grund mehr, die LHG nicht zu wählen? Aber Obacht: Neben dem scheinbar harmlosen Gruppenbild droht uns die LHG mit ihrer „starken Truppe“! Ist das farbenfroh-naive, wenig informative Blatt demnach nur Ablenkungsmanöver für die wahren Pläne der LHG? Das werden wir wohl erst nach der Wahl mit Sicherheit sagen können – auch ganz wie in der „echten“ Staatskunst.
Marlene Göring