Studierende bestätigen linke AStA-Mehrheit

Erneut betei­ligte sich nur ein Bruch­teil der FU-Studierenden an der Wahl zum Stu­die­ren­den­par­la­ment. Die AStA-Mehrheit bleibt beste­hen. Von Mat­thias Bolsinger

Der All­ge­meine Stu­die­ren­den­aus­schuss (AStA) konnte auch in der dies­jäh­ri­gen Wahl zum Stu­die­ren­den­par­la­ment seine Mehr­heits­ver­hält­nisse wah­ren. AStA-treue Lis­ten erran­gen über die Hälfte der ins­ge­samt 60 Man­date. Einige oppo­si­tio­nelle Lis­ten muss­ten hin­ge­gen Rück­schläge hin­neh­men. Die Linke.SDS etwa ist im neuen Par­la­ment mit nur einem statt ehe­mals drei Sit­zen ver­tre­ten — wie die Libe­rale Hoch­schul­gruppe, die einen Sitz ver­lor. Auch die Man­date der Jusos schrumpf­ten im Ver­gleich zur letz­ten Legis­la­tur­pe­riode von vier auf drei.

Zu den Gewin­nern in der Oppo­si­tion zäh­len die FSI Jura/Café Tat­ort, die mit der höchs­ten Stim­men­zahl (256) erneut vier Sitze im Stu­die­ren­den­par­la­ment erhält und die Grüne Hoch­schul­gruppe, die ein wei­te­res Man­dat hin­zu­ge­win­nen konnte und nun eben­falls vier Abge­ord­nete stellt. Zufrie­den sein kann auch die FSI WIWISS, die die Zahl ihrer Sitze im neu gewähl­ten StuPa von zwei auf drei erhöht hat. Ebenfalls drei Man­date hat die Hoch­schul­gruppe der Par­tei DIE PARTEI errun­gen — der inten­sive Wahl­kampf war somit nicht umsonst. Auf Anhieb zwei Man­date errang die Ini­ta­tive »Mas­ter für Alle — aktiv gegen Studiengebühren«.

Wahl­be­tei­li­gung erneut gering

Nach­dem die Wahl­be­tei­li­gung im ver­gan­ge­nen Jahr bereits um fast drei Pro­zent ein­ge­bro­chen war, blieb die übergroße Mehr­heit der Stu­die­ren­den auch in die­sem Jahr den Urnen fern. Von 32.159 Wahl­be­rech­tig­ten gaben 3.649 ihre Stim­men ab. Die geringe Wahl­be­tei­li­gung (11,35%) begüns­tigte somit wie­der viele „kleine“ Lis­ten, die durch die spe­zi­elle Stimm­ge­wich­tung ins Stu­die­ren­den­par­la­ment ein­zie­hen konn­ten. Als ein­zige der ins­ge­samt 40 Lis­ten ver­passte die „Bachelor-Liste“ ein Man­dat. 33 Stim­men genüg­ten der Fach­schafts­in­itia­tive des Lateinamerika-Insituts, um einen Sitz zu erlangen.

Das neue Stu­die­ren­den­par­la­ment muss sich inner­halb von drei Wochen zu einer kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung zusammenfinden.

15. Januar 2012, Politik, Wahlen 2012

2 Kommentare

  1. Was heißt denn hier »auf Anhieb«? »Aktiv gegen Stu­di­en­ge­büh­ren« gibt es seit vie­len Jah­ren, und so um 2008/2009 herum hatte die Liste mal fünf Sitze im StuPa.

    Comment von Opa — 17. Januar 2012, 12:43

  2. Habt ihr kei­nen Artukel über die letzte Stu­die­ren­den­par­la­ments­sit­zung? Erst so viel zum Wahl­kampf machen und dann nicht süber das wirk­lich wichtige??

    Comment von queerfeministischer Pilot — 22. Februar 2012, 12:20