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FURIOS Fake News: Dachschaden von The Brain wird behoben

Seit Jahren regnet es rein in die Philologische Bibliothek. Jetzt soll ein gewagter Entwurf des Stararchitekten Sir Norman Foster Abhilfe schaffen. Victor Osterloh hat sich die Entwürfe angesehen.

Noch liegt sie nackt da: Die Kuppel der Philologischen Bibliothek. Foto: Bernd Wannenmacher

Dezent überragt die Kuppel der Philologischen Bibliothek die umliegende Rostlaube. Neben der großartigen Ästhetik beachtlich: In das für 20 Millionen Euro nach einem Entwurf von Sir Norman Foster erbaute Gebäude regnet es seit Fertigstellung rein. Grund dafür sind Dichtungen zwischen den Fassadenteilen, die durch die dauernde Bewegung des Gerüsts lediglich zwei Jahre halten. Deshalb müssen kontinuierlich Teile der Außenhülle repariert werden. Im Inneren der Bibliothek wird mit Eimern und Plastikfolien versucht, das Wasser aufzufangen – mehr ist bisher nicht passiert. Doch nach eineinhalb Jahrzehnten des ratlosen Bangens scheint die Rettung auf einmal zum Greifen nah.

Sir Foster macht es selbst!

Wie nun bekannt wurde, hat sich Stararchitekt Sir Norman Foster, Lord of Thames Bank, ritterlich bereit erklärt, das Problem der FU in die eigene Hand zu nehmen. „Auch wenn ich damit überhaupt nichts zu tun habe: Ich habe die Lösung gefunden“, sagt Sir Foster auf Anfrage von FURIOS. „The Umbrella“ heißt das neue Meisterwerk des Büros Foster + Partner’s, wie die FU bestätigt. Die aufsehenerregende Konstruktion soll die Kuppel der Bibliothek überragen und vor Regen schützen. Der Entwurf sieht vor, eine dunkle Plane über sternförmig angeordnete Träger zu spannen, die um einen Schaft in der Mitte gruppiert sind. Dieser Mittelpfeiler ist mit einem Haken, auch „Griff“ genannt, in der Erde verankert. Quasi per Knopfdruck kann die Konstruktion aufgespannt und wieder zugeklappt werden. Damit lässt sich nicht nur das Problem mit den undichten Fenstern lösen. Das Spanndach wird auch als Sonnenschutz dienen. Nur windig darf es nicht sein, dann muss „The Umbrella“ geschlossen werden.

Besonders an dem Projekt ist auch: Foster nimmt nur einen Bruchteil seiner üblichen Gehälter. „Wir sind froh, dass wir uns auf eine Summe im einstelligen Millionenbereich einigen konnten“, so ein Sprecher der FU. „Dieser Mann wurde zu Recht geadelt.“

FURIOS liegt exklusiv der erste Entwurf von Sir Norman Foster vor.

Bauen in Berlin: Könnte etwas länger dauern

Die ersten Gerüchte über die spektakuläre und revolutionäre Lösung haben sich schon weit über den Dahlemer Campus hinaus verbreitet. Sebastian, Architekturstudent an der TU, ist extra nach Dahlem gekommen um hier auf den großen Moment zu warten: „Ich bin begeistert – das ist einfach genial. Foster ist ein wahres Genie.“ Auch den Anwohner*innen merkt man die Vorfreude an. „Das neue Dach über dem Dach wird von weither sichtbar sein.“, begeistert sich eine Frau am U-Bahnhof. „Das wird das neue Wahrzeichen von Dahlem. Und wenn The Umbrella bei gutem Wetter zusammengefaltet ist, haben wir unseren eigenen kleinen Eiffelturm.“

Die Fans des neuen Dachs müssen sich allerdings noch etwas gedulden. So schnell wie der Eiffelturm wird es wohl in Berlin nicht gehen. „Wir rechnen mit etwa der doppelten Bauzeit“, so der FU-Sprecher. Ob die Bibliothek für die gesamte Dauer der Bauarbeiten oder nur zeitweise geschlossen sein wird, steht noch nicht fest.

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