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Furios Fake News: Mario Basler wird Prof. an FU

Mario Basler ist bekannt für seinen herausragenden Intellekt. Deswegen hat ihn das MvBZ wohl zum Professor für Gender Studies ernannt. Von Leonhard Rosenauer

Wer behauptet, Fußballer sind doof, hat noch keine Vorlesung bei Mario Basler besucht. Bilder: Pixabay Montage: Leonhard Rosenauer

Es war ein Paukenschlag, als das Margherita von Brentano Zentrum (MvBZ) kurz vor Semesterstart verkündete, einen echten Coup gelandet zu haben. Trotz Budgetkürzungen habe man es geschafft, eine neue Professur für Gender Studies einzurichten und mit Mario Basler einen echten Experten an Land gezogen. Am vergangenen Mittwoch hielt der Ex-Profifußballer und selbsternannte Sprücheklopfer dann seine Antrittsvorlesung.

Kurz vor Anpfiff der Vorlesung des neuen Diversity-Experten Basler standen studentische Fußballfans in Vereinstrikots mit Selfiestick bewaffnet bereit. Ihnen gegenüber protestierte das Kollektiv „Rote Karte für Rassismus” gegen Baslers antiintellektuellen, xenophoben und sexistischen Eskapaden in Funk und Fernsehen.

Turbulente Lesung

Angekündigt durch ohrenbetäubenden Raucherhusten traf Basler mit zehn Minuten Verspätung ein. Er entschuldigte sich zunächst: Es habe nur so lange gedauert, weil er seinen Porsche etwas abseits hätte parken müssen. Denn „Deutschland ist eine Neidgesellschaft“ und sein motorisiertes Baby sei auf dem Campusgelände zwischen verlausten Studierenden vermutlich nicht sicher.

Als der Trubel abgeklungen war und protestierende Flitzer von der Campuspolizei entfernt wurden, fragte Basler über welches Gender man denn zuerst reden wolle. Er selbst habe sich zur Vorbereitung alle Bühnenprogramme seines Namensvetters Mario Barth angesehen. Eine Studentin fragte, warum er nicht lieber über Fußball fachsimpeln wolle. Woraufhin Basler in teergetränktes Lachen ausbrach und entgegnete: „Für mich ist es schwierig, mich mit Frauen über Fußball zu unterhalten. Ich schaue mir ja auch kein Frauenfußballspiel an“ – verdutzte Gesichter bei den Studierenden.

Tränenreiche Schwalbe im Strafraum

„Fußball ist Männersache!“ fuhr Basler fort. „Auch für schwule Männer?“, fragte ein Student aus der dritten Reihe. „Nein, ich glaube nicht“, so Basler. Damit stellte er sich ins Abseits und selbst die strammsten Fußballfans schälten sich beschämt aus ihren Basler-Trikots. Eine empörte Studentin aus der ersten Reihe rief, ob er denn jemals ein Buch gelesen habe. Natürlich habe er das, entgegnete Mario: „Es war ganz interessant und handelte von einer Familie. Den Titel weiß ich nicht mehr.“

Buhrufe schallten vermehrt durch den Hörsaal. Statt ein Gegenpressing zu starten, brach Basler in Tränen aus: „Jede Seite hat zwei Medaillen. Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein!“, schluchzte er den Studierenden entgegen, und bewies, dass auch Männer weinen können. Doch da war es bereits zu spät – die Studierenden rasteten aus, einige rissen Stühle und Tische aus den Verankerungen, Mateflaschen und Kaffeebecher flogen in Richtung Baslers Birne. Eine Gruppe Geisteswissenschaftler*innen ging auf die letzten paar Basler-Verteidiger*innen los.

Die Vorlesung musste daraufhin frühzeitig abgebrochen werden. Eine Wiederholung wird es wohl nicht geben. Noch am Abend verkündete Basler seinen Rücktritt als FU-Professor. Das MvBZ ließ durch den Pressereferenten ausrichten, man hätte eine Auswechslung sowieso in Betracht gezogen. Ob die randalierenden Studierenden mit Konsequenzen rechnen müssen, ist derzeit noch unklar.

Anm.d.Red.: Bei direkten Zitaten von Mario Basler im vorliegenden Text, handelt es sich ausschließlich um Originalzitate.

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