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Gedenken an FU-Student Benno Ohnesorg

Vor genau 50 Jahren wurde Benno Ohnesorg bei einer Demo in West-Berlin von einem Polizisten erschossen. Sein Tod veränderte Deutschland. FURIOS listet einige eindrückliche Erinnerungen auf.

 

"Der Tod des Demonstranten", Gedenkrelief für Benno Ohnesorg vor der Deutschen Oper, Berlin. ( Foto: Wikipedia/Lorem ipsum/CC BY-SA 2.0 de)

„Der Tod des Demonstranten“, Gedenkrelief für Benno Ohnesorg vor der Deutschen Oper, Berlin. /Foto: Wikipedia/Lorem ipsum/CC BY-SA 2.0 de

Benno Ohnesorg studierte Romanistik und Germanistik an der Freien Universität Berlin. Die FU erinnert mit einem Interview mit Knut Nevermann die Studentenbewegung ab den späten 60er Jahren, die von den Ereignissen am 2. Juni 1967 eintscheidend geprägt wurde, an Ohnesorgs Tod.

Nevermann war zunächst AStA-Vorsitzender an der FU und später unter anderem Wissenschaftsstaatssekretär. Über Ohnesorgs Tod sagt er: „Es war ein tiefer Einschnitt.“

Tragische Berühmtheit erlangte dieses Foto von Benno Ohnesorg am Tatort. Der damals 26-Jährige starb wenige Stunden später.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat im Text „Zeitzeugin wider Willen“ die Schilderungen von Friederike Hausmann festgehalten, die sich im Bild über Ohnesorg beugt: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass er stirbt.“ Von Ohnesorgs Tod erfuhr sie demnach erst am nächsten Morgen aus dem Radio, heißt es bei der „FAZ“.

Die ARD-Dokumentation „Wie starb Benno Ohnesorg?“, die unter anderem verschollen geglaubtes Filmmaterial vom Moment des Todesschusses enthält, ist noch bis zum 5. Juni online verfügbar.

Auch die RBB Abendschau hat sich auf Spurensuche am Tatort begeben:

Im „Tagesspiegel“ rekonstruieren vier Zeitzeugen den Todesschuss. Schütze war der Polizist Karl-Heinz Kurras, damals Kriminalobermeister und, wie sich erst viel später herausstellte, auch Stasi-Spitzel. Verurteilt wurde er für den tödlichen Schuss auf Ohnesorg nie.

Dass es mit dem Gedenken an den getöteten FU-Studenten nicht ganz einfach ist, illustriert dieser Text der „taz“. Im Interview mit dem heutigen Berliner Justizsenator Dirk Behrendt thematisiert sie eine mögliche Entschuldigung des Senats für das Unrecht, das Ohnesorg widerfuhr.

„Zeit Online“ liefert in 17 Karten ein eindrückliches Dossier über die 68er-Bewegung, darunter der Mordanschlag auf Studentenführer Rudi Dutschke. An der FU findet im laufenden Semester eine Ringvorlesung mit dem Titel „Studentenbewegung – 50 Jahre danach“ statt – hier ein Einblick von FURIOS.

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